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NicoLeTHFaN ...
Tokio Hotel Freak
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...   Erstellt am 07.02.2010 - 12:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Prolog

Mitternacht - Schweiß - Angst - Fragen!
Filiz ging in diesem Moment alles durch den Kopf!
Wo sollte sie bloß hin? In den dunklen Wald, da würde er ihr nicht hin folgen, -oder vielleicht doch?
Sie rannte, rannte immer schneller - um ihr Leben!
Sie wusste wenn sie jetzt stehen bleiben würde, dass er sie dann kriegen würde.
Diese Schritte, sie wurden immer deutlicher, Filiz war klar, dass er näher kam, er war schneller als sie.
Was sollte sie nur tun? Wie sollte es sie ihren Eltern erklären? Ihrem Freund? Ihren Freunden?
Was wäre wenn sie heute Nacht sterben würde?
Er war eiskalt.


,,Nein! Lass mich in Ruhe!" schrie Filiz und rannte weiter so schnell sie nur konnte.
Sie hörte es rauschen, das Meer, es war genau unter ihr! Filiz blieb ruckartig stehen.
Die Felskante, das Meer unter ihr, jetzt ist alles aus.
Sie drehte sich um und schaute sich in alle Richtungen um.
,,Was willst du?! Was hab ich getan?! Lass mich bitte in Ruhe!"
Filiz rannten ihre Tränen über die Wangen.
Dann hörte sie sie wieder, diese Schritte, diese großen Schritte. Er war da, er stand gut noch 20 Meter vor Filiz, mit einem Messer in der Hand.
Filiz konnte ihre Tränen einfach nicht halten.
,,Tu mir das bitte nicht an!"
Er kam näher, Schritt für Schritt näherte er sich ihr, bis er nur noch genau 1 Meter vor ihr stand.
,,Du wirst auch noch sterben! Ich hab Mädchen wie dich satt!"
Nein, das durfte nicht sein! Filiz war ein gutes Mädchen, -nie hat sie jemandem etwas angetan. Was wollte er bloß?!
,,W-Was??" Filiz bekam kein anständigen Satz mehr aus ihrem Mund. Ihr ganzer Körper zitterte und sie schnappte erbittlich nach Luft.
,,Es ist vorbei für Dich!" Der Mann hielt Filiz gewalltsam am Arm fest und drückte das Messer tief in ihr Hals.

Nein, so durfte es nicht Enden. Es gab zwei Möglichkeiten, entweder sie ließ sich von ihm umbringen oder sie stürzte sich von der Felskante. Beides war schrecklich. Filiz wollte nur noch sterben.
,,So Mädchen wie euch sollte man alle auf den Schlachthof bringen und umbringen!"
Der Mann schien mehr als verärgert zu sein. Doch was hatte Filiz nur böses getan, das er so ein Hass auf sie hatte?
Filiz hatte keine Wahl, sie musste sich von ihm losreißen und runter ins Meer springen.
Es war eine Zuckersüße Verlockung, mit einem Sprung wäre alles vorbei gewesen...-jeder Schmerz, jedes Leid.
Ihre langen schwarzen Haare hingen runter und wehten im Wind. Filiz betete, dass noch ein Wunder geschehen würde, doch vergeblich.
Er ließ nicht locker, -drückte das Messer immer tiefer in Filiz Hals.
Es wurde dunkler und dunkler, kälter und schlechter etwas zu erkennen.
Ein letzter Hilfeschrei, doch vergeblich. Filiz bekam kein Ton mehr raus und fiel in das tiefe, aufgebrauste Meer.

Es war ein Traum.
Alles war so weiß, und vertraut.
Filiz fühlte sich wie ein Engel.
War sie im Himmel, oder wurde sie neu geboren?
Sie versuchte ihre Augen zu öffnen, doch es fiehl ihr mehr als schwer.
Sie hatte ihr weißes Ballköniginen Kleid an, ihr Lieblingskleid.
Ihre schwarzen langen Haare machten sich auf dem orangenen, feinen Sand breit.
Es war immer noch so schwarz und Filiz konnte sich nicht bewegen.
Wie gern wäre sie jetzt bei ihrer Familie.
Wie gern würde sie ihren Freund noch einmal küssen.
Doch das war nun alles entgültig vorbei.
Filiz war tot, und würde nie wieder zurück kommen.


