Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 23.11.2005 - 13:26 | |
Deutsche in Uruguay

Die allersten Deutschen Auswanderer kamen wohl bereits im 17. Jahrhundert
ins Land ,zusammen mit den Jesuiten, aber dies kann wohl nicht als Auswanderwelle bezeichnet werden.Erstaunlich ist auch, dass bei denn 33 Orientalen( die Freiheitskämpfer, die die Unabhägigkeit Uruguays durchsetztenauch 2 deutschstämmie Namen waren:
Juan und Andres SPIKERMANN.

Ab der Mitte des 19. Jahrhundert kann man schon eher von Einwanderströmen berichten.
Kaum hatten 1865 die entwichenen Eidgenossen"Nuevo Helvecia" gegründet, stiessen auch
einige Deutsche dazu,man widmet sich bis heute in friedlicher Zusammenarbeit der Herstellung von Käse.
Grosse Ströme von Deutschen brachte die "Liebig-Fleischwaren-Fabrik" in der Nähe von Fray Bentos
mit ins Land. Hier gab es Arbeit und ein "Klein- Häuschen" auf dem Firmengelände.
Seit 1850 wurde in Montevideo Deutsches Bier gebraut,durch den Zusammenschluss mit anderen Brauereien,entstand die "Cerveceria Uruguaya" bis 1920 waren hier viele Deutsche in der Chefetage
Leider hat sich die Firma nicht bis in die heutigen Tage retten könen.
Die Bierfirma "Nortena" aus Pysandu hatte aber noch einige Deutsche in der Firmenleitung,(die Fa. Oetker z. B.)Mittlerweile ist die Firma an die Firma Danone
verkauft

Ab 1840 kam ein grosser Strom Deutscher ins Land, aber nicht aus Deutschland. Nein die
deutschstämmigen Brasilianer kamen über die Grenze gehüpft.
Etwas später ging die Auswanderwelle eindeutig in Montevideo nieder. allerdings waren die
besten Parzellen schon verteilt, so klemmte man sich Im-und Export unter den Nagel.
Auch bestand eine gesunde Mittelschicht aus Handwerkern und Arbeitern.
Nach 1933 kamen auch viele geflohenen Juden ins Land, sie wurden grosszügig und unbürokratisch aufgenommen.Allerdings gab es in Montevideo Gerangel. Hier hatt sich eine Gruppe der NSDAP
angeschlossen,gaben sogar eine Zeitschrift die "Deutsche Wacht" heraus.
Montevideo gab seine demokratische Art, die Wünsche der Emigranten zu reeln nicht auf.
Kurz darauf gab es eine antifaschistische Gegenbewegung, die die Zeitschrift " "Arbeiter-Welt" heraus. Nach dem Ende der Nazis wollte es wieder keiner gewesen sein.
Allerdings gibt es noch hier und da einen "Ehemaligen" anzutreffen.
Nach dem Weltkrieg kamen andersgefärbte Deutsche: Mennoniten aus Polen und Westpreussen.
Viele Teilnehmer diese Gruppe sind jetzt wieder nach Kanada abgewandert.
Laut Statistik gibt es heute 12 000 Deutsche im ganzen Land, aber es gibt keine feste Deutsche Siedlung.
Ursprüngliche Deutsche Auswanderersiedlungen in der Nähe der Städte Young und Mercedes
bestehen schon lange nicht mehr.

Es gibt eine Deutsche Schule, auf der aber die Amtssprache spanisch ist, befindet sich in der Av. Giantassio in Montevideo.Hier gehen auch viele uruguayanische Kinder zur Schule.
Daneben befindet sich der Deutsche Club.Dort kann man Tennisspielen und andere Freizeitmöglichkeiten.
Nur für Mitglieder.
Es gibt einen Alpenverein,einen Ruderclib und einen Männergesangverein.
Ferner gibt es gelegentlich Deutsche Gottesdienste beider Konfessionen.
Es gibt laut Statistik 876 Österreicher und893 Schweizer Staatsangehörige.
Der Staat Uruguay erlaubt die Doppelte Staatsbürgerschaft.
[Dieser Beitrag wurde am 24.08.2009 - 03:03 von Miguel aktualisiert]
Signatur ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt. |