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Holly ![]() die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt... ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden |
Ich habe mir mal von der DGE eine "Leitlinie für die Therapie von Adipositas" gezogen, die ich hier in Auszügen mal einstellen wollte. Wer mag, dem kann ich auch den kompletten .pdf zumailen. Das .pdf kann man sich auch bei der DGE downloaden. In der Leitlinie finden sich auch eine Menge wissenschaftlicher Hinweise für durch Adipositas verursachte Krnakheiten. (Quelle: http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/050-001.htm): "Systematische Therapie 5.4.1. Basisprogramm Grundlage jedes Gewichtsmanagements sollte ein Basisprogramm sein, das die Komponenten Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie umfasst. 5.4.2. Ernährungstherapie • Die Ernährungsempfehlungen sollten üblicherweise ein tägliches Energiedefizit von 500 – 800 kcal vorsehen. Dieses Defizit soll vor allem durch eine Reduktion der Nahrungsfette erreicht werden (Frost et al., 1991, EK III, Empfehlungsgrad B). Damit ist eine Senkung des Ausgangsgewichtes um 5 -10% innerhalb von 6 Monaten möglich. • Das gesamte Umfeld des Patienten sollte in die Ernährungsumstellung einbezogen werden, um die Kurz- und Langzeitcompliance zu verbessern (Cousins et al., 1992, EK Ib, Empfehlungsgrad A). • Der Patient muss über die Prinzipien der Ernährungsumstellung gut informiert werden (WHO, 2000, EK IV, Empfehlungsgrad C). Als Kostformen für ein Gewichtsmanagement bieten sich an: • Eine ausgewogene Mischkost, wie sie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, d.h. fettmoderat, stärkebetont, ballaststoffreich und mit mäßigem kalorischen Defizit (Gesamtenergiemenge 1200 - 2000 kcal/Tag, je nach Ausgangsgewicht, Geschlecht und Alter)( DGE, 1998). In Kombination mit Bewegungssteigerung und Verhaltensmodifikationstrai10 ning ermöglicht diese Kost im Durchschnitt einen Gewichtsverlust von ca. 0,3 bis 1 kg pro Woche über einen Zeitraum von 12 - 24 Wochen. Der durchschnittliche Gewichtsverlust nach einem Jahr liegt bei 6% des Ausgangsgewichts (Frost et al., 1991, EK III, Empfehlungsgrad B). • Durch eine Verringerung der Fettaufnahme auf ca. 60 Gramm pro Tag bei nicht begrenztem Verzehr von Kohlenhydraten lässt sich ebenfalls ein Energiedefizit erreichen. Die Gewichtssenkung ist mit 3,2 kg relativ bescheiden (Astrup et al., 2000, EK Ia, Empfehlungsgrad A, Pirozzo et al., 2002, EK Ia, Empfehlungsgrad A). Je höher das Ausgangsgewicht ist, desto größer ist allerdings der zu erwartende Gewichtsverlust (Astrup et al., 2000, EK Ia). Alleinige Fettreduktion ist ebenfalls geeignet, um nach einer Phase der Gewichtsreduktion das Gewicht zu halten (Toubro et al., 1997, EK Ib, Empfehlungsgrad A). • Kostformen mit sehr niedriger Energiezufuhr (Gesamtenergiemenge 800 bis 1200 kcal/Tag, z.B. als Formuladiät) ermöglichen einen starken Gewichtsverlust in einem kurzen Zeitraum. Dieser Ansatz schneidet auch in den Langzeitergebnissen nach bis zu 5 Jahren besser ab als mäßig hypokalorische Kostformen. In einer Metaanalyse lag die mittlere Gewichtsabnahme nach 5 Jahren mit 7,1 versus 2,0 kg signifikant höher (Anderson et al., 2001, EK Ia, Empfehlungsgrad A). Sehr niedrig kalorische Kostformen kommen nur bei Menschen mit BMI ≥ 30 kg/m2 in Frage, die aus medizinischen Gründen kurzfristig Gewicht abnehmen sollen, und dürfen maximal 12 Wochen beibehalten werden. Eine Mitbetreuung durch Spezialisten ist wegen des erhöhten Nebenwirkungsrisikos angezeigt. Auf eine Trinkmenge von 2.5 l pro Tag ist unbedingt zu achten. • Eiweißreiche Kostformen sind eine weitere Möglichkeit, um das Körpergewicht kurzfristig zu senken. Im Rahmen von Gewichtsreduktionsprogrammen werden damit Auswahlmöglichkeit und Compliance verbessert (Skov et al., 1999, EK Ib, Empfehlungsgrad A). • Extrem einseitige Diäten (z.B. totales Fasten) sind wegen hoher medizinischer Risiken nicht zu empfehlen. 