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...   Erstellt am 30.07.2008 - 09:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heute am Himmel: Mittwoch, 30. Juli 2008

Schmale Mondsichel am frühen Morgen!


Dieser Tage sind nachts wieder vermehrt Sternschnuppen zu beobachten. Es handelt sich um den legendären Meteorstrom der Perseiden, die auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle zurückgehen. Bis zum 24. August sind sie zahlreich zu sehen. Das Maximum wird dieses Jahr am 12. August gegen 10 Uhr MESZ erwartet. Leider nimmt aber genau dann der Mond wieder zu, wodurch die Beobachtungen diesmal nicht sonderlich gut sind. Im Maximum sind bis 100 Sternschnuppen stündlich zu erwarten.

Die Venus (-3.9 mag) stand im Vormonat in oberer Konjunktion mit der Sonne. Unser innerer Nachbarplanet entfernt sich langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird erst ab Mitte Juli zögerlich am Abendhimmel sichtbar.

Saturn (0.8 mag) ist noch am Abendhimmel im Löwen zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22¼ Uhr MESZ. Der Ringplanet bildet zusammen mit dem unweit westlich (rechts) von ihm stehenden Löwenstern Regulus ein auffälliges Duo.

Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf, er befindet sich östliche (links) vom deutlich helleren Saturn. Der rote Planet Mars geht um 22½ Uhr unter.

Jupiter (-2.7 mag) geht um 19¾ Uhr MESZ auf und stand am 9. Juli in Opposition mit der Sonne und bietet uns in diesen Tagen die besten Beobachtungsbedingungen für dieses Jahr, wenn er sich auch nur wenig über den Südhorizont erhebt.

Der Mond nimmt weiter ab und steht kurz vor seiner Leermondphase. Bis morgen Donnerstag ist das Erdlicht auf der Sonnen abgewandten Seite zu sehen. Dann kann man gegen 5½ Uhr MESZ eine extrem schlanke Mondsichel 30¾ Stunden vor Neumond 8° hoch über dem Horizont erspähen. Der Mondaufgang erfolgt morgen Donnerstag um 4 Uhr MESZ.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, ist der Zeitpunkt günstig.

Heute Nacht fliegt die Internationale Raumstation ISS über Mitteleuropa hinweg. Sie passiert innerhalb von wenigen Minuten den Himmel von westlicher nach östlicher Richtung. Die bemannte Raumstation scheint sich etwa ähnlich schnell wie ein Flugzeug zu bewegen, im Gegensatz zu letzteren aber lautlos und nicht blinkend: der Raumkomplex reflektiert das Sonnenlicht ziemlich konstant. Durch ihre Helligkeit ist sie einfach zu erkennen.
ISS kann diese Nacht gleich zwei Mal beobachtet werden. Der erste Überflug findet heute Abend um 22.01 Uhr statt. Das zweite Mal kann die Raumstation um 23.36 Uhr gesehen werden, wie sie über das Firmament wandert, wobei die Station zu dieser Zeit im Erdschatten verschwindet, also vorher sichtbar ist.

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...   Erstellt am 31.07.2008 - 08:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Heute am Himmel: Donnerstag, 31. Juli 2008

Die Sonnenfinsternis naht!


Dieser Tage sind nachts wieder vermehrt Sternschnuppen zu beobachten. Es handelt sich um den legendären Meteorstrom der Perseiden, die auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle zurückgehen. Bis zum 24. August sind sie zahlreich zu sehen. Das Maximum wird dieses Jahr am 12. August gegen 10 Uhr MESZ erwartet. Leider nimmt aber genau dann der Mond wieder zu, wodurch die Beobachtungen diesmal nicht sonderlich gut sind. Im Maximum sind bis 100 Sternschnuppen stündlich zu erwarten.

Die Venus (-3.9 mag) stand im Vormonat in oberer Konjunktion mit der Sonne. Unser innerer Nachbarplanet entfernt sich langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird erst ab Mitte Juli zögerlich am Abendhimmel sichtbar.

Saturn (0.8 mag) ist noch am Abendhimmel im Löwen zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22¼ Uhr MESZ. Der Ringplanet bildet zusammen mit dem unweit westlich (rechts) von ihm stehenden Löwenstern Regulus ein auffälliges Duo.

Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf, er befindet sich östliche (links) vom deutlich helleren Saturn. Der rote Planet Mars geht um 22½ Uhr unter.

Jupiter (-2.7 mag) geht um 19¾ Uhr MESZ auf und stand am 9. Juli in Opposition mit der Sonne und bietet uns in diesen Tagen die besten Beobachtungsbedingungen für dieses Jahr, wenn er sich auch nur wenig über den Südhorizont erhebt.

Der Mond nimmt weiter ab und steht kurz vor seiner Leermondphase. Er steuert auf die Sonne zu, die er Morgen Freitag kurz vor 11 Uhr erreicht; es gibt eine partielle Sonnenfinsternis! Sein Aufgang erfolgt morgen Freitag um 5½ Uhr MESZ.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, ist der Zeitpunkt günstig.

