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eisvogel 



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...   Erstellt am 31.03.2008 - 19:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erster Test:
Es sollte dieses Schriftstück in einer Tabelle erscheinen, die ganz einfach altes Weltbild und neues unterscheidet.
Leider hat es mit der Kopie nicht so geklappt, aber mensch kann sich aus den Postulaten erklären, welches das alte und welches das neue Paradigma betrifft.

„Garnischt wird passieren“, sagten die Konservativen 1995 zu den Warnern des Klimawandels, die in Berlin zur ersten UN-Klimakonferenz zusammengekommen waren. Sie vermuteten als Motiv der Mahner Neid oder vielleicht einen Psychotick. Diese „Konservativen“ folgten aber lediglich blind den Vorgaben vor allem der amerikanischen Delegierten, die aus unerfindlichen Gründen ein Klimaprotokoll, das heißt eine Liste mit Vorgaben zur weltweiten Verminderung von Treibhausgasen, verhinderten. Der einzige Grund für dieses Verhalten, der mir einfällt, ist ihr eigenes kurzfristiges, lineares Denken. Dies ist angesichts des Zustands der Welt der eigentliche Psychotick!
2001 sind sie ganz kleinlaut geworden um die Diskussion eines planetarischen Wirtschaftens, welches heute immer noch nicht zukunftsfähig ist. Sie machen weiter wie gehabt, Riesensummen werden den Volkswirtschaften entzogen und landen auf den Konten der Besitzer von Land, Wohnungen, Arbeitsplätzen, Banken, Versicherungen und kursieren weiter im Cyberspace, um endlich in den Bilanzen der Gewinner, die wohl keine Steuern mehr zahlen, oder auf den Verlustkonten der Verlierer zu verschwinden.

Ein Wandel ist nötig, aber wie geschieht das Umdenken, das dem Wandel vorausgeht?

Beherrschend ist das Leitbild oder Paradigma, das diesem Denken und Tun zugrunde liegt, über dem ganzen Geschehen schwebt. Was die Menschen durchdringt und handeln lässt, wofür sie streben und leben wollen.

Dies heute vorherrschende Paradigma ist der letzte Stand eines mechanistischen Weltbildes des Zeitalters der Aufklärung, welches etwa seit 1760 in Europa und anderswo von mutigen Menschen entwickelt wurde: Die aufklärerischen Denker forderten nach einem kirchenbeherrschten Mittelalter Öffnung hin zu einem wissenschaftlichen Weltbild. Alles sollte erklärbar werden, ohne Scheu vor den Repressalien irgendwelcher Gegenkräfte. Immer mehr wollte man ins Detail und die Welt erforschen, schließlich war sie wie eine mechanische Maschine vorstellbar, wo jedes Schräubchen seine Aufgabe erfüllte. Isaac Newton, der große englische Physiker dieser Zeitund die französischen Philosophen Montesquieu und Desquartes wurden zum Begriff für dieses Verständnis der Welt.
Allein die Wahrheit der Wissenschaft sollte zählen, und „der Austritt des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ war für den Philosophen Immanuel Kant das hohe Ziel.
Gegen alle kirchlichen Kritiker wollte man nur die Fakten zählen lassen. Wissenschaft und Technik begannen ihren immensen Aufstieg, zunächst noch eingeengt durch die Vorherrschaft von Kirche und Adel. Wobei man die Vorreiter nicht vergessen sollte, die sich gegen das beschränkte Weltbild der Kirchenfürsten stellte, indem sie zu ihren Überzeugungen standen und sie öffentlich machten:
Die Physiker Galileo Galilei, Giordano Bruno, Johannes Kepler und Kopernikus. Sie wurden drangsaliert und umgebracht.
Die Nonne und Äbtissin Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert, der ausgleichende Schuhmacher Jacob Böhme im 16. Jahrhundert, versuchten zu ihren Zeiten ein dem Geist offenes Christentum zu vermitteln. Wobei zur Zeit Böhmes Martin Luther und andere „Protestanten“ schon eine erste Loslösung von den Dogmen der römisch-katholischen Kirche forderten. Man träumte in diesem Jahrhundert vor dem großen Krieg, der 30 Jahre dauern und zwei Drittel der Bevölkerung Europas kosten sollte, auf eine geistige Erneuerung der Kirche und ihre Vereinigung durch Rosenkreuzer-Kaiser.
Es kam der Krieg von 1618-48 und endete mit der Spaltung der Christen. Immerhin hatten danach im protestantischen Teil Europas die Forscher endlich die nötige Gedankenfreiheit.
Erst mit den bürgerlichen Revolutionen von Amerika, Frankreich und anderen Ländern Europas, mit denen sich der Gedanke nach Gleichheit verbreitete, bekam die Forschung gewaltigen Auftrieb. Die Eigeninitiative einiger aktiver, unabhängiger Menschen bescherte bald der alten Welt Europa und auch später dem von Indianern „bereinigten“ Amerika, eine gewaltige Industrialisierung. In Asien schälte sich Japan als Industrienation heraus. Der koloniale Stil der Industriemächte beschleunigte die Entwicklung: Arbeitskräfte waren billig, Ökologie war noch ein Fremdwort. Jede Idee konnte umgesetzt werden, die Geburt des ewigen Wachstums.

