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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Deutsche Dialekte und Mundarten

Hochdeutsch ist die Sprache, mit der sich alle Deutschen verständigen können, aber in der deutschen Sprache gibt es eine Vielzahl von Dialekte und Mundarten, die erst die eigentliche Kultur des deutschen Volkes ausmachen.

In diesem Thread möchte ich euch so nach und nach die verschiedenen deutschen Dialekte und Mundarten vorstellen mit ihrer Herkunft, wo sie noch gesprochen wird mit Oberstammgliederung und ein paar Beispielen von Wörtern. Es wird ziemlich umfangreich werden und ich werde systematisch von Nord nach Süd mich durcharbeiten, wobei auch gewisse Dialekte und Mundarten zur Sprache kommen, die auch in nicht deutschsprachigen Raum vorhanden sind und dort noch soweit gepflegt werden.

Ich finde, dasz dies ganz gut in diesem Bereich Kultur passt und wünsche euch viel Spass beim Kennenlernen der verschiedenartigen Dialekte und Mundarten. Nach Neujahr geht es dann los damit.





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die deutschen Mundarten und ihre Verbreitung


Die Hauptverbreitung der deutschen Mundarten liegt natürlich in der Bundesrepublik Deutschland sowie in ihren Nachbarländern Luxemburg, Schweiz, Liechtenstein, Österreich sowie im Süden Dänemarks und im Südtiroler Raum.

Dann gibt es noch einige Sprachinseln in Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, ja selbst in Afrika, genauer genommen Namibia und sogar in den USA (Pennsylvania) wird deutsch gesprochen.

Soweit zu der Hauptverbreitung, aber damit ist es nicht getan, denn die Verbreitung zieht sich weit über den deutschsprachigen Raum hinaus, so zum Beispiel in Belgien das Flämisch und in der Region Eupen-Malmedy leben ca. 65000, die deutsch sprechen, dann im Bereich der Niederlande an die 100000 in der Region um Limburg.
Dazu kommt das Elsass-Lothringen, wobei im Elsass das Elsässerditsch gesprochen wird.

Und in Rumänien sollte man nicht die Siebenbürger Sachsen und die Banater Schwaben vergessen. Ja selbst in Russland im Bereich des Memelgebietes und Nord-Ostpreussen sowie an der Wolga hat sich noch eine deutsche Kultur bewahrt.

Wie man also sieht, sind die deutschen Mundarten weit verbreitet. Wie sich die im einzelnen aufgliedern, werde ich euch beim nächsten Mal erzählen.

Quelle: Wikipedia


Die heutigen deutschen Mundarten seit 1945

Beschreibung: Darstellungskarte zeigt die wichtigsten deutschen Mundarten der Gegenwart. Die Gebiete der niederdeutschen Sprache sind in gelber, die der mitteldeutschen Sprache in hellblauer und die der oberdeutschen Sprache in brauner Farbgegebung gestaltet. Die Gebiete der deutschen Minderheiten im Osten Europas sind etwas blasser gehalten. Gebiete, die sich 2005 noch im „Sprachenkampf“ befinden oder von ihren Sprechern bereits weitgehend aufgegeben wurden, sind im hell-blassen Farbton gehalten; die niederdeutschen Mundarten in den Niederlanden, Belgien und Frankreich sind auf der Karte nicht enthalten.





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Deutsche Mundarten vor 1945


Die deutschen Mundarten waren in dem Zeitraum vor 1945 sehr weit verbreitet auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Man kann sie in drei Gruppen einteilen:

1. Niederdeutsch

Hier sind die Mundarten im nördlichen Gebiet Deutschlands gemeint, wobei vom Westen her auch die holländischen und flämischen Sprachfamilien dazu gehören, desweiteren im Norden Deutschlands bis in´s heutige Ruhrgebiet weiter nach Hamburg, Schleswig und Holstein bis nach Süden Dänemarks, der Hannover Raum, dann das heutige Mecklenburg-Vorpommern, Teile Nordbrandenburgs sowie der nördliche Teil Westpreussens um Danzig und Ostpreussen dazu gehören.

