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Kronsteen ...
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...   Erstellt am 08.02.2007 - 09:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier alles um den Film, nach dem der erste Hauptdarsteller-Wechsel der 007-Serie stattfand.

YOLT ist etwas Besonderes - handelt er doch fats ausschließlich nur in einem Land (Japan).
Berühmt sind natürlich der Vulkan Ken Adams und das Titellied von Nancy Sinatra.
Eine häufig vorgeworfene Lustlosigkeit Connerys kann ich nicht erkennen.
Für mich ist YOLT vom Bondfeeling her ein Highlight der Serie.
Regisseur Lewis Gilbert hat den Film in leicht abgeänderten Versionen mit TSWLM und MR mehr oder weniger noch 2 mal aufgelegt.

[Dieser Beitrag wurde am 08.02.2007 - 12:14 von Kronsteen aktualisiert]





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Cyrus_Poonawalla ...
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...   Erstellt am 08.02.2007 - 12:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


(vom 08.07.2001)


You only live twice:
Once when you are born,
And once when you look Death in the face.
(Ian Fleming, You Only Live Twice)
*****

Wir schreiben die Zeit nach "Thunderball". Wohin zeigt der Weg für James Bond?
Größer, schneller, weiter. Das Olympische Motto scheint auch für James Bond zu gelten: Noch exotischere Orte, noch mehr Gimmicks und Gags als der Vorgänger. Diese Vorgaben erfüllt "You Only Live Twice" mit Bravour.

Aber sonst?

007 wird (scheinbar) ermordet. Aber während uns das in "From Russia With Love" im ersten Moment erschreckte und auch verschreckte, wirkt es hier zu primitiv: Bond durch MP-Feuer getötet? Das wollen wir nicht glauben, es paßt einfach nicht! Doch während wir noch überlegen, ob wir deswegen irritiert oder belustigt sein sollen, zeigt uns Maurice Binder eine seiner - in diesem Falle sogar ganz besonders - schönen Titelsequenzen, und Nancy Sinatra (genau, die Tochter von Frank!) singt eines der gefühlvollsten James-Bond-Titellieder. Und dann wird Bond per U-Boot von Hong Kong nach Japan gebracht, dort aus einem Torpedorohr abgefeuert und muß erst mal weitab von irgend einer Art Zivilisation an Land schwimmen, um nach Tokyo zu gelangen. Aha. Wo wir gerade vorher erfahren haben, daß Bond nicht viel Zeit zur Lösung seiner Aufgabe hat. Wir erzählen auch niemandem, daß die Druckwelle aus dem Torpedorohr Bond normalerweise zerfetzt haben müsste. Aber auch in anderen Dingen stellt der Zuschauer fest, daß er besser sein Gehirn an der Garderobe abgegeben hätte: nach einer sehr intensiven Schlägerei greift Bond in die Außentasche seines Sakkos und holt ein Gerät heraus, mit dem man Tresore mit Nummernschloß öffnen kann. Und das Gerät ist unversehrt. Wieso?
Im Büro bei Osato Chemicals wird Bond mit einem Röntgentrahl durchleuchtet. Bond steht in der Mitte des Raumes. Irgendwo an der Wand muß die Strahlenkanone stehen, und Osato sitzt gegenüber direkt am Röntgenschirm. Mal abgesehen davon, daß die Strahlung in einem solchen Fall so intensiv sein müsste, dass Bond UND Osato dabei gegrillt werden würden oder zumindest schwerste Strahlungsschäden davontragen würden... Anhand dieses Röntgenbilds, auf dem Bonds Waffe im Schulterhalfter deutlich zu erkennen ist, oder vielmehr anhand dieser Waffe wird Bond später identifiziert. Bond ist der einzie Mensch auf diesem Planeten, der eine Walther PPK trägt? Interessant, dass eine deutsche Firma eine ganze Serie nur für einen einzigen britischen Agenten auflegt. Die Walther PPK war tatsächlich bis 1974 die Standardwaffe der Britischen Sicherheitskräfte...
Helga Brandt (Karin Dor) versucht, Bond in einem Flugzeug zu töten. Mit Hilfe einer Rauchbombe und einer Spanplatte. Wiseo sollte so etwas ausreichen? um diesem zu entkommen, muß man kein Doppelnull-Agent sein.

