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Marianne ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 15.03.2006 - 16:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich antworte mir mal selbst: Der Dandyism wie er aus England bekannt ist (Beau) schwappte erst 1800 nach Frankreich und vermischte sich dort mit dem existierenden. Das Ergebnis ist ein pompöser, opulenter und extravaganterer als er in England herrschte. Beispiele: Stendhal, Honoré de Balzac, Barbey D'Auvrevilly, Charles Baudelaire. Was aber in der Zeit vorher, sprich vor 1800 mit Dandies in Frankreich war, weiß ich nicht.

Wie gesagt, hab ich eine Hausarbeit darüber geschrieben aber mit Hauptaugenmerk auf Oscar Wilde. Zum Thema Dandy an sich hatte ich mal ein Referat. Wer die Aufzeichungen haben möchte, dem kann ich sie gerne mailen





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Republicain ...
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...   Erstellt am 15.03.2006 - 16:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dandies zeichnen sich doch durch akurate, dunkle, zurückgenommene, aber stets moderne Kleidung aus. Das heißt aber, ein Dandy konnte auch gleichzeitig ein Gentlemen sein.
Ich möchte nur auf den Punkt antworten, was unsere Zeit betrifft und dazu sagen leider die meisten gewöhnlichen Bücher über Dandies recht wenig, weil die eben erst NACH unserer Zeit auftraten! Da Beau Brummell ja der erste war und der Begriff wie das Verständnis dafür erst geboren wurde, sind die Quellen nur schwach.
Aber vielen Dank für die genaue Literaturangabe zu dem Thema.
Ich will also lieber wieder zurück gehen auf die Frage, was ein Gentilhomme ist.
Worauf ich mit dem Vergleich Valmont-Darcy hinaus wollte war ja auch, wie stellen wir uns den französischen Gentilhomme vor? Was für Unterschiede stellen die verschiedenen Zeiten dar?
Ich denke an Mr. Gainsborough selber, der sich 1748 mit seiner kleinen Familie in ländlicher Idylle darstellt, die Hand in die Hüfte gestämmt. Auf allen Gemälden tritt uns der Meister mit der bekannten Pose, die Hand in der Weste, entgegen.
Was soll den Epochenwandel ausgelöst haben, was eine neue Deffinition für das Wort Gentlemen? Der Wunsch nach mehr Natürlichkeit? Die Revolution gar?

Ich hoffe, ich habe euch genug verwirrt.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Edward ...
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...   Erstellt am 15.03.2006 - 20:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sehr interessant! Obwohl ich bezüglich des Dandy sogar soweit gehen würde, Casanova als einen der ersten dieses Standes zu bezeichen. Auch wenn die Bezeichnung für die Lebensart noch nicht erfunden war, so erfüllt Casanova doch alle Kriterien, die das Leben eines Dandy ausmachen.

Aber wie schaut es mit der Philosophie des Gentleman/Gentil Homme aus? Zumindest für den englischen Gentleman ist, beginnend in der Zeit des Regency, eine deutlich Nähe zum Stoizismus nachzuweisen. Gilt dies auch für seinen frankophonen Bruder? Oder hatte er gar andere philosophische Schulen, die er rezipierte?





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Das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd, schien des Rebellen Hure, doch Held MacBeth
-wohl ziemt ihm dieser Name- das Glück verachtend mit geschwungnem Stahl,
der heiß von Blut und Niederlage dampfte, haut er sich Bahn bis er dem Schurken gegenüberstand.

Republicain ...
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...   Erstellt am 16.03.2006 - 09:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich würde Casanova eher als einen Libertin bezeichnen. Dass er obendrein noch eine Affinität zum Literarischen zeigte, scheint ja auch absolut üblich in der Zeit. Na da gibt es ja noch den Trenck. Wenn man die Memoiren vergleicht, kommt der Gedanke, dass es an den europäischen Höfen von solchen Kreaturen nur so gewimmelt hat.
Oh eine philosophische Betrachtung des Gentilhomme ist mir noch nicht eingefallen, vielleicht können uns dazu auch die emfinsamen Damen und Herren helfen.
Als Beispiele für einen späteren franz. Gentilhomme fiele mir auf Anhieb Talleyrand ein.