2. Mitteldeutsch

Die Benrather Linie kennzeichnet die Nordgrenze dieses Mundartenraumes, sie verläuft von Aachen über Olpe, Kassel Nordhausen, schliesst Berlin mit ein und verläuft weiter nach Frankfurt an der Oder. In dem Raum befinden sich Gebiete vom südlichen Nordrhein-Westfalen, Saarland und der Rheinpfalz sowie Luxemburg und Lothringen, Eupen-Malmedy in Ostbelgien weiter durch Hessen, Teile Thüringens im Norden sowie Anhalt bis nach Sachsen und Schlesien. Auch ein Teil des Sudetenlandes sowie Gebiete im heutigen Rumänien, Ungarn, Slowakei, Polen und der heutigen Ukraine gehören dazu. Ebenso ein Gebiet im südlichen Ostpreussen.

3. Oberdeutsch

Der südliche Raum der deutschen Mundarten, hierzu zählt das Elsass, Baden-Württemberg, grosse Teile der Schweiz, Bayern, Südthüringen. Teile Sachsens und des Sudetenlandes, Österreich und Südtirol sowie Gebiete in Slowenien, Ungarn und Rumänien.

Wie es heute dann aussieht mit der Gliederung, das schreibe ich euch beim nächsten Mal dann.

Quelle: Wikipedia


Das Gebiet der deutschen Mundarten vor dem 2. Weltkrieg

Beschreibung: Die vorliegende Darstellungskarte zeigt die räumliche Ausdehnung der deutschen Mundarten (einschliesslich der als „niederdeutsches Sprachgebiet“ aufgefassten flämisch-niederländischen Mundarten in Frankreich, Belgien und den Niederlanden) vor dem Jahre 1938.

Die gelb abgefassten Gebiete zeichnen die niederdeutschen, die hellblau abgefassten zeichnen die mitteldeutschen und die braun abgefassten Gebiete die oberdeutschen Sprachgebiete. Die nieder- und mitteldeutschen Sprachgebiete in den Niederlanden, Belgien und Frankreich sind in der blassen Farbgebung gezeichnet. Der friesische Sprachraum ist in goldgelber Farbe wiedergegeben. Die schraffierten Gebiete bezeichnen die Siedlungsgebiete die sich „Sprache“ und „Kultur“ als deutsch empfinden Wenden, Kaschuben, Wasserpolen und Windischen. In Belgien bezeichnet das schraffierte Gebiet das Sprachgebiet der Wallonen, die dort mehrheitlich französisch sprechen.





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die deutschen Mundarten heute


Durch den zweiten Weltkrieg und die Folgen danach sind gewisse Gebiete nur noch mit Resten der deutschen Mundarten behaftet, dazu sind besonders die Gebiete im Osten wie in Schlesien und Westpreussen sowie Ostpreussen mit behaftet, die zu Polen und Russland gehören, wo die meisten deutschen Sprecher vertrieben wurden. Desweiteren sind auch Gebiete der Tschechei (Sudetenland) und auch dem heutigen Elsass betroffen. Trotzdem gibt es noch einzelne Sprachinseln dort, auch wenn die Mundarten vom Aussterben bedroht sind.

So kann man sagen, dasz das heutige Kerngebiet der deutschen Mundarten und Dialekte das heutige Deutschland, die Schweiz und Österreich umfasst. Gegliedert ist es auch heute in folgende drei Stämme wie vor 1945:

1. Niederdeutsch

Im Westen hält sich das in der Niederlande beheimatete Niederfränkische sowie das Friesische. Dazu kommt der Westniederdeutsche Stamm im gesamten Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie die nördlichen Gebiete Nordrhein-Westfalens. Das Ostniederdeutsche erstreckt sich hingegen durch Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg.

2. Mitteldeutsch

Hier gibt es zwei Einteilungen, zum einen das Westmitteldeutsch, was die Sprachräume im Bereich Köln und Aachen sowie Trier, Saarland, Luxemburg bis nach Hessen und im Süden die Pfalz umschliesst. Das Ostmitteldeutsch hingegen erstreckt sich von Thüringen, Anhalt, Raum Berlin bis nach Sachsen. Das Gebiet der Siebenbürger Sachsen zählt auch dazu in Rumänien.

