HelmutGobsch 

Status: Offline Registriert seit: 21.11.2005 Beiträge: 184 Nachricht senden | Erstellt am 24.12.2005 - 12:33 |  |
Gesundheitsratschläge... Allgemeinmedizin
Diätetische Hinweise bei Gicht
Typisch für einen Gichtanfall ist folgende Situation: Wasserverlust durch Wärme und Schwitzen (alle Stoffe im Blut liegen dann in einer höheren Konzentration vor), alkoholische Getränke (vor allem Bier), Vorspeise mit Anchovis (Sardellen), ein Essen mit geräuchertem, fettem Schweinefleisch (Kassler, Schinken, Eisbein) mit Erbspürree und Schokoladenpudding oder Erdnüsse zum Nachtisch - und von allem noch zu viel. Mit hoher Wahrscheinlichkeit tritt einen halben Tag später (in der Nacht) die Harnsäure über die Ufer, und ein Gelenk entzündet sich. Voraussetzung: grenzwertige oder erhöhte Harnsäurewerte. Mit Entzündungen versucht der Körper störende Einflüsse zu beseitigen. Das gelingt im Falle des Gichtanfalles auch, allerdings um den Preis der dauerhaften Schädigung von Gelenken. Jedes ehemals entzündete Gelenk ist anfälliger in der Zeit danach. Der erste Gichtanfall ist nie der letzte, wenn die Lebensweise nicht deutlich geändert wird.
WIE HOCH DÜRFEN DIE SERUM-HARNSÄUREWERTE SEIN?
Bei Frauen bis 5,7 mg/dl, bei Männern bis 7,0. Wird die erhöhte Serumharnsäure medikamentös behandelt, sind Werte um 5,5 anzustreben. Werte darunter gelten als überbehandelt. Gichtgefahr besteht ab 8.5 (Frauen), bzw. 9 (Männer). Im Bereich zwischen 6 und 8,5 entsteht die chronische Gicht. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2000 ml/24 h und eine Zurückhaltung bei alkoholischen Getränken, besonders bei Bier. Bier enthält neben dem Alkohol, der selber zu einer Erhöhung des Harnsäurespiegels führt, beträchtliche Mengen einer Substanz (Guanosin), die ebenfalls den Serum-Harnsäurespiegel stark erhöht. Kaffee behindert die Harnsäureausscheidung, meiden sie ihn. Da Übergewicht ein entscheidender Risikofaktor für einen zu hohen Serumharnsäurespiegel (Hyperurikämie) und Gicht ist, muß eine Gewichtsabnahme angestrebt werden. Ratsam ist eine Steigerung der körperlichen Aktivität.
Folgende Nahrungsmittel sollten nur 3-4x pro Woche auf den Tisch kommen: Fleisch, Aal, Geflügel (besonders die Keulen), Meeresfrüchte, Bohnen, Linsen, Erbsen, Spinat, Sauerampfer, Mangold, helles Weizenmehl. Auch bei strengster Diät sind folgende Nahrungsmittel erlaubt: Käse, Quark, Nüsse (außer Erdnüsse),Obst, (vor allem Blatt-) Gemüse, Möhren, Pellkartoffeln, Eier, Vollkornbrot ohne Sauerteig und ohne Hefe, z.B., mit Backferment gebacken (möglichst nicht allzu frisch) und Nudeln. Tabelle: Puringehalt gebräuchlicher Nahrungsmittel (Nahrungsmittel, die zu einer Erhöhung des Serumharnsäurespiegels führen. Je höher der Puringehalt ist, umso höher ist das Risiko, daß der Serumharnsäurespiegel ansteigt) Sehr hoher Puringehalt (>200 mg/100 g)
Fleischextrakt 3500 mg Bries/Thymus 1090 mg Milz 310 mg Leber 240 mg Niere 240 mg Lunge 240 mg Herz 200 mg Sardellen 410 mg Ölsardinen 350 mg Brathering 300 mg Thunfisch 290 mg Sprotten 250 mg Heringsfilet 210 mg
Hoher Puringehalt (100 - 200 mg/100 mg)
Rindfleischbouillon 190 mg Hammel (Lende/Keule/Kotelett) 140-150 mg Bockwurst, Bratwurst 140 mg Div. Aufschnittwurstsorten 110-140 mg Schweinefleisch 120-140 mg (Filet/Haxe/Keule/Schnitzel/) 125 mg
(Filet/Eisbein/Bauchfleisch/Kotelett/gegartes Fleisch) Kalbfleisch 125 mg
Rindfleisch 120-130 mg Schinken (gekocht) 110 mg Zunge (Rind/Kalb/Schwein) 170 mg Hirn 100 mg Knochenmark 100 mg Forellenfilet 170 mg Karpfen 160 mg Seezunge 160 mg Hecht 140 mg Rotbarschfilet 130 mg Kabeljaufilet/Dorsch 120 mg Kaviar 120 mg Heilbutt 120 mg Schellfisch 110 mg Seelachsfilet 110 mg Bückling 110 mg Zander 110 mg Scholle 100 mg Geflügel Truthahn 170 mg Gegartes Hühnerfleisch 125 mg Huhn (Brathuhn/Brust/Keule) 110 mg Gans 100 mg Rehkeule 110 mg Hirsch 110 mg Hase 110 mg Fasan 110 mg Linsen 185 mg grüne Erbsen 145 mg weiße Bohnen 130 mg Erdnüsse 100 mg Getreideprodukte und Teigwaren Gerstenmehl 170 mg Graupen 170 mg Hafergrütze 170 mg
Mäßig hoher Puringehalt (50 - 100 mg)
Blutwurst 90 mg Aal 80 mg Schinken, roh 70 mg Schillerlocken 65 mg Speck 70 mg Krabben 60 mg Hühnerleber 70 mg Hummer 60 mg Geräucherte Makrele 95 mg Ente 80 mg Austern 90 mg Kaninchen 95 mg Spinat 70 mg Rosenkohl 55 mg Steinpilze 50 mg Haferflocken 90 mg Paniermehl 70 mg Gries 55 mg
Geringer oder fehlender Puringehalt
Feldsalat 45 mg Pfifferlinge 35 mg Spargel 30 mg Möhren 20 mg Champignons 20 mg Nudeln 15 mg Kartoffeln 10 mg Tomaten 10 mg Reis 0 mg Nüsse außer Erdnüssen 0 mg Alle Gemüse außer den oben genannten 0 mg Roggenbrot, Mischbrot 40 mg Weizenmehl 20 mg Weißbrot 15 mg Milch 0 mg Butter 0 mg Käse 0 mg Yoghurt 0 mg Quark 0 mg Mineralwasser 0 mg Tee 0 mg Kakao 0 mg Fruchtsäfte 0 mg Limonade 0 mg Sekt 0 mg Wein 0 mg
Alkohol führt jedoch zur Entwässerung ! Achtung mit der Wechselwirkung zwischen harnstoffsenkender Medikation und Aspirin.
Signatur Dipl.-Phys. Helmut Gobsch, Max-Reger-Str.15, 06110 Hall(Saale) Tel.& Fax: 0345 - 80 40 559
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biofranz  Registrierter Member