5.4.3. Bewegungstherapie Durch einen erhöhten Energieverbrauch trägt vermehrte körperliche Aktivität zur Gewichtsabnahme bzw. zur Gewichtserhaltung bei. Dieser Effekt ist dem Energieverbrauch weitgehend proportional. • Um messbar das Gewicht zu reduzieren, ist ein zusätzlicher Energieverbrauch von mindestens 2500 kcal/Woche erforderlich, das entspricht einem Umfang von mindestens 5 Stunden zusätzlicher körperlicher Bewegung pro Woche (Pavlou et al., 1989, EK IIa; Jakicic et al., 2001, EK IV, Empfehlungsgrad B). • Besonders geeignet ist eine Bewegungstherapie zur Gewichtserhaltung nach einer Phase der Gewichtsreduktion. Um das Gewicht zu stabilisieren, sind 3 - 5 Stunden vermehrte Bewegung pro Woche mit einem Energieverbrauch von mindestens 1500 kcal erforderlich (Klem et al., 1997, EK II) (Jakicic et al., 2001, EK IV, Empfehlungsgrad B). Unklar ist, wie Dichte, Dauer und Intensität der Belastung hinsichtlich eines optimalen Gewichtseffekts zu gestalten sind. Die Trainingsintensität sollte sich an einem Herz-Kreislauftraining orientieren – sofern keine Kontraindikationen bestehen – und ca. 75% der maximalen Sauerstoffaufnahme bzw. 75% der maximalen Herzfrequenz (errechnet mit Karvonenformel aufgrund einer Ergometrie oder Spiroergometrie) oder einer errechneten Herzfrequenz (z.B. 175 – Lebensalter) erreichen. Die Kombination eines Ausdauertrainings mit einem Krafttraining erhöht die Kraft und halbiert die 11 Abnahme der fettfreien Masse, erhöht jedoch nicht die Fettabnahme (Ballor et al., 1991, EK Ia; Jakicic et al., 2001, EK IV). 5.4.4. Verhaltenstherapie Verhaltenstherapeutische Ansätze können die Patientencompliance bei der Einhaltung der Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen unterstützen: der Einsatz von Techniken der Verhaltenstherapie wird vor allem für die langfristige Gewichtsreduzierung bzw. -stabilisierung im Rahmen von Gewichtsmanagementprogrammen empfohlen (Jeffery et al., 2000, EK IV, Empfehlungsgrad C) (Westenhöfer, 2001, EK IV, Empfehlungsgrad C). Die wichtigsten Schritte umfassen • die Selbstbeobachtung des Ess- und Trinkverhaltens, z.B. mit einem Ernährungstagebuch, um die Auslöser für erhöhte Energieaufnahme zu analysieren • Selbstkontrolle, um diese Auslöser besser zu beherrschen (z. B. Vermeiden von "nebenbei essen" oder Nebentätigkeiten beim Essen) • die Einübung eines flexibel kontrollierten Essverhaltens (im Gegensatz zur rigiden Verhaltenskontrolle) • die Verstärkung für die erreichte Verhaltensänderung, um das neue Essverhalten zu stabilisieren. • Rückfallprophylaxetraining" P.S. Bitte keine Vollzitate - und auszugsweise Zitate müssen zwingend mit der genauen Quellenangabe versehen sein wegen Urheberrecht! Danke, Ulli [Dieser Beitrag wurde am 09.12.2005 - 18:07 von Ulli aktualisiert] Signatur Freier Willen! Hunde denken sie wären Menschen Katzen denken sie wären Gott | |||
Luna unregistriert |
Hi, | |||
Holly ![]() die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt... ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden |
Hallo Luna, Signatur Freier Willen! Hunde denken sie wären Menschen Katzen denken sie wären Gott | |||
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