Ein Wirtschaftsparadigma entstand, der Kapitalismus, der sich bis heute zwar durchgesetzt hat, aber nun hart an seine Grenzen stößt. Ewiges Wirtschaftswachstum ist nicht zukunftsfähig und muss durch ein ökologisches, qualitatives Wirtschaften ersetzt werden, welches zum Überleben taugt.
Das setzt eine neue Sichtweise voraus: Ein ganzheitliches Weltbild inklusive eines relativen Universums, eines Kosmos, der übergeordnete Wirkung hat. Eine Ökologie des Kosmos, denn auch der unterstützt das Leben unseres Planeten.
Die Welt heute wird in rasantem Tempo verbraucht, eben weil veraltete Wirtschaftsweisen von einer Politik gefördert werden, die noch nicht das Gesamtbild sieht und sich deshalb den Ast absägt, auf dem sie sitzt.
Die bürgerlichen Staaten haben sich einem Wirtschaftsdogma unterworfen, welches suggeriert, es gäbe keine Alternative zu dieser Art von Globalisierung. Das mechanistische Weltbild hat noch nie Rücksicht auf die Menschen und auch nicht auf die Umwelt genommen. Deshalb stelle ich eine erste Folgerung auf:
Das mechanistische Weltbild erweitert sich um die Relativität und wird holistisch, ganzheitlich, mehrdimensional.

Das Ganze zu sehen, erscheint mir der oberste Begriff beim fälligen Paradigmenwechsel zu sein.

Dieses Ganze, mag es noch so geheimnisvoll sein, birgt Unerwartetes, und auch Wunder sind möglich. So wie die Entwicklung des Planeten Erde mit seinem vielfältigen Leben ein kosmisches Wunder darstellt, welches noch immer niemand komplett verstehen kann.
Es gibt Grund zu der Annahme, dass lebendiges Geschehen ebenso wie kosmisches Geschehen, von begrenzten Gehirnen nie verstanden werden kann. Das Gesamte ist logisch nicht einzeln zusammenzusetzen, sondern nur als holistisches Bild vielleicht auf einer höheren Bewusstseinsstufe erfahrbar, oder in einer Art religiöser oder meditativer Versenkung.

Das Neue
Dafür hat unser Hirn durchaus kosmische Qualitäten, und die sind sicher nicht dem höchsten Ziel verhaftet, dass unsere Zeit im Westen heute kennt: Profit zu machen.
Wenn wir heute an den Grenzen des Wachstums stehen, fragen wir uns: Wie muss die Zukunft gestaltet werden? Was muss sich ändern, damit wir Menschen und das Leben weiter eine Chance haben, zu überleben?
Ich meine, Folgerung zwo: Zunächst mal durch eine Auflösung der Allmachtstellung des Menschen. Er ist eingebettet in die Natur und kann nur mit ihr existieren. Techniken zur Wiedervereinigung mit der Natur sind zu fördern, zerstörerische Praktiken sind abzuschaffen.
Hier gebe ich euch einige Anregungen, die schon 1980 Marilyn Ferguson unter die Leute gestreut hat, und zwar in ihrem vielfach beachteten und bespöttelten Buch „Die sanfte Verschwörung“ , Original „The Aquarian Conspiracy“ . Es stammt aus einer Zeit, in dem Versuche und Wege, die Welt auch aus anderen als materialistischen Sichtweisen zu sehen, in Amerika und Europa sozusagen gesellschaftsfähig wurden: Irgendwann tauchte der Begriff „New Age“ auf, von manchen als nutzlose Esoterik verdammt, bot diese Zeit einen Rahmen für die Erfahrungen, die sich aus den Bewegungen der 60er und 70er Jahre ergeben hatten. New Age war ein Versuch, verschiedene Sichtweisen zusammen zu führen. – jedenfalls für den Teil der Bewegung, der sich auf die Reise nach Innen gemacht hatte.
Nach innen, weil sich diese Menschen klar darüber wurden, dass der schlechte Zustand der Welt natürlich auch mit unserem Handeln im Miteinander zu tun hat, und mit unserer Sicht der Welt -- mit der Art und Weise zu denken - mit der Seele der Menschen – und natürlich mit den Rechtsverhältnissen.
Neue Verhältnisse lassen sich nicht durchsetzen, wenn eine Mehrheit es nicht will. Die Revolutionen gehen in den Köpfen los, und sie müssen nicht gewaltsam verlaufen. Bewusstseinssprünge setzen ein und sind von nun an da.
So werden Mehrheiten erzeugt.
Es kommt auf die Individuen an. Und viele sind heute klüger, als es jemals Menschen vorher waren. Sie müssen nur ihre eigene Kraft als wertvoll entdecken.