Wenn die Raumstation ISS bei einem Überflug von der Sonne beschienen ist, strahlt sie heller als sämtliche Sterne am Himmel - beispielsweise heute Nacht über Mitteleuropa. Sie ist durch ihre langsame und gleichmässige Bewegung von westlicher in östliche Richtung einfach zu erkennen: Der Überflug findet heute Abend um 22.27 Uhr statt.

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...   Erstellt am 01.08.2008 - 09:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


01. August 2008

Der Sternenhimmel des Monats August

Rundgang am Sommerhimmel

Die sommerliche Milchstraße spannt sich jetzt hoch über uns und beschert uns reichlich mit interessanten Objekten wie offenen Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Planetarischen Nebeln, großen Emissionsnebeln und einem alten Supernova-Überrest!


Mit Messier 39 und dem Nordamerikanebel sind sehenswerte Objekte des Sommerhimmels - vor allem für die Beobachtung des Zweitgenannten benötigen Sie einen dunklen Himmel. Aber auch der städtische Beobachter kommt in dieser Jahreszeit voll auf seine Kosten: Schon für ein mittleres Teleskop finden sich in der Sommermilchstraße eine große Zahl kompakter, flächenheller Objekte, die sich gegen einen etwas aufgehellten Himmel noch gut durchsetzen, oder deren Kontrast (wie bei den Planetarischen Nebeln) mit einem schmalbandigen Filter stark gesteigert werden kann. Schon vor Ende der Dämmerung lässt sich in der Leier der als "Ringnebel" bekannte, nur 1,3 Bogenminuten große, aber (mit 9 mag) sehr flächenhelle Planetarische Nebel Messier 57 beobachten. Teleskope mit Öffnungen ab 15 Zentimetern zeigen M 57 als leicht ovalen Ring, der bei hohen Vergrößerungen, entsprechend etwa der Millimeterzahl der Teleskopöffnung, am besten zu sehen ist.


Der Sternenhimmel im August 2008
Die Ränder der Karte entspricht dem Horizont, ihre Mitte dem Punkt über unseren Köpfen, dem Zenit. Auffinden eines Sternbildes: Wenn Sie zu einer der angegebenen Zeiten an den Himmel schauen, dann drehen Sie die Karte so, dass sich die Himmelsrichtung, in die Sie gerade blicken, unten befindet. Nun entspricht der Himmelsanblick demjenigen der Karte. Beispiel: Beim Blick in Richtung Norden sollte etwa auf halber Höhe zwischen dem Horizont und dem Zenit der Polarstern und unweit davon der Große Wagen, ein Teil des Sternbilds Großer Bär, sichtbar sein. Die Karte gilt für die erste Augusthälfte um 22:00 MESZ, in der zweiten Hälfte des Monats für 21:00 Uhr MESZ. Sie sind auch für andere Zeiten geeignet, jedoch weicht der dann beobachtbare Himmelsausschnitt mehr oder weniger von den Karten ab.


Der nächsthellere Planetarische Nebel, Messier 27, steht etwas weniger hoch am Himmel, im Sternbild Füchschen (lateinisch Vulpecula) etwas nördlich des Pfeils. Wegen seiner auffälligen Form ist dieser Planetarische Nebel als der "Hantelnebel" wohlbekannt. Bei einer Ausdehnung von 5 mal 8 Bogenminuten und einer visuellen Helligkeit von etwa 7 mag ist M 27 zwar nicht so flächenhell wie M 57, aber er lässt sich noch gut aus der Stadt heraus beobachten. Ein schmalbandiger Filter macht seine hantelförmigen Konturen auch in kleineren Teleskopen deutlich. Eine mittelhohe Vergrößerung eignet sich hierfür am besten.


Sternleiche M 57
Wenn ein etwa sonnenähnlicher Stern stirbt, stößt er seine äußeren Schichten ab. Sie umgeben den ausgebrannten Rumpfstern, der noch lange Zeit benötigt, um auszukühlen. Solange die Gasmassen nicht zu weit entfernt sind, werden sie noch von der Reststrahlung des Sterns zum Fluoreszieren angeregt. Der Ringnebel in der Leier (M57) ist der bekannteste Vertreter dieser Planetarischen Nebel. Ihren Namen verdanken sie der Tatsache, dass sie in den frühen Teleskopen an die Scheibchen von Planeten erinnerten - mit Planeten haben sie jedoch nichts zu tun.


Der Saturnnebel

Eine ganze Reihe kleinerer, weniger bekannter Planetarischer Nebel wie beispielsweise NGC 6818 und NGC 6826 warten in der Sommermilchstraße auf ihren Beobachter, der sie erst bei hoher Vergrößerung von einem Stern unterscheiden kann. Diese Beobachtungen kann auch und gerade der Besitzer einer städtischen Balkonsternwarte betreiben. Bei guter Sicht nach Süden vervollständigt der "Saturnnebel" NGC 7009 im Wassermann diese eindrucksvolle Liste. Seine elliptische Form mit zwei Spitzen an den langen Enden erinnert etwas an den Saturn mit seinem Ring – besonders jetzt, wo wir den Planeten unter einem flachen Neigungswinkel sehen.