3. Oberdeutsch

Der Süden Deutschlands, wobei im Westen der Raum Baden-Württemberg sowie das Elsass, im Osten Bayern gemeint ist. Dann im Süden die Schweiz und Österreich. Gegliedert ist das Ganze in drei Zweige: Nordoberdeutsch im Gebiet um Karlsruhe, dann Westoberdeutsch mit dem Badisch-Alemannischen und der Schweiz. Das Ostoberdeutsche hingegen umfasst Bayern, Österreich sowie einige Teile im Osten Europas.

Viele Mundarten werden immer seltener, wobei nicht nur die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten nach 1945 die Schuld trägt, sondern viel mehr auch die weitere Ausbreitung des Hochdeutschen, was die Tradition dieser deutschen Kultur erschwert. Auch Zuwanderungen stellen ein Problem dar, die Einwanderer ausländischer Abstamnmung haben arge Probleme schon mit der deutschen Sprache, da ist ein Verstehen der Dialekte und Mundarten fast unmöglich. So wird auch vielerorts in Hochdeutsch unterrichtet, die Dialekte und Mundarten werden immer mehr in die ländlichen Gebiete vertrieben, dort aber weiterhin traditionell gepflegt.

Soweit die Grobeinteilung für die heutige Zeit. Nach diesem Muster werde ich dann auch so nach und nach die einzelnen Dialekte und Mundarten vorstellen, wobei ich dann mit dem Niederdeutschen beginnen werden, man kann sagen von Nord nach Süd, von West dann nach Ost. Die Dialekte und Mundarten werden ihrer Herkunft nach vorgestellt, wo sie heute noch gesprochen werden und ein paar Sprachbeispiele dann. Dieses aber dann beim nächsten Mal.

Quelle: Wikipedia





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schleswig-Holstein


Um eine Systematik in die einzelnen Mundarten und Dialekte in Deutschland zu bekommen, möchte ich das Ganze nach Ländern und Regionen unterteilen. Deutschland lässt sich daher gut nach den Bundesländern trennen und ich fange daher mit dem nördlichsten Bundesland an. Später werden dann auch die Dialekte und Mundarten der deutschen Sprache in den europäischen Ländern hinzukommen.

In Schleswig-Holstein herrscht natürlich die niederdeutsche Sprache vor, desweiteren gibt es einige Inseln, auf denen noch die friesische Sprache zum Tragen kommt, wobei es aber unterschiedliche Meinungen gibt, ob man das Friesische zu den deutschen Mundarten zählen kann, ich habe es mal getan.. Und eine Sonderform des Dänischen möchte ich noch mit aufnehmen, obwohl es so direkt nicht so zu den eigentlichen deutschen Mundarten gehört, sondern eher dem Dänischen zuzurechnen ist: Südjütisch. Dazu mal folgende Gliederung:

Niederdeutsch

1. Schleswigsch
2. Holsteinisch
3. Nordniedersächsisch



Friesisch

A. Nordfriesisch

1. Mooring
2. Ööhmrang
3. Fering
4. Sölring
5. Helgoländisch



Südjütisch

Soweit die Unterteilungen. Demnächst werde ich dann jeden einzelnen Dialekt mal etwas genauer vorstellen mit der Herkunft und Geschichte sowie einzelne Beispiele einiger Wörter in diesen Dialekten im Vergleich zum Hochdeutsch.

Quelle: Wikipedia





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schleswigsch

Diese Variante des Niederdeutschen wird vorwiegend im Landesteil Schleswig gesprochen.

Holsteinisch

Diese Variante des Niederdeutschen spricht man vorwiegend im Landesteil Holstein.

Beide Sprachdialekte haben sich seit dem 19. Jahrhundert stark durchgesetzt im Bundesland Schleswig-Holstein. Beide gehören zum Nordniedersächsischen, was wiederum eine Dialektgruppe des Niedersächsischen oder Plattdeutschen ist.

Ein Beispiel, wie es in Schleswig-Holstein gesprochen wird:

In Sleswig-Holsteen doot de doore (jene) Lüüd snacken.

