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uweSM 

Status: Offline Registriert seit: 22.06.2008 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 23.06.2008 - 17:41 | |
Hallo Forum,
nach rund einem halben Jahr Beobachtung versch. Uruguay-Foren habe ich mich nun HIER registriert – weil mir die Leidenschaft (für Uruguay ebenso wie für das Forum) sowie das "Leben und leben lassen"-Prinzip hier deutlich aus der Seele spricht. Kompliment an die Macher!!!
Nun denn – hier einige Fakten über mich als Forumsneuling:
Ich bin 48, die beiden Versalien am Ende meines User names geben lediglich die Anfangsbuchstaben meines zweiten Vornamens und meines Nachnamens wieder - sonst nichts, ich bin verheiratet, habe vier erwachsene Mädels, lebe in Deutschland (NRW), bin freier Journalist und Werbefachmann, spreche leidenschaftlich gern aber leider nicht ganz perfekt Spanisch und werde Uruguay erstmals Ende August (für 2 1/2 kurze Wochen) besuchen. Abgesehen von der Neugier auf andere Länder, Sitten und Kulturen würde ich in dieser Zeit gern meine Vorstellungen und mein (nur angelesenes) Wissen über Uruguay mit der Realität abgleichen. Stellt sich heraus, dass das Land, die Menschen und die Lebensart dort tatsächlich so sind, wie ich bzw. wir (meine Frau und ich) es bislang wahrgenommen haben, würden wir einen Wechsel dorthin in absehbarer Zeit in Erwägung ziehen (da ich für meine Arbeit oft auf Reisen bin und den Rest über Internet und eMail erledige, also kein "arbeitstechnisches" Problem, wie ich meine).
So viel als erste Information ...
Nun habe ich auch noch ein paar Fragen bzgl. meiner erwähnten Uruguay-Reise:
Um einen Eindruck von Uruguay zu bekommen bzw. um Uruguay kennenzulernen hatte ich vor, mich erst mal ein paar Tage in Montevideo aufzuhalten. Anschließend plane ich, mit dem Auto an der Küste entlang (ich liebe das Meer - aber wer nicht!) Richtung Norden bis zur brasilianischen Grenze und dann ggf. durch das Landesinnere wieder zurück nach Montevideo zu fahren. Sollte dann noch Zeit bleiben, würde ich mich von Montevideo noch ein Stückchen in Richtung Colonia aufmachen ... - Ich bin mir übrigens durchaus im Klaren darüber, dass der Zeitpunkt meiner Reise nicht das beste Wetter verspricht, aber das war durchaus ein Stück weit Absicht. Schließlich geht es ja nicht nur darum, zwei Wochen in der Sonne Urlaub zu machen, sondern auch das "winterliche" Leben eines Landes kennenzulernen, wenn man dort vielleicht einmal leben möchte ... So viel zu meiner Idee. Nun die Fragen:
Ist meine Routen-Idee illusorisch oder fürs erste Kennenlernen bzw. einen groben ersten Eindruck ok?
Gibts auf der Strecke (zu dieser Zeit offene) Tankstellen und (zu dieser Zeit offene) Hotels/Hostales?
Was sollte ich nicht verpassen und was kann ich getrost sein lassen?
Vorab schon mal danke für eure Antwort(en)!
Hier übrigens noch zwei ganz interessante links, die - soweit ich weiß - noch nicht in diesem Forum veröffentlicht wurden:
http://www.schwarzaufweiss.de/uruguay/monte1.htm
http://haerter-tango.info/montevid.htm
Viele Grüße
Uwe
Signatur Ich dachte, es sei ein Abenteuer, dabei ist es das Leben. |
Tulpe

Status: Offline Registriert seit: 14.03.2006 Beiträge: 39 Nachricht senden | Erstellt am 23.06.2008 - 18:53 | |
Hallo Uwe
Diese Links von dir sind echt ganz interessant. Werd ich mir jetzt erst mal schön reinziehen
Signatur Lieben Gruß
Tulpe http://www.lateinamerikaforum.de.vu/ |
difilous 

Status: Offline Registriert seit: 21.03.2006 Beiträge: 4157 Nachricht senden | Erstellt am 23.06.2008 - 19:03 | |
HERZLICH WILLKOMMEN....Uwe.
Deine Links sind prima. Habe sie nur erstmal überflogen.
Deine Route für Uy ist perfekt. Man sollte es noch etwas erweitern. Minas ist wunderschön. Landschaftlich von Pan de Azúcar bis Minas, Provinz Lavalleja ist traumhaft und vermittelt das Land.
LG, Difi
Signatur Wo immer du hingehst: der Himmel hat dieselbe Farbe. |
miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 24.06.2008 - 00:13 | |
Hallo Uwe,
immer an der Kueste entlang ( also Osten oder Westen) gibt es reichlich Leben, also
Tankstellen und Unterkuenfte genug.
Wenn Du ins Landesinnere also Norden faehrst, dann muss man schon genauer auf die Spritanzeige achten.
Oft gibt es nur 1 Tankstelle ,in den groesseren Orten und die macht um 19 Uhr dicht.
Hotels und Restaurants sind auch nur in groesseren
Orten.
Was Du brauchst,um einen Eindruck zu haben sind
die Staedte Montevideo, Piriapolis, punta del Este, La Paloma, Colonia, diese sind alle unterschiedlich.
Dann solltest Du einen Abstecher in die Berge machen, bis Minas, dann etwas Flusslandschaft, rio negro oder St Lucia, vielleicht bis Mercedes rauffahren, aber kein Muss.
Das Leben spielt sich an der Kueste ab.
Signatur ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt. |
tachina 

