Aquila  Moderator
    

Status: Offline Registriert seit: 31.12.2009 Beiträge: 1878 Nachricht senden | Erstellt am 02.01.2010 - 16:22 |  |
KATECHISMUS der Katholischen Kirche:
IV Die Hölle
1033
Wir können nicht mit Gott vereint werden, wenn wir uns nicht freiwillig dazu entscheiden, ihn zu lieben.
Wir können aber Gott nicht lieben, wenn wir uns gegen ihn, gegen unseren Nächsten oder gegen uns selbst schwer versündigen: „Wer nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder, und ihr wißt: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt" (1 Joh 3,14-15).
Unser Herr macht uns darauf aufmerksam, daß wir von ihm getrennt werden, wenn wir es unterlassen, uns der schweren Nöte der Armen und Geringen, die seine Brüder und Schwestern sind, anzunehmen [Vgl. Mt 25,31-46].
In Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluß für immer von ihm getrennt zu bleiben.
Diesen Zustand der endgültigen Selbstausschließung aus der Gemeinschaft mit Gott und den Seligen
nennt man „Hölle".
1034
Jesus spricht öfters von der „Gehenna" des „unauslöschlichen Feuers" [Vgl. Mt 5,22. 29; 13, 42. 50; Mk 9,43-48], die für jene bestimmt ist, die bis zum Ende ihres Lebens sich weigern, zu glauben und sich zu bekehren, und wohin zugleich Seele und Leib ins Verderben geraten können [Vgl. Mt 10,28].
Jesus kündigt in ernsten Worten an, daß er „seine Engel aussenden" wird, die
„alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und ... in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt" (Mt 13,41-42), und daß er das Verdammungsurteil sprechen wird:
„Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!" (Mt 25,41).
1035
Die Lehre der Kirche sagt,
daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert.
Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, „das ewige Feuer" [Vgl. DS 76; 409; 411; 801; 858; 1002; 1351; 1575; SPF 12].
Die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, in dem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt.
1036
Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal
verantwortungsvoll zu gebrauchen.
Sie sind
zugleich ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung:
„Geht durch das enge Tor!
Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn" (Mt 7,13-14).
„Da wir weder Tag noch Stunde wissen, müssen wir auf die Ermahnung des Herrn hin
standhaft wachen, damit wir, wenn unser einmaliger irdischer Lebenslauf erfüllt ist, mit ihm zur Hochzeit einzutreten und den Gesegneten zugezählt zu werden verdienen
und uns nicht wie bösen und faulen Knechten geheißen wird,
ins ewige Feuer zu weichen, in die Finsternis draußen, wo ‚Heulen und Zähneknirschen sein wird" (LG 48).
1037
Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen [Vgl. DS 397; 1567];
nur eine freiwillige Abkehr von Gott
(eine Todsünde), in der man
bis zum Ende verharrt, führt dazu.
Bei der Eucharistiefeier und in den täglichen Gebeten ihrer Gläubigen erfleht die Kirche das
Erbarmen Gottes, der
„nicht will, daß jemand zugrunde geht, sondern daß alle sich bekehren" (2 Petr 3,9):
„Nimm gnädig an, o Gott, dieses Opfer deiner Diener und deiner ganzen Gemeinde; ordne unsere Tage in deinem Frieden, rette uns vor dem ewigen Verderben und nimm uns auf in die Schar deiner Erwählten" (MR, Römisches Hochgebet 88).
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Freundliche Grüsse und Gottes Segen.
[Dieser Beitrag wurde am 06.01.2010 - 10:08 von Aquila aktualisiert]
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KleineBlume Moderatorin
     

Status: Offline Registriert seit: 02.01.2010 Beiträge: 106 Nachricht senden | Erstellt am 05.02.2010 - 10:02 |  |
Hallo Ihr Lieben!
Ich möchte Euch erzählen, was mir passiert ist:
Ich nähere mich gerade wieder dem Karmel an, aus dem ich ausgetreten bin. Ich bin damals gegangen weil diese Gruppe unheimlich mit der Zenmeditation zu tun haben und auch die Hölle leugnen.