[Dieser Beitrag wurde am 09.02.2010 - 17:11 von NicoLeTHFaN aktualisiert]





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- Kemko -

NicoLeTHFaN ...
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...   Erstellt am 09.02.2010 - 17:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 1: Fragen über Fragen.

Ort: Strand von South Larcon
Datum: 19.6.1993
Uhrzeit: 12.3o


,,Sherif!" Ertönte eine junge Frauen Stimme.
Der Sherif sah sich zu ihr um. Natürlich, es war Melanie Terell.
Die junge Beamtin hatte noch nicht viele Fälle wo sie live am Tatort dabei war, sonst saß sie immer in ihrem Büro und füllte langweilige Papierzeugs aus.
Ja, Melanie war froh endlich dabei zu sein und sich wie eine richtige Beamtin zu fühlen, doch was sie dann sah verschlug ihr den Magen auf alles was sie den Tag noch heute zu essen bekommen würde.
,,Ah, Mrs. Terell, schön sie hier zu sehen. Es ist grausam was sich hier abgespielt hat."
Er führte Melanie zu Filiz, dem 16 jährigen ermordeten Mädchen.
,,Oh Gott!"
Melanie stoppte der Atem.
,,Das ist ja furchtbar!" Melanie hielt sich eine Hand vor ihren Mund.
,,Ich habe Ihnen doch schon am Telefon gesagt, dass es kein schöner Anblick werden würde."
Filiz war von vielen grünen und glibberigen Algen bedeckt und ihr Hals war blutrot.
,,Wir gehen davon aus, dass sie gestern Abend gegen 11.oo und Mitternacht umgebracht worden ist."
,,Umgebracht? Und wenn es ein Unfall war?"
Der Sherif bückte sich zu Filiz runter und zeigte auf die Stelle wo ihr das Messer tief in den Hals gedrückt wurde.
,,Wenn es ein Unfall gewesen wäre, hätte sie sich wohl nicht die Halsschlagader aufgeschnitten."
Im selben moment hörten die Beamten und der Sherif eine Männer Stimme.

,,Nein! Nein lasst mich durch!"
Es war Marc, der Freund von Filiz.
Er durchrannte die Absterrung und ließ sich vor Filiz Leiche fallen.
,,Nein! Das darf doch nicht wahr sein! Bitte nicht!"
Marc war am Boden zerstört.
Melanie versuchte Marc gefühlsvoll zu beruhigen und half ihm wieder hoch.
,,Jetzt beruhigen Sie sich doch bitte. Wer sind sie denn erstmal und woher kennen sie die Tote?"
Marc wusch sich die Tränen weg.
,,Ich...-Ich bin Marc...-der Freund von Filiz...und wenn ich den Mörder kriege dann kann der was erleben!"
"Jetzt machen Sie mal langsam, wir werden den Mörder schon kriegen und dafür sorgen, dass er seine rechte Strafe bekommt. Aber eine Frage erstmal, woher wissen Sie denn, dass es Mord war?"
Marc blickte nie auf wenn er etwas sagte.
,,Ja was denn sonst? Filiz würde sich nie umbringen! Ich kenne sie doch! Sowas bringt sie einfach nicht übers Herz!"
,,Ich verstehe schon. Bleiben Sie bitte hier sitzen und machen sie keine Dummheiten. Ich bin gleich wieder da"
Marc nickte und Melanie ging wieder zum Sherif.
,,Sherif, was sagen wir der Familie?"
,,Die Beamten haben inzwischen die Nummer der Toten heraufgefunden und haben die Eltern informiert. Sie werden jeden Moment da sein."
Na super, das könnte ja noch schöner werden. Filiz Freund zu beruhigen war schon eine Herausforderung, und jetzt auch noch die Eltern.
Wie würde die junge Beamtin das nur hinkriegen?
Und wie könnten sie Filiz Mörder ausfindig machen?
Melanie ging die halbe Welt durch den Kopf.
Ob sich das alles lohnen würde?

