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Kronsteen ...
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 09:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, hier nun das erste Thema zum Diskutieren:

"James Bond 007 jagt Dr. No"

...wie es im Deutschen heißt.

Der Erstling der Serie.

Der damals unbekannte Schauspieler Sean Connery bekam von den Produzenten Saltzman und Broccoli die Möglichkeit, den Doppelnullagenten zu spielen.
Er sollte die Erwartungen übertreffen und in den nächsten Jahren das Kino revolutionieren und prägen.
Bond-Autor und -Erfinder Ian Fleming hatte seinerzeit angeblich Roger Moore favorisiert - nichtsahnend, dass genau jener Moore 9 Jahre nach Flemings Tod die 007-Rolle doch noch übernehmen und beeinflussen sollte.

Zurück zu DN:

Für mich hat diese mit einer Million Dollar aus heutiger Sicht schon fast billige Produktion schon fast alles, was die Bondfilme in den nächsten Jahren ausmachen sollte:

- einen charismatischen Agenten (Bond)
- einen nach Weltherrschaft strebenden Villain (Dr. No)
- schöne Bondgirls (Honey Rider)
- exotische Schauplätze (Jamaica)

Auf mich wirkt es manchmal schon fast so, als ob die Macher genau gewusst hätten, wie sie vorzugehen hatten. Zu klassisch wirken heute die Vorstellung der Charaktere:
- Bond im Casino.
- Honey steigt im Bikini aus dem Wasser.
- Dr. Nos "1-Million Dollar"-Eröffnung.

Auch die Sets in DN bestimmten trotz des mageren Budgets schon den Fortgang der Serie. Man denke nur an Ken Adams Gestaltung des Raums auf Krab Key, in dem Prof. Dent von Dr. No die Tarantel bekommt, mit der er Bond ermorden soll.
Einfach nur groß(artig)!

Man darf in diesem Zusammenhang natürlich die Musik nicht vergessen. Das legendäre und heute weltberühmte James-Bond-Thema wurde von Monty Norman kurz vor Erscheinen des Films in Rekordzeit geschrieben. Dem folgte dann ein jahrelanger Streit des Komponisten mit John Barry, wer den jetzt die Urheberrechte der Melodie besäße. Norman wurde als Komponist erklärt.

Bond hat in DN auch die Härte, zu der man im neuesten Werk "Casino Royale" wieder zurückgekehrt ist. In diesem Zusammenhang ist v.a. das kompromisslose Abknallen Dents und die Tötung von Dr. Nos Gefolgsmann im Sumpf von Krab Key zu nennen.

Connery bietet schon in DN eine souveräne und glanzvolle Darstellung, auch wenn er erst in GF und TB seine Höchstphase erreichen sollte.

Auch die anderen Charaktere wurden nahezu ideal besetzt.
Ursula Andres mimt eine schöne, wenn auch etwas hilflose Honey Rider - eine Auslegung der Bondgirls, die die Charaktere ihrer Nachfolgerinnen bis auf wenige Ausnahmen bis in die mittleren 80er Jahre hinein prägen sollte.

John Kitzmiller spielt mit Quarrel einen typischen Gehilfen Bonds, der leider dem Villain zum Opfer fällt. Ihm sollten in den kommenden Jahrzehnten mit Campbell (OHMSS), Ferrara (FYEO), Vijay (OP), Chuck Lee (AVTAK), Saunders (TLD) - um nur einige zu nennen - noch viele folgen.
In dem 12 Jahre später gedrehten 007-Film "Leben und sterben lassen" tritt Quarrels Sohn Quarrel Junior als Bonds Helfer auf. Ian Fleming hatte in den 50er Jahren den Roman zu diesem Film vor dem Roman DN geschrieben. Quarrel kam in beiden vor und verstarb dann in DN. Da man in der Leinwandserie die Reihenfolge umdrehte, konnte man in LALD nicht mehr auf Quarrel zurückgreifen und bediente sich daher Quarrel Junior.