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Edward ...
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...   Erstellt am 16.03.2006 - 11:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Auf dieser Seite (von der ich allerdings den Verdacht habe, das es eine kommerziellle ist) fand ich Verhaltensregeln, aufgestellt von einem gewissen George Washington, um 1744.
Könnte man dies als ethisches Ideal eine Gentleman/Gentilhomme gelten lassen oder wirkt hier wieder unser heutiges Gentleman-Ideal als Störlinse?

The Society of 18th Century Gentlemen
Achtung: direkter Link funktioniert nicht! Seite herunterrollen und den Link "Gentleman´s manners" anklicken!"





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Das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd, schien des Rebellen Hure, doch Held MacBeth
-wohl ziemt ihm dieser Name- das Glück verachtend mit geschwungnem Stahl,
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...   Erstellt am 16.03.2006 - 12:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Trotzdem ein guter Link. Danke.
Es scheint sich hier, um den Südstaaten-Gentlemen zu handeln. Allerdings erscheinen mir die Ratschläge recht allgemeingültig und daher nützlich.
Ich möchte nicht auf die Welten eingehen, welche die Kolonien von dem Mutterland und noch mehr von Frankreich trennt(e). Die Reiseberichte von Amerikanern in Paris der Zeit sind schon ein amüsanter Beleg dafür.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Nanny ...
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...   Erstellt am 16.03.2006 - 12:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Republicain schrieb

    Ich möchte nicht auf die Welten eingehen, welche die Kolonien von dem Mutterland und noch mehr von Frankreich trennt(e). Die Reiseberichte von Amerikanern in Paris der Zeit sind schon ein amüsanter Beleg dafür.


Was soll ich jetzt dazu sagen!

[Dieser Beitrag wurde am 16.03.2006 - 12:50 von Nanny aktualisiert]




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...   Erstellt am 16.03.2006 - 14:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebste Nanny,

es geht zum einen um den Kulturschock, von dem die Karikaturen voll sind "Der Engländer in Paris" / "Der Franzose in London".
Es gibt auch Aussagen von wohlhabenden Kolonisten (siehe "Costume Close Up" welchen die englische Kleidung wenig geeignet erschien, eben zu englisch, obwohl sie ihr eine Eleganz kaum absprechen können. Man kann hier fast eine Empörung über den folglich anderen Geschmack lesen.
Das interessanteste finde ich allerdings die Berichte von Moore, einem Amerikaner, der in Paris um 1790 lebte und ebenso wie Talleyrand um die Gunst von Madame de Flahaut warb.
Alles dies hat mich dazu geführt, mich zu fragen, was unterscheidet den amerikanischen von dem englischen von dem französischen Gentlemen.





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Nanny ...
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...   Erstellt am 16.03.2006 - 15:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebster Republicain,
du vergißt glaube ich, das Amerikanistik mein Hobby ist (himmel, ich fahr nicht einfach in die Pampa weil ich es so schön finde, mir die Röcke am Lagerfeuer abzuflemmen - ab und an wird auch mal gelesen). Die diversen Reiseberichte diverser reisender Damen manchmal auch der herren, aber abenteuerlustige Damen sind für mich einfach interessanter, habe ich gelesen. Mein Ausspruch eben, war auch eher ironisch gemeint. Vielleicht fällt dir ja eine Kleinigkeit auf, falls du mal die Muße findest, die Reisebriefe an Una zu lesen ,,,
Meine allerbesten Grüße
Nanny

und jetzt zurück zu eurem Thema!

[Dieser Beitrag wurde am 16.03.2006 - 15:34 von Nanny aktualisiert]




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...   Erstellt am 16.03.2006 - 15:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Pourquoi?
Wir sind doch im Thema.
Da das Thema nun aber das Empire betrifft, heißt ja Empirekultur die Seite, sollen wir uns dann doch lieber auf Frankreich beschränken?
Ah ja, es gibt doch viele Bildchen von die Pariser in London und umgekehrt auch aus dem Empire, wann sollen die sich aber besucht haben? Machte nicht die britische Blockade vor der französischen Küste einen solchen Besuch unmöglich, bis auf den kurzen Frieden nach Amiens 1802/03? Oder handelt es sich dabei nur um Gedankenspiele, die der Erinnerung entsprungen sind?
Gerade der Aspekt, wie sah es aus, wenn der engl. auf den frz. Gentlemen getroffen ist, finde ich interessant.





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