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Republicain ...
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...   Erstellt am 26.10.2005 - 08:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier nun das Pendant zu dem anderen Thema. Wie verhält sich ein Gentilhomme gegenüber dem Domestique?
Wallenstein zum Beispiel wurde einmal von der Uni geschmissen, weil er seinen Dienstboten halb oder ganz tot geprügelt hat. Sehr viel mehr wurde er dafür aber nicht gestraft.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Elisabeth 
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...   Erstellt am 26.10.2005 - 08:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jonathan Swift.
Anweisungen für Dienstboten
Insel Bücherei Nr. 933

die Biographie von Pepys stammt zwar von 1660 ,ist aber sehr aufschlussreich

Die vita der Emma Hamilton , die es vom Dienstmädchen bis zur Geliebten von Admiral Nelson gebracht hat

naja , last but not least , die
Commedia dell arte und
diverse Mozartopern

pardon , hinzugefügt sei noch
Knigges Buch "vom Umgang mit Menschen " ,das sich in den entsprechenden Kapiteln mit der Thematik befasst.


[Dieser Beitrag wurde am 26.10.2005 - 08:57 von Elisabeth aktualisiert]





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...   Erstellt am 26.10.2005 - 15:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Leider aber nicht sehr ergiebig unser Freund Knigge in der Hinsicht, er lebt in seinen Sätzen doch auch oft eher in einem wunderschönen Arkadien, dessen vermeindliches Abbild die Franzosen unlängst an die Engelländer verloren.
Aber Swift ist spitze, weil wurde ja mit großer Liebe noch im 18. Jh noch gelesen, ich geh mal gleich am WE in den Buchladen. Merci beaucoup!





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Elisabeth 
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...   Erstellt am 26.10.2005 - 15:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


bin sicher , dem Freiherrn v.K. waren die Erkenntnisse des Dr. Swift durchaus geläufig-

sehr fein fand ich Absatz Nr. 6 / "Die Verhälntnisse zwischen Herrn und Diener "

ein Hausvater hat das Recht , sein Gesinde ernstlich zur Pflichterfüllung anzuhalten.
Allein nie soll er sich durch Hitze verleiten lassen , erwachsenen Dienstboten mit groben Schimpfwörtern oder gar mit Schlägen zu behandeln. Ein edler Mann mag nur Kraft gegen Kraft setzen, nie wird er den mißhandeln , der sich nicht wehren darf.

offenbar war es ziemlich geläufig , daß Herren ihre Diener schlugen ......








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britta 
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...   Erstellt am 26.10.2005 - 17:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hmmm, Knigge war ja auch ein oller Illuminat
Jetzt mal ne ketzerische Frage: ich habe den Swift gelesen und irgendwie beschleicht mich da das Gefühl, daß da nicht alles komplett real, sondern ä wäng satirisch klingt? Oder denke ich nur - wie häufig - schlecht?




Suzette ...
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...   Erstellt am 26.10.2005 - 17:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Natürlich, liebstes Brittalein, hast Du - wie so oft - natürlich recht in Bezug auf Swift. Ich würde ihn als Quelle auch nicht sooo ernst nehmen. Ich denke da nur an seinen wunderbaren Beitrag: A Modest Proposal for Preventing the Children of Poor People from Being a Burthen (1729)

Aber irgendwo meine ich mich erinnern zu können, dass es mal einen Ausstellungskatalog oder ähnliches zum Thema Dienerschaft gab. Ich müßte mal in meinen Unterlagen respektive Gedächtnis kramen. Es kann aber auch sein, dass darin nur das späte 19. Jahrhundert behandelt war.




Elisabeth 
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...   Erstellt am 27.10.2005 - 07:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


fand Swifts Sarkassmus teilweise richtig sehr schlimm und übel!!!!!

