Daggi 
      

Status: Offline Registriert seit: 20.02.2007 Beiträge: 618 Nachricht senden | Erstellt am 12.12.2008 - 21:57 | |
Hier kommt nun mal eine kleine Geschichte, die einfach mal so auf Zuruf entstanden ist. Ich sollte etwas um die Worte "Feuer" und "Wasser" weben. Natürlich schreit das regelrecht nach einer romantischen Geschichte. Ihr kennt mich ja, diesem Ruf musste ich doch dringend folgen! 
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Endlich. Endlich streckte er seine Hand aus, ergriff meine und zog mich von dem Stuhl, auf dem ich seit fünf Minuten unschlüssig hin und her rutschte. Was tat ich bloß hier … in diesem Hotelzimmer, allein mit diesem tollen Mann, den ich noch nicht mal richtig kannte? Worauf hatte ich mich da bloß eingelassen?
Nun stand ich vor ihm, meine Hand immer noch in seiner. Die Fragen, die ich mir selbst stellte, meinte ich auch in seinen Augen lesen zu können. Konnte es möglich sein, dass dieser lockere und oftmals leicht überdreht wirkende Mann auch so etwas wie Unsicherheit verspürte? Nein, unsicher wirkte er eigentlich nicht, abwartend stand er da und ließ sich einen Augenblick lang von mir betrachten.
Ich hatte nicht viel Zeit, über die angespannte Situation nachzudenken, denn sanft aber bestimmt zog er mich näher an sich heran. Alle meine Sinne waren nun auf ihn gerichtet. Ich sah seine Lippen, ein kleines Lächeln umspielte seine Mundwinkel, spürte seine Hände, die er leicht auf meine Hüften legte, um mich noch ein wenig näher an sich zu ziehen. Sein frischer Duft hüllte mich ein und ich lehnte mich leicht zurück, um ihm in die Augen sehen zu können. Plötzlich wurde mir bewusst, wie sehr ich seine Gegenwart genieße, schon den ganzen Abend lang genossen hatte. Das Rumblödeln wie zwei Teenager, die plötzliche Stille, die zwischen uns herrschte, wenn sich unsere Blicke über den Tisch hinweg ineinander verfingen, die fieberhafte Suche nach einem neuen, unverfänglichen Gesprächsthema … Ich verspürte nur noch den einen Wunsch, diesen Abend für ihn und für mich zu einem ganz besonderen zu machen. Aber würde ich tatsächlich bis zum Äußersten gehen? Würde ER es überhaupt wollen?
Daran wollte ich jetzt nicht denken. Ich löste mich aus meiner Starre und meine Hände glitten fast wie von selbst über seine Brust empor und verschränkten sich in seinem Nacken. Jetzt war ich es, die ihm entgegenkam, bis sich seine weichen Lippen auf meine legten. Es war nur der Hauch einer Berührung und doch war nicht mehr nötig, um meinen Körper reagieren zu lassen. Da war es wieder, dieses Prickeln in meinem Bauch und das lustvolle Ziehen in meinen Brüsten, das ich schon so lange nicht mehr verspürt hatte.
Immer wieder tupfte er kleine Küsse auf meine leicht geöffneten Lippen, ließ seine Zungenspitze zwischen sie schlüpfen, nach meiner suchen, um mit ihr zu spielen. Ich konnte nicht mehr klar denken, als er eine Hand in meinen Nacken legte und nun begann, mich wilder und hemmungsloser zu küssen. Ich stöhnte leise, drängte meinen Körper an seinen, spürte seine Erregung.
Und doch, das war der Moment, in dem mir bewusst wurde, was ich da gerade tat. Ich versteifte mich, war hin und her gerissen zwischen meinem Wunsch, einfach nur glücklich zu sein und meiner Pflicht, nach Hause zu fahren. Als er merkte, dass etwas nicht stimmte, zog er sich zurück. Ein wenig irritiert suchte er meinen Blick. „Was ist los?“, schienen seine Augen zu fragen. Ich wich ihm aus, murmelte etwas davon, dass ich gleich wieder da wäre und floh ins Badezimmer. Einen Moment lang starrte ich in den Spiegel, sah meine roten Wangen und glänzenden Augen, sah die leicht verwuschelten Haare … Sollte ich jetzt wirklich nach Hause fahren, ohne mir das schenken zu lassen, wonach ich mich so sehr sehnte? Warum sollte ich das tun? Das Donnerwetter würde mich so oder so zu Hause erwarten …
Ich drehte den Wasserhahn auf und spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht, in der Hoffnung, es würde mich wieder klar denken lassen. Dann setzte ich mich auf den Toilettendeckel, das Gesicht in einem Handtuch vergraben.
Irgendwann verließ ich das Badezimmer. Ja, ich konnte wieder klar denken und ich wollte, dass das Feuer, welches in meinem Körper lichterloh brannte, gelöscht wird.
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Status: Offline Registriert seit: 20.02.2007 Beiträge: 618 Nachricht senden | Erstellt am 15.12.2008 - 15:20 | |
Dankeschön, liebe Chrissi ...
Hab ja des Öfteren mal bei euch rein gesehen, nur leider fehlt mir immer noch die Zeit, mich so umtriebig hier zu tummeln, wie früher. Ich habe umfangreiche Lektorarbeiten angenommen, muss mich durch Unmengen von Geschichten lesen und hab dann auch einfach nicht sehr viel Lust, selbst was zu schreiben. Bin grad dabei, meine Erlebnisse am vergangenen Wochenende aufzuschreiben ... ich sage dir - es gibt keine ruhige und besinnliche Adventszeit für mich!
Lieben Gruß
Daggi
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Status: Offline Registriert seit: 20.02.2007 Beiträge: 618 Nachricht senden | Erstellt am 11.03.2009 - 21:36 | |
Hallo ihr Lieben,
und auch für eure tollen Kommentare auf meine Geschichte möchte ich mich bei euch bedanken!
Also wenn man bedenkt, dass das die erste und bisher einzigste Geschichte ist, die innerhalb einer Stunde fix und fertig auf dem Monitor zu lesen war, erscheint es mir unglaublich, dass ihr diese Geschichte so gelungen fandet. Warum feile ich sonst immer wochen- ja monatelang an einer solchen Geschichte? Hm ... darüber muss ich mal nachdenken. Vielleicht sollte ich öfter mal einfach so auf Zuruf schreiben?
Na ja, schaun wa mal, wa?
Ich habe gerade gelesen, dass ich in meinem Kommentar an Chrissi eine vorweihnachtliche Geschichte erwähnte, an der ich in dieser Zeit schrieb. Also die ist schon lange fertig ... ob ich euch jetzt - wo doch der Osterhase vor der Tür steht - noch mit meinen vorweihnachtlichen Erlebnisse kommen kann?
Na macht mal nen Spruch.
Bis dahin.

Eure Daggi
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