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witchi ...
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...   Erstellt am 10.08.2005 - 12:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Armbrust durchlief drei wesentliche Entwicklungsstufen:

1. Die Armbrust mit hölzernem Bogen (bevorzugt Eibenholz, wegen dessen Härte) stellt die Urform dar. Sie wurde meist beidhändig durch Aufrichten des Schützen aus gebückter in aufrechte Haltung gespannt, wobei das "Mündungsende" der Waffe mit dem Fuß / den Füßen des Armbrustschützen in einer Art von Steigbügel am Boden gehalten wurde. Spannhilfsmittel brauchten wegen der begrenzten Zugkraft nicht eingesetzt werden.

2. Die leistungsfähigere Form der Armbrust war mit einem Komposit- / Reflexbogen ausgestattet. Der Bogen war bei dieser Variante aus Schichten von Horn und Tiersehnen verleimt und bog sich ohne Sehne nach vorn. Diese Art von Bogen kam in Europa wahrscheinlich zu Ende des 12. Jahrhunderts durch Übernahme der Komposit-Technik aus Byzanz oder Arabien in Gebrauch. Diese Art von Armbrust bedurfte wegen ihrer hohen Zugkraft meist einer Spannhilfe in Form von Flaschenzügen, Hebelkonstruktionen, Winden oder Schrauben. Der Kompositbogen war sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit.

3. Die historisch leistungsfähigste Form der Armbrust mit stählernem Bogen kam im 14. Jahrhundert auf. Sie war im Gegensatz zur Reflexbogenkonstruktion nicht mehr witterungsanfällig; zum Spannen mussten ebenfalls die o. a. Hilfen angewendet werden.

Neben den tragbaren Armbrüsten für die Feldschlacht gab es auch noch größere stationäre Geräte mit höherer Leistung, die auf Schiffen und zur Verteidigung von Burgen und Städten eingesetzt wurden, die so genannte Turmarmbrust oder Flaschenzugarmbrust, ähnlich der römischen Balliste. Sie war zum Horizontalschuß bestimmt und hatte die typische Armbrustform. Man baute die Turmarmbrust bis zu 10 m Länge. Eine systematische Verwandschaft zu historischen Katapulten, sowie neuzeitlichen Harpunensystemen und Geschützen (Lafette, Panzer) ist gegeben.

Moderne Wettkampfwaffen besitzen eine Sehne aus Karbonsträngen, die mittels eines Spannhebels gespannt wird. Zusätzlich sind die Armbrüste mit einer beleuchteten Libelle zur Lagekontrolle ausgestattet. Geschossen wird immer noch mit einem Bolzen.

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Geschichte

Armbrustherstellung (Pogner) um 1568Die ersten Armbrüste finden sich bei Tonfiguren von Qin Shi Huang Di († 210 v. Chr.), dem ersten Kaiser von China. Die Armbrust in Europa stammt allerdings aus einer getrennten Entwicklung, die aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. aus Griechenland stammt. In Xanten am Niederrhein haben Archäologen in einer Kiesgrube metallene Reste einer römischen Armbrust aus der Zeit um Christi Geburt gefunden. Reste ähnlicher Waffen wurden bereits in Spanien und im Irak gefunden. Ein militärischer Einsatz der Armbrust durch Legionäre ist daher wahrscheinlich. Die Römer nannten diese Waffen Ballistae.

Spätestens den Normannen in Frankreich ist es gelungen, die Armbrust zu einer kriegstauglichen Waffe in Europa weiter zu entwickeln; in der Schlacht von Hastings (1066) setzten die Normannen gegen die Angelsachsen Armbrüste ein. Der Teppich von Bayeux, der diese Schlacht und ihre Vorgeschichte darstellt, zeigt allerdings keine Armbrüste, deren Existenz wurde erst durch Ausgrabungen von Armbrustbolzen auf dem Schlachtfeld bekannt.

In Europa ist die Verwendung von Bögen und Armbrüsten in Kämpfen zwischen Christen durch das Zweite Lateranische Konzil 1139 verboten worden, da sie wegen ihrer Reichweite und ihrer Durchschlagskraft gegen Rüstungen als unritterlich galten. Der Einsatz gegen Heiden, insbesondere gegen arabisch/islamische Gegner, blieb dagegen unberührt. Diese moralische Ächtung war jedoch schlussendlich in der Kriegspraxis nicht durchsetzbar.

Die Kadenz war im Vergleich zu den im 13. / 14. Jahrhundert erfolgreicheren Langbögen aus England wesentlich langsamer (1-2 pro Minute), dafür war die Ausbildung an der Armbrust einfacher, so dass sie zur Hauptwaffe der Städter wurde. Aus dieser Tradition entstanden die Schützengilden.

Im späten 15. Jahrhundert wurde mit der Arkebuse (Hakenbüchse) eine tragbare Feuerwaffe konzipiert, die sowohl den Bogen als auch die Armbrust bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts in großen Teilen Europas verdrängt hatte.

Mehrere Versionen historischer Armbrüste finden sich zum Beispiel im bayrischen Armeemuseum, Abteilung für Mittelalter in Ingolstadt.

Moderne Feld- und Jagdarmbrüste (Ende 20. Jahrhundert) verwenden Bögen aus Glas- und Kohlefaser; zum Teil als Compound-Bögen. Bei dieser, einem Flaschenzug ähnlichen Konstruktion wird die Bewegung der Wurfarme durch Übersetzung reduziert und die Zugkraft durch die Verwendung von zwei Exzenterrollen gleichmäßiger über die Auszugsstrecke verteilt. Dies erlaubt höhere Präzision und Pfeilgeschwindigkeit ohne die maximale Auszugskraft zu erhöhen.