Folgende Gegenüberstellungen sind gestaltet mit Elementen von Merilyn Ferguson, „Die sanfte Verschwörung“, Sphinx Verlag 1980*:


Der Paradigmenwechsel der Wirtschaft


alt
lineares Denken

neu
komplexes Denken
Konsum um jeden Preis via geplantem Veraltern, Werbedruck, Schaffung von
künstlichen „Bedürfnissen“

Verhältnismäßiger, maßvoller Konsum. Konservieren, Erhalten, Wiederverwerten, Qualität, Können, Erneuerung, Erfindungen, die wirklichen Bedürfnissen entsprechen
Massstäbe des Zero-Emission-Konzeptes:
Lernen von der Natur und dem Netz des Lebens
Zur Arbeit passende Leute, Unbeweglichkeit, Konformität
Zu den Leuten passende Arbeit, Flexibilität, Kreativität. Form und Fluss
Aufgezwungene Ziele, Entscheidungen von oben nach unten. Hierarchie. Bürokratie
Förderung der Autonomie, Selbstverwirklichung, Teilnahme der Arbeitnehmer, Demokratisierung. Gemeinsame Ziele, Konsens.
Zersplitterung, Unterteilung in Arbeit und Rollen. Nachdruck auf spezialisierte Aufgaben. Scharf abgegrenzte Tätigkeiten.
Kreuzweise Befruchtung durch Spezialisten,. Förderung von Wahl und Wechsel in Arbeitsrollen
Identifizierung mit Arbeit, Beruf
Identität wächst über Arbeitsbeschreibung hinaus
Uhrzeit-Modell der Wirtschaft, basierend auf Newtonscher Physik
Anerkennung von Unsicherheit in der Wirtschaft
Aggression, Konkurrenz. „Geschäft ist Geschäft.“
Zusammenarbeit. Menschliche Werte werden wichtiger als „Gewinnen“.
Arbeit und Spiel getrennt. Arbeit als Mittel zum Zweck.
Vermischung von Arbeit und Spiel.. Arbeit, die sich selbst belohnt. Arbeit als Hingabe an den Zweck.
Manipulation und Dominanz der Natur wird angestrebt.
Zusammenarbeit mit der Natur, taoistische, organische Sicht von Welt und Reichtum.

Streben nach Stabilität, Stellung, Sicherheit


Gefühl des Wechsels, Werdens. Risikofreudigkeit. Unternehmerische Haltung
Quantitativ: Quoten, Statussymbole, Einkommensgruppe, Profite, „Lohnerhöhungen“, Bruttosozialprodukt, Sachwerte
Sowohl qualitativ als auch quantitativ. Gefühl des Erschaffens, gegenseitige Leistung zur gegenseitigen Bereicherung. Nichtmaterielle Werte (Kreativität, Erfüllung) wie auch Sachwerte
Strikt wirtschaftliche Motive, materielle Werte. Fortschritt nach Produkt, Erhalt bewertet
Geistige Werte transzendieren materiellen Gewinn und Wohlstand. Prozess ebenso wichtig
wie Inhalt. Arbeitskontext ebenso wichtig wie Inhalt Fortschritt nach Produkt, Erhalt bewertet. Nicht nur was man arbeitet, sondern wie man arbeitet.
Polarisiert: Arbeit gegenüber Management, Konsument gegenüber Hersteller
Transzendiert Polaritäten. Gemeinsame Ziele und Werte



Kurzsichtig, Ausbeutung beschränkter Quellen
Haushältertum. Letztlichen ökologischen Kosten Rechnung tragend.



„Rationell“, nur Fakten trauend
Rationell und intuitiv. Daten, Lögik bereichert durch Eingebungen, Gefühle, Einsichten. Nicht-linearen (ganzheitlichen) Sinn für ein Muster



Nachdruck auf kurzfristige Lösungen
Einsicht, dass langzeitige Wirksamkeit, harmonischen Arbeitsplatz, Gesundheit des Arbeitnehmers, Kundenbeziehungen Rechnung tragen muss



Zentralisierte Operationen.
Dezentralisierte Operation wenn immer möglich. Menschlicher Maßstab.