Kurze Zeit später kamen dann doch die Eltern von Filiz. Sofort suchten sie ein Beamten auf um sich zu vergewissern das ihre Tochter ermordet sei.
Über Filiz wurde schon längst ein weißes Lichentuch gelegt um den Eltern diesen schrecklichen Anblick zu ersparen.
Filiz Mutter konnte sich vor Tränen und trauer kaum aufrecht halten und ihr Vater hielt Filiz Mutter fest im Arm umschlingt.
Melanie beschloss zu den beiden zu gehen und paar freundliche Worte einzulegen.
,,Guten Tag, mein Name ist Melanie Terell und ich wollte ihnen nur sagen, wie sehr es mir leid tut, dass ihre Tochter auf so eine gewalltsame Weise getötet wurde. Noch wissen wir natürlich noch nicht wer der Mörder war aber wir werden unser Bestes geben um ihn so schnell wie möglich zu fassen und hinter Gitter zu bringen."
Würde das reichen um all die Trauer und den Schmerz von ihnen zu nehmen?
Nein. Mit Sicherheit nicht.
,,Sie war so ein tolles Mädchen. Meine einzigste Tochter! Wer macht so etwas grausames denn nur?!"
Filiz Mutter schluckte einen tiefen Kloß in ihrem Hals runter.
,,Mir ist es auch ein Rätzel, dass viele Menschen so grausam sind. Es ist...-unbeschreiblich."
Es waren einfach zu viele Fragen.
Warum musste Filiz sterben?
Hatte sie Feinde?
Wie war ihr früheres Leben?
War sie doch nicht immer so ein braves Mädchen wie alle sagen?
Oder war es doch Selbstmord?
Melanie schien mehr als durcheinander zu sein, doch mit der Zeit, würde sie sich an noch schlimmeres gewöhnen müssen, bei diesem harten Job.


Was noch in dieser Nacht geschah:
Schritte - Schreie - Angst!
Sie rannte, rannte so wie sie noch nie gerannt ist.
Wo kam er nur her?
Sein schwarzes Outfit machte ihn gerade zu unsichtbar.
Doch was war nun? Nein!
Sie übersah ein Ast und fiehl.
Nein! Doch nicht jetzt!
Doch es war zu spät wieder aufzustehen und weiter zu rennen. Er stand schon vor ihr, mit diesem Messer in der Hand.
Was wollte er von diesen jungen Mädchen bloß?
Woher kam all dieser Hass?

,,Lass mich in Ruhe!"
Noch in diesem Moment rammte er ihr das Messer tief in die Brust.
War es schon vorbei?
Konnte sie überleben?
Ihre Chancen waren gering.
Er war einfach zu stark...


[Dieser Beitrag wurde am 10.03.2010 - 15:58 von NicoLeTHFaN aktualisiert]





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Kapitel 2: Rettung in letzter Sekunde

Es war so still.
Sie war alleine.
Viviane spührte ein schrecklich stechenden Schmerz, er war kaum zu ertragen.
Als würde ihr ein Messer in die Brust gestochen werden. Aber Moment mal. Ihr wurde ein Messer in die Brust gerammt.
Viviane hielt sich keuchend ihre Hand auf die tiefe Wunde um die Blutung zu stoppen.
War denn niemand da?
Nein, schreien konnte Viviane nicht mehr, auch nicht wegen dem furchtbaren Schmerz.
Für Viviane schien alles vorbei zu sein.
Doch was war das?
,,Hallo?"
Viviane hörte eine Männliche Stimme, sie war ganz in ihrer Nähe. Doch woher kam sie bloß?
Und wieder ertönte ein lautes, ,,Hallo?! Ist da jemand?"
Es war ein wunder, Viviane würde es schaffen, sie würde die Sonne nochmal aufgehen sehen.
,,Oh man! Wie geht es dir? Was ist passiert?"
Er ließ sich vor Viviane auf die Knie fallen. Es war Pett, -Peter Loyd.
Ja, Viviane kannte ihn. Er war ein alter Schulkamerad von ihr, doch was hatte er nur hier in dieser Stadt verloren?