Anthony Dawson, der Prof. Dent verkörperte, wurde im zweiten und im vierten Bondfilm ebenfalls reaktiviert - dort aber als (gesichtsloser) Oberschurke Blofeld, der der Verbrecherorganisation Spectre (SPecial Executive for Counter-intelligence, Terrorism, Revenge and Extortion) vorsitzt, zu der auch Dr. No gehört (der in DN aber noch als deren Vorsitzender vorgestellt wird. In DN heißt Spectre "eingedeutscht" noch GOFTER (Geheim-Organisation für Terror-Erpressung und Rache).

Und mit Jack Lord wurde ein über Jahrzehnte hinweg immer wieder mit Bond kooperierender CIA-Kollege Felix Leiter grandios besetzt. Für mich mit David Hedison aus LALD und LTK sowie Rick van Nutter aus TB der beste Leiter.

Auch wenn man DN die inzwischen schon 45 Jahre heute natürlich ansieht (Reaktorräume, Auto-Verfolgung), so besitzt der Film auf mich noch diesen Charme des Erstlings, mit dem alles anfing.
Man kann den Produzenten dankbar sein, dass sie diesen Weg gewählt haben - er hat sich bis heute ausgezahlt.

Die wenigen Schwachpunkte täuschen darüber nicht hinweg. Dennoch sollen natürlich auch sie hier nicht verschwiegen werden.
So finde ich z.B. die Geschichte um den Drachen auf Krab Key etwas übertrieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in den 60er Jahren auf Jamaica noch so ein weit verbreiteter Glaube an Drachen vorherrschte.
Auch "die Erprobung der Macht" wirkt etwas gekünstelt - man erkennt nicht eindeutig, welchen bösen Plan Dr. No nach Erprobung dieser Macht durch die Störung der NASA erreichen will.
Und das Finale, in dem Bond Dr. No besiegt ist im Vergleich mit noch folgenden Showdowns (man denke nur an TB, OHMSS oder TSWLM) etwas dürftig.
Die erste Stunde des Films hatte hingegen alles, was man in einer Agentengeschichte erwarten durfte. Angefangen von Strangways Tod über den Kontakt mit Pedell-Smith bis hin zur Zusammenarbeit mit Felix Leiter.
Die in späteren Filmen auftretenden Gadgets spielen noch keine Rolle. Bond kann sich noch selber helfen. So befestigt er beispielsweise ein eigenes Haar an der Türe, um zu überprüfen, ob jemand in seiner Abwesenheit sein Appartment betreten hat.

Auch wenn "Dr. No" noch nicht DER Riesenerfolg an den Kinokassen war und noch nicht hundertprozentig der klassiche Bondfilm ist, der erst mit "Goldfinger" erreicht wurde, so hat er auf jeden Fall für alle Zeiten einen Platz in den Geschichtsbüchern - als erste Folge einer Kinoserie, die wie keine andere Generationen begeistern und problemlos mehrere verschiedene Hauptdarsteller integrieren sollte.

[Dieser Beitrag wurde am 28.01.2007 - 18:41 von Count_Villain aktualisiert]





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"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Carsten ...
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 10:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe James Bond jagt Dr.No erst vor einigen Tagen auf Beamer in der UE-Fassung wiedergesehen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie stylisch der Film war. Die Casino-Szene ist dabei besonders hervorzuheben. Terence Young legte großen Wert darauf, den vornehmen Stil von Bonds Welt zu zeigen. Es ist ihm 100% gelungen. Überragend sind auch die Landschaftsaufnahmen in Jamaica geworden, die jedoch nur auf der Leinwand ihre volle Pracht entfalten können.

Nach heutigen Maßstaben ist natürlich die etwas naive Vorstellung von Reaktorräumen und Dekontaminationseinrichtungen manchmal unfreiwillig komisch. Insbesondere die Duschszene, wo die Akteure von Dusche zu Dusche auf einem Laufband gefahren werden, erzeugt bei dem heutigen Betrachter unweigerlich ein leichtes Grinsen im Gesicht. Aber in der Zeit, in dem der Film enstanden ist, war diese Umsetzung durchaus glaubhaft.