Das Wort Armbrust leitet sich vom lateinischen arcoballista (Lateinisch: arcubalista = Bogenschleuder) ab. Das darauf basierende, französische Wort arbaleste wurde später eingedeutscht, wobei eine Kombination der ähnlich klingenden Worte "Arm" (von der Möglichkeit, die Waffe in einer Hand zu halten) und dem mittelhochdeutschen berust/berost (Ausrüstung bzw. Bewaffnung) benutzt wurde.




Rechtliches (Deutschland)
Im waffenrechtlichen Sinne ist die Armbrust Schusswaffen gleich gestellt (WaffG Anlage 1 1.2.2). Der Erwerb, Besitz, Führen, Handel und Herstellung ist erlaubnisfrei (WaffG Anlage 2). Allerdings trifft die gesetzliche Definition von "Schießen" nicht auf eine Armbrust zu, sodass es dafür keine Altersbeschränkung gibt.

Nach der Legaldefinition schießt, wer mit einer Schusswaffe Geschosse durch einen Lauf verschießt, Kartuschenmunition abschießt, mit Patronen- oder Kartuschenmunition Reiz- oder andere Wirkstoffe verschießt oder pyrotechnische Munition verschießt.
Da diese Definition nicht auf die Armbrust zutrifft, dürfen auch Jugendliche unter 12 Jahren unter Aufsicht auf einem Schießstand mit einer Armbrust schießen.





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Savertin ...
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...   Erstellt am 10.08.2005 - 12:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sehr interessant. Und wieder kann man mal sehen, dass Ächtung von Waffen nichts bringt, da sie, einmal erfunden, auch eingesetzt werden (vgl. Atombombe!)





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...   Erstellt am 11.08.2005 - 08:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich denke da spricht bei beiden Waffen die effektivität für sich....





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...   Erstellt am 11.08.2005 - 09:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wobei eben oft die Folgen nicht bedacht werden...





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...   Erstellt am 11.10.2006 - 17:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


und nochmal was über die Geschichte der Armbrust
Die Armbrust
Der Vorteil der Armbrust lag darin, dass man sie sehr leicht Hand haben konnte. Man legte den Bolzen in die dafür vorgesehene Rille, spannte die Sehne an zielte gut und drückte den unteren Hebel. Armbrustschützen waren auch praktisch für Wachposten, da gegnerische Nahkämpfer nichts gegen die auf dem Turm sitzenden Armbrustschützen machen konnten. Die Armbrust stammt aus dem Orient und war bereits im alten China und im antiken Rom bekannt. In Europa fand sie seit den Kreuzzügen im 12. Jahrhundert Verbreitung. Sie bestand aus einem hölzernen Schaft, der so genannten Säule, und einem Bogen aus Holz, Eisen oder Stahl, der im rechten Winkel zum Schaft angebracht war. Die von einem Haken oder Abzug in einer Kerbe gehaltene Bogensehne wurde mit einem Hebel gespannt. Bei kleineren Bogen wurde dieser mit der Hand oder dem Fuß betätigt. Das Geschoß, Bolzen oder Pfeil genannt, wurde dann in die Bolzenrinne auf der Oberseite des Schaftes gelegt, und durch Betätigung des Abzugs wurde der Bolzen mit beträchtlicher Schnellkraft abgefeuert. Auf dem 2. Laterankonzil im Jahr 1139 wurde der Gebrauch der Armbrust verboten, nur der Einsatz gegen Nichtchristen war erlaubt. Das Verbot hatte jedoch keine Auswirkung, die Armbrust wurde bis ins 16. Jahrhundert als Kriegswaffe eingesetzt. Als Kriegswaffe, aber auch für Jagd und Sport war die Armbrust im Mittelalter beliebt, deren Saite der Schütze mit der Kurbel spannte, um dann den Bolzen bis auf eine Distanz von 300 Metern abzuschießen.





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Die Armbrust ist in meinen Augen immer noch sehr beliebt, wenn auch zur heutigen Zeit als Sportwaffe zu gebrauchen. Leider müssen sie aber angemeldet werden, da ein Sportschützenschein bzw. eine Waffenbesitzkarte dafür benötigt werden. Es wird zu viel Unsinn damit getrieben.
Den heutigen Besitzern zum Leid...seufz!

[Dieser Beitrag wurde am 12.10.2006 - 00:21 von Zora aktualisiert]





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Zählt das für jede Armbrust? oder erst ab einer bestimmten Schußkraft?





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Zora ...
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...   Erstellt am 15.10.2006 - 17:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Werde ich mich bei näher erkundigen! Ich musste meine leider anmelden und dass war nicht einfach! Somit kann man Sie auch nicht mehr überall mitnehmen und zeigen. Andere damit schießen lassen ist auch nicht ungefährlich, da der Besitzer wie auch bei Pistolen oder Gewehren dafür gerade stehen muß, falls Unfälle passieren!
Habe leider schon einige gesehen, so ein durchschossener Oberschenkel kann schon vorkommen!





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witchi ...
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...   Erstellt am 16.10.2006 - 15:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ui klingt gut sowas fehlt mir noch in meiner Sammlung........"durchschossener Oberschenkel" *g





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...   Erstellt am 16.10.2006 - 17:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


witchi schrieb

    ui klingt gut sowas fehlt mir noch in meiner Sammlung........"durchschossener Oberschenkel" *g

Erstmal wieder auf die Beine kommen, danach kann man am Hinken arbeiten...





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