Viviane lernte Pett einst in der 5.Klasse kennen als sie neu auf die Schule kam. Síe ist von Sunset Cherry nach South Lacon gezogen.
Pett war nie der freundlichste Schüler und mobbte Viviane meist wegen ihrem Aussehen.
Sie war anders, sie hatte eine ganz andere Haarfarbe, ihr Klamottenstyle war ganz neu, ihre Art war mehr als faszinierend.
Viviane konnte Pett eigentlich immer ziemlich gut leiden, doch nachdem er ihr den Vanillepudding über den Kopf schüttete war auch das vorbei.
Sie schrie ihn voller Wut an und verpasste ihm eine Backfeife, das hatte Pett wohl verdient, er bekam endlich alles zurück was er den anderen Schülern vor Viviane angetan hat.
4 Wochen später allerdings zog er fort, auf eine kleine Insel weit weg von South Lacon.
Obwohl Viviane ziemlich benommen war schwirrte ihr die Frage im Kopf herrum.
Wie kam Pett nur hier her?

,,Viviane? Viviane kannst du mich hören?"
Pett verzweifelte von Sekunde zu Sekunde mehr.
,,P...-Pett..."
Mehr bekam Viviane nicht raus, doch das genügte Pett um endlich wieder klaren verstand zufassen.
Pett nahm Viviane auf den Arm und trug sie zu seinem Auto das gleich am Straßenrand stand und setzte sie gefühlsvoll rein.
,,Viviane?" Pett wollte sich vergewissern ob Viviane noch bei bewusstsein ist.
Viviane hob mit letzter Kraft ihre Augenlieder, dann fiehlen sie ihr wieder zu.
Pett war klar, dass wenn er sich jetzt nicht beeilt ins Krankenhaus, dass es Viviane nicht schaffen würde. Also stieg er auf den Fahrersitz, ließ den Motor starten und drückte auf volles Gas.

Nach kurzer Zeit kam er beim Krankenhaus an und brachte Viviane sofort rein.
,,Hallo? Ich brauche Hilfe! Meine Freundin ist schwer verletzt!"
Sofort eilten Ärzte herbei.
,,Was? So spät?"
,,Ja! Ich habe sie im Wald gefunden, sie war völlig weggetreten. Und dann noch ihre Wunde an der Brust."
Sofort brachten die Ärzte Viviane in den OP-Raum und nähten die tiefe Wunde.
Werenddessen saß Pett im Warteraum und wartete auf eine Nachricht des Arztes.

Zur selben Zeit, weit weg...:
,,Wo ist er bloß?"
,,Er wusste doch genau, dass wir uns hier treffen sollten!" Murmelte eine raue stimme wütend vor sich hin.
,,Ich wusste doch, dass ich mich nicht auf ihn verlassen konnte!" Brummte er und schlug die schwarzen leder Handschuhe in das Fach beim Beifahrersitz.
Motorengeräusche. Es war ein großes Auto, ein Jeep.
Der Motor heulte nach jedem Gang auf.
Äste und kleine Steine wurden von diesem riesen Auto gnadenlos überrollt.
Wer auch immer das war war wohl mit Abstand ein sehr brutaler Autofahrer und zeigte auch wohl im wahren Leben keine Reue oder Respekt.

