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Nachtfalke ...
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...   Erstellt am 29.05.2004 - 08:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jeder von euch kennt den \"Kleinen Prinzen\", wie tief greifen bei euch die folgenden Zeilen?

Der Kleine Prinz - Zaehmen

\"Wer bist du?\" fragte der kleine Prinz. \"Du bist sehr hübsch....\"
\"Ich bin ein Fuchs\" sagte der Fuchs.
\"Komm spiel mit mir\" schlug ihm der kleine Prinz vor. \"Ich bin so traurig....\"
\"Ich kann nicht mit dir spielen\" sagte der Fuchs. \"Ich bin noch nicht gezähmt!\"
\"Ah, Verzeihung!\" sagte der kleine Prinz.
Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: \"Was bedeutet zähmen?\"

.....

\"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache\", sagte der Fuchs. \"Es bedeutet, sich vertraut machen.\"

\"Vertraut machen?\"

\"Gewiß\", sagte der Fuchs. \"Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in dieser Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt....\".

.......

\" Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben voller Sonne sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfeder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen.\"

Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an.

\" Bitte ...... zähme mich!\" sagte er.





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Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden. Rosa Luxemburg

frechenet 
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...   Erstellt am 02.06.2004 - 09:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


\"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache\\\", sagte der Fuchs. \\\"Es bedeutet, sich vertraut machen.\\\"

Vertrauen. Eine Freundschaft aufbauen. Ohne Unterschiede im Ansehen an die Person (ob Tier oder Mensch). Vorbehaltlos geben. Neues entdecken, erfahren, sich in andere Hände begeben. Sich leiten, führen lassen. Erleben. Erinnern.

Nicht allein sein, wenn man lacht oder weint. Miteinander teilen. Und noch so vieles mehr.

Gemeinsamkeit. Selbst in Einsamkeit.

Ich mag die Geschichte sehr. Sollte mich mal ein Fuchs fragen, ob ich ihn zähmen wolle, würd ich bestimmt gern ja sagen. Obwohl ich schon zwei Vögel habe

LG frechenet





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Nur wer sät, der erntet auch.

Flame ...
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...   Erstellt am 07.07.2004 - 13:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tja, wer will schon gezähmt werden?
Irgendwie jeder und doch würde es niemand zugeben.

Der Satz von frechenet:

"Gemeinsamkeit. Selbst in Einsamkeit."

gefällt mir.


Erlebt man Einsamkeit nicht immer sehr deutlich in einer Zweisamkeit?
Oder erkennt man dadurch die Einsamkeit schneller?

Oder kann man in Einsamkeit die Zweisamkeit erkennen oder sind genau diese Erinnerungen daran der Grund, dass man Einsamkeit verspürt?

Genug Fragen für heute,
bye
Flame





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Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen. Novalis

Nachtfalke ...
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...   Erstellt am 08.07.2004 - 08:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Flame schrieb
    Erlebt man Einsamkeit nicht immer sehr deutlich in einer Zweisamkeit?
    Oder erkennt man dadurch die Einsamkeit schneller?

    Oder kann man in Einsamkeit die Zweisamkeit erkennen oder sind genau diese Erinnerungen daran der Grund, dass man Einsamkeit verspürt?


Bei näherer Betrachtung deiner Frage wirst du feststellen müssen, dass der Fuchs dir bereits geantwortet hat.

Nachtfalke schrieb

    Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben voller Sonne sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfeder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen.


Liebe Flame, versuche deine Gefühle, dein Begehren, dein Wunsch nach Zweisamkeit zu verstehen. Meist ist man durch Innerezwänge verhindert sich selbst zu erkennen. Öffne dein Herz und gebe deinem Bewußtsein die Freiheit den Wind im Getreide zu verspüren. ... erst dann wirst du erkennen können.

Nachtfalke

[Dieser Beitrag wurde am 08.07.2004 - 09:02 von Nachtfalke aktualisiert]





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Flame ...
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...   Erstellt am 08.07.2004 - 11:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Nachtfalke,

du hast sicher recht.
Doch so einfach ist das nicht.

Bye
Flame





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Jules 
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...   Erstellt am 26.07.2004 - 03:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hi,
ich glaube fest das selbsterkenntniss der erste schritt zum waren glük ist.Komischer weise sind es oft andere menschen die uns unser eigentliches selbst ein stückchen näher bringen.





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ich bin nicht einverstanden mit dem was ihr sagt, doch ich werde kämpfen damit ihr es sagen dürft.(Emil Zola)

Nachtfalke ...
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...   Erstellt am 31.07.2004 - 21:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Glück ist einerseits das Ziel allen menschlichen Strebens und Sehnens, andererseits der Zufall, das Geschick, das jenem Ziel den Inhalt gibt. Glück ist in der Philosophie immer aus dieser Zweideutigkeit verstanden worden, hinzu kam in späterer Zeit die Sakralisierung des Begriffs als Glückseligkeit im Jenseits. Aus der Erfahrung, dass das äußerliche Geschick nicht steuerbar ist, hat die griechische Philosophie das Glück mehr und mehr in die Freiheit und Jenseitigkeit eines theoretischen Lebensideals verlegt.
Das Christentum und die Wirkung der stoischen Philosophie bis in die Neuzeit haben den weltflüchtigen Zug des Glücks verstärkt, so dass Glück entweder in der jenseitigen Gottesschau nach dem Tode oder in der Zufriedenheit der Seele, die sich nicht durch äußere Leiden anfechten lässt, gesehen wird. Dem entspricht, dass - wie Geschichte und Erfahrung zeigen - das menschliche Streben tatsächlich nie zur Ruhe kommt, weil es nicht instinktgelenkt ist, sondern die spezifische Offenheit des Menschen für seine Welt verkörpert. In der neueren Philosophie wird daher auch entweder das Glück als etwas Äußerliches vom moralischen Handeln getrennt (so bei Kant) oder das Glück in einen subjektiven, durchaus zerbrechlichen psychischen Zustand des Gefühls verlegt (etwa von Nietzsche und Freud).

Mit dem Wort "zähmen" meint der Autor nicht das Glück in der Zweisamkeit, sondern das sich miteinbringen zu einem "Wir". Man muß bereit sein sich selbst aufzugeben um etwas Neues zu schaffen. Aus dem "Ich" und "Du" entsteht das "Wir".

Nachtfalke





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Flame ...
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...   Erstellt am 01.08.2004 - 10:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sich selbst aufzugeben, kann nicht die Lösung für ein WIR sein?
Ich habe da leider andere Erfahrungen gemacht.
Obwohl es für mich immer wunderschön war, mich auf ein WIR einzulassen, mußte ich doch immer erkennen, dass unsere WIR-Vorstellungen unterschiedlicher nicht sein konnten.

Liebe Grüße
Flame

Gemeinsame Selbstaufgabe mit dem Ergebnis WIR, ist sehr schwer zu finden, aber das, ist die wahre Liebe.





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