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<Statistisches Amz>
unregistriert

...   Erstellt am 10.06.2009 - 05:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die deutsche Arbeitslosenstatistik ist die meistmanipulierte aller amtlichen Statistiken. Je schlimmer die Arbeitslosigkeit, je mehr wird davon wegmanipuliert.

Nun hat die Bundesregierung im Mai ein neues Gesetz in Kraft gesetzt, das bis zu 200.000 Arbeitslose aus der Statistik verschwinden läßt.

Nach dem Gesetz zur Neuregelung von Arbeitsmarktinstrumenten werden seit Mai dieses Jahres alle Arbeitslosen, die seit Beginn dieses Jahres durch private Träger betreut werden, nicht mehr als arbeitslos gezählt.

Im Mai waren für 178.100 Bewerber Dritte mit deren Vermittlung beauftragt. Infolge der steigenden Arbeitslosigkeit dürfte die Zahl der extern Betreuten in den kommenden Monaten weiter steigen, heißt es bei der Bundesagentur für Arbeit, wie die Rheinische Post meldet.

Man möchte nun also erst mal die derzeit von Dritten betreuten 178.000 zu den Arbeitslosen hinzuzählen, um ein klares Bild zu gewinnen. Doch so einfach geht das nicht.

Statistisch wurden und werden die Maßnahme nämlich unabhängig vom Zeitpunkt des Beginns identisch erfasst. Die vorgefertigten Auswertungen lassen offensichtlich nicht feststellen, welcher der aktuellen Teilnehmer in welchem Jahr begonnen hat.

Das Abfrageprogramm zu den Arbeitslosen wurde also geändert, ohne jedoch am Ende auszuwerfen, wie viel Altfälle bei dieser Maßnahme noch vorhanden sind, die arbeitslos zählen. Dementsprechend verrät uns die Bundesanstalt in ihrem Monatsbericht für Mai nicht, wieviele im Mai von Dritten betreut wurden, deren Betreuung in diesem Jahr begonnen wurde.

Und hier geht die Trickserei erst richtig los.

Der Vorsitzende Weise sprach in einem Fernsehinteview von einem statistischen Effekt im Mai von nur rund 20.000 Arbeitslosen.

Eine Sprecherin der Agentur gab an, ohne den Statistikeffekt der Nichtmehrzählung solcher Arbeitsloser wären es insgesamt 100.000 Arbeitslose weniger gewesen statt der amtlich ausgewiesenen 127.000, also eine Differenz nicht von 20.000 sondern von 27.000 Arbeitslosen.

Demnach wären nur 20.000 bis 27.000 von den insgesamt 178.100 erst in diesem Jahr in die Betreuung durch Dritte gelangt.

Doch Experten meinen, daß so gut wie keine Maßnahmen mehr laufen, die im Jahr 2008 begonnen wurden. Fast alle Teilnehmer wurden vermutlich erst 2009 zugewiesen und fallen deshalb aus der Statistik Arbeitslose heraus. Denn diese Maßnahmen laufen in der Regel nur bis zu 3 Monate.

Man muß also vermuten, daß die Arbeitslosigkeit nicht etwa wie amtlich berichtet im Mai um 127.000 zurückgegangen, sondern um mehr als 51.000 gestiegen ist.

Oder saisonal bereinigt ein Anstieg von 179.000 statt der ausgewiesenen 1.000.

In Abb. 04596 ist in aller Vorsicht ein Anstieg um 150.000 unterstellt.



Dabei bleibt die Frage, ob dieses Verwirrspiel nicht von Anfang an beabsichtigt war, um die Verschönerung der Zahlen auch noch zusätzlich zu verschleiern.

Quelle www.jjahnke.net




<ARGE>
unregistriert

...   Erstellt am 10.06.2009 - 05:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dabei sind selbst die negativen Zahlen noch stark geschönt.

So trägt die demographische Entwicklung zu einem Rückgang des Arbeitskräfteangebots um jahresdurchschnittlich 147.000 bei.

Auch verrät uns die Bundesagentur weiterhin nicht, obwohl ihr die Zahl bekannt sein sollte, wie viel des Rückgangs an Arbeitslosigkeit auf der von ihr angedeuteten systematische Überprüfung des Arbeitslosenstatus beruht.

Außerdem wird uns wieder nicht verraten, wie viele derer über 58 Jahre nach der neuen gesetzlichen Regelung nun nicht mehr als arbeitslos geführt werden.

Diese Struktureffekte zeigen sich auch im Auseinanderklaffen der Zahl der Arbeitslosen und der Arbeitslosengengeldempfänger, von denen nur 56,9 % als arbeitslos registriert werden (Abb. 04980); vor zwei Jahren wurden noch mehr als 71 % registiert.

Die Arbeitslosenstatistik ist also immer weniger aussagefähig. Wer staatliche Stütze braucht, hat eigentlich keinen richtigen Job.



Ausblick Statistik 2010

Mit einem Wort: Finster.

Internationale Erfahrungen mit ähnlichen Krisen aus der Vergangenheit lassen mit einem mehrjährigen Zuwachs an Arbeitslosigkeit rechnen.

Noch bremst das Kurzarbeitergeld den Anstieg der Arbeitslosigkeit, doch bei länger anhaltender Krise werden die Unternehmen die Kurzarbeiter nicht weiter durchschleppen können, auch wenn jetzt das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert wurde.

Vor allem trifft es die immer noch mehr als eine halbe Million Leiharbeiter mit kurzfristig kündbaren Verträgen.

Die OECD erwartet jetzt bis 2010 einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 11,6 %, der Internationale Währungsfond auf 11,8 % und damit in die Nähe von 5 Millionen.

Da der deutsche Arbeitsmarkt in den letzten Jahren sehr stark von kreditfinanziertem Export lebte und die Verschuldungsgrenzen vieler Abnehmer erreicht und überschritten sind, kann die Normalisierung nur auf dauerhaft erheblich niedrigerem Niveau stattfinden, solange die deutsche Wirtschaft nicht stärker von Export auf Binnenkonsum umgebaut wird.



Quelle: www.jjahnke.net





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