Zurück im Krankenhaus:
Nach Stundenlangem warten kam nun endlich der erste Arzt in Petts Richtung gesteuert.
Er stellte sich vor ihm und begann zu reden.
,,Sie hat es geschafft. Sie ist aus der gefahrenzone raus"
Pett fiehl ein Stein vom Herzen und es zauerte ihm magisch ein grinsen ins Gesicht.
,,Dennoch..." Fuhr der Arzt fort. ,,Hat sie ein schweres Trauma erlitten und liegt derzeit auf der Intensivstation"
Die Intensivstation, mit Abstand der schlimmste Raum in einem Krankenhaus.
Überall Computer, alles weiß, du bist mit Drähten und Schleuchen verbunden und dann auch noch dieses lästige piepen dieses Aparates der dein Schlag deines Herzens ständig überprüfte.
,,Wann werde ich mit ihr reden können?"
,,Das können wir ihnen noch nicht sagen. Mit Glück, vielleicht in drei oder vier Tagen."
Diese Nachricht traf Pett ziemlich tief, da er gerne wissen würde wie es seiner Ex-Schulkamaradin jetzt geht.
,,Sie können sie aber natürlich trotzdem besuchen. Aber ob sie aufwachen wird das bezweifle ich."
,,Ich hab schon verstanden" betonte Pett und stand auf.
,,Vielen Dank für ihre schnelle Hilfe, Doc" Pett reichte dem Arzt seine Hand.
Der Arzt erhob sich ebenfals. ,,Aber selbstverständlich!"
Er griff nach Petts Hand und es blieb bei einem kräftigen Händedruck der beiden.
Gleich danach maschierte der weißgekleidete Mann wieder zu einem seiner Patienten, und Pett verließ das Krankenhaus.
,,Shit!" Kam es zischend aus Petts Mund. ,,Ich habs vergessen!"
Pett rannte zu seinem Auto, steig ein und schlug die Tür heftig zu.
Er ließ den Motor seines kleinen Sportwagen an und sauste mit einer hohen Geschwindigkeit davon.





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...   Erstellt am 16.03.2010 - 20:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 3: Am anderen Ende der Stadt.

Es war ein Morgen wie jeder andere in South Lacon. Die Sonne strahlte hell vom Himmel und tauchte das Meer in goldenes Licht. Die Wasseroberfläche glitzerte, Wellen schlugen sanft ans Ufer. Kein Wölkchen zu sehen, nur ein weiter, stahlblauer Himmel.
Martha Singer schlüpfte in ihre pinken Pantoffeln und zog sich ihren flauschigen Bademantel an. Sie stellte sich vor den Spiegel, trug ihren Lippenstift auf und band die Haare zu einem Knoten hoch, wie sie es am liebsten mochte. Sie betrachtete ihr Spiegelbild und lächelte.
Nein, sie war nicht mehr jung. Schon seit vielen Jahren nicht mehr.
Früher hatte sie mal schönes, blondes Haar gehabt, heute war es schneeweiss. Ihre Augen wirkten müde; die Runzeln in ihrem Gesicht waren nicht zu übersehen.