Weitere "stadttaugliche" Objekte sind der sehr dichte und reiche offene Sternhaufen Messier 11 im Schild (Helligkeit 5,8 mag, Ausdehnung 14 Bogenminuten) und der recht helle Kugelsternhaufen Messier 15 (6,2 mag, zwölf Bogenminuten) im Pegasus. Ein Vergleich dieser zwei Objekte zeigt, trotz der Kompaktheit von M 11, sehr schön den großen Unterschied im Anblick der beiden in Struktur, Sternenzahl und Alter so verschiedenen Typen von Sternhaufen.

Sonnenfinsternis und ...

Die einzige totale Sonnenfinsternis des Jahres 2008 ist am 1. August zu beobachten. Völlig vom Mond bedeckt wird die Sonne allerdings nur in einem schmalen Streifen, der in Kanada beginnt und sich über das nördliche Grönland, die Insel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer, Sibirien und die westliche Mongolei bis nach China erstreckt. Wer die maximal 147 Sekunden Aufenthalt im Kernschatten des Mondes genießen möchte, muss sich also in recht entlegene Gebiete der Erde begeben. In unserer Heimat präsentiert uns die Natur die Finsternis nur partiell. Das ist zwar längst nicht so eindrucksvoll wie eine komplett "schwarze" Sonne, dafür aber völlig kostenfrei. Mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, Süditalien und dem Peloponnes ist die partielle Finsternis in ganz Europa zu beobachten. Je weiter im Norden man sich befindet, desto größer ist der Anteil der Sonnenscheibe, der von dem vorüberziehenden Mond bedeckt wird. Für Besucher des Nordkaps in Norwegen beispielsweise wird die Sonnenscheibe zu achtzig Prozent verdeckt. Das reicht aus, das Tageslicht deutlich zu schwächen. (Einen zusätzlichen Reiz erhält diese Situation dadurch, dass die Verfinsterung am Ende der mehr als zwei Monate währenden Mitternachtssonne eintritt.) In Hamburg und Berlin werden maximal etwa zwanzig Prozent der Sonnenscheibe vom Mond abgedeckt, in Stuttgart und München sind es nur acht Prozent.

Von Berlin aus gesehen beginnt die Finsternis um 10:44 Uhr MESZ, wenn die Scheibe des dunklen Neumonds die gleißende Sonne zu berühren scheint. Im weiteren Verlauf schiebt sich der Mond über den nördlichen Teil der Sonne. Die maximale Verfinsterung wird in Berlin um 11:38 Uhr MESZ erreicht. Der Mond verdeckt dann 30 Prozent des Durchmessers der Sonnenscheibe (dieses Maß heißt "Größe der Finsternis") beziehungsweise 19 Prozent ihrer Fläche ("Abdeckung" genannt). Die partielle Finsternis endet um 12:33 Uhr MESZ, wenn sich die Scheiben von Sonne und Mond wieder trennen. Für andere Städte verschieben sich die genannten Zeiten um einige Minuten.

Wegen der relativ geringen maximalen Abdeckung der Sonnenscheibe in Deutschland nimmt die Helligkeit des Taghimmels kaum ab. Sie werden von der partiellen Finsternis wohl nichts bemerken, solange Sie nicht zu besonderen Beobachtungsmethoden greifen. Am einfachsten besorgen Sie sich im Astronomie-Fachhandel oder beim Optiker eine spezielle Sonnenfinsternisbrille. Die silbrige Folie dieser Brille lässt nur ein hunderttausendstel des Lichts durch, so dass sie mit ihr gefahrlos den Verlauf der Finsternis verfolgen können. Oder Sie projizieren das Bild der Sonne mit einem kleinen Teleskop auf ein weißes Stück Papier. Den verdunkelten Teil der Sonne können Sie dann leicht erkennen. Niemals aber dürfen Sie mit ungeschütztem Auge oder gar mit einem Fernglas direkt in die Sonne schauen – es besteht Erblindungsgefahr! Sollten Sie in der Sonnenbeobachtung unerfahren sein, wenden Sie sich bitte an einen astronomischen Verein in Ihrer Nähe.

... Mondfinsternis

Die partielle Mondfinsternis vom 16. August ist diesmal das Highlight am Himmel. Bei diesem Schattenspiel tritt der Mond nicht völlig in den Kernschatten der Erde ein, sondern nur zu maximal 81 Prozent. Der nördliche Mondrand wird somit recht hell erscheinen. Der Ein- und Austritt aus dem Halbschatten ist sehr unauffällig.