Das bedeutet:

In Schleswig-Holstein tun die Leute sich miteinander unterhalten.

Dieses Beispiel wird uns noch sehr häufig begegnen, nur in anderen Variationen, da auch Platt nicht gleich Platt ist.

Beim nächsten Mal werde ich euch die weitere Sprachgruppe des Friesischen vorstellen sowie auch das Südjütisch.

Quellen:

Wikipedia
Radio Bremen





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


A. Nordfriesisch

Nordfriesisch ist ein westgermanische Sprache, die von etwa 10000 Menschen im Bereich Nordfriesland und den jeweiligen Inseln gesprochen wird. Allerdings existiert eine akute Bedrohung, da es immer mehr vom Plattdeutschen und Hochdeutsch verdrängt wird. Es ergeben sich folgende Dialekte:

Wiringhiirder freesk

Ist die nördlichste der nordfriesischen Mundarten und hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem Dänischen (Jütisch). Im Norden der Wiedingharde wurde und wird noch zum Teil Südjütisch gesprochen. Eine Abweichung gibt es in Emmelsbüll, es ist sehr eng verwandt mit Mooring.

Beispiel von Theodor Storm „Häwelmann“:

"Ljocht, uuile moone, ljocht!" biilked Hääwelmuon, män e moone was näärgen to schüns än uk e steere ai; jä würn al altomoale to beerd gingen.

Auf Hochdeutsch:

"Leuchte, alter Mond, leuchte!" schrie Häwelmann, aber der Mond war nirgends zu sehen und auch die Sterne nicht; sie waren alle schon zu Bett gegangen.

Mooring

Ein Nordfriesischer Dialekt, der vorwiegend auf dem Festland im Landkreis Nordfriesland gesprochen wird, er hat seinen Namen vom Risumer Moor her. Es geschieht so langsam wieder eine Ausbreitung dieses Dialektes, in Risum ist sogar eine friesische Grundschule. Es herrscht eine Unterscheidung zwischen dem der Westmooringer (um Niebüll-Deezbüll) und der Ostermooringer Mundart (um Risum-Lindholm). Dazu gibt es noch entsprechenden Mundarten in Dagebüll und Fahretoft.

Beispiel des Mooringer Dialektes, Theodor Storm „Häwelmann“:

"Jucht, üülje moune, jucht!" biiljked Hääwelmoon, ouers e moune wus nargne tu schüns än e stääre uk ai; ja wjarn ål åltumååle tu beed lim.

Karrhade

Ein weiterer Dialekt, der sich an der Ostgrenze des Nordfriesischen befindet.

Gooshiirder fräisch/freesch - die friesische Sprache der Norder-, Mittel- und Südergoesharde (fries. e Norder än e Süür Gooshiird)

Die friesische Sprache der beiden Goesharden verteilt sich auf eine Norder-, Mittel- und Südergoesharder Mundart. Es sind die drei südlichsten Mundarten des Festlandfriesischen, von denen das Nordergoesharder heute am stärksten vertreten ist. Das Südergoesharder ist 1980 ausgestorben. Innerhalb der Nordergoesharde wird zwischen Hoorninger fräisch (Langenhorn) und Hoolmer freesch (Ockholm) unterschieden.

Beispiel des Häwelmann auf Horninger fräisch:

"Jocht, uule moune, jocht!" biilked Hääwelmoon, ors e moune waas närngs to schüns än da steere ok ai; ja weern al aal to beede gingen.

Fering

Ein weiterer nordfriesischer Dialekt, der noch von etwa 3000 Personen auf der Insel Föhr gesprochen wird. Fering hat drei Mundarten:
a. Weesdring, Mundart von Westerlandföhr
b. Aasdring, Mundart von Osterlandföhr
c. eine südföhringische Mundart
Gefördert wird dieser Dialekt vom Fering Ferian.

Ein Beispiel aus einem Text eines Wilhelm-Busch-Gedichts:

Naan, det wiar en iarig ding, üüs det Maks an Moorits ging.

Hochdeutsch bedeutet dies:

Ach, das war ein schlimmes Ding, Wie es Max und Moritz ging.

