Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3915 Nachricht senden | Erstellt am 29.12.2006 - 16:22 |  |

Wenn der gute Kuss sich selber beschreiben müsste,
würde er selbstverständlich vor Selbstbewusstsein strotzen.
Er kann nur ehrlich sein, denn unehrlich sind ja die anderen, die schlechten Küsse.
Er müsste zugeben, dass er unkonzentriert ist, weil ihn Denken stört.
Er ist ungeduldig und lässt sich dennoch viel Zeit.
Wenn der gute Kuss nämlich richtig gut drauf ist, verliert selbst die Ewigkeit ihren Schrecken.
Der gute Kuss kann und sollte nicht verleugnen, dass er gierig ist, und wenn er ohnehin gerade gesteht, dann muss ihm auch seine Feuchtigkeit nicht peinlich sein.
In seinen eitlen Momenten bedient sich der gute Kuss in der Weltliteratur und zitiert, leicht verfälschend, aus "Cyrano de Bergerac":
"Ich bin ein Flüstern, das den Mund statt das Ohr nimmt."
*Diesen Text habe ich vor langer Zeit per Mail erhalten, ich weiss also nicht, wer der Verfasser ist*
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