Tolle Aufnahmen (zum Beispiel die Vogelperspektive vom Kampf auf den Dächern der Docks in Kobe) entschädigen für solcherlei Dummheiten. Außerdem freuen wir uns über den real existierenden Autogyro "Little Nellie" und das Toyota-Cabrio und sind überwältigt von der Inneneineichtung von Blofelds Kraterfestung mit funktionierender Einschienenbahn. Und die Musik von John Barry trägt japanische Motive und ist insgesamt sehr harmonisch und einfühlsam. Wieder enttäuscht sind wir von den Trickaufnahmen der Rakete. "2001 - A Space Odyssey" zeigt uns, was bereits damals möglich war...

Zum ersten Mal sehen wir das Gesicht von Ernst Stavro Blofeld. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob Donald Pleasance eine grandiose Fehlbesetzung oder eine geniale Auswahl war. Der Widerspruch zwischen seiner Interpretation Blofelds und der Bösartigkeit und der Skrupellosigkeit, die von Blofeld ausgehen, ist enorm. Wüssten wir nicht, wer oder was Blofeld wirklich ist, könnten wir ihn in dieser Interpretation fast für eine Witzfigur halten. Aber vielleicht war das sogar beabsichtigt?

Sean Connery wirkt so, als habe er absolut keine Lust mehr auf diese Rolle. Sein Gesichtsausdruck wirkt ewig genervt, sein Toupet sitzt immer nich nicht besser, er hat noch mehr zugenommen, er wirkt einfach blaß, kann sich nicht entfalten.
Sowohl für ihn selber wie auch für die Bond-Filme ist es eine sehr gute Entscheidung, daß er im nächsten Film nicht mehr zur Verfügung steht....





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Kronsteen ...
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...   Erstellt am 08.02.2007 - 12:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Logiklücken sind schon in der Vortitelsequenz enorm.

Warum wird der "Mord" an Bond von der Chinesin so inszeniert als ob Bond nichts davon wüsste?
Schließlich mussten ja beide eingeweiht sein.
Und woher kam überhaupt das Blut auf dem Bettlaken (wenn doch alles nur insziniert war), das sichtbar wird, als die Polizisten den Raum (unmittelbar nach den Schüssen) betreten?

Auch im Film bleibt die Logik auf der Strecke.
Statt Bond ganz einfach auf der Ning Po zu beseitigen, nimmt Helga ihn mit auf einen Flug, um ihn dort abstürzen zu lassen (dass das Holzbrett genau so herausschnellt, dass Bond Hände darunter handlungsunfähin werden, lassen wir mal dahingestelt).

Der größte Lapsus ist und bleibt aber, dass Bond unters einer Fischerverkleidung einen Tarnanzug trägt, der farblich zum Metalldeckel des Vulkans passt, und zusätzlich (selbstverständlich) über Saugnäpfe verfügt, die ihm ein klettern an selbiger ermöglichen.

Aber egal: YOLT ist genial!





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Count_Villain ...
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...   Erstellt am 08.02.2007 - 17:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine Historie:

16 -> 19 -> 15 -> 17 -> 4 -> 2 -> 7

Sieht komisch aus, oder? Tatsächlich hat YOLT bei mir zwischendurch mal einen gehörigen Schub nach vorne gemacht und hält sich seitdem in den Top Ten. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung mehr warum der Film so schlecht bei mir gelitten war. Tolle Musik, tolle Landschaftsaufnahmen, mit dem Vulkankrater ein bemerkenswertes Hideout...

YOLT ist ein klassischer Bondfilm, der die Ingredenzien zum ersten Mal auf die Spitze trieb und das mit viel mehr Flair als es zum Beispiel MR hat.





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"Who told you a villain is a bad person?"

(Javier Bardem, SkyFall Press Conference)

MisterBond ...
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...   Erstellt am 08.02.2007 - 21:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kronsteen schrieb

    Und woher kam überhaupt das Blut auf dem Bettlaken (wenn doch alles nur insziniert war), das sichtbar wird, als die Polizisten den Raum (unmittelbar nach den Schüssen) betreten?