Da ich aber einfach die Karmelspiritualtät sehr liebe und gerne zum Karmel gehören möchte, bat ich um Wiederaufnahme, mit der Bedingung, daß sie akzeptieren, daß ich meinen Weg als Karmelitin anderst gehe wie die Gruppe und es scheint zu funktionieren. Nur eine greift mich immernoch an. Sie nennt mich fundamentalistisch und hochmütig, nur weil ich es gewagt habe den Pater Reinhard Körner zu kritisieren, weil er öffentlich die Hölle leugnet.
Nun ist es bald soweit und ich werde sehen, ob ich im Karmel wieder aufgenommen werde oder nicht. Ich lege das ganz in Gottes Hand´. Wenn es so sein soll, werde ich wieder eintreten können und wenn ich besser davon fernbleiben soll, wird es nicht klappen.
Liebe Grüße
Kleine Blume
Signatur Der beste Gebrauch, den man von seiner Freiheit machen kann besteht darin, sie in die Hände Gottes zurückzugeben. |
Aquila  Moderator
    

Status: Offline Registriert seit: 31.12.2009 Beiträge: 1878 Nachricht senden | Erstellt am 05.02.2010 - 14:18 |  |
Liebe KleineBlume
Die Ungehorsamswelle modernistischer Kreise nach dem Vaticanum II. hat es denn leider mit sich gebracht, dass viele römisch Katholiken derart verunsichert worden sind, dass sie sich unbedacht der "Mehrheitsmeinung" anschliessen, um so ihrer Menschenfurcht genüge zu tun.
So gesehen ist es denn nicht gegeben, alleine aus "menschlichen Gründen" die Nähe einer Gemeinschaft zu suchen, die offensichtlich
nicht die unverfälschte reine Lehre der Heiligen Mutter Kirche lehrt und praktiziert.
Gerade die wahre
karmelitische Spiritualität aber wurzelt in ihrer Tiefe
fest und unerschütterlich in dieser reinen Lehre !
Sämtliche Abweichungen davon sind denn auch Ausflüge ausserhalb dieser Spiritualität und somit reines Menschenwerk !
Liebe KleineBlume
Es muss Dir und auch allen anderen gläubigen römisch Katholiken zuerst um Dein - um der Dir Anvertrauten - Seelenheil gehen.
Sollte denn diese Gemeinschaft weiterhin an ihren offenkundigen Häresien festhalten, so kann sie denn nicht dafür stehen, die Seelen im Streben nach Heiligkeit zu stärken !
Bedenken wir denn auch stets, dass das, was für einen
geweihten Priester im Besonderen gilt,
sehr wohl auch für
alle gläubigen römisch Katholiken
- als Inhaber des allgemeinen Priestertums - gelten muss;
keine "Neuerer" in Form von profaner "Menschlichkeit als Gemeinschaftserlebnis" durch Krummbiegung oder "Wegtolerierung"-Versuche unfehlbarer Glaubenswahreiten zu sein
sondern
Erwecker von Heiligkeit in den Seelen !
durch das Bekennen, Verkünden und Leben der reinen Lehre der Heiligen Mutter Kirche.
Letzteres ist denn auch der Massstab für die Einschätzung jeglicher innerkirchlichen Gemeinschaften.
Freundliche Grüsse und Gottes Segen
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CSc 
    

Status: Offline Registriert seit: 02.07.2011 Beiträge: 1398 Nachricht senden | Erstellt am 04.08.2012 - 10:50 |  |
Die leere Hölle
Glaubenspräfekt Gerhard Ludwig Müller ist der Meinung, dass wahrscheinlich kaum jemand in der Hölle ist: „Wer, wie viele und ob überhaupt Menschen bis in den Tod einen radikalen Widerstand gegen die Liebe durchgetragen haben, entzieht sich unserem Wissen nicht nur zufällig, sondern prinzipiell. Wir sollen aber hoffen und beten, dass der allgemeine, sich auf jeden Menschen erstreckende Heilswille Gottes bei allen zum Ziel kommt. … In Christus ist die Menschheit definitiv bei Gott angekommen als ihrem einzigen Ziel, mögen vielleicht auch einzelne im Widerspruch zu Gott verharren.“ (Katholische Dogmatik, S. 564 f)
Damit widerspricht er unserem Herrn, der gesagt hat: „Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der ins Verderben führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.“ (Mt 7,13 f)
Wenn es wahr wäre, was Erzbischof Müller in der Nachfolge von Karl Barth und Hans Urs von Balthasar geschrieben hat, hätte Christus sagen müssen: „Eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Verderben führt, es gibt kaum einen, der ihn findet.“ In der zitierten Stelle der Bergpredigt heißt es aber ausdrücklich, dass viele durch die weite Pforte ins Verderben eingehen, was manche Übersetzungen leider auslassen.