Mondfinsternis im August
Die partielle Mondfinsternis vom 16. August ist diesmal das Highlight am Himmel. Bei diesem Schattenspiel tritt der Mond nicht völlig in den Kernschatten der Erde ein, sondern nur zu maximal 81 Prozent. Der nördliche Mondrand wird somit recht hell erscheinen. Der Ein- und Austritt aus dem Halbschatten ist sehr unauffällig.


Der Lauf des Mondes

Zu Monatsanfang durchläuft der Mond gerade die Neumondphase und wäre damit unsichtbar. Dennoch können wir am 1. August zumindest einen Teil von ihm in den Blick bekommen, denn über Deutschland findet eine partielle Sonnenfinsternis statt. In Berlin verdeckt der Mond gegen 11:37 Uhr MESZ rund 20 Prozent der Sonnenscheibe, in Freiburg im Breisgau dagegen nur sechs Prozent. Erst vier Tage nach Neumond können wir unseren Trabanten am Abend des 5. August tief am westlichen Horizont erspähen, da die Ekliptik am Abendhimmel zu dieser Jahreszeit sehr flach verläuft. Am 8. August ist bereits der zunehmende Halbmond, das Erste Viertel erreicht. Zwei Tage später nähert sich der Mond Antares, dem Hauptstern des Skorpion, bis auf 1,25 Grad an. Am 13. August finden wir den Erdtrabanten in Begleitung von Jupiter. Am 16. ist Vollmond und an diesem Abend ereignet sich eine partielle Mondfinsternis, die sich von Mitteleuropa aus gut verfolgen lässt. Gegen 21:36 Uhr MESZ tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein, um 23:10 Uhr ist die Mitte der Finsternis erreicht. Dann befinden sich 81 Prozent der Mondscheibe im Erdschatten, nur der nördliche obere Rand der Mondscheibe erscheint noch hell. Danach verlässt der Mond den Kernschatten allmählich wieder, rund anderthalb Stunden später um 0:45 Uhr hat er sich vollständig aus ihm befreit. Am 23. August bedeckt der Erdtrabant mehrere helle Sterne im offenen Sternhaufen der Plejaden. Einen Tag später strahlt der abnehmende Halbmond, das Letzte Viertel, vom Himmel. Am 29. August können wir unseren Trabanten letztmals als schmale Sichel am Morgenhimmel einen Tag vor Neumond am 30. sichten.

Die Planeten

Merkur
erreicht gegen Monatsende zwar einen respektablen östlichen Abstand von rund 25 Grad zur Sonne, wegen der flachen Lage der Ekliptik zum Horizont am Abendhimmel können wir ihn dennoch nicht sehen.

Venus zeigt sich wieder zaghaft am Abendhimmel. Sie wandert durch das Sternbild Löwe und tritt am 25. August ins Sternbild Jungfrau über. Zu Monatsanfang geht die –3,9 mag helle Venus um 21:43 Uhr unter, am Monatsende schon um 20:51 Uhr (die Zeiten sind in MESZ und beziehen sich auf Frankfurt am Main). Im Fernrohr sehen wir den Abendstern als fast rundes Scheibchen mit einem scheinbaren Durchmesser von nur zehn Bogensekunden.

Mars tritt nicht mehr auf der Himmelsbühne auf und ist in diesem Jahr nicht mehr am Nachthimmel zu sehen. Er bewegt sich rechtläufig durch das Sternbild Löwe und wechselt ab dem 9. August in die Jungfrau. Ende August trennen ihn noch 29 Grad vom Tagesgestirn, aber auch hier verhindert die flache Lage der Ekliptik am Abendhimmel die Beobachtung.

Der Riesenplanet Jupiter befand sich Anfang Juli in Opposition zur Sonne und lässt sich daher auch im August gut sichten. Mit einer scheinbaren Helligkeit von –2,6 mag ist er ein auffälliges Objekt am Nachthimmel und schon bei Einbruch der Dunkelheit tief am südöstlichen Horizont zu sehen. Derzeit wandert Jupiter rückläufig durch das Sternbild Schütze. Zu Monatsanfang geht Jupiter um 3:48 Uhr unter, am Monatsende um 1:39 Uhr. Er wird damit ein Objekt der ersten Nachthälfte. Leider erreicht Jupiter in diesem Jahr nur eine Deklination von –22 Grad, das heißt, auf einer nördlichen Breite von 50 Grad steht er bei der Kulmination nur 18 Grad über dem Horizont. Daher muss sein Licht einen langen Weg durch die dichten horizontnahen Dunstschichten zurücklegen, und die starke Luftunruhe in Horizontnähe verwischt die Sicht auf den Riesenplaneten. Dennoch sollte man die Gelegenheit nutzen, das dynamische und abwechslungsreiche Wettergeschehen im Fernrohr zu betrachten.