Na Kunstblutbeutel unter der Matratze

Kronsteen schrieb
    Auch im Film bleibt die Logik auf der Strecke.
    Statt Bond ganz einfach auf der Ning Po zu beseitigen, nimmt Helga ihn mit auf einen Flug, um ihn dort abstürzen zu lassen (dass das Holzbrett genau so herausschnellt, dass Bond Hände darunter handlungsunfähin werden, lassen wir mal dahingestelt).

Dann wärs doch gar nicht mehr so spannend


Also YOLT halte ich für einen guten Bondfilm, aber bei weitem nicht zu den besten 10. Dafür ist der Film einfach zu trashig.
Allein die Aufnahmen von der Rakete oder den Vulkanausbruch. Ok, man war damals nicht so weit, den der Film "2001" war der erste Film mit weitaus verbesserten Tricks und folgte "erst" zwei Jahre nach YOLT.
Man hätte sich diese Szenen trotzdem sparen können. Wozu muss ein Vulkanausbruch sein? Die Raketen hätte man auch nicht zeigen müssen oder besser nicht sollen! DENN. woher stammen die Libveaufnahmen der Rakete? Schwebt da draußen eine Videokamera rum?
Connery hat in diesem Film tatsächlich etwas zugenommen. Leider trägt er dazu zum Schluss noch enganliegedne Sachen. Selbst vier Jahre später in DAF machte er auf mich eine viel fittere Figur.
Vieles wirkt in diesem Gilbert-Film etwas unausgegoren, was er dann 10 Jahre später besser gemacht hat.

Zu den Pros:
- Little Nelly, Tiger Tenaka, Blofeld zeigt sein Gesicht (man darf sich drüber streiten ob Pleasence die richtige Wahl war.), Blofelds Stützpunkt im Vulkankrater, Titelsong von Nancy Sinatra.

Meine Wertung für YOLT: 7/10 Punkte.





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DoctorMoVe ...
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...   Erstellt am 09.02.2007 - 00:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


YOLT war der erste Bondfilm, den ich als Kind in einem ganzen Stück gesehen habe. Ohne ihn hätte mein Bondenthusiasmus vielleicht nie solche Wellen geschlagen... Wurde mein jungfräuliches Konsumgehirn hier doch gleich massiv mit dem später oft problematischen Franchise-Untergenre des 'phantastischen' Bondfilms geprägt.

Für mich braucht sich der Film vor seinen 4 großartigen Vorgängern nicht zu verstecken.
Er ist vielmehr in vielerlei Hinsicht deren konsequente Steigerung.
Dies war natürlich nach einem (Über-)Film wie TB zwangsläufig nur durch das Verlassen der viel zitierten 'Rest'-Bodenständigkeit möglich.
Und gerade das liebe ich so an diesem Film - denn als 'Märchenbond' ist er ein einziger Triumph!

Fast jedes Szenenbild gleicht einem Gemälde.
Das Produktions-Design ist meiner Meinung nach das beste der ganzen Serie.
Barry's Musik bewegt sich teilweise dazu endgültig auf einer Meta-Ebene, die man wirklich nicht mehr trocken als 'untermalenden Score' bezeichnen kann. Diese überirdische Musik macht das Agentenmärchen erst zu dem was es ist: Eine monumentale Bondoper.

Schon als Kind war ich von der 'fressenden' Raumkapsel fasziniert. Der Vulkankrater ist bis heute einer der genialsten Location-Ideen die ich jemals gesehen habe. Aber nicht nur dieser viel gerühmte Kulissen-Meilenstein salbt YOLT mit Weltklasse-Design. Nein, auch sämtliche anderen Räumlichkeiten des Films bewegen sich auf einem verschwenderischen Prunk-Level, den ich für die Bondserie als echten Zenith empfinde. Selbst MR mit seinen gewaltigen Sets kann für mich, was das Farbspektrum und das abwechslungsreiche Art-Dekor angeht nur in Ansätzen mit YOLT mithalten.

Donald Pleasance hab' ich nie als Fehlbesetzung empfunden. Auch wenn mir Savalas in OHMSS besser gefällt. Pleasance ist für mich ein würdiger Blofeld.
Charles Gray's YOLT-Auftritt empfinde ich immer irgendwie als einen guten Blofeld-Casting-Test.
Seine Darstellung hat hier sogar mehr Tiefe, als seine tatsächliche Blofeld-Performance in DAF, da die Rolle ja dort in eine unernstere Richtung ging.
Aufgrund seiner Szene in YOLT kann ich jedenfalls gut verstehen, das man ihn später als Hauptbösewicht in Betracht zog.