Die christliche Theologie habe die „Lehre von der Ewigkeit der Höllenstrafe als eine wahre Crux der Verkündigung“ empfunden (S. 562), meint Müller. In Wirklichkeit hat der Gedanke an die Hölle zahllose Menschen zur Bekehrung geführt. Im Exerzitienbuch des heiligen Ignatius von Loyola spielt die Betrachtung der Hölle eine zentrale Rolle in der ersten Exerzitienwoche, damit „wenn ich wegen meiner Fehler die Liebe des ewigen Herrn vergäße, mir wenigsten die Furcht vor der Strafe dazu verhelfe, nicht in die Sünde zu fallen.“
Die heilige Theresia von Avila betrachtete ihre Vision der Hölle als eine der größten Gnaden, die sie erhalten habe, und schreibt in Bezug auf Seelen, die den Weg der Vollkommenheit gehen, es würden Zeiten der Prüfung kommen, in denen man sich erinnern müsse, dass es eine Hölle gibt. In der Versuchung und geistigen Trockenheit verblasst nämlich der Gedanke an die Liebe Gottes, und die Verlockungen der Sünde können übergroß erscheinen, so dass der Gedanke an die Hölle eine wirksamere Hilfe gegen die Einwilligung in die Sünde sein kann als der Gedanke an die Liebe Gottes.
Die Muttergottes zeigte in Fatima sogar kleinen Kindern die Hölle, um sie zu Gebet und Buße für die Bekehrung der Sünder anzueifern.
Wenn in der Hölle aber höchstens ein paar menschliche Bestien wie Hitler, Stalin oder Jack the Ripper sind und man selbst bei diesen hoffen kann, dass sie nun gemeinsam mit ihren Opfern im Himmel fröhlich Halleluja singen, dann braucht sich der Durchschnittsmensch keine Sorgen um sein Heil zu machen.
Nach katholischer Lehre kommen aber nicht nur menschliche Ungeheuer in die Hölle, sondern jeder, der im Zustand der schweren Sünde stirbt. Es ist eine ernste Wahrheit, dass auch anständige Menschen in die Hölle kommen, wenn sie so unanständig waren, Gott nicht als ihren Herrn anzuerkennen und ihr Leben nicht nach ihm auszurichten.
Schwester Lucia von Fatima sagte darum in einem Wortwechsel mit dem heilsoptimistischen Pater Lombardi: „Pater, es sind viele, die sich verdammen.“ – „Sicher ist die Welt eine Kloake von Lastern und Sünden. Aber es gibt doch immer die Hoffnung auf das Heil.“ – „Nein, Pater, viele, viele gehen verloren.“ (vgl. François de Marie des Anges, Fatima – Joie intime; 2. Aufl., Saint - Parres - lès - Vaudes 1993, S. 281)
http://pius.info/streitende-kirche/974- … ere-hoelle
Signatur "Wenn liebenswerte Menschen furchtbare Irrtümer vertreten, so kann leicht folgendes passieren: Entweder wir sehen diese Irrtümer als so liebenswert wie ihre Vertreter an und werden somit von diesen Menschen zum Liberalismus hingezogen. Oder aber wir stufen diese Menschen als ebenso schrecklich wie ihre Irrtümer ein und werden somit von den Irrtümern der Konzilspäpste zum Sedisvakantismus gezogen. Tatsächlich war es in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie so leicht wie heute, daß Menschen gleichzeitig so liebenswert sind wie ihre Irrtümer furchtbar. Das ist ein Merkmal unseres Zeitalters. [...] Es lebe das wahre Rom! Es leben die lieblichen Römer! Doch bewahre Gott uns vor ihren Irrtümern!" (Bischof Richard Williamson; http://eleisonkommentar.blogspot.de/201 … ke-ii.html) |