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...   Erstellt am 11.03.2008 - 10:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Tage habe ich bei E-stories ein Gedicht über die Frau von hinten, also genauer gesprochen, über ihren Hintern, gelesen. Das fand ich ganz witzig und es inspirierte mich, über den Mann von vorne zu philosophieren und dies kam dabei raus.


Der Mann von vorn

Ist klug, und cool, ein starker Feger
Er sorgt, er wühlt, er ist integer
Er sieht gut aus und er ist witzig
Mit dem Auto meistens spritzig

Der Ärmste auf dem Sockel steht
Doch Witz und Spritzigkeit vergeht
Wenn alle immer fordernd zwicken
Die Knete aus der Hose zerren Zicken

Im Innern sucht er guten Rat
Die ganze Kraft für neue Saat
Er sorgt, er wühlt, will schalten
Zieht grimmig nun die Stirn in Falten

Jetzt braucht er sie, die Hand der Alten


Doch die ist jetzt sehr eigen
Und ob sie noch die alte ist
Das wird sich ihm schon zeigen




Anwesende Männer mögen mir verzeihen.


Freundlichste Grüße von Helga





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Erkennen wollen
ist der erste Schritt des Verstehens.
Zunächst im Selbstversuch!

Chrissi ...

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...   Erstellt am 11.04.2008 - 17:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Helga,

dass ich mit Philosophie nicht sehr gut klar komme kannst Du unter den Geschichten von Betonhof nachlesen.
Das heißt nicht, dass ich nicht interessiert daran wäre. Nur, leider verstehe ich philosophisches meist nicht.

Gerne würde ich mich nun mal an Dein Gedicht wagen. Einen Gesamtkommentar traue ich mir nicht zu. Würde aber bei den einzelnen Zeilen mal schreiben wie ich sie verstehe. Außer Arbeit hast Du sicher nicht viel davon, aber ich vielleicht? Ich mache also einfach mal....

Helga schrieb
    Der Mann von vorn

    Ist klug, und cool, ein starker Feger/// Er ist jung, selbstbewusst, ihm gehört die Welt.
    Er sorgt, er wühlt, er ist integer/// Beruflich läuft alles super. Er kann alles, braucht niemanden. Nur ER zählt.
    Er sieht gut aus und er ist witzig/// Er kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass sein Leben jemals umkippen könnte.
    Mit dem Auto meistens spritzig/// Fällt mir nur Mantafahrer, Arm raus, also übertrieben Selbstbewusst (selbstgefällig?)ein.

    Der Ärmste auf dem Sockel steht
    Doch Witz und Spritzigkeit vergeht/// Ganz leichte Zweifel kommen bei ihm auf?
    Wenn alle immer fordernd zwicken
    Die Knete aus der Hose zerren Zicken/// Er merkt Äußerlichkeit ist vielleicht nicht alles?

    Im Innern sucht er guten Rat
    Die ganze Kraft für neue Saat
    Er sorgt, er wühlt, will schalten/// Er will den alten Zustand wieder.
    Zieht grimmig nun die Stirn in Falten/// Versteht sich und die Welt nicht mehr. Will die Änderung nicht akzeptieren?

    Jetzt braucht er sie, die Hand der Alten/// Wehmut kommt bei ihm auf. Er denkt über verlorene Zeiten nach. Jetzt würde er wohl gerne ein aufrichtigeres vielleicht auch ruhigeres Leben führen. Evtl. mit der Frau, die er auf der Strecke gelassen hat?


    Doch die ist jetzt sehr eigen
    Und ob sie noch die alte ist
    Das wird sich ihm schon zeigen/// Sie hat sich weiter entwickelt und wird ihm jetzt nicht mehr folgen wollen.



So nun habe ich fertig philosophiert.
Gruß Chrissi





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...   Erstellt am 12.04.2008 - 19:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Chrissi,

ich danke Dir sehr mit Deiner Deutung, mit der Du immer richtig liegst. Hat mich gefreut, dass Du es so gemacht hast.

Ich wollte, so wie Du es auch schon erkannt hast, den erfolgreichen Mann zeigen, der ganz oben auf dem Sockel steht. Solange alles bestens ist, findet er es auch ganz nett so. Merkt nicht, dass es nicht ewig so bleiben kann, dass es Frauen gibt, für die er nur interessant bleibt, solange er diese Klischeevorstellung ausfüllt. Eines Tages wird alles zu viel, er muss sich Neues einfallen lassen, er braucht dabei guten Rat. Tja, sein Frauchen, welches er sehr vernachlässigte, ist eigene Wege gegangen. Es folgt der Sockelsturz. Autsch!

Na ja, waren so Gedanken aus dem Leben gegriffen. Man sollte jeden Sockel meiden, finde ich. Der Fall ist so ernüchternd, wenn auch lehrreich.

Einen schönen Sonntag wünsch ich noch.

Viele Grüße
Helga





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