Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3385 Nachricht senden | Erstellt am 18.06.2007 - 20:28 |  |
Heute komme ich dazu, mein Versprechen, etwas über den Kleinen Prinzen zu erzählen, philosophieren, einzulösen.
Unter dem Sternenzelt des Planetariums in Winterhude eine Geschichte zu hören, nicht irgendeine, nein den Kleinen Prinzen, das ist mehr ein Event , das ist Romantik pur.
Im Sessel liegend , Sternhimmel betrachtend , einer Stimme lauschen, fühlen, spüren, gerührt sein von der unvergleichlichen poetischen Art.
Eine Stimme , die es versteht, dem Kleinen Prinzen Leben einzuhauchen. Eine Stimme , die etwas kindliches , unschuldiges , ja fast naives hat. Eine Stimme, die meine Seele gestreichelt hat.
Ich mag den Kleinen Prinzen. Zitiere ihn gern bei einem Glas Rotwein am Kamin.
So unter anderem geschehen an einem Nikolausabend im Hotel DER KLEINE PRINZ in Baden Baden.
Für mich ist es ein Kinderbuch, das sich an Erwachsene richtet.
Es hat einen märchenhaften Charakter gepaart mit Lebensphilosophie. Von Werten wird in diesem Buch erzählt, von Begegnungen. Und eines ist mir im Planetarium bewusst geworden, der Kleine Prinz geht in der Welt umher und das Gehen ist ihm wichtiger, als das Ziel.
Er äußert Wünsche wie : bitte zeichne mir en Schaf und der Wunsch ist ihm wichtiger als der Gegenstand, der hinter dem Wunsch steht.
Vielleicht ergeht es Euch wie mir, hat man das Buch in der Hand, muss man sich zwangsläufig damit beschäftigten, den Blick von Bild zu Bild gleiten lassen.
Sich einlassen darauf, dass es kein Bild zu einem Text ist, sondern das es der gezeichnete Text ist, der die Geschichte begleitet, beflügelt und dem ganzen einen humorvolles Lächeln entlockt.
Und ist es nicht schön, zu erlesen, dass sich der Erwachsene gelegentlich klug zeigen darf und das Kind gedankenlos klug ist.
Ist es nicht gut zu wissen, dass ein Kind Weisheit offenbart und der Erwachsene nur staunt?
Mir tat und tut es immer gut, zu lesen, dass auch Erwachsene häufig vom Kleinen Prinzen Belehrungen erhalten.
Ihr kennt sie wie ich, die Begegnung mit dem Fuchs. Wie viele Weisheiten lehrt uns diese Geschichte. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht den Satz kennt
Man sieht nur mit dem Herzen gut.....
Je öfter ich diese Buch lese oder die Geschichte höre, um so mehr Sichtweisen schenkt sie mir.
Die Wiederentdeckung des Inneren Kindes mag wie eine Modeerscheinung der jüngsten Zeit zu wirken.
Aber hatten die Menschen nicht schon immer Sehnsucht nach ihrer verlorenen Kindheit?
In einer Zeit voller Krieg, Hunger, Gewalt ist eine echte Kindheit ein kostbares, seltenes Gut geworden.
Auch der Kleine Prinz entstand in Zeiten des Krieges. Es ist somit nicht verwunderlich, dass sich ein Soldat auf den Weg zu seinem inneren Kind macht?
Er hat seine wundervollen Schilderungen der Kindlichkeit ein Denkmal gesetzt
Und ein Satz hat mich zu folgender Überlegung gebracht.
Ich glaube das Antoine de Saint-Exupery nicht erwachsen werden wollte.Die großen Leute sind entschieden sehr, sehr wunderlich, sagte er nach der Begegnung mit dem Säufer.
Der Kleine Prinz hatte Angst vor dem Erwachsenwerden und der daraus entstehenden Verantwortung.
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