Saturn trat im letzten Monat von der Himmelsbühne ab und bleibt im August unsichtbar. Die Konjunktion zur Sonne erreicht der Ringplanet aber erst am 4. September. Wer dennoch nicht auf Saturn, seine Ringe und Monde verzichten will, sollte ihn durch die scharfen Augen der Raumsonde Cassini studieren. Auf der Homepage der Mission stehen die neuesten Aufnahmen aus dem Saturnsystem bereit, und mit ein wenig Glück könnten Sie sogar etwas Neues auf den Bildern entdecken. Diese "Raw images" erscheinen praktisch sofort nach Übermittlung zur Erde auf dem Schirm, oft bevor die Cassini-Wissenschaftler überhaupt eine Chance hatten, sie zu sichten.

Uranus bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Wassermann und nähert sich der Opposition am 13. September. Am Monatsanfang geht er um 22:24 Uhr auf, am Monatsende um 20:24 Uhr. Er ist 5,7 mag hell.

Neptun erreicht am 15. August im Sternbild Steinbock die Opposition zur Sonne. An diesem Tag geht er um 20:30 Uhr auf, kulminiert um 1:22 Uhr und geht um 6:15 Uhr unter. Neptun leuchtet dann mit 7,8 mag, der scheinbare Durchmesser beträgt nur 2,4 Bogensekunden.

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Heute am Himmel: Freitag, 1. August 2008

Heute ist partielle Sonnenfinsternis - Sternwarten offen!


Das Ereignis des Tages ist zweifellos die partielle Sonnenfinsternis, welche im deutschen Sprachraum um 10¾ Uhr beginnt, zwischen 11½ und 11¾ Uhr MESZ ihren Höhepunkt erreicht und zwischen 12 und 12½ Uhr MESZ endet. Die genauen Zeiten für Ihren Standort entnehmen Sie bitte der Spezialseite zur Sonnenfinsternis.

In einem Streifen von Kanada über Grönland nach Sibirien und China verläuft die Finsternis total. Mitteleuropa liegt noch knapp am Rand des Mondhalbschattens und so erklärt sich, dass nur ein kleines Stück der Sonne durch den Mond bedeckt wird (ca. 12%).

Achtung! Man sollte niemals von blossem Auge oder mit einem ungeschützten Fernglas oder Teleskop in die Sonne schauen! Besser sucht man eine der Sternwarte auf, die heute bei gutem Wetter offen haben.


Merkur bietet dieser Tage eine kurze Morgensichtbarkeit. Ab 5 Uhr MESZ kann man ihn im Ostnordosten sehen.

Die Venus (-3.9 mag) entfernt sich langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und ist erst tief in der hellen Abenddämmerung zu finden.

Saturn (0.8 mag) ist noch am Abendhimmel im Löwen zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22¼ Uhr MESZ. Der Ringplanet bildet zusammen mit dem unweit westlich (rechts) von ihm stehenden Löwenstern Regulus ein auffälliges Duo.

Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf, er befindet sich östliche (links) vom deutlich helleren Saturn. Der rote Planet Mars geht um 22½ Uhr unter.

Jupiter (-2.7 mag) geht um 19½ Uhr MESZ auf und stand am 9. Juli in Opposition mit der Sonne und bietet uns in diesen Tagen die besten Beobachtungsbedingungen für dieses Jahr, wenn er sich auch nur wenig über den Südhorizont erhebt.

Heute ist Neumond. Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, ist deshalb der Zeitpunkt günstig.

Für die Beobachtung der Sonnenfinsternis sind in der Schweiz heute Vormittag beispielsweise folgende Sternwarten geöffnet: die Sternwarten Bülach (ab 10 Uhr), Rümlang (10.45 Uhr), Winterthur (ab 10 Uhr), Luzern (ab 10 Uhr), Aarau, Schafmatt (ab 10 Uhr), Schaffhausen (ab 10 Uhr), St. Moritz, Seeweg bei der Segelschule (ab 9.30 Uhr), Zürich, Urania-Sternwarte für AGUZ-Mitglieder (ab 10.30 Uhr).

Von den Satelliten ist die bemannte Raumstation ISS am einfachsten zu beobachten, in Mitteleuropa beispielsweise diese Nacht. Sie bewegt sich in ein paar Minuten von westlicher nach östlicher Richtung und strahlt dabei heller als die hellsten Sterne am Himmel.
ISS kann diese Nacht gleich zwei Mal beobachtet werden. Der erste Überflug findet heute Abend um 21.18 Uhr statt. Das zweite Mal kann die Raumstation um 22.53 Uhr gesehen werden, wie sie über das Firmament wandert - nur wenig über Horizont.

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Heute am Himmel: Samstag, 2. August 2008

Mond nach der Sonnenfinsternis im absteigenden Knoten.


Die partielle Sonnenfinsternis war leider im deutschsprachigen Raum nicht überall zu sehen, da Wolken von Vorläufern einer Kaltfront die Sicht versperrten. Häufig konnte nur durch Wolkenlücken einige Blicke vom kleinen Spektakel erhascht werden.

