Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Aine
unregistriert

...   Erstellt am 15.02.2007 - 20:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wieder war sie in einer anderen Stadt, groß, lärmend und beengend, viele Menschen an einem Ort zusammengepfercht. Sie, die als Löwin bekannt geworden war in den Arenen von Rom, Athen und Tarraco, verabscheute all diese Menschen. Denn sie waren es, die nach Blut gierten, die bei jedem Kampf den sich die Gladiatoren lieferten mit wildem Geschrei die Tiere anstachelten und jauchzend, wenn ein Mann, eine Frau oder irgend ein armes Geschöpf mit aufgerissener Kehle in dem feinen Sand lagen und langsam erstickten oder verbluteten. Nicht Wölfe, Bären, Löwen oder Krokodile waren Monster, nein, es war der Mensch, der Mensch mordete aus Gier oder aus Freude oder Langeweile, während Tiere nur aus reinem Instinkt handelten.
Nachdenklich strich sie über die graue grobe Tunika die sie über ihrer Lederkleidung trug. Die Tunika verbarg den geprägten Löwen auf ihrer Brust, sie wollte, das nicht jeder gleich wusste wer sie war.
Mit großen Schritten trat sie durch das Tor, das zu den Unterkünften der Gladiatoren führte und suchte nach jemanden, der ihr zeigte, wo sie sich endlich mal ausruhen konnte. Sie sehnte sich nach einem Bad und einer Massage, wenn man schon ein Held der Arena war, dann konnte man es auch genießen und den Luxus genießen, den man bekam.
Ein schlaksiger Junge lungerte an einem der Übungsplätze herum und schaute gelangweilt den beiden Männern zu, die sich gerade mit den hölzernen Schwertern einen kleinen Übungskampf lieferten.
Sie trat an ihn heran und tippte ihn an die Schulter, der Junge hob den Kopf und schaute sie an. Er musterte sie abschätzend und Aine ahnte, was er von ihr dachte. Er hielt sie für eine Lupa.
Was willst du? Suchst du nach einem bestimmten Gladiator? Willst du nicht mit mir anfangen?" fragte er süffisant grinsend.
Aine verdrehte genervt die Augen. Ich will wissen, wo ich hin muss! Ich bin Aine!
Dem Jungen verging sofort das Grinsen und starrte sie beinahe ehrfürchtig an. Aine, die Löwin, fast jeder hatte schon einmal von ihr gehört. Er hatte es für ein Gerücht gehalten das sie hier her kam, und nun, nun stand sie leibhaftig vor ihm und machte nicht den Eindruck einer Gladiatorin.

"Ich.... ich.... es tut mir Leid.. ich wusste nicht wer du bist!" stotterte der Junge. Er konnte es kaum glauben, er stand einer wahren Berühmtheit gegenüber. er hatte viele Geschichten über diese Frau gehört, die ihm nun gegenüberstand. Sie wirkte gar nicht wie eine Kriegerin, eher im Gegenteil. Er fragte sich welchem Volk sie angehörte, diese roten Haare, das war selten und er wusste, das nur dir nordischen Völker solch eine Haarfarbe hatten.

Sie selbst verdrehte nur wieder die Augen, sie hasste es wenn man so tat, als sei sie etwas besonderes, dabei versuchte sie nur zu überleben.Wo muss ich hin? Wo kann mich meine Sachen hinbringen? fragte sie gereizt.

Der Junge kam wieder zu sich: "Kommt mit! Ich bring euch dann erst einmal zu den Unterkünften!" er deutete eine kleine Verbeugung an und ging voraus. Aine folgte ihm. Sie liefen nicht weit und der zeigte ihr eine schmucklose Kammer, mit einem schlichten Bett, einer Waschschüssel und einem Schemel. Die Fenster waren vergittert. Wie lange würde sie nun an diesem tristen Ort bleiben müssen?

"Ich werde nur schnell Bescheid geben das ihr angekommen seid!" sagte der Junge und rannte davon.

Aine nickte nur und war erleichtert, als der Junge endlich verschwunden war. Sie ließ sich auf das harte Bett fallen und starrte mit leerem Blick an die Decke. nun war sie wieder in einer neuen Arena und würde schon bald einem neuen Gegner gegenüberstehen.

[Dieser Beitrag wurde am 16.02.2007 - 16:49 von Aine aktualisiert]




Aine
unregistriert

...   Erstellt am 16.02.2007 - 16:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Löwin, ein Name den sie sich mit 16 Sommern erkämpft hatte. Ein Tag an den sie sich immer zurück erinnern würde und sie immer dann heimsuchte, wenn sie versuchte ein wenig Ruhe zu finden. Er verfolgte sie genauso wie ihre Alpträume in denen ihre ganze Familien einer römischen Legion zum Opfer fiel.
Sie schloss die Augen und schon war sie wieder an jenem heißem Tag in Rom, wo sie mitten im Kolosseum stand:

Es war erdrückend heiß, die Sonne schien gnadenlos auf Rom hinunter, die Arena war erfüllt, von Schweiß, Blut und Tod und an diesem Tag gierte die wilde aufgebrachte Menschenmenge nach besonders viel Lied und Schmerz. Drei Gladiatoren waren bereits zu Tode gekommen, wie immer waren auch sie dem Willkür des wilden Mobs ausgesetzt gewesen. Hier in den Arenen der Welt waren selbst die ärmsten Bürger einem Gott gleich, schließlich entschieden sie über Tod und Leben der Kämpfer, ihrer Helden.
Und inmitten diesem grausamen Spiel stand sie. Eine Gladiatorin, die schon mehrmals hart gekämpft hatte und um ihr eigenes Leben zu retten, andere töten musste.
Sie spürte wie der heiße Wind, den feinen Sand aufwirbelte, Schweiß lief ihr die Stirn hinunter benetzte ihre spröden Lippen, die sie immer wieder ableckte. Sie stand mitten in der Arena umgeben von wildem Geschrei, Jubel und Lachen des römischen Volkes. Neben den reichen Consulen saßen auch die armen Männer auf den Rängen und warteten auf den nächsten Kampf.
Sie selbst bewegte die Schulter leicht um die Verspannung zu lösen, veränderte den Griff an ihrem Kurzschwert und schloss die Augen um alle störenden Geräusche aus ihrem Kopf zu verbannen. Wer würde heute ihr Gegner sein, wer würde heute den Tod finden oder wurden sie gar vom Volke verschont. Sie atmete tief ein, hörte nur auf ihren eignen Atem und ihren ruhigen Herzschlag.
Dann ertönte es, dann metallische Rattern der Gitter, als eines der Tore geöffnet wurde um ihren Kontrahenten in die Arena zu lassen. Sie öffnete die Augen und das Blut schien ihr in den Adern zu gefrieren, nicht ein Mann oder eine Amazone, wie sie es erwarte hatte, war ihr Gegner, sonder eine Löwin, die sich mit ihrem geschmeidigen Bewegungen langsam in die Arena kam. Die Augen fest auf ihre Beute gerichtet, die heute sie, Aine, darstellen sollte.
Aus dem zottigen und löchrigen Fell stachen schon die Rippen heraus, das Tier war hungrig, sehr hungrig. Aine schluckte, versuchte ihre Angst zu verbergen. Denn Tiere konnten die Angst riechen, nein sogar schmecken. Ein unmerkliches Zittern musste sie unterdrücken, sie warf ihren Schild beiseite, der würde ihr in diesem Kampf nicht schützen. Sie konnte nur auf ihr Glück vertrauen.
Ganz langsam umkreiste das Tier die junge Frau, Aine verfolgte dabei aufmerksam jede Bewegung und hielt dem wilden animalischen Blick der Löwin stand.
Die ersten Augenblicke zogen sich in die Länge, sie Beide, Tier und Mensch, versuchten sich einzuschätzen.
Und dann, dann begann es. Mit einem wilden Fauchen stürzte sich das Tier auf sie, Aine handelte aus Reflex, ließ sich im letzten Augenblick auf den Boden fallen und entging so den tödlichen Krallen der Raubkatze. Doch zeit zum Verschnaufen blieb ihr nicht, die Löwin war schnell, stürzte sich fast in der gleichen Bewegung wieder auf ihr Opfer und Aine stieß mit ihrem Schwert nach dem Tier.
Sie verfehlte das Tier und ein stechender Schmerz fuhr ihr den rechten Arm und sie spürte wie ihr eigenes warmes Blut den Arm herunter lief. Sie keuchte vor Schmerz und Angst auf. Ihre Augen weiteten sich, als die Löwin, nun da sie Blut geschmeckt hatte, sie erneut sich auf die Frau stürzte.
Nun handelte Aine nur noch aus purem Lebenswillen, sie kniete sich auf den Sand, umfasste ihr Schwert, trotz des Schmerzes der ihr den Arm hinauf lief, und stieß das Schwert tief in den Rachen des Tieres.
Kurz bevor das Leben aus den Augen der Löwin erlosch, verspürte Aine ein tiefes Gefühl der Entgültigkeit, ein Gefühl des Endes. Sie selbst war auch nur ein Teil des ewigen Kreislaufes des Lebens.
Das Tier stürzte Tod zu Boden und sie selbst kniete im Sand, nur für wenige Herzschläge, dann wurde alles schwarz um sie her.....


Die Löwin war zu einem Teil ihres Lebens geworden, nicht nur ein Name, den sie angenommen hatte. Aine fühlte sich merkwürdig vertraut mit diesem armen Wesen, dem sie letzten Endes ein gnädigen Tod geschenkt hatte. Sie selbst führte ein Leben in Gefangenschaft und die einzige Aussicht auf Freiheit war letztendlich der Tod.

Aine erhob sich schließlich von ihrem harten Lager, auch wenn sie sonst jemand war, dem es nicht nach Gesellschaft verlangte, suchte sie nach Ablenkung, Ablenkung von ihren trüben Gedanken und der Tristes von der sie immer umgeben war.
Sie lenkte ihre Schritte zum Aufenthaltsraum.

[Dieser Beitrag wurde am 16.02.2007 - 18:30 von Aine aktualisiert]





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