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Tanja ...





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...   Erstellt am 13.10.2009 - 11:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Radpolobericht von Heinz-Dieter Kuhlmann

Polo-Meisterrunde: Abschied von Klein Winternheim?

Die besten 5 Teams der im Frühjahr abgeschlossenen Bundesligarunde haben sich für das DM-Finale im Radpolo qualifiziert. Seit 6 Jahren heißt der Meister Etelsen I (Jennifer Knocke – Anika Müller) und das Team ist auf dem besten Wege, den Meisterrekord von Merkur Hildesheim (11 Titel, aber nicht in Folge), anzugreifen. Im Spätsommer gab es jedoch beim Serienmeister Probleme und man trainierte kaum zusammen. Das Zusammenspiel scheint nicht gelitten zu haben, denn das Viertelfinale im Deutschlandpokal wurde klar als Tagessieger gewonnen. Das einzige ernsthafte DM-Testspiel gegen RKB Halle I (Melanie Niemann – Andrea Oetting) gewann Etelsen I mit 6:3 Toren, nachdem man schon zur Pause mit 4:1 den Grundstein gelegt hatte. RKB Halle I ist ein Neuling im DM-Finale und dürfte als Aussenseiter seine Überraschungen suchen. Dagegen ist der 3. Vertreter Niedersachsens RKB Frellstedt I (Petra Piecha – Marina Finster) Jahr für Jahr etwas näher an die absolute Spitze gerückt, im Vorjahr mit Bronze im Pokal und DM-Finale endlich auf dem Treppchen und dieses tolle Gefühl will man auch jetzt im Jahre 2009 wiederholen. An Kampfgeist hat es dem Team nie gefehlt, mehr dagegen an der Nervenkraft. Der große Konkurrent für den Titelfavoriten Etelsen I sollte wieder Klein Winternheim sein. Simone Bugner – Alexandra Gebhard haben noch nie auf der obersten Stufe und nun denken sie an Abschied. Nach Resch-Silz vor einigen Jahren wollen auch sie nun aufhören, so daß möglicherweise in Klein Winternheim in puncto Radpolo die Lichter ausgehen. Bugner-Gebhard haben schon im Deutschlandpokal 2009 nicht mehr gemeldet und erhoffen sich nun vom DM-Finale den ganz großen Wurf. Mit doppeltem Trainingsaufwand in Klein Winternheim und Kostheim haben sie sich in Form gebracht für ihren letzten Auftritt. Soll es wirklich der letzte Start sein ? Meldeschluß für die neue Saison ist erst der 01.12.2009, also noch ein paar Wochen Bedenkzeit. Aufs Treppchen zurückkehren will aber auch Seeheim I (Janina Creel – Janina Vogel), sie sind eigentlich jetzt im richtigen Radpoloalter. Sie haben jedoch nun allein die schwere Bürde des Radpolo-Traditionsvereins RSV Seeheim zu tragen. Warum sollte der neue Meister nicht Seeheim heißen?





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Tanja ...





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...   Erstellt am 23.11.2009 - 10:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erfolgsserie per Verlängerung fortgesetzt
Von Jürgen Honebein
Etelsen. Die imponierende Erfolgsserie wurde fortgesetzt: Bereits zum siebten Mal in Folge gewannen Anika Müller und Jennifer Knocke - wie im KURIER am SONNTAG berichtet - bei den Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport den Titel im Radpolo. Im Endspiel wurde in Herzogenrath in einer hochdramatischen Partie der RSV Seeheim nach einer Verlängerung mit 10:5 (5:5, 3:1) bezwungen.
Die siebte Deutsche Meisterschaft in Folge holten die Radpolo-Frauen Anika Müller und Jennifer Knocke (rechts) nach Etelsen.
Die siebte Deutsche Meisterschaft in Folge holten die Radpolo-Frauen Anika Müller und Jennifer Knocke (rechts) nach Etelsen.

Anderthalb Minuten vor dem Abpfiff hatte es jedoch so ausgesehen, als würde die Erfolgsserie des RV Etelsen reißen. Die Seeheimerinnen Janina Dreel und Janina Vogel lagen mit 5:3 in Führung und hatten alle Trümpfe in der Hand. Doch Jennifer Knocke und Anika Müller unterstrichen ihre Klasse und zeigte eine vorbildliche Moral. Sie mobilisierten noch einmal alle Kräfte und schafften durch zwei späte Tore tatsächlich noch den 5:5-Ausgleich. In der siebenminütigen Verlängerung war das Erfolgsduo nicht mehr zu stoppen und gewann schließlich hoch mit 10:5.

'Das war zum Schluss wirklich eine ganz außergewöhnliche Leistung von Jennifer und Anika. Aber es ist auch eine ihrer Stärken, sich in kritischen Situationen besonders zu konzentrieren und nicht die Nerven zu verlieren', lobte Trainerin Sabine Müller. Dritter wurde durch einen 3:1-Sieg über den RSV Frellstedt der 'ewige Rivale' RV Klein Winterheim.