Von den Planeten entfernt sich die Venus (-3.9 mag) langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird jetzt zögerlich in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe sichtbar. Saturn (0.8 mag) ist gerade noch in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22 Uhr MESZ. Etwas länger sichtbar ist Mars, allerdings ist er mit einer Helligkeit von 1.7 mag in der Dämmerung nicht einfach zu finden. Er verschwindet um 22½ Uhr am West-Horizont. Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf.

Jupiter (-2.7 mag) steht abends hell in südlicher Richtung und geht morgen Sonntag um 3¾ Uhr MESZ unter. Er befindet sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik im Sternbild Schütze und erreicht deshalb nur eine bescheidene Höhe über Horizont.

Der Mond nimmt nach der Neuphase wieder zu, taucht allerdings erst am Montagabend (4. August) am Abendhimmel wieder in auffällige Erscheinung. Sein Untergang erfolgt kurz nach der Sonne um 21½ Uhr MESZ. Heute früh stand der Mond im absteigenden Knoten seiner Bahn.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel Galaxien, und auch der Perseiden-Sternschnuppen ist der Zeitpunkt günstig.

Heute Nacht fliegt die Internationale Raumstation ISS über Mitteleuropa hinweg. Sie passiert innerhalb von wenigen Minuten den Himmel von westlicher nach östlicher Richtung. Die bemannte Raumstation scheint sich etwa ähnlich schnell wie ein Flugzeug zu bewegen, im Gegensatz zu letzteren aber lautlos und nicht blinkend: der Raumkomplex reflektiert das Sonnenlicht ziemlich konstant. Durch ihre Helligkeit ist sie einfach zu erkennen.
Der Überflug findet heute Abend um 21.44 Uhr statt.

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Heute am Himmel: Sonntag, 3. August 2008

Sternschnuppen beobachten!


Die Perseiden-Sternschnuppen fallen dieses Jahr mit dem zunehmenden Mond zusammen. Dieser stört um den 12. August herum, wenn das Maximum des Sternschnuppenschauers erreicht wird, die Beobachtung. Doch bereits in den Nächten davor kann man schon zahlreiche Meteore beobachten. Sie scheinen alle aus der Richtung Cassiopeia/Perseus kommend über den Himmel zu huschen. Am besten sucht man einen dunklen Ort abseits von störenden Lichtquellen auf, legt sich auf eine Liege und späht aufmerksam in den Himmel.

Von den Planeten entfernt sich die Venus (-3.9 mag) langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird jetzt zögerlich in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe sichtbar. Saturn (0.8 mag) ist gerade noch in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22 Uhr MESZ. Etwas länger sichtbar ist Mars, allerdings ist er mit einer Helligkeit von 1.7 mag in der Dämmerung nicht einfach zu finden. Er verschwindet um 22¼ Uhr am West-Horizont. Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf.

Jupiter (-2.7 mag) steht abends hell in südlicher Richtung und geht morgen Montag um 3½ Uhr MESZ unter. Er befindet sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik im Sternbild Schütze und erreicht deshalb nur eine bescheidene Höhe über Horizont.

Der Mond nimmt wieder zu, taucht allerdings erst am Montagabend (4. August), wegen der flach zum West- und Südhorizont verlaufenden Ekliptik und seiner südlichen Deklination am Abendhimmel in Erscheinung. Sein Untergang erfolgt kurz nach der Sonne um 21¾ Uhr MESZ.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, und der Perseiden-Sternschnuppen ist der Zeitpunkt günstig.

Wenn die Raumstation ISS bei einem Überflug von der Sonne beschienen ist, strahlt sie heller als sämtliche Sterne am Himmel - beispielsweise heute Nacht über Mitteleuropa. Sie ist durch ihre langsame und gleichmässige Bewegung von westlicher in östliche Richtung einfach zu erkennen: Der Überflug findet heute Abend um 22.09 Uhr statt, wobei der Raumkomplex nur wenig über Horizont gelangt.

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Heute am Himmel: Montag, 4. August 2008

Sternschnuppen und Deep-Sky Objekte beobachten!


Die Perseiden-Sternschnuppen fallen dieses Jahr mit dem zunehmenden Mond zusammen. Dieser stört um den 12. August herum, wenn das Maximum des Sternschnuppenschauers erreicht wird, die Beobachtung. Doch bereits in den Nächten davor kann man schon zahlreiche Meteore beobachten. Sie scheinen alle aus der Richtung Kassiopeia/Perseus kommend über den Himmel zu huschen. Am besten sucht man einen dunklen Ort abseits von störenden Lichtquellen auf, legt sich auf eine Liege und späht aufmerksam in den Himmel.

Von den Planeten entfernt sich die Venus (-3.9 mag) langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird jetzt zögerlich in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe sichtbar. Saturn (0.8 mag) ist gerade noch in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22 Uhr MESZ. Am 4. September gelangt er in Konjunktion mit der Sonne und wird dann vorübergehend überstrahlt. Etwas länger sichtbar ist Mars, allerdings ist er mit einer Helligkeit von 1.7 mag in der Dämmerung nicht einfach zu finden. Seine Entfernung zur Erde beträgt rund 345 Millionen Kilometer. Er verschwindet um 22¼ Uhr am West-Horizont. Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf.