Sie mochte sich, wie sie war und sie mochte ihr Leben. Auch wenn sie stets alleine gemacht hatte, war sie eine glückliche Frau mit einem starken Charakter.
Martha wusch sich die Hände, dann verliess sie ihr altmodisches Badezimmer.
Sie stieg vorsichtig die Holztreppe, welche bei jedem Schritt quietschte, in die Küche hinunter um sich ihren Morgenkaffee zu machen.
Es dauerte nicht lange, da war der Kaffee bereit. Martha setzte sich auf ihren Stuhl und nippte an ihm.
Zu wenig Zucker..., dachte sie sich und liess noch zwei Zuckerstückchen hinein plumsen. Während Martha trank, nahm sie sich die Zeitung von gestern, welche noch auf dem Küchentisch lag. Sie begann zu lesen, ohne zu ahnen, was sich heute noch alles ereignen würde. Sie wusste es nicht.
Auf Seite 3 stach ihr ein Bericht ins Auge, der Verwunderung in ihr aufkommen liess.
Seit bald zwei Wochen wir die 16 jährige Filiz Bailie vermisst. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
„Wir haben keine Zeugen, wann sie genau verschwunden ist“, meint Polizeikomissar Max Röhner. „Sie ist schon oft ausgerissen und war tagelang verschwunden. Bis jetzt jedoch ist sie immer wieder aufgetaucht“, so Röhner. „Hinweise von der Bevölkerung konnten uns leider auch nicht weiterhelfen. Wir gehen von einer Entführung aus.“
Auch die Eltern von Filiz sind ratlos, ebenso die Lehrer ihrer Schule. Niemand weiss, wo sich Filiz aufhalten könnte.
Martha sah auf. Ja, sie kannte Filiz. Jeden Morgen, stets um acht Uhr, war sie auf dem Weg zur Schule hier an ihrem Haus vorbeigekommen. Martha hatte ihr oft Kekse mitgegeben, da Filiz kaum etwas frühstückte, weil sie immer zu spät dran war.
Schon lange hatte sich Martha gefragt, was nun mit ihr passiert war. Sie seufzte.
Gab es wirklich Leute, die es übers Herz brachten, andere um zu bringen? Was schreckliches musste in ihnen nur vorgehen?
Die alte Frau schüttelte den Kopf, trank ihren Kaffee aus und legte die Zeitung zur Seite.

Nun war es an der Zeit, die Blumen zu giessen. Martha besass einen riesigen Garten direkt am Meerufer, der sie mit viel Liebe und Geduld pflegte. Von Rosen bis hin zu Tulpen – bei ihr gab es alles, was man sich vorstellen konnte.
So trat sie also an jenem Morgen auf die Veranda heraus. In ihrer rechten Hand hielt sie die Giesskanne, in der linken eine Gartenschere. Sie lächelte, als sie ihre prächtigen Blumen sah. Heute, so schien es ihr, blühten sie prächtiger als je zuvor.
Martha kniete hin und begann, in der Erde umher zu wühlen. Dann pflegte sie ihre Pflanzen, sorgfältig und geduldig. Schlussendlich nahm sie die Giesskanne und schüttete das Wasser über ihre Lieblinge.