Öömrang

Dieser Dialekt ist auf der Insel Amrum zuhause, bezeichnet zugleich die Sprache und den Namen der Insel. Gefördert wird dieser Dialekt Ööhmrang Ferian i.f.

Der Häwelmann auf Ööhmrang:

"Locht, dü ual muun, locht!" rep Heewelmaan, man a muun wiar nochhuaren tu sen an a stäären uk ei; jo wiar al altumaal tu baad gingen.

Sölring

Sölring ist ein Dialekt auf der Insel Sylt, der sehr viele dänische Einflüsse hat. Er wird noch von etwa 100 Personen gesprochen, wobei der Grossteil nicht mehr auf der Insel lebt, das bedeutet, dasz dieser Dialekt dem Untergang geweiht ist.

Ein Beispiel von unser Sylter Land:

Üüs Söl'ring Lön', dü best üüs helig

Auf Hochdeutsch heisst dies:

Unser Sylter Land, du bist uns heilig

Halifreesk

Dieser Dialekt wird auf den Halligen gesprochen, es ist eher eine Mundart des Festlandfriesischen und eng mit den Goesharder Mundarten verwandt.

Der Häwelmann auf Halifreesk:

"Jaacht, uale mööne, jaacht!" bölked Hääwelmoon, man de mööne woas näärngs to siinen än de steere uk ee; jä weern al altomaole to beed giangen.

Helgoländisch

Zuguterletzt dann Helgoländisch, welches auch Halunder genannt wird und auf der Insel Helgoland zuhause ist, wird dort noch von wenigen 100 der ca. 1500 Einwohner gesprochen und auch unterrichtet.

Der Häwelmann auf Halunder:

"Lochte, ool Muun, lochte!" rüp Heäwelman, oawers de Muun wear naarni tu sin'n en uk de Steern ni; dja wear al allemoal tu Baad gingen.




Soweit die Nordfriesische Sprache, beim nächsten Mal werde ich noch kurz das Südjütische vorstellen, dann verlassen wir Schleswig-Holstein und es geht nach Hamburg.

Quellen:

Wikipedia
Nordfriisk Instituut





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...   Erstellt am 09.02.2006 - 18:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Südjütisch


Dieser Dialekt ist dem Dänischen angesiedelt und wurde bis im 20. Jahrhundert noch in den Teilen Angelns und der Schleswigschen Geest gesprochen. Dann wurde es immer mehr zurückgedrängt und wird eigentlich nur noch in einigen Grenzgemeinden zu Dänemark gesprochen. Man kann es auch als Teil der Jütischen Sprache ansehen.

Ein Bespiel im Südjütischen:

Sønderjyske Kaffebord

Das bedeutet auf Hochdeutsch: Südjütische Kaffeetafel

Dann:

Snysk med flæsk

Das bedeutet: Schnüsch mit Speck

Soweit zu den Dialekten in Schleswig-Holstein. Weiter geht es dann beim nächsten Mal mit Hamburg.

Quellen:

Wikipedia
Hausarbeiten.de





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...   Erstellt am 12.04.2007 - 09:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dialekt und Mundart


Ob bayrisch, sächsisch oder schwäbisch - der Dialekt prägt die Identität einer Region. Getragen wird die Mundart von ihren jeweiligen Sprechern, die sie lebendig halten, aber auch die Wissenschaft interessiert sich für die unterschiedlichen Dialekte und trägt mit ihrer Erschließung zur Dokumentation der deutschen Sprache und ihrer zahlreichen Gesichter bei. In sogenannten Großraum-Dialektwörterbüchern wird gesammeltes regionales Sprachmaterial erfasst und systematisch aufbereitet. Diese Arbeit erstreckt sich oft über einen so langen Zeitraum, dass ein Wörterbuch nicht selten von mehreren Generationen von Sprachwissenschaftlern betreut wird. Das Badische Wörterbuch ist sogar schon über hundert Jahren in der Entstehung. Seit 1998 leitet Dr. Rudolf Post die Arbeitsstelle des Badischen Wörterbuchs in Freiburg.