In der Vorrunde hatte der RV Etelsen mächtig aufgetrumpft. Zunächst wurde der RSV Halle nach einer 4:2-Halbzeitführung mit 9:3 bezwungen. Danach gab es nach einem 3:3 zur Pause gegen den späteren Finalgegner RSV Seeheim einen sicheren 8:5-Sieg. Im dritten Spiel des Tage wurde auch dem RSV Frellstedt keine Chance gelassen. Er wurde vom TItelverteidiger 3:0 (2:0) bezwungen. Eine Glanzleistung lieferten Anika Müller und Jennifer Knocke im abschließenden Vorrundenspiel gegen den RV Klein Winternheim ab, der mit 8:1 (4:0) geradezu deklassiert wurde.

Mit auf dem Podest stand bei der Siegerehrung die junge Claudia Liesau, die an den ersten Bundesligaspieltagen für die verletzte Jennifer Knocke eingesprungen war und mitgeholfen hatte, dass der RV Etelsen so souverän das Finale erreichte. Auch sie bekam vom Bund Deutscher Radfahrer einen Pokal.

Das siegreiche Duo kehrte am späten Sonntagnachmittag nach Etelsen zurück und wurde gebührend empfangen. Eine große Schar von Gratulanten, an der Spitze Ex-Coach Heiner Abbetmeyer, hatte sich eingefunden, um die siebte Meisterschaft gebührend zu feiern. Bereits in Herzogenrath hatte es unmittelbar nach Spielschluss für Trainerin und Spielerinnen eine feuchte Sektdusche gegeben.





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Tanja ...





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...   Erstellt am 23.11.2009 - 10:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Müllers 5:5 macht Meisterstück möglich

ETELSEN (bjl) · Anderthalb Minuten vor Ende des Endspiels um die deutsche Meisterschaft im Radpolo gab kaum einer mehr einen Pfifferling für Jennifer Knocke/Anika Müller vom RV Etelsen. Durch unbändigen Kampfgeist rettete sich das Erfolgsduo gegen den RV Seeheim mit 5:5 in die Verlängerung, an deren Ende ein 10:5 und der siebte Titel in Serie standen – einzigartiger Rekord.

„Einfach genial, wie die beiden das noch retteten, somit ist der Triumph auch vollauf verdient“, freute sich Übungsleiterin Sabine Müller über den Coup, „der höher zu bewerten ist als die sechs davor.“ Feldspielerin Anika Müller hatte 15 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit zum 5:5 getroffen und die Extrazeit erst ermöglicht. „Da war mir klar, dass die beiden es schaffen“, sah Trainerin Müller den Knackpunkt. Fortan trat der Dauermeister wie verwandelt auf, ließ Seeheim keine Chance.

Im Verlauf der DM in Herzogenrath (Nordrhein-Westfalen) erwies sich die mentale Stärke als großes Plus. „Schade, dass man sich von den erspielten zwölf Zählern im Finale nichts kaufen kann. Gegner Seeheim hatte nur sieben Punkte gesammelt“, hinterfragte die Trainerin den Modus. Umso frenetischer brach der Jubel aus, als der Titel unter Dach und Fach war, die Anspannung abfiel. „Wir haben es geschafft und das ist voll geil“, brüllte Jennifer Knocke in ihr Handy – auf Nachfrage, wie es gelaufen sei. Es habe 21 Minuten Spielzeit im Finale (14 Minuten und sieben in der Verlängerung) gebraucht, doch Knocke/Müller hätten sich den Triumph redlich verdient.

Schon in der Vorrunde hatte das Erfolgsduo seine Extraklasse unter Beweis gestellt und war im ersten Tagesspiel sogleich hellwach und präsent. Gegner Halle hatte beim 9:3 (4:2)-Sieg der Kreisverdener nicht den Hauch einer Chance. „So haben wir uns das vorgestellt, unser gutes Gefühl hat uns nicht getrogen“, merkte Müller in der Nachbetrachtung an. Im zweiten Match stand zum ersten Mal der spätere Finalgegner auf dem Parkett. Zwar führte dieser bereits mit 3:0, doch der RVE drehte nach dem 3:3 die Partie. „Bloß nicht Seeheim im Finale“, schwante Jennifer Knocke da schon Böses. In Partie drei stellte sich Frellstedt dem RVE-Angriffswirbel, versuchte Etelsens Spiel zu kopieren. Allerdings reichte das Potenzial nicht und der RVE siegte 3:0 (2:0). Im letzten Vorrundenmatch behielt das Erfolgsduo gleich mit 8:1 (4:0) über Klein-Winternheim die Oberhand. „Mit einem solch einseitigen Spiel konnte ich nicht rechen“, so Müller. Im Finale wartete erneut Seeheim und musste sich wieder dem Traum-Duo beugen.





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