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...   Erstellt am 12.03.2006 - 17:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der historische Dülwald (Duhlwald, Dühlholz) war bis gegen Ende des Mittelalters ein kaum besiedelter Urwald südlich des Steinhuder Meeres.
Er lag im Norden des heutigen Landkreises Schaumburg in Niedersachsen, zwischen Minden, Stadthagen und Wunstorf, zwischen der Weser, den Rehburger Bergen, dem Steinhuder Meer und dem Bückeberg, zwischen Schaumburger Wald und Haster Wald.

Bis zum 13. Jahrhundert bedeckte ein dichter sumpfiger Auwald das Gebiet, das von der Sachsenhäger Aue, der Rodenberger Aue und zahlreichen Bächen entwässert wird. An seiner Südseite lag eine alte Handelsstraße (Hellweg) zwischen Rhein und Elbe, deren Verlauf die heutige Bundesstraße 65 folgt. Frühgeschichtliche Funde belegen eine frühe Besiedlung dieser Region. Im 5. Jahrhundert drangen die Sachsen in den Bereich der nördlichsten Mittelgebirge vor. Der Dülwald blieb als großer Grenzwald zwischen mehreren Gauen bis zum Beginn der Rodung im 13. Jahrhundert erhalten. Im 12. Jahrhundert begann die intensive Kolonisation Ostfalens und im Dülwald entstanden etliche "wilde Siedlungen", da die Gegend weitgehend als herrenlos angesehen wurde.

Die Grafen von Rohden-Wunstorf begannen mit der Anlage neuer Siedlungen, der Bischof von Minden erhob Besitzansprüche und die Grafen von Schaumburg gründeten Stadthagen. Der Herzog von Sachsen-Lauenburg besaß Rechte am Dülwald und gründete die Burg Sachsenhagen. Die Kolonisten des Dülwalds genossen teilweise Sonderrechte, wurden von Leibeigenschaft befreit, wurden zu freien Bürgern.

Der Dülwald wurde nach und nach gerodet. Mit der Zahl der Siedlungen stieg auch der Bedarf an Ackerland. Der heutige Dülwald ist nur noch eine kleine, wenige Hektar große Waldfläche zwischen dem Mittellandkanal bei Sachsenhagen und den Orten Ottensen und Lindhorst in Schaumburg





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