Schwachpunkte:

Ich würde Connery's Performance nicht als wirklich lahm oder müde bezeichnen - dafür ist er auch in seinem fünften Film immernoch viel zu sehr DER Bond - aber er überzeugt mich in YOLT nicht im selben Maße, wie in seinen vorherigen und nachfolgenden Filmen. Trotzdem sehe ich ihn hier lieber als Moore in OP und AVTAK. Aber das hängt wohl primär mit meiner allgemeinen Wertschätzung des Connery-Bondtypus zusammmen und ist somit nur eine subjektive Vorliebe.

Wie es MisterBond schon richtig anmerkte, wirken die Start- und Lande-Sequenzen im Krater, durch die mittlerweile extrem anitquierten Effekte etwas leidlich. Aber das DAF-Niveau wird zum Glück nicht unterboten.

Little Nellie ist auch nicht so ganz mein Fall.
Bei der Luftschlacht langweile ich mich regelmäßig ein wenig (ich hoffe hierfür schlägt mich jetzt niemand).
Ich kann der Szene einzig und allein durch die kultige Musik etwas abgewinnen.

Noch ein kleines Detail: Irgendwie sieht für mich die amerikanische Rakete russischer aus, als die Archiv-Einblendung des 'russischen' Abschußes. Kommt vielleicht nicht zuletzt durch die Houston-typische Palme, die man beim Abschuß der, angeblich russischen Rakete im Vordergrund sieht. Hier hätte ich als Filmemacher die beiden Starteinblendungen vertauscht.

Ansonsten ist YOLT wohl eindeutig einer der üppigsten Bondfilme der Geschichte. Seinen Platz in den Top-10 hat er bei mir deshalb stets recht sicher.



[Dieser Beitrag wurde am 09.02.2007 - 13:25 von DoctorMoVe aktualisiert]





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...   Erstellt am 09.02.2007 - 13:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, dann muss ich wohl den ersten Verriss schreiben.

YOLT war bei mir schon immer einer der schwächsten Filme der Serie. Das liegt mit Sicherheit hauptsächlich daran, dass ich mich der Faszination für die japanische Kultur nie so recht anschließen konnte und dann hat man bei YOLT halt einfach keine Chance zur Abwechslung.
Dazu kommet eine Besetzung (schließt eigtl. alle Hauptfiguren mit ein, Osato, Tanaka, Blofeld, Girls und sogar Bond selbst), die für meinen Geschmack irgendwie hölzern wirkt und nicht besonders in Erinnerung bleibt. Die Actionszenen wirken arg konstruiert und schlecht choreografiert (Angriff mit einem Sofa??? Bond gg. ca. 100 Mann auf dem Dock, die ihn nur deshalb nicht kriegen, weil sie immer wieder kurz innehalten um Bond einen Vorsprung zu geben, die Little Nellie-Szene wirkt ebenfalls recht langweilig).
Auch die Musik, allen voran der schwunglose Titelsong versetzt mich nicht gerade in Verzücken. Und die so hochgelobten Dialoge von Roald Dahl erscheinen mir längst nicht so frech und zweideutig wie in DN, GF oder TB.

Einzig die schönen Landschaftsaufnahmen, Adams Vulkan und die Szenen mit M und Q werten den Film etwas auf, aber insgesamt gesehen wird YOLT wohl auf ewig einen Platz im unteren Viertel meiner Rangliste einnehmen, auch unter den anderen Over-the-top-Filmen.





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...   Erstellt am 09.02.2007 - 16:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Spree schrieb

    Das liegt mit Sicherheit hauptsächlich daran, dass ich mich der Faszination für die japanische Kultur nie so recht anschließen konnte und dann hat man bei YOLT halt einfach keine Chance zur Abwechslung.


Dies ist in der Tat ein entscheidender Aspekt.
Ein Japan-Liebhaber wie ich, wird hier kräftig bedient. Sollte man sich jedoch nicht von dieser Kultur angezogen fühlen oder ihr zumindest ein gewisses Interesse entgegenbringen, kann ich mir gut vorstellen wie unglaublich langweilig YOLT im Vergleich zu den anderen Bondwerken wirken muß.

