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Maggie 
...die Bienenbetörerin ;)
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 02:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im Forum http://www.adipositas-ops.de kann man

HIER die Artikel lesen, auf die unten Bezug genommen wird.

Wirklich lesenswert. Ich bin darüber in einem anderen Forum gestolpert und habe mal wieder gestaunt, welche Punkte man sich - je nach Blickwinkel - rauspickt. Die einen lesen nur, dass 10-30% Gewichtsabnahme und individuelle Behandlung bei Adipositas angesagt sind. Empfehlen diesen Beitrag und die darin ausgesprochenen Empfehlungen.

Das kann ich gut verstehen soweit es das hier in diesem Forum verfolgte Konzept angeht: Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung, Bewegungstherapie.

Allerdings werden in diesem Artikel darüber hinaus bei extremer Adipositas (BMI über 30 oder ab 25 wenn Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes II vorliegen) Medikamente, Formuladiäten und chirurgische Massnahmen empfohlen. Das erstaunte mich dann doch sehr, dass diese Empfehlungen gutgeheißen werden?

Nicht erwähnt aber dennoch sehr lesenswert "Folgeerkrankungen und Komplikationen der Adipositas".
Adipositas führt zu einer Vielzahl von Erkrankungen, die nahezu alle Organsysteme betreffen
Ich habe für mich da einen ganz wesentlichen Punkt entdeckt, den mit der chronischen Entzündung.
Fettgewebe ist eben nicht nur Fettgewebe, sondern für eine Vielzahl von hormonellen Zusammenhängen im Körper verantwortlich.
Unbedingt lesen!!

Abschließend: mich erschreckt das, wenn ein und derselbe Artikel von verschiedenen Lesern zitiert und jeweils einen ganz anderen Tenor hat. So funktionieren Politik, Manipulation...
Was hilft? Artikel komplett lesen und eigene Meinung bilden

[Dieser Beitrag wurde am 10.10.2006 - 03:05 von Maggie aktualisiert]




Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 17:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Genau das meinte ich in meinem anderen Tread damit, daß ständig irgendwelche ganzheitlichen Behandlungskonzepte gefordert werden, aber auf der anderen Seite jede Art von Einmischung seitens der 'Weisskittelbruderschaft' wüst wahlweise als Einmischung oder systematische Dickenverfolgung oder pure Ahnungslosigkeit deklariert wird. Mal davon abgesehen, jede Therapie ist doch mehr oder weniger problemorientiert und patientenzentriert, wenn ich ein Loch im Zahn hat gibt mein ZA auch nicht meinem Bruder eine Kopfschmerztablette. Das ist dieselbe Aussage wie: Es ist allem Anschein nach anzunehmen, daß Heiligabend dieses Jahr auf den 24.12. fällt...

Diese Auflistung
'zitat' schrieb

    Komplikationen und
    Folgeerkrankungen der Adipositas
    Metabolisch
    • Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels
    - Insulinresistenz
    - Gestörte Glukosetoleranz,
    Diabetes mellitus Typ 2
    • Störungen des Lipidstoffwechsels
    • Hyperurikämie
    • Störungen der Hämostase
    • Chronische Inflammation
    Endokrine Störungen
    • Hyperandrogenämie,
    Polyzystisches-Ovar-Syndrom
    • Störungen der Fertilität
    Kardiovaskuläre Erkrankungen
    • Hypertonie, linksventrikuläre
    Hypertrophie, rechtsventrikuläre
    Störungen, Rechts- und/oder
    Linksherzinsuffizienz
    • Koronare Herzerkrankung
    • Schlaganfall
    Pulmonale Komplikationen
    • Obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom
    • Restriktive Verteilungsstörungen
    Gastrointenstinale Erkrankungen
    • Cholezystolithiasis, Cholezystitis
    • Nichtalkoholische Fettleberhepatitis
    • Refluxerkrankung
    Tumorerkrankungen
    • Männer: Prostata, Kolon, Gallenblase,
    Pankreas
    • Frauen: Endometrium, Zervix, Ovarien,
    Mamma, Kolon
    Erkrankungen des Bewegungsapparats
    • Polyarthrose
    • Wirbelsäulensyndrom
    Weitere Probleme
    • Verminderung der Lebensqualität
    • Psychosoziale Konsequenzen
    • Erhöhtes Unfallrisiko
    • Schwangerschaftskomplikationen

    DerInternist 2006 · 47:141–149
    DOI 10.1007/s00108-005-1552-0
    Online publiziert: 23. Dezember 2005
    © Springer Medizin Verlag 2005



Fand ich schon recht beeindruckend, und selbst wenn nicht alle Dicken automatisch all diese Krankheiten bekommen, so ist es doch eigentlich Wahnsinn, das alles mit ein bisschen "Heititei und trallallaa, ich bin auch ultradick ein glücklicher Mensch, wenn nur die Kinositze demnächst breiter werden und es überall Klamotten bis Gr 70 gibt" vom Tisch zu wischen.