Auch stört bei der Autoverfolgung, dass man aus technischen und aus Kostengründen sehr viel mit Rückprojektion gearbeitet hat. Aber auch dies war Anfang der 60er Jahren auch bei teureren Filmen üblich und kann man dem Film kaum zum Vorwurf machen.

Zusammengefasst hat der Film eigentlich alles, was einen guten Bond-Film ausmacht. Er setzte Zeichen in der Filmwelt und erstellte die Schablone, nach der alle weiteren Bondabenteuer erfolgreich nachgezeichnet und weiterentwickelt werden konnten.




KW12 ...
Status: Felix Leiter
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 17:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dr. No ist für mich ein besonderer Film!
Sogar einer meiner Lieblinge!
Dies ist wieder einer der Filme bei dem ich das Bondfeeling besonders spüre!
Die Szenen auf Crab Key find ich alle auch sehr gelungen! Was meint ihr zu Quarrel?
Ich find es extrem schade das er sterben musste!
Er hat Bond wirklich nützliche Dienste erwiesen!
Was meint ihr zu Quarrel?
Gruss KW12





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"Eins sollte dir klar sein Amigo! Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld!"
Franz Sanchez zu Milton Krest in "Lizenz zum Töten"

www.commander007.ch.vu/

Whiteout ...
Status: James Bond
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 20:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Carsten schrieb

    Auch stört bei der Autoverfolgung, dass man aus technischen und aus Kostengründen sehr viel mit Rückprojektion gearbeitet hat. Aber auch dies war Anfang der 60er Jahren auch bei teureren Filmen üblich und kann man dem Film kaum zum Vorwurf machen.


Ich weiß nicht, ob dies eine Legende ist oder nicht.
Die Rückprojektion wurde deshalb verwendet, weil Sean Connery beinahe der Kopf abgesäbelt wurde und zwar in der Szene, als er dem Baufahrzeug ausweichen musste.

Die Crew war danach so geschockt, dass man aus Sicherheitsgründen lieber die Autoszenen mit Connery im Studio filmte.

Zumindest in dieser Szene ist es also mehr als entschuldbar.

Das Ken Adam Design ist herrlich und sollte für die nächsten Bondabenteuer stilgebend sein.

Auch finde ich es toll, dass man das Thema mit dem gestohlenen Bild aufgegriffen hat und es dann bei Dr. No integriert hat.
Tolle Idee, würde ich mir mal wieder in einem neuen Bond wünschen.




ChrisMainz ...
Q
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 20:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dr. NO,

ein Film, der wie kaum einer aus der gesamten Serie das ominöse "Bondfeeling" bei mir auslöst!
Was genau löst eben jenes Feeling bei mir aus?

In erster Linie toll in Szene gesetzte Drehorte, der Club Le Cercle, Strangways Haus (das ist mein Traum, solch ein Haus), der Kartenspieler-Club auf Jamaica, der Fluss mit dem Wasserfall auf Crab Key! Jede Sekunde von DN kann Ich wie eine Episode von "Wolkenlos" genießen, weil die Orte dort genau meiner Vorstellung von Urlaub entsprechen. Kleine Strandbars, keine Touris, tolles Wasser. Für mich wirkt DN manchmal wie ein für mich persönlich gedrehter Werbefilm für Individualtourismus!

Als zweiter wichtiger Punkt für mein persönliches "Bondfeeling" führe Ich die Spionage an...Ich liebe Spionagestorys, ich sehe Bond am liebsten, wenn er schnüffelt und ermittelt. Wenn er zeigt, dass er nur mit Hirn und Walther PPK überleben kann!

Der Film an sich hat schon alle Elemente, die zu Bond gehören wie die bereits aufgezählten:
- schöne Frauen
- gepflegte Kleidung
- Martini
- Casinos
- Die Namensformel
- Ein irrer Oberbösewicht mit körperlicher Zeichnung
- großartige Kulissen

Dazu kommt noch ein Element, was DN zu der Sorte Bondfilme macht, die Ich am meisten liebe:
Bond ist eine miese Sau, er tötet rücksichtslos, er lebt nur für seinen Auftrag und er ist bereit alles...und alle dafür zu opfern! Und genau diese Momente machen für mich einen guten Bondfilm aus!