Flüchtige, uneingeschränkte Technologie. Unterwürfigkeit der Technologie gegenüber
Angemessene Technologie. Technologie als Werkzeug, nicht als Tyrann.



Gegensätzliche Behandlung von wirtschaftlichen „Symptomen“
Versuche, das Ganze zu verstehen, tiefgehende Ursachen des mangelnden Ausgleichs, der Unausgewogenheit zu lokalisieren. Präventive „Medizin“, Voraussicht von Verlagerungen, Knappheiten





Um Menschen für diese Form des Wirtschaftens fähig zu machen, bedarf es natürlich auch einer durchschaubaren, offenen Pädagogik.

Der Paradigmenwechsel der Erziehung


alt
getrennte Hirnhälften
Leitsätze des neuen Paradigmas in der Erziehung,
Integriertes Denken beider Hirnhälften
Betonung liegt auf dem Inhalt, auf der Aneignung von „richtigen“ Informationen- ein für allemal
Betonung liegt auf jenem Lernen, wie man lernt, wie man gute Fragen stellt, wie man die Aufmerksamkeit auf die richtigen Dinge lenkt, wie man sich neuen Konzepten gegenüber öffnet und sie wertschätzt, wie man Zugang zu Informationen bekommt. Was heute „erkannt“ wird, verändert sich vielleicht. Der Zusammenhang ist von Bedeutung.
Lernen als ein Produkt, eine Bestimmung.
Lernen als eine Entwicklung, eine Reise.
Hierarchische und autoritäre Struktur. Konformität wird belohnt, Andersdenkende werden entmutigt
Gleichheit. Unparteiische und Andersdenkende werden zugelassen. Schüler und Lehrer sehen sich gegenseitig als Menschen und nicht als Rollen an. Autonomie wird gefördert.
Relativ rigide Struktur, vorgeschriebener Lehrplan
Relativ flexible Struktur. Es herrscht die Ansicht, dass es viele Wege und Mittel gibt, ein gegebenes Thema zu begreifen.
Vorgeschriebener Fortschritt, die Betonung liegt auf dem „angemessenen“ Alter für bestimmte Aktivitäten; Trennung der Altersstufen.
Flexibilität und Integration der einzelnen Altersstufen. Der Einzelne ist durch sein Alter nicht automatisch auf bestimmte Themen begrenzt.
Priorität liegt auf der Leistung.
Priorität liegt auf dem Selbstbild, jener Instanz, die Leistung hervorbringt.
Betonung liegt auf der äußeren Welt. Die innere Erfahrung wird in der Schule oft als ungeeignet angesehen.
Innere Erfahrung wird als Zusammenhalt für das Lernen angesehen. Der Gebrauch der Vorstellungskraft, des Geschichtenerzählens, von Traumtagebüchern, von Übungen, „die Mitte zu finden“ und die Erforschung von Gefühlen wird gefördert.
Ahnungen und Gedanken, die von der allgemeinen Überzeugung abweichen, werden missbilligt.
Ahnungen und Gedanken, die von der allgemeinen Überzeugung abweichen, werden als ein Teil des kreativen Prozesses gefördert.
Betonung liegt auf dem analytischen, linearen Denken der linken Gehirnhälfte.
Es finden Bemühungen um eine Erziehung statt, die das gesamte Gehirn miteinbezieht. Die Rationalität der linken Gehirnhälfte wird durch ganzheitliche, nichtlineare und intuitive Strategien ergänzt. Der Zusammenfluss und die Verschmelzung beider Vorgänge wird betont.
Eine Etikettierung (wie z.B. „noch zu heilen“, begabt, mit einer minimalen zerebralen Dysfunktion usw.) trägt zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung bei.
Eine Etikettierung wird nur in einer untergeordneten, allein der Beschreibung dienenden Rolle verwendet – und nicht als fixierte Bewertung, die der individuellen erzieherischen Laufbahn anhaftet.
Man befasst sich mit Normen.
Man befasst sich mit der individuellen Leistung in Begriffen des eigenen Potentials. Es herrscht ein Interesse vor, die äußeren Begrenzungen auf die Probe zu stellen und wahrgenommene Begrenzungen zu überschreiten.
Es wird primär dem theoretischen, abstrakten „Buchwissen“ vertraut.
Theoretisches und abstraktes Wissen wird in starkem Maße durch Experimente und Erfahrung ergänzt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klassenzimmers. Es gibt Erkundungen, Zeiten der (handwerklichen) Lehre, Vorführungen und Experten, die einen Besuch abstatten.
Klassenzimmer werden im Sinne ihrer Effektivität und Zweckmäßigkeit entworfen.
Man befasst sich mit der Lernumgebung: Mit Licht, Farben, Luft, physischen Annehmlichkeiten, mit dem Bedürfnis nach Zurückgezogenheit (eines privaten Bereichs) und Interaktion; ebenso nach sowohl ruhigen als auch überschwenglichen Aktivitäten.
Bürokratisch bestimmt, gegenüber Vorschlägen der Gemeinschaft resistent.
Die Vorschläge der Gemeinschaft werden unterstützt, es besteht sogar eine Kontrolle von Seiten der Gemeinschaft.
Erziehung wird als eine soziale Notwendigkeit für eine gewisse Zeitspanne angesehen, um ein Minimum an Fähigkeiten einzuschärfen und um eine bestimmte Rolle einzuüben.
Erziehung wird als eine lebenslange Entwicklung angesehen, die nur berührenderweise mit der Schule verbunden ist.
Zunehmendes Zutrauen in die Technologie (audio-visuelle Ausrüstung, Computer, Bänder, Textverarbeitung), Entmenschlichung
Man benutzt eine geeignete Technologie. Die menschlichen Beziehungen zwischen Lehrern und Lernenden sind von primärer Bedeutung.
Allein der Lehrer gibt Wissen aus; Einbahnstraße
Der Lehrer ist ebenso ein Lernender - er lernt von den Schülern.

