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Lavida ...



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Beiträge: 4690
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...   Erstellt am 09.06.2009 - 18:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Er ist ein Kultvogel mit Argusaugen.
Seine Federn sind sein Ruhm und sein Geheimnis. Als wüsste er um das Mirakel, imponiert der Pfau immer wieder mit dem Rad:

In allen Farben funkelt und irisiert, gleißt und blendet es aus der langen Schleppe, die er schüttelnd aufstellt, um den Zauber zu entfalten.


Im antiken Rom war es, wo er zum ersten Mal das Abendland begeisterte.
Ovid traf ins herrlich Schillernde:

Der Pfau, schrieb er, der goldgefiederte Vogel der Zeus-Schwester Juno, trage auf seinem Schweif die Sterne des Himmels.

Doch sind es denn Sterne? Blicken nicht Augen aus dem Pfauenrad?



Dies zumindest entspräche jener Sage, in der die eifersüchtige Hera, den hundertäugigen Wächter der schönen Jo, den Riesen Argos, umbringen ließ. Argos starb, doch seine Augen lebten fort — im Pfauenrad.



Und ein italienisches Sprichwort behauptet, dem Gefieder nach sei der Pfau ein Engel, dem Schritt nach ein Meuchelmörder und der Stimme nach ein Teufel.



Pfauenfedern sind seit je hoch im Kurs standen. Im Mittelalter zierten sie die Ritterhelme, den Landsknechten prangten sie an den Baretten.



In Rumänien und Jugoslawien stecken sich die Frauen noch heute Pfauenfedern in ihre Kopftücher —wenn auch weniger als Schmuck, sondern in abergläubischer Sorge vor dem „bösen Blick" eines Feindes, den das Pfauenauge bannen soll.

Dieses Prachtexemplar eines Fasanenvogels und größter aller Hühnervögel, stammt aus Hinterindien und Ceylon.

Über Samos gelangte er, berühmt durch Schönheit und vermeintliche Eitelkeit, als Kultvogel nach Rom, wo eigens dazu hergerichtete „Pfaueninseln" seiner Zucht dienten.

Sein Rad sehlägt der Pfau übrigens nicht mit dem Schwanz, sondern mit den üppigen „Oberschwanzdeckfedern".

Obwohl sein Fleisch alles andere als ein Leckerbissen sein soll, schätzten es die Römer über alle Maßen.

Von Kaiser Vitellius ist überliefert, er habe sich an Pfauenhirn und Pfauenzungen delektiert

Vom Ritter Lancelot wird erzählt, er habe die Tafelrunde des Königs Artus mit einem gebratenen Pfau in vollem Federkleid überrascht.





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