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Status: Offline Registriert seit: 21.12.2005 Beiträge: 77 Nachricht senden | Erstellt am 02.01.2006 - 23:20 |  |
Der Kölner Mister X bekommt einen Namen
Manager Meier kündigt eine Entscheidung an und ärgert sich über das Wettbieten um Podolski.
Köln - Es hatte zwar niemand versprochen, dass im neuen Jahr alle Wünsche Wirklichkeit würden, dennoch waren gestern viele gekommen, um sich die Lizenzspieler-Abteilung des 1. FC Köln beim Start ins neue Arbeitsjahr anzuschauen. Sie waren wohl einen Tag zu früh. Gestern abend teilte der Klub mit, dass der Nachfolger von Uwe Rapolder am heutigen Dienstag präsentiert werden soll. Namen wurden nicht genannt, allerdings hieß es, der neue Mann werde eine Überraschung sein.
Was die Zu-früh-Gekommenen sahen, war altes Personal in neuer Funktion. Neu war letztlich bloß, dass der bisherige Co-Trainer Wolfgang Geier die Spieler zum Jahresauftakt auf eine Runde um den Decksteiner Weiher schickte. Zumindest die Gruppe, die am Abend nicht am in der Kölnarena ausgetragenen Fußballturnier um den „RheinlandCUP“ (siehe Berichte) teilnehmen würde. Neue Spieler für den Abstiegskampf wurden nicht gesehen. Obgleich zunächst jemand glaubte, einen neuen Mann entdeckt zu haben. Bei diesem Spieler handelte es sich jedoch um den Dänen Peter Madsen, der mit langen Haaren in den Urlaub fuhr und gestern mit Glatze zurückkehrte.
Weil aber sehr viele Kamerateams und Reporter erschienen waren, um über den 1. FC Köln zu berichten, trat Michael Meier vor die Kölner Klubzentrale im Grüngürtel, um zu erklären, dass es zunächst nicht mehr zu erklären gibt als das: „Wir suchen einen Coach mit Fachkompetenz, der die Kraft und die Stärke für den Abstiegskampf hat“, erklärte der neue Manager. Nachdem sich am Neujahrstag die Kandidaten Ralf Rangnick und Matthias Sammer endgültig dazu entschlossen hatten, nicht den nötigen Mut für eine FC-Rettungsaktion aufbringen zu können, scheint die Kölner Suche nunmehr auf einer anderen Spur zu enden. Allerdings legte Meier Wert darauf, dass der 1. FC Köln stets die freie Wahl hatte. „Wir haben verschiedene Optionen und lassen uns Zeit. Diese Situation erfordert besondere Akribie.“
Nachdem es nicht gelungen war, den derart akribisch optionierten Mann bis zum Trainingsauftakt zu finden, könnte das nächste Ultimatum erfüllt werden: Am 14. Januar brechen die Kölner ins Trainingslager an die portugiesische Atlantikküste auf, diese Reise wird der Aufsteiger kaum mit einem Übergangstrainer antreten.
Michael Meier hatte gestern allerdings auch abseits der Trainersuche Erklärungen abgegeben. Dass mittlerweile ein Bundesligaklub nach dem anderen seine Solvenz mit Interesse an Lukas Podolski zu betonen versucht, gefällt dem Manager überhaupt nicht. Bereits um die Weihnachtstage hatte der Hamburger SV sein Interesse an einer Verpflichtung Podolskis erklärt, Meier sieht darin einen „klaren Verstoß gegen den Kodex der DFL“. Außer dem FC Bayern und Hertha BSC Berlin hatte zuletzt auch Werder Bremen Interesse bekundet.
Dem „Express“ hatte Podolski zwar Gespräche mit Werder, dem HSV und dem FC Bayern bestätigt, allerdings auch erklärt, sich noch nicht endgültig gegen den 1. FC Köln entschieden zu haben. „Es gibt noch keine Tendenz, und ich habe mir auch keine Deadline für eine Entscheidung gesetzt“, sagte Podolski. Beschlossen sei nur, dass er seine berufliche Zukunft bis April geklärt wissen wolle: „Es kann nicht sein, dass ich noch in der WM-Vorbereitung Gespräche über meine Zukunft führe.“
Quelle: KSTA
Signatur FC JEFF JAS |