Die alten Leitsätze werfen Fragen auf, wie man Normen und Gehorsam erfüllt und richtige Antworten erlangt. Die neuen Leitsätze führen zu Fragen, wie man lebenslanges Lernen motiviert, wie man Selbstdisziplin stärken kann, wie man Neugier weckt und wie man Menschen aller Altersstufen zu einem kreativen Risiko ermutigt.
Man betrachte den Lernenden einmal als ein offenes System – eine dissipative Struktur, die mit der Umgebung in Wechselwirkung steht, Informationen aufnimmt, sie integriert und anwendet.
Der Lernende transformiert Inputs, indem er ordnet und wieder neu ordnet und somit Kohärenz- ein Bild von einem Zusammenhang - erzeugt. Seine Weltsicht wird fortwährend zur Aufnahme von neuem erweitert. Von Zeit zu Zeit zerbricht die neue Weltsicht und wird, ähnlich wie bei der Aneignung neuer wichtiger Fähigkeiten und Konzepte, wieder neu geordnet: etwa wenn man lernt zu gehen, sprechen, lesen, schwimmen oder schreiben; wenn man eine zweite Sprache oder Geometrie erlangt.
Jede Form des Lernens ist eine Art Paradigmenwechsel.
Also liebe Freunde, ran an die Arbeit. Man ist nie zu alt zum Lernen. Lernen geschieht durch aktive Aufmerksamkeit, und oft kann man nur durch Probieren etwas Neues erfahren.


Das entstehende Paradigma der Macht und der Politik

Selbstverständlich umfasst das entstehende Paradigma viele ketzerische Positionen. Es verneint, dass unsere Führer besser sind als wir, dass Geld viele Probleme lösen kann, dass Loyalität wichtiger ist als die innere Stimme.
Das neue Paradigma vermeidet eine frontale Konfrontation, eine politische Polarisierung. Es versöhnt, erneuert, dezentralisiert und behauptet nicht, die Lösungen für alle Probleme zu besitzen.
Wenn wir die Paradigmen zusammenfassen, finden wir folgende Gegensätze:

alt
neu
Betonung auf Programmen, Sachverhalten, Plattformen, Manifestationen, Zielen
Betonung auf eine neue Perspektive. Widerstand gegen starre Programme und Pläne
Veränderung wird von Autorität verordnet.
Veränderung wächst aus Übereinstimmung und/oder wird von der Führung inspiriert.
Hilfe und Dienstleistungen institutionalisiert.
Fördert individuelle Hilfe, freiwillige Dienste als Ergänzung zur Rolle der Regierung. Verstärkt Selbsthilfe, sich gegenseitig helfende Netzwerke
Drang zu einer starken, zentralen Regierung
Bevorzugt den entgegengesetzten Trend, Dezentralisierung der Regierung wo immer möglich; horizontale Verteilung der Macht. Eine kleine Zentralregierung würde als Verrechnungsstelle dienen.
Macht für andere (Aufseherfunktionen) oder gegen sie. Gewinn/Verlust-Orientierung.
Macht mit anderen. Gewinn/Gewinn-Orientierung.
Regierung als Institution aus einem Guß
Regierung als Übereinstimmung von Individuen; sie unterliegt der Veränderung.
Wohlbegründete Interessen, Manipulation, rücksichtslose Machtausübung.
Respekt für die Selbständigkeit anderer.
Ausschließlich „männliche“, rationale Ausrichtung, lineares Modell
Sowohl rationale als auch intuitive Prinzipien. Würdigung einer nicht-linearen Interaktion, Modell von dynamischen Systemen.
Aggressive Führer, passive Gefolgschaft
Führer und Gefolgschaft in dynamischer Beziehung, beeinflussen einander
Partei- oder Problemorientiert
Paradigma-orientiert. Politik wird vom Weltbild der Perspektive der Wirklichkeit bestimmt
Entweder pragmatisch oder visionär.
Pragmatisch und visionär.
Betonung auf Freiheit vor bestimmten Arten der Einmischung
Betonung auf Freiheit für positives, schöpferisches Handeln, Selbstausdruck, Selbsterkenntnis
Regierung soll für Ordnung sorgen (disziplinäre Rolle) oder wie wohlwollende Eltern sein
Regierung soll Wachstum, Kreativität, Zusammenarbeit, Transformation, Synergie fördern
Links gegen Rechts.
„Radikales Zentrum“ – eine Synthese konservativer, liberaler und progressiver Traditionen. Überwinden der alten Polaritäten und Streitigkeiten.
Mensch als Eroberer der Natur; Rohstoffquellen sollen ausgebeutet werden.
Mensch als Partner der Natur. Betonung auf Bewahrung und ökologische Gesundheit.
Betonung auf von außen verordneter Reform.
Betonung auf der Transformation des Einzelnen als Voraussetzung einer erfolgreichen Reform.
Programme, die nur oberflächlich Kosmetik betreiben oder die späteren Generationen bezahlen lassen.
Betonung auf Weitsicht, langfristigen Rückwirkungen, Moral, Flexibilität.
Festgefahrene Behörden, Programme, Abteilungen.
Experimente werden gefördert, ebenso häufige Beurteilung, Flexibilität, ad-hoc-Komitees, sich selbst zu Ende führende Programme.
Wahl zwischen Wohl des Einzelnen oder der Gemeinschaft.
Weigerung, diese Wahl zu treffen. Eigeninteresse und Interesse der Gemeinschaft ergänzen sich
Lobt Konformität, Anpassung.
Pluralistisch, erneuernd.
Ordnet die Aspekte der menschlichen Erfahrung in Schubladen ein.
Versucht sich interdisziplinär, holistisch zu verhalten. Sucht nach gegenseitigen Beziehungen zwischen den Zweigen der Regierung, nach Verbindung, gegenseitiger Befruchtung.
Nach Newtons Weltbild gestaltet. Mechanistisch, atomistisch.
Im Fluss befindlich, das Gegenstück moderner Physik in der Politik.

Netzwerke – ein Werkzeug der Transformation

Eine Revolution bedeutet selbstverständlich, dass die Macht in andere Hände übergeht, aber das bedeutet nicht unbedingt einen offenen Kampf, einen Staatsstreich, Sieger und Besiegte.
Während die meisten unserer Institutionen nur noch auf wackligen Beinen stehen, ist eine dem 21. Jahrhundert angepasste Version des Stammes oder der Sippe der Frühzeit aufgetaucht: Das Netzwerk, ein Werkzeug für den nächsten Schritt der menschlichen Entwicklung.
Verstärkt durch die elektronischen Kommunikationsmittel, befreit von den alten Beschränkungen von Familie und Kultur, stellt das Netzwerk das Gegenmittel für die Entfremdung dar. Es entwickelt genug Kraft, um die Gesellschaft zu erneuern. Es bietet dem einzelnen emotionelle, intellektuelle, spirituelle und wirtschaftliche Unterstützung. Es ist ein unsichtbares Heim, ein mächtiges Mittel, um den Kurs der Institutionen, besonders den der Regierungen zu ändern.
Jeder, der die schnelle Ausbreitung der Netzwerke entdeckt und ihre Stärke begreift, kann den Impetus zu einer weltweiten Transformation erkennen. Das Netzwerk ist die unserer Zeit gemäße Institution: Ein offenes System, eine zerstreute Struktur, die so zusammen hängt, dass sie sich in einem dauernden Fließen befindet, bereit zur Neuordnung und zu einer endlosen Transformation fähig.
Diese organische Form der gesellschaftlichen Organisation ist biologisch gesehen anpassungsfähiger, wirkungsvoller und „bewusster“ als die hierarchischen Strukturen der modernen, newtonschen Zivilisation. Das Netzwerk ist formbar und flexibel. Eigentlich ist jedes Mitglied das Zentrum des Netzwerkes. Autoritäten werden nur in Zweifelsfällen gewählt, viel mehr entstehen sie auf natürliche Weise, wie bei den Stämmen früherer Zeiten: Wer eine Sache am besten kann, der wird von allen anerkannt, diese Sache zu tun. Er oder sie hat deshalb noch nicht Befehlsgewalt über den Stamm, aber natürliche Autorität.
Freie Menschen werden nicht die Arbeit des Netzwerkes blockieren, nur weil sie der Autorität ihre Rolle neiden.
Netzwerke verhalten sich kooperativ und treten nicht in Wettbewerb zueinander. Sie befinden sich wirklich an der Basis: selbsterzeugend, selbstorganisierend, manchmal sogar selbstzerstörerisch. Sie stellen einen Prozeß, eine Reise dar, und nicht eine erstarrte Struktur.