Jupiter (-2.7 mag) steht abends hell in südlicher Richtung und geht morgen Dienstag um 3½ Uhr MESZ unter. Er befindet sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik im Sternbild Schütze und erreicht deshalb nur eine bescheidene Höhe über Horizont. In der fortgeschrittenen Abenddämmerung kann man ihn in südöstlicher Blickrichtung hell strahlend kaum übersehen.

Der Mond nimmt wieder zu; heute Abend taucht er wegen der flach zum West- und Südhorizont verlaufenden Ekliptik und seiner südlichen Deklination erstmals richtig am Abendhimmel in Erscheinung (gegen 21 Uhr MESZ im Westsüdwesten). Er überschreitet am späteren Nachmittag den Himmelsäquator im Sternbild des Löwen südwärts. Sein Untergang erfolgt kurz nach der Sonne um 22 Uhr MESZ.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, sowie der Sichtung der Perseiden-Sternschnuppen ist der Zeitpunkt günstig.

Von den Satelliten ist die bemannte Raumstation ISS am einfachsten zu beobachten, in Mitteleuropa beispielsweise diese Nacht. Sie bewegt sich in ein paar Minuten von westlicher nach östlicher Richtung und strahlt dabei heller als die hellsten Sterne am Himmel.
Der Überflug findet heute Abend um 21.00 Uhr statt.

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Heute am Himmel: Dienstag, 5. August 2008

Venus bei Regulus! Nacht ideal für die Beobachtung der Perseiden-Sternschnuppen, Galaxien und Sternhaufen.


Die Perseiden-Sternschnuppen fallen dieses Jahr mit dem zunehmenden Mond zusammen. Dieser stört um den 12. August herum, wenn das Maximum des Sternschnuppenschauers erreicht wird, die Beobachtung. Doch bereits in den Nächten davor kann man schon zahlreiche Meteore beobachten. Sie scheinen alle aus der Richtung Kassiopeia/Perseus kommend über den Himmel zu huschen. Am besten sucht man einen dunklen Ort abseits von störenden Lichtquellen auf, legt sich auf eine Liege und späht aufmerksam in den Himmel.

Von den Planeten entfernt sich die Venus (-3.9 mag) langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird jetzt zögerlich in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe sichtbar. Heute Abend gegen 20 Uhr MESZ zieht Venus über dem Westnordwest-Horizont nur 1½° nördlich am Löwenstern Regulus vorüber. Das entspricht etwa 3 Mondbreiten. Diese Begegnung lässt sich bereits mittels Fernglas beobachten.

Saturn (0.8 mag) ist gerade noch in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 22 Uhr MESZ. Am 4. September gelangt er in Konjunktion mit der Sonne und wird dann vorübergehend überstrahlt. Etwas länger sichtbar ist Mars, allerdings ist er mit einer Helligkeit von 1.7 mag in der Dämmerung nicht einfach zu finden. Seine Entfernung zur Erde beträgt rund 345 Millionen Kilometer. Er verschwindet um 22¼ Uhr am West-Horizont. Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf.

Jupiter (-2.7 mag) steht abends hell in südlicher Richtung und geht morgen Mittwoch um 3½ Uhr MESZ unter. Er befindet sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik im Sternbild Schütze und erreicht deshalb nur eine bescheidene Höhe über Horizont. In der fortgeschrittenen Abenddämmerung kann man ihn in südöstlicher Blickrichtung kaum übersehen.

Der Mond nimmt weiter zu; die Beleuchtung beträgt 14%. Sein Untergang erfolgt kurz nach der Sonne um 22¼ Uhr MESZ.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, sowie der Sichtung der Perseiden-Sternschnuppen ist der Zeitpunkt günstig.

Heute Nacht fliegt die Internationale Raumstation ISS über Mitteleuropa hinweg. Sie passiert innerhalb von wenigen Minuten den Himmel von westlicher nach östlicher Richtung. Die bemannte Raumstation scheint sich etwa ähnlich schnell wie ein Flugzeug zu bewegen, im Gegensatz zu letzteren aber lautlos und nicht blinkend: der Raumkomplex reflektiert das Sonnenlicht ziemlich konstant. Durch ihre Helligkeit ist sie einfach zu erkennen.
Der Überflug findet heute Abend um 21.26 Uhr statt, wobei der Raumkomplex nur wenig über Horizont gelangt.

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Heute am Himmel: Mittwoch, 6. August 2008

Mond-Libration beobachten!