DN landet bei mir immer recht weit oben, weil er sehr stark meiner Idealvorstellung eines Bondfilmes entspricht. Und weil er auch nach 45 Jahren nicht billig oder alt wirkt, man kann sogar von einer gewissen Frische sprechen!

Ums mal mit Punkten zu sagen:
8/10!

MFG,
Chris





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webster ...
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 21:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Trotz seines Alters, und einigen damit verbundenen, heute antik wirkenden Features, ist Dr. No in meinen Top 5 (oder zumindest Top 6) der Bond-Filme. Ohne den späteren Aufwand gelingt hier ein spannender Film. Was das "Bondfeeling" angeht, muß ich meinen Vorrednern zustimmen: Es ist alles da, was ein Bondfilm braucht. Auch die Over-the-Top-Features, für die viele spätere Filme (auch von mir) so geschmäht werden, sind da: der Drache von Crab Key und die Entstrahlungsanlage vom guten Doktor. Daß man das Gesicht des Villains nicht gleich sieht, ist eine geniale Idee, die auch später bei den diversen Blofelds immer wieder sehr effektiv eingesetzt wurde. Und die Car Chases sind trotz der einfachen Mittel gelungen. Besonders möchte ich allerdings Jack Lord hervorheben, der einen Felix Leiter spielt, von dem man, im Gegensatz zu allen anderen, den Eindruck hat, daß er Bond als Agent ebenbürtig ist. Ich hätte ihn gerne als Leiter wiedergesehen.

Fazit: Wenn Dr. No im Fernsehen wiederholt wird, sehe ich ihn mir gerne wieder an.





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Invincible1958 
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...   Erstellt am 12.01.2007 - 23:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Whiteout schrieb
    Auch finde ich es toll, dass man das Thema mit dem gestohlenen Bild aufgegriffen hat und es dann bei Dr. No integriert hat.
    Tolle Idee, würde ich mir mal wieder in einem neuen Bond wünschen.


Yep. Ich hätte es zum Beispiel lustig gefunden, wenn LeChiffre den "Schrei" von Munch in seinem Hotelzimmer stehen hätte, oder etwas ähnliches. Oder Dimirius in seinem Strandhaus. Allerdings ist das Bild ja inzwischen wieder aufgetaucht. Aber so ein Gag würde bestimmt heutzutage auch noch funktionieren.




flexxo ...
Status: James Bond
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...   Erstellt am 13.01.2007 - 11:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mag auch sehr Dr.No. Ein Bond zum entspannen irgendwie. Wenn man mit den überladen Brosnan Bonds vergleicht, in denen mit den zu häufigen aufbrausenden Themes kaum Ruhe im Film einkehrt, herrscht bei Dr. einfach ein sehr entspannte aber trotzdem durchaus spannende Atmosphäre. Die schönen Szenen auf Jamaika schau ich mir vor allem in kalten Wintermonaten gerne an. Ein guter Einstieg in die Reihe. Schade ist im Deutschen nur die etwas ungewohnte und nicht so tolle Stimme von Connerys.





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Cyrus_Poonawalla ...
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...   Erstellt am 13.01.2007 - 20:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich stelle einfach mal den Beitrag online, den ich vor langer Zeit für Klaus' Seite verfaßt hatte:

Dr. No

Versetzen wir uns in die frühen Sechziger Jahre: Britisches Kino besteht im Wesentlichen aus Filmen, die in etwa wie verfilmte Theaterstücke auf das Publikum wirken. Britisch, ruhig, leicht ironisch, wenn es humorvoll sein soll, doch in den seltensten Fällen gewalttätig. Sex and Crime? das ist etwas für die Amerikaner.

Und dann kommt "Dr. No". Schon, als der Mann mit dem Hut in dem weissen Kreis über die Leinwand läuft und auf den Zuschauer schiesst, wird klar: Wir werden Zeuge der Geburt einer neuen Art des Britischen Films. Und was für eine Art! Niemand weiss zu diesem Zitpunkt, dass sich hieraus die erfolgreichste Spielfilmserie aller Zeiten entwickeln wird. Aber man kann es erahnen...