Der Knigge ist richtig friedfertig dagegen ))))





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...   Erstellt am 31.10.2005 - 13:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es gibt auch eine ziemlich gute Abbildung zu dem Thema, Schläge des Hausvaters, aus den 1780ern, zu sehen in dem Buch:"Fürstenstaat oder Bürgernation".
Leider beschäftigt man sich hier mit der Zeit nach dem Rokoko. Da gab es nämlich noch Akademien, in denen die jungen Adeligen so recht gebildet wurden, was man so braucht. Das wäre ja auch ein nettes Darstellungsfenster.
Zum Gentilhomme sage ich noch, dass sich ein jeder in seinem Verhältnis zu seinem Dienstboten im Auftreten des Vicomte de Valmont gegenüber seinem Jäger Roux Azoulan ein Beispiel nehmen sollte.
Man schaue sich mal die hübschen Illustrationen aus den späten 1790ern zu der englischen Ausgabe an! Hier sieht man auch mal die reelen Chancen eines Dienstboten.





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...   Erstellt am 22.11.2005 - 13:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die "Anweisungen für Dienstboten..." von Swift habe ich jetzt gelesen. Es ist zwar humorvoll in der Hauptsache, aber auch informativ, um einen Überblick über die Tätigkeitsfelder der Lakaien und Butler etc. zu gewinnen. Leider steht nichts zu dem Diener, der ankleidete. Aber es ist ja auch ein englisches Buch mit englischen Gepflogenheiten darin.





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Edward ...
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...   Erstellt am 15.03.2006 - 13:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


An dieser Stelle vielleicht einmal die Frage, die mich seit langem umtreibt: Was ist ein Gentleman/Gentilhomme? Was zeichnete ihn im Laufe der Jahrhunderte aus?
Die erste, mir bekannte Erwähnung des "gentil man" stammt aus dem Jahre 1381 (erster englischer Bauernkrieg).
Aus dieser Zeit stammmt nämlich ein Vers, den man dann (fälschlicherweise) später der "Bundschuhbewegung" zuschrieb:
schrieb
    Whan Adam dalfe and Eve spun who was then a gentil man

Zweifelsohne beschreibt die Vorform "gentil man" hier einen niederen Landadeligen, ein Mitglied der sog. "gentry".
Im Laufe der Zeiten trat dann, was den Begriff "Gentleman" angeht, zumindest im angelsächsischen Bereich ein gelinde Demokratisierung ein. Indiz hierfür ist zum Beispiel die Benutzung der Anrede: "Gentleman" für annähernd Jedermann, eine (berühmte) Zeitung namens "Gentleman´s Magazine", deren Leserkreis sich sicher nicht auf den Landadel/die Gentry beschränkte sondern viel eher von einer urbanen, nicht-adeligen Leserschaft rezipiert wurde.

Weiterhin ist zu beachten, daß zum Beispiel Offiziere der Royal Navy ab dem Leutenant aufwärts als "Officer & gentleman" galten.
Und dies obwohl sie durchaus bürgerlicher Herkunft sein konnten (In der Royal Navy war es nicht üblich, sich sein Patent zu kaufen, man musste es sich durch Examina und Seniorität verdienen!)
Aber trotz der Ablösung des Begriffes "Gentleman" vom Adel bezeichnete man mit Sicherheit nicht jeden Lastenträger oder Marktschreier am Picadilly als Gentleman. Ein gewisser bürgerlicher Wohlstand dürfte sicher dazugehört haben
um als Gentleman bezeichnet zu werden.
Daher meine Frage und mein Diskussionseinwurf an das werte Forum: Was, ausser dem Geld machte einen Gentleman im Regency aus?
Was macht zu unserer Zeit noch aus?
Welche Umgangsformen, welche Lebeweise musst man pflegen um als "gentleman" zu gelten?





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Das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd, schien des Rebellen Hure, doch Held MacBeth
-wohl ziemt ihm dieser Name- das Glück verachtend mit geschwungnem Stahl,
der heiß von Blut und Niederlage dampfte, haut er sich Bahn bis er dem Schurken gegenüberstand.

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