Die Perseiden-Sternschnuppen fallen dieses Jahr mit dem zunehmenden Mond zusammen. Dieser stört um den 12. August herum, wenn das Maximum des Sternschnuppenschauers erreicht wird, die Beobachtung. Doch bereits in den Nächten davor kann man schon zahlreiche Meteore beobachten. Sie scheinen alle aus der Richtung Kassiopeia/Perseus kommend über den Himmel zu huschen. Am besten sucht man einen dunklen Ort abseits von störenden Lichtquellen auf, legt sich auf eine Liege und späht aufmerksam in den Himmel.

Von den Planeten entfernt sich die Venus (-3.9 mag) langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird jetzt zögerlich in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe sichtbar. Saturn (0.8 mag) ist gerade noch in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 21¾ Uhr MESZ. Am 4. September gelangt er in Konjunktion mit der Sonne und wird dann vorübergehend überstrahlt. Etwas länger sichtbar ist Mars, allerdings ist er mit einer Helligkeit von 1.7 mag in der Dämmerung nicht einfach zu finden. Seine Entfernung zur Erde beträgt rund 345 Millionen Kilometer. Er verschwindet um 22¼ Uhr am West-Horizont. Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf.

Jupiter (-2.7 mag) steht abends hell in südlicher Richtung und geht morgen Donnerstag um 3¼ Uhr MESZ unter. Er befindet sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik im Sternbild Schütze und erreicht deshalb nur eine bescheidene Höhe über Horizont. In der fortgeschrittenen Abenddämmerung kann man ihn in südöstlicher Blickrichtung kaum übersehen.

Der Mond nimmt weiter zu; die Beleuchtung beträgt 23%. Sein Untergang erfolgt um 22½ Uhr MESZ. Heute kann man das Mare Crisium (der auffällige ovale Fleck im oberen rechten Bereich der Mondscheibe) randfern beobachten. Der Mond schaukelt nämlich auf seiner Bahn infolge seiner unterschiedlichen Geschwindigkeit, aber der gleichmässigen Eigenrotation, etwas hin und her. So können wir im Laufe eines Monats mehr als die Hälfte der gesamten Mondoberfläche einsehen, nämlich 59%.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, sowie der Sichtung der Perseiden-Sternschnuppen ist der Zeitpunkt günstig.

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Heute am Himmel: Donnerstag, 7. August 2008

Neptun geht an 42 Capricorni vorbei!


Die Perseiden-Sternschnuppen fallen dieses Jahr mit dem zunehmenden Mond zusammen. Dieser stört um den 12. August herum, wenn das Maximum des Sternschnuppenschauers erreicht wird, die Beobachtung. Doch bereits in den Nächten davor kann man schon zahlreiche Meteore beobachten. Sie scheinen alle aus der Richtung Kassiopeia/Perseus kommend über den Himmel zu huschen. Am besten sucht man einen dunklen Ort abseits von störenden Lichtquellen auf, legt sich auf eine Liege und späht aufmerksam in den Himmel.

Von den Planeten entfernt sich die Venus (-3.9 mag) langsam ostwärts von der Sonne, vergrössert aber ihren Winkelabstand nur sehr gemächlich und wird jetzt zögerlich in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe sichtbar. Saturn (0.8 mag) ist gerade noch in der Abenddämmerung im Sternbild Löwe zu sehen. Sein Untergang erfolgt um 21¾ Uhr MESZ. Am 4. September gelangt er in Konjunktion mit der Sonne und wird dann vorübergehend überstrahlt. Etwas länger sichtbar ist Mars, allerdings ist er mit einer Helligkeit von 1.7 mag in der Dämmerung nicht einfach zu finden. Seine Entfernung zur Erde beträgt rund 345 Millionen Kilometer. Er verschwindet um 22¼ Uhr am West-Horizont. Auch Mars hält sich im Sternbild Löwe auf.

Jupiter (-2.7 mag) steht abends hell in südlicher Richtung und geht morgen Freitag um 3¼ Uhr MESZ unter. Er befindet sich in den tiefsten Regionen der Ekliptik im Sternbild Schütze und erreicht deshalb nur eine bescheidene Höhe über Horizont. In der fortgeschrittenen Abenddämmerung kann man ihn in südöstlicher Blickrichtung kaum übersehen.

Neptun ist heute Abend ein lohnendes und für einmal einfach aufzufindendes Objekt. Gegen 21½ Uhr MESZ zieht der 7.8 mag helle Planet nur 45 Bogenminuten südlich am 5.3 mag hellen Stern 42 Capricorni vorüber.

Der Mond nimmt weiter zu; die Beleuchtung beträgt 32%. Sein Untergang erfolgt um 22¾ Uhr MESZ. Heute Abend gegen 21.47 Uhr MESZ bedeckt der Trabant den 6.1 mag lichtschwachen Fixstern mit der Nummer SAO 158275, allerdings nur für den südlichen Teil des deutschsprachigen Raums.

Für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten, also von lichtschwachen Sternhaufen, Nebel und Galaxien, sowie der Sichtung der Perseiden-Sternschnuppen ist der Zeitpunkt günstig.

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