Der Paradigmenwechsel der Gesundheit

alt neu
Behandlung von Symptomen.
Suche nach Mustern und Ursachen plus Behandlung von Symptomen.
Spezialisiert.
Integriert: Setzt sich mit dem ganzen Patienten auseinander.
Betonung auf Leistungsfähigkeit.
Betonung auf menschliche Werte.
Der Arzt soll gefühlsmäßig neutral sein.
Die Fürsorge des Arztes ist ein Bestandteil des Heilungsprozesses.
Schmerz und Krankheit sind ausschließlich negativ.
Schmerz und Krankheit stellen Informationen über Konflikte und Disharmonie dar.
Hauptsächliches Eingreifen mit Medikamenten, Chirurgie.
Minimales Eingreifen mit „angepasster Technologie“, ergänzt durch das ganze Arsenal gemäßigter Techniken (Psychotherapie, Diät, Leibesübungen)
Der Körper wird als Maschine betrachtet, die sich entweder in gutem oder schlechtem Zustand befindet.
Der Körper wird als dynamisches System betrachtet, als Kontext, als Energiefeld innerhalb anderer Felder.
Krankheit oder Körperbehinderung wird als Ding, als Wesen betrachtet.
Krankheit oder Körperbehinderung wird als Prozess betrachtet.
Betonung auf die Beseitigung von Symptomen, von Krankheit.
Betonung auf dem Erreichen größtmöglichen Wohlbefindens, „Metagesundheit“.
Der Patient ist abhängig.
Der Patient ist unabhängig (oder sollte es zumindest sein).
Der Arzt als „Halbgott in Weiß“.
Der Arzt als therapeutischer Partner.
Körper und Geist sind voneinander getrennt.
Körper und Geist als Einheit betrachtet; psychosomatische Krankheit gehört zum Gebiet aller im Gesundheitswesen Tätigen.
Der Geist ist ein zweitrangiger Faktor bei einer organischen Krankheit.
Der Geist ist wichtigster oder zumindest gleichrangiger Faktor bei allen Krankheiten.
Der Placeboeffekt zeigt die Kraft der Einbildung.
Der Placeboeffekt zeigt die Rolle des Geistes bei Krankheit und Heilung.
Man stützt sich hauptsächlich auf quantitative Informationen (Tabellen, Tests, Daten).
Man stützt sich hauptsächlich auf qualitative Informationen, einschließlich der subjektiven Berichte des Patienten und der Intuition des Arztes.
„Vorbeugung“ vor allem umweltbezogen: Vitamine, Ruhe, Leibesübungen, Immunisierung, kein Rauchen.
„Vorbeugung“ gleichbedeutend mit Ganzheit, Arbeit, Beziehungen, Ziele, Körper-Geist-Seele.