Naja, auf der anderen Seite, bei der zunehmenden Schieflage der Alterspyramide und dem daraus resultierenden Finanzierungsproblem der Renten...
AUA! Geschmacklos.





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Ulli 
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 18:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Holly
aber echt geschmacklos. Möchte nicht wissen wieviele stille Mitleser sich jetzt schon wieder verfolgt und demnächst zwangsoperiert sehen

Aber die Auflistung ist ja echt die Härte
Der eine oder andere sollte eben doch darüber nachdenken wieviele Kilos ihn von einer molligen leicht übergewichtigen trennen. Das Thema Bauchumfang ist ganz entscheidend, hat mir Soli aber auch erst gesteckt als mein Bauch günstigere Ausmaße hatte.
Das betrifft hauptsächlich Männer aber eben bei viel Übergewicht auch Frauen.

Wenn man das jetzt mal extrem ketzerisch formuliert ist dick dann doch gleich dumm - wenn ich soviele Risiken billigend in Kauf nehme und nicht wirklich alles versuche das zu ändern, dann ist das dumm.
Besonders dumm ist wenn auf dem Grabstein steht:
Wußte alles besser...




Ulli 
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 18:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Holly schrieb

    ...jede Therapie ist doch mehr oder weniger problemorientiert und patientenzentriert, wenn ich ein Loch im Zahn hat gibt mein ZA auch nicht meinem Bruder eine Kopfschmerztablette. Das ist dieselbe Aussage wie: Es ist allem Anschein nach anzunehmen, daß Heiligabend dieses Jahr auf den 24.12. fällt...






Holly ...
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 19:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ulli schrieb
    Wenn man das jetzt mal extrem ketzerisch formuliert ist dick dann doch gleich dumm - wenn ich soviele Risiken billigend in Kauf nehme und nicht wirklich alles versuche das zu ändern, dann ist das dumm.


passend dazu wurde mir heute mittag von der Anti-Dicken-Konterrevolution folgendes zugespielt

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Ulli 
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 19:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Glaube nur an die Statistik, die Du selbst gefälscht hast
Die medizinischen Folgen kann ich nicht beurteilen. Zuviel Essen macht in jedem Fall träge, faul, auch denkfaul - jedenfalls direkt nach dem Essen solange der Körper damit zu tun hat.

Das kennt man doch auch vom Fasten, dieses "Sich-klar-fühlen".




Holly ...
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...   Erstellt am 30.10.2006 - 18:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Lesen bildet", das sollte man so manch einem einfach mal als Motto mitgeben... achso, vor allem, alles lesen, und nicht nur das was einem gerade in den Kram passt... chronische Krankheiten gehen meines Wissens nicht davon weg, daß man sie ignoriert, ausser man wartet solange, bis das Finale kommt
Geschmacklos, vielleicht, aber die Realität nimmt nunmal keine Rücksicht auf Tatsachen.





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fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
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...   Erstellt am 30.10.2006 - 18:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dieses selektive Lesen - also nur das was man lesen möchte - gehört doch auch irgendwie zur Sucht.
Also wer die Risikofaktoren des Dickseins "überliest" kann sich schon mal zu den Esssüchtigen zählen meiner Meinung nach - auch wenn er es noch so abstreitet.
Wie der Alkoholiker, der auch immer behauptet er sei keiner, weil er auch mal ein paar Tage aufhören kann (habe ich im Bekanntenkreis ).





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Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)

Solitude ...
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...   Erstellt am 30.10.2006 - 21:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sehr richtig!!!

Das selektive Lesen oder Filtern von Informationen ist Teil der Verdrängung, die der Süchtige zum Aufrechterhalten der Suchtstruktur braucht.

So wie sich die meisten Dicken nicht wirklich so dick sehen wie sie sind, weil sie es sonst gar nicht ertragen würden...

Dieses Verdrängen "aufzubrechen" und dem Betroffenen wirklich die Augen zu öffnen, wo der Weg hinführt, wenn er nicht eine andere Richtung einschlägt, ist ein wesentlicher Schritt.
Der erste ist, sich zunächst einzugestehen, esssüchtig zu sein.





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

Holly ...
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...   Erstellt am 31.10.2006 - 16:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, ich denke, daß die Dunkelziffer bei den Übergewichtigen ähnlich hoch ist wie die bei Alkoholikern. Es ist auch dort eben die eine Sache, mal einen leckeren Wein zu trinken, oder im Sommer mal ein Feini-Weizenbier nach der Radtour im lauschigen Biergarten, aber wenn man das Gefühl hat, man kann seine Probleme nicht mehr ohne den Suchtstoff bewältigen, dann ist das genauso schlimm. Und auch bei den Alkoholikern geht eine lange Phase des Ignoriens vor der Erkenntnis voraus...





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