Gerade wollte sie aufstehen und neues Wasser holen gehen, als sie plötzlich stutzte. Dort, am Ufer lag etwas... Martha kniff die Augen zusammen, um es besser erkennen zu können.
Als das nichts nützte, beschloss sie, an den Strand hinunter zu gehen, um nach zu sehen, was das wohl sein konnte. Die Giesskanne immer noch in der Hand schritt sie durch den Sand. Die Wellen schlugen kräftig ans Ufer. Was auch immer dort lag, es war groß. Ein Delfin vielleicht? Nein, oder gar ein Wahl? Nein!
Schritt für Schritt kam Martha diesem unheimlichen Wesen näher. Es hatte...-vier Beine. Also ein Hund?
Martha ging immer näher ran obwohl sie ganze genau wusste, dass sie es am Ende bereuen würde.
Langsam erkannte sie was es war, es war Betzi, der große Schäferhund von der lieben, netten Nachbarin neben ihr.
Martha stoppte der Atem.
,,B...-Betzi?" Stotterte Martha als sie sich vor den regungslosen Hundekörper fielen lies.
Das konnte doch nicht wahr sein! Was ist hier passiert? Wollte Betzi vielleicht schwimmen gehen und ist dabei ertrunken? Oder wurde sie angefriffen? Nein, von Kampfspuhren war nicht Sicht.
Martha hatte keine andere Wahl, sie musste es ihrer Nachbarin sagen, nur wie? Es würde der alten Dame das Herz brechen wenn sie davon erfahren würde, doch es musste sein, und Martha ging nur paar Schritte bis an das Haus ihrer Nachbarin.
Wie würde sie reagieren?
Was würde sie tun?
Wen würde sie verantwortlich machen?
Das wusste Martha erst als sie mit viel Mut bei ihrer Nachbarin klingelte.
Paar Sekunden später ging auch schon die Tür auf und eine kleine alte Dame kam zum vorschein.
,,Guten Tag Ingrid." Begrüßte Martha sie.
,,Ach guten Tag Martha. Na komm doch rein ich wollte dich eh heute anrufen!"
Ingrid war von der ersten Sekunde an Marthas Freundin. Ingrid war eine Herzensgute Frau, sie hatte für alles Verständniss und kannte sich mit allem aus.
Mit dem Tee gegen Liebeskummer, mit der Suppe gegen eine Erkältung und wenn man einfach jemanden zum reden brauchte, dann war Ingrid immer die erste Person die man ansprechen konnte.
Martha betrat Ingrids Wohnung.
,,Du? Ingrid? Ich muss dir was sagen...-was ich eben gesehen habe."
Ingrid drehte sich zu Martha um und sah sie gespannt an.
,,Na? Was war es denn?"
Martha setzte sich hin und begann.
,,Ingrid. Es war Betzi. Sie liegt am Ufer, mit Algen bedeckt, sie ist tot."
Die alte Frau sinkte auf ihren Sessel.
,,Was? Das kann nicht wahr sein! Nicht meine Betzi!"
Doch Martha nickte schwerfällig.
,,Ich möchte dir diesen Anblick nur zu gern ersparen."
,,Ich muss zu ihr! Wir müssen die Polizei rufen"
Ingrid stand schnell auf und schlüpfte in ihre Sandalen. Nein, sie wollte es nicht wahr haben, so verließ sie ihr Haus und ging runter zum Strand.
,,Betzi?" rufte sie.
,,Betzi?! Wo steckst du?"
Die alte Frau blieb stehen als sie etwas am Ufer liegen sah. War das ihre Betzi? Ihr schöner Schäferhund den sie mit Sanfthandschuhen aufgezogen hat?
Ingrid ging schwer auf ihre Betzi zu und ließ sich weinend vor ihren Hund fallen.
,,Nein! Nein wie konnte das nur passieren?! Ich hab dich nur einen moment aus den Augen gelassen! Ich hätte gestern schon nach dir suchen sollen!" Ingrid machte sich die schlimmsten Vorwürfe, doch schnell kam Martha hinterher und zog Ingrid hoch.
,,Ingrid, es ist alles ok. Wir werden die Polizei verständigen. Sie werden sehen warum Betzi so etwas schlimmes wiederfahren musste." Sagte Martha mit aufmunternder Stimme und nahm Ingrid fest in den Arm.

Eine halbe Stunde später traf die Polizei und ein Tierarzt ein. Sie sperrten das Gebiet ab und befragten Ingrid auf das Verhalten und die gewöhnlichen Merkmale des Hundes aus.
,,Wann haben sie ihren Hund zu letzt gesehen, Frau Lercher?" Begann ein Polizei Beamter.
,,G-gestern, sie ist nicht nach Hause gekommen. Aber das war öfters so. Betzi liebte die Freiheit, unabhängigkeit aber doch, ein warmes zu Hause zu haben. Und jetzt. Wie konnte das denn nur geschehen?" Schluchzte Ingrid.
,,Wir sind uns nicht sicher, es könnten alle möglichen Gründe gewesen sein. Dennoch hat ihr Hund ziemlich viel Wasser in der Lunge, das weist darauf hin das er wahrscheinlich ertrunken ist."
Ingrid war das nicht zu erklären. Betzi war eine ausgezeichnete Schwimmerin. Sie hat sogar immer den Ball auf dem Wasser geholt, egal wie tief es war.
Ingrid war mehr als frustriert.
Doch, was hatte das mit dem Hund auf sich?
War es einfach nur pech, oder doch ein schlechtes Omen?
Was wird noch auf Ingrid zu kommen? Oder bleibt sie verschont?
War es ein Zeichen?
Oder gar Mord?
Doch wer sollte einen Hund umbringen?
Es war absurd sich den Kopf darüber zu zerbrechen.
Doch in der Tat, war dies wohl der ausergewöhnlichste Fall mit dem es die Polizei jeh zutun hatte.





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