Status: Offline Registriert seit: 20.12.2005 Beiträge: 27 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2006 - 10:15 |  |
Diuretika - harntreibende Medikamente
Die Ernährung und Lebensweise spielt bei Gicht (Krankheit der Könige, durch zu üppiges Essen, zuviel Alkohol, zu wenig Bewegung) die Hauptrolle.
Nicht zu vernachlässigen sind zurückbleibende Harnsäureüberschüsse durch Diuretika. Diese unnatürliche, aber in manchen Fällen notwendige Ausleitung geht zu schnell, die Harnsäurekristalle bleiben dann hauptsächlich in den großen Gelenken der Zehen zurück. Das ergibt dann fürchterliche Schmerzen, als ob dir einer ohne Betäubung mit dem Schweißbrenner das Zehgelenk schweißt.
Bei manchen Menschen bilden sich Wasseransammlungen, z.B. im Gewebe der Lunge oder den Beinen, so paradox es im ersten Moment klingen mag, nicht durch zuviel Wassertrinken, sondern durch zuwenig Wassertrinken. Der Körper versucht dann, Reserven anzulegen. Wenn dann einem, der eh schon einen niedrigen Blutdruck hat, aufgrund von Herzinsuffizienz, die Standard-Pillen verabreicht werden, die seinen Blutdruck noch weiter senken, dann bekommt dieser Patient, selbst wenn er vegetarisch lebt, Gichtanfälle "wie die Sau".
Die Nieren benötigen einen "Mindest-Blutdruck", um ihre Funktion optimal zu erfüllen. Dieser Mindest-Blutdruck gilt aber nicht für alle Menschen gleich. Da ist eigentlich sein Arzt gefordert, wenn er Zeit dazu hat.
Wird dieser, zur guten Funktion der Nieren erforderliche Blutdruck unterschritten, kommt man aus diesem Teufelskreis fast nicht mehr heraus. Die Dosis für Diuretikum wird erhöht, die für die Herzfunktion nötigen Mineralien werden dadurch aber vermehrt ausgeschwemmt.
Deshalb gilt meine Devise, als Notfallmedizin ja, muß sogar sein, als Dauermedizin, nein.
"Unser Körper muß der Ort sein oder wieder werden, an dem es sich gut leben läßt".
Herzliche Grüße
Franz Kern
[Dieser Beitrag wurde am 16.10.2006 - 10:46 von lebenslust aktualisiert]
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Zellularmedizin macht mein Leben lebenswert mit Herzinsuffizienz |
lebenslust  Administrator

Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5047 Nachricht senden | Erstellt am 26.08.2009 - 07:01 |  |
Gicht
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, welche einen erhöhten Harnsäurespiegel zur Folge hat. Die Harnsäure kann sich in Form von Harnsäurekristallen in Gelenken und Geweben ablagern. Beim akuten Gichtanfall, meist nachts nach üppigen Essen mit Alkoholgenuss, treten plötzlich starke Schmerzen mit Rötungen und Schwellungen in einem Gelenk auf und wechseln oft mit symptomfreien Intervallen.
Weitere mögliche Symptome von Gicht können Gichtknoten auch an Fingern, Zehen, Ellbogen und Ohrmuschel sein, desweiteren Gichtniere und chronische Gicht mit Gelenkdeformierung durch Harnsäureablagerungen.
Gichtpatienten wird eine purinarme Kost und die Vermeidung von Alkohol empfohlen, um den Harnsäurespiegel niedrig zu halten. Zu meiden ist ebenfalls Kaffee, dafür ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten(z.B. stilles Mineralwasser).
Eine Zufuhr von Zell-Vitalstoffen, u.a. mit reichlich Vitamin C und Folsäure ist wichtig und trägt dazu bei, die Stoffwechsellage zu korrigieren.
Mehr Infos zu Gicht: hier
[Dieser Beitrag wurde am 26.08.2009 - 07:31 von lebenslust aktualisiert]
Signatur Andre Voigt, Gesundheitsberater für Zellular Medizin
Repräsentant des AEVU (Allg. Europ. Verbund f. Umweltschutz )
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