Gibt es für jeden Sprachraum ein Dialektwörterbuch?




Für alle Dialektgebiete im Deutschen gibt es ein eigenes Großraum-Dialektwörterbuch. Einige sind schon fertig, andere erst teilweise und ganz wenige sind noch in der Sammelphase. Die Arbeitsgebiete fast aller dieser Wörterbücher richten sich nach (ehemaligen) politischen Grenzen zur Zeit ihrer Entstehung. Das Arbeitsgebiet des Badischen Wörterbuchs liegt daher in den Grenzen des ehemaligen Großherzogtums Baden und reicht von Wertheim am Main bis zum Hochrhein und Bodensee.

Gibt es überhaupt einen "badischen Dialekt"?

Baden ist nur ein politischer Begriff, kein sprachlicher. Badisch ist keine Sprache, man spricht in Baden entweder fränkische oder alemannische Mundarten.

Welche Dialektformen bekommt man im badischen Raum zu hören?



Typisch für den alemannischen Süden sind Formen wie Hus, Iis, Litt (Haus, Eis, Leute) oder Muetter, Brueder, liäb (Mutter, Bruder, lieb). Für die rheinfränkische Ecke Badens (Kurpfalz) sind dies Formen wie Pund, Parrer, Appel, Kopp (Pfund, Pfarrer, Apfel, Kopf). Für alle gilt (mit Ausnahme des Südrandes) dass sie kein ü, ö, eu/äu verwenden, also Schissel, Kich (Schüssel, Küche), greeßer, schee (größer, schön) oder nei, Mais (neu, Mäuse).

Wie ist die Sprache, die wir heute im Badischen hören und sprechen entstanden?

Die Sprache basiert auf Stammesdialekten aus der Völkerwanderungszeit, bei uns also auf den Sprachen der Franken und Alemannen. Sie hat sich aber im Laufe der Zeit bis zum heutigen Stand weiter entwickelt. Auf jeden Fall sind sie nicht aus dem der hochdeutschen Standardsprache entstanden. Diese ist erst zweihundert, maximal dreihundert Jahre alt - bei den Mundarten handelt es sich also nicht um "verdorbenes Hochdeutsch". Vieles in den Mundarten ist sogar älter - z. B. die oben genannten Formen Hus und Iis für Haus und Eis, entstammen noch dem klassischen Mittelhochdeutsch. Die Mundarten dokumentieren eine Jahrtausende alte Tradition, da sie immer von Mund zu Mund weitergegeben wurden und sind daher ein Kulturgut allerhöchsten Ranges sind, in dem sich regionale Alltagskultur, Vorstellungswelten und Sprachgeschichte dokumentieren.

Das Badische Wörterbuch hat selbst eine lange Tradition - wie ist seine Geschichte?



Begonnen hat alles 1894 mit einer von der Universität Freiburg ausgehenden Sammlung zur volkskundlichen Überlieferung in Baden, die mit Fragebögen durchgeführt wurde. Dabei waren auch Fragen zu den Ortsmundarten. Das eingesammelte Material war so vielfältig und reichhaltig, dass man bald beschloss, ein Wörterbuch für Baden zu gründen. Man sammelte, aber bald kam der 1. Weltkrieg, der alles ins Stocken brachte. Erst nach dem 1. Weltkrieg ging es dann richtig los. Man beauftragte Ernst Ochs, der von 1918 bis 1961 Leiter der Sammelarbeiten und erster Herausgeber war. 1925 erschien die erste Lieferung (das Wörterbuch erscheint in Lieferungen, das sind etwas dickere Hefte die später zu Bänden gebunden werden). 1940 war der erste Band fertig, 1974 der dritte und 1997 der vierte Band. Nach Ernst Ochs leiteten Karl Friedrich Müller und danach Gerhard Baur die Arbeiten. Seit 1998 ist Rudolf Post Leiter, er hat beim Buchstaben N angefangen und will in zwei Jahren den 4 Band mit Schw. abschließen. Ganz fertig soll das Wörterbuch mit dem 5. Band voraussichtlich im Jahr 2020 sein.

quelle: www.swr.de





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