Der Vorwurf mangelnder Abwechslung ist also durchaus angebracht. Das trifft aber auch auf den Vorgänger TB und den Nachfolger OHMSS, mit ihren exzessiven Wasser- und Schnee-Szenen zu, die auch nicht jedermanns Fall sein müssen...

[Dieser Beitrag wurde am 09.02.2007 - 16:29 von DoctorMoVe aktualisiert]





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...   Erstellt am 10.02.2007 - 13:35Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Richtig, auch TB und OHMSS bereiten mir wegen der immer wiederkehrenden Wasser- bzw. Schneemotive Schwierigkeiten. "Variatio delectat" wussten schon die alten Römer und meistens bieten einem die Bondfilme ja erheblich mehr Abwechslung der Schauplätze und Motive. Trotzdem sind auch die anderen Kritikpunkte erheblich dafür mitverantwortlich, dass es YOLT dann nicht einmal mehr ins Mittelfeld bei mir schafft.





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...   Erstellt am 10.02.2007 - 16:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kann mich DoctorMoVe eigentlich in allen Punkten anschließen. YOLT war auch bei mir der erste Bond (wenn ich mich richtig erinnere) und hat damals enormen Eindruck auf mich gemacht. Deshalb sehe ich YOLT heute eigentlich mit einem doppelt nostalgischen Gefühl. (Weiß nicht, ob man einen Zusammenhang damit herstellen kann, dass Dahl ein erfolgreicher Kinderbuchautor war... Interessanterweise hab ich zB TB als Kind nicht gesehen, und der Film lässt mich bis heute eher kalt)

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich viele Bondfans damals im Kino schon bei den ersten Szenen mit der Raumschiffentführung etwas befremdet gefühlt haben. Es gab zwar auch schon in GF zahlreiche ironische Momente (Bond mit Entenattrappe auf dem Kopf), aber vor allem im Gegensatz zu den Young-Bonds schlägt YOLT eine ganz andere Richtung ein. Ich denke, Märchenbond ist da genau die richtige Bezeichnung. Man muss sich auf YOLT - bzw. allgemein auf die Gilbert-Bonds - einlassen können. Dann wirken die ganzen Skurrilitäten - zum Beispiel dass man auf Monitoren im Film dieselben, bereits geschnittenen Szenen sieht wie der Zuschauer - nicht als Logiklöcher, sondern als Teil des Ganzen.

Darüber hinaus ist Japan meiner Meinung nach die perfekte Bond-Location, mit seinem Mix aus klassischen und exotischen Elementen und einem gewagt-futuristischen Space-Age-Design. Der Vulkan ist für mich die beste Kulisse der ganzen Reihe. Aber auch die anderen Bauten sind genial, allein schon der Kontrollraum im Pentagon.

Auch Fotografie und Musik bilden eine perfekte, atmosphärische Einheit. Eine meiner absoluten Lieblingsszenen im Film ist zB die Hochzeit, die - obwohl es ja nur eine Scheinhochzeit ist - irgendwie schön und würdevoll wirkt.

Die größten Downer des Films wurden eigentlich schon genannt: Connerys Performance und die etwas konstruiert wirkenden Actionszenen. Vor allem der Helicopterkampf wirkt ziemlich nach Schema F - Waffen nacheinander erklären, losfliegen, Waffen nacheinander einsetzen, Schluss. Auch Connerys Sofa-Fu ist etwas seltsam. Als ein Manko der Gilbert-Filme allgemein empfinde ich auch die ausgedehnten Schlusskämpfe, die immer ein bisschen wie eine Rekonstruktion des D-Days rüberkommen.

Insgesamt gesehen kann ich als Fan der Sechziger, vor allem auch von SF-Filmen der Sechziger wie "Die fantastische Reise" und Co., und der asiatischen Kultur mit YOLT sehr viel anfangen.

Drehbuchautor und CBn-Mitglied John Cox hat vor einiger Zeit übrigens mal eine äußerst interessante Subtext-Analyse von YOLT verfasst, die sogar erklärt, warum Connery etwas neben sich zu stehen scheint und den Martini gerührt statt geschüttelt trinkt.




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