In so vielen Dingen ist dieser Film unverkennbar britisch, das beginnt mit dem Akzent der Akteure, der Location (Jamaica war gerade frisch in die Unabhängikeit entlassen; Amis hätten wohl eher auf den Bahamas gedreht...), dem Stil der Kleidung und und und ..

Dennoch: ein Britischer Filmheld, der sich nicht zu scheut, seine Fäuste einzusetzen und NICHT nach den Regeln des Marquis von Queensbury zu kämpfen, ein Brite, der in staubigen Anzügen oder in zerfetzten Hosen und T-Shirts zu sehen ist, ein Brite, der die Damen, die sich ihm in den Weg legen, breitwillig nimmt - all dies ist so untypisch, so "uncivilized", so neu für das britische Publikum. Es ist, als würde dem Britischen Zuschauer ein Spiegel vorgehalten, der nicht zeigt, wie die Briten sind, sondern wie sie gerne wären, wenn sie nur ihre britische Zurückhaltung ablegen könnten...

Und dann ist dieser Held auch noch verdammt gut aussehend, egal in welchem Zustand sich seine Garderobe gerade befindet.
Dazu noch die exotische Szenerie, gut aussehende Frauen - Wen interessiert da noch die Story? Die Formel stimmt, nur an der Feinabstimmung wird in den nächsten Filmen immer wieder gespielt werden.

Es ist völlig richtig und konsequent, dass am Ende bereits eine Fortsetzung angekündigt wird: "James Bond Will Return" - und das Publikum fiebert weiter!





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Colthorpe ...
Status: James Bond
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...   Erstellt am 13.01.2007 - 21:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


also ich weiß garnicht was so unwahrscheinlich an den dekontaninationsduschen seien soll. es geht schließlich darum das man mit dreck (bodenmaterial) auf der insel in beruehrung gekommen ist. dieser ist kontaminiert. wenn man den nun oberflächlich auf der haut (unter den fingernaegeln) mit sich rumschleppt kann dieser einfach abgeduscht werden. allerdings ist dann das duschwasser schwach radioaktiv. das man sich nicht gesundduschen kann wenn man polonium-210 in sushi gegessen hat ist ja klar.

zu DN:

eigentlich bei mir in den top10. an dem film mag ich gerade das er noch nicht alles bietet was man später von dr bondwelt gewohnt war. einzig der hut von bond stoert mich etwas, dieses "Quarrel da!" und weniges anderes. ich möchte nun einen besoinderen aspekt ansprechen:

das hideout. für mich geht eine starke anziehung aus von in naturstein gehauenen hideouts.
ich liebe an lald wenig, aber kanangas hoehlenlabyrinth auf san monique auf jeden fall. oder in mr in drax`s brasilianischer Abflugbasis, in avtak oder in TMWTGG (Hideout in den kalkfels hineingearbeitet)... und in dn nahm das doch seinen anfang. wenn bond und honey von sister rose und lily in den Schlafraum geführt werden und sich hinter ihnen diese metallene tuer im fels schließt... einfach herrlich. auch die sisters sind genial. vornehm und hilfreich, doch abgeordnete einer unerbittlichen macht (in diesem fall dn).

und dann diese entwaessrungsröhren in dn. im buch ja noch spannender, doch hier im film aeusserst grandios. einer der absoluten hoehepunkte. ich liebe diese szenen wenn er in das gefängnis kommt (kleiner aber effektvoller geniestreich von adam) und in die röhren einsteigt und nachher mit drecjigem, zerfetztem hemd wieder raus kommt. grandios.


ein all time high

[Dieser Beitrag wurde am 13.01.2007 - 21:41 von Colthorpe aktualisiert]





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Tanaka: "In Japan kommen die Männer immer zuerst, die Frauen als zweite!" - Bond: "Hier werde ich mich später einmal zur Ruhe setzen!"

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