Die Matrix der Gesundheit

Bei aller Beschäftigung mit der Krankheit, sollten wir versuchen vor allem und eher die Gesundheit zu verstehen. Gesundheit ist eine lenkende Harmonie, so, wie der Mond die Gezeiten lenkt.
Wir können den Körper ebenso wenig durch Maßnahmen von Außen in die Gesundheit hineinmanipulieren, wie wir Ebbe und Flut durch ein „organisiertes System“ beeinflussen können. Die größten Anstrengungen von Außen können nicht das bewirken, „was die zentrale Macht leicht und mit unfehlbarer Anmut und Vorsehung erreicht.“
Wohlbefinden kann nicht intravenös gespritzt oder durch Rezepte erreicht werden. Es entsteht aus einer Matrix: dem Körper/Geist. Es widerspiegelt psychologische und somatische Harmonie.
„Der Heiler in unserem Inneren ist das weiseste, komplexeste und integrierteste Wesen im Universum“, sagte ein Anatom.
Wir wissen jetzt sozusagen, dass stets ein Arzt im Haus ist.
Ganzheitliche Gesundheit kann man nicht verschreiben. Sie entsteht aus einer bestimmten Einstellung heraus: aus dem Akzeptieren der Ungewissheit des Lebens, der Bereitschaft, Verantwortung für Gewohnheiten zu übernehmen, aus einer bestimmten Art und Weise, Stress wahrzunehmen und mit ihm fertig zu werden, aus befriedigenderen menschlichen Beziehungen, aus einem Sinn im Leben.
Je mehr wir unser Unbehagen über die unsichtbare Matrix der Gesundheit verlieren, desto mehr lernen wir sie schätzen. Nun, da die Wissenschaft in ihrem Denken und ihrer Synthese immer umfassender wird, werden die alten Rätsel langsam gelöst. Obwohl wir nicht wissen, wie Glaube und Erwartungen das Wohlbefinden beeinflussen, wissen wir mit Sicherheit, dass sie es tun. Der Ruf des Doktors, die Stimmung des Krankenhauspersonals, das Geheimnisvolle einer bestimmten Behandlungsmethode – jeder dieser Umstände kann zur Heilung beitragen, indem er die Erwartungen des Patienten beeinflusst.
Es gibt auch einen „Noceboeffekt“, das Gegenteil von Placebo. Als man Versuchspersonen ein unwirksames Mittel gab und ihnen sagte, dass sie davon Kopfschmerzen bekommen würden, traten diese bei zwei Dritteln der Versuchspersonen tatsächlich ein.
Das Placebo aktiviert eine Fähigkeit, welche die ganze Zeit im Geist bereits vorhanden war. Die Forschung hat gezeigt, dass das Nachlassen des Schmerzes bei Anwendung eines Placebos, eines chemisch unwirksamen Mittels, anscheinend auf ein natürliches, vom Gehirn ausgeschüttetes schmerzlinderndes Mittel zurückzuführen ist. Trotzdem betrachten die meisten Ärzte und Krankenschwestern das Placebo als einen Trick, der bei Leuten wirkt, deren Leiden nicht „echt“ ist.
Ein Missverständnis, das auf einer naiven Vorstellung von der Wirklichkeit und auf Unwissenheit über die Bedeutung des Geistes bei der Schaffung von Erfahrungen und von Gesundheit beruht.
Der Placeboeffekt liefert einen dramatischen Beweis dafür, dass jede Heilung im Grunde genommen eine Selbstheilung darstellt.
Rick Ingrasci, Arzt und Mitbegründer des Netzwerkes Interface äußerte dazu:

„Die Veränderung unserer Erwartungen oder grundsätzlichen Überzeugungen kann unsere Erfahrung von Gesundheit und Wohlbefinden tief greifend beeinflussen, wie uns der Placeboeffekt so deutlich zeigt.
Wenn wir uns selbst als Ganzes betrachten, stellt sich die Gesundheit als ein direktes Resultat ein... wenn wir unser Gefühl einer ausgeglichenen Beziehung mit dem Universum durch eine Veränderung des Geistes – einer Transformation der Verhaltensweisen, Werte und Überzeugungen – wiederherstellen.“
Ingrasci berichtet, dass seine Erfahrungen mit Patienten ihn davon überzeugt haben, dass die Heilung automatisch stattfindet, sobald die negativen Geisteshaltungen überwunden sind.
„Es ist so, als ob es eine Lebenskraft oder ein Ordnungsprinzip gäbe, das bereitsteht, unseren natürlichen Zustand der Ganzheit und Gesundheit wieder herzustellen, sobald es uns gelingt, die Barrieren der negativen Erwartungen niederzureißen.“
Wenn wir uns auch nur einen Moment lang entspannen, können diese positiven Erwartungen positive Resultate hervorbringen.
„Am Anfang müssen wir lernen, die psychologischen Schranken zu überwinden – Zynismus, Misstrauen, Angst – die uns daran hindern, es auch nur zu versuchen. . . Die langfristigen Wirkungen könnten sich als wahrhaft transformativ für uns selbst und für die Gesellschaft erweisen.“

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit, liebe Freunde, und denkt dran, wenn ihr wieder Neues entdeckt, lernt es aufmerksam, sonst bringt euch irgendein Teufel runter auf den Boden eines mühsamen Lebens im Dämmerlicht.

Eine gute Seite ist garantiert:
Das Leben auf der Erde ist noch teuer, aber die Reise um die Sonne gibt’s inklusive.





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