Status: Offline Registriert seit: 29.08.2007 Beiträge: 65 Nachricht senden | Erstellt am 24.06.2008 - 04:19 | |
Nach zwei Wochen Rundreise sind wir schließlich wieder in Montevideo. 3000 Kilometer haben wir in Uruguay zurückgelegt und dabei vor allem Weideflächen, Ackerbau und Strände gesehen. Nicht nur auf der topografischen Karte, auch auf der Liste der Sehenswürdigkeiten mangelt es Uruguay an echten Höhepunkten. Doch wie schon so oft auf unserer Reise sind es auch hier die Menschen, die das Land so liebenswert machen: Der Geschäftsmann im Restaurant zum Beispiel, der, als er sieht, dass wir unendlich lange die Speisekarte studieren, von seinem Tisch aufsteht, sich zu uns setzt und fragt, ob er uns helfen kann – Der junge Mann, der Arbeitskollegen aus München hat, und sich einfach ein bisschen mit uns unterhalten wollte - Die Frau am Campingplatz, die sich mit Umarmungen und Küsschen von uns verabschiedet, als würde sie uns schon seit Jahren kennen – Der Tankwart, der, als er hört, dass wir aus Deutschland kommen, uns auf deutsch mit den Worten „Vielen Dank und gute Reise“verabschiedet
Reisebeschreibung:
http://www.pinguino-tour.de/pageID_5737076.html
Signatur Geboren in Bs.As. und wohne teilw. in Maldonado |
Ashnar

Status: Offline Registriert seit: 20.02.2006 Beiträge: 133 Nachricht senden | Erstellt am 24.06.2008 - 16:29 | |
die bisherigen antworten kann ich nur voll bestätigen. solltet ihr in montevideo im hotel bremen absteigen, wird euch sicher auch der geschäftsführer ricardo als einheimischer in der 3. generation (spricht perfekt deutsch, grüsst ihn von mir...) gerne mit reisetipps weiterhelfen. mir hat er vor gut 3 jahren den weg in dieses land geebnet, sodass ich mich entschlossen hatte, nach uru auszuwandern. das es nun erstmal zu einer kleinen pause gekommen ist, hat andere gründe. der abstecher richtung colonia muss nicht unbedingt sein, wenn ihr unter zeitknappheit leidet. wie miguel schon sagte: vor allem für und europäer spielt sich das leben an der küste und aus meiner sicht auch nicht zuweit von montevideo ab.
ich vermisse uruguay.
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miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 25.06.2008 - 00:11 | |
Du kommst bestimmt eines Tages zurueck, wenn du alles geregelt hast
Signatur ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt. |
difilous 

Status: Offline Registriert seit: 21.03.2006 Beiträge: 4157 Nachricht senden | Erstellt am 25.06.2008 - 02:12 | |
Hola Uwe...
und fest mit einplanen, einen Boxenstopp in Atlántida.
Da kann man sich dann treffen und einiges austauschen.
Kannst ja schon mal einen Fragekatalog zusammenstellen.
LG, Difi
Signatur Wo immer du hingehst: der Himmel hat dieselbe Farbe. |
setter 

Status: Offline Registriert seit: 26.11.2007 Beiträge: 152 Nachricht senden | Erstellt am 25.06.2008 - 14:24 | |
der 1. Link ist in Teilen falsch:
Portenos fahren nach U. zum Einkaufen??? ja klar, und die Düsseldorfer sind froh, dass sie in Ostfriesland einkaufen dürfen )
Eine Confiteria ist das, was wir in D. Konditorei nennen
Matetrinkende Menschen ein urug. Phänomen??? Unsinn!
und ähnlich "zutreffend" ist der Rest des Artikels
Der 2. Link ist hoffnungslos romantisierender Kitsch ( und Unsinn obendrein )Aber zum Trost: Südamerikaner sind auch fest überzeugt, dass wir in D. von morgens bis abends Blasmusik hören und im Dirndl rumlaufen.
[Dieser Beitrag wurde am 25.06.2008 - 14:33 von setter aktualisiert]
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difilous 

Status: Offline Registriert seit: 21.03.2006 Beiträge: 4157 Nachricht senden | Erstellt am 26.06.2008 - 05:27 | |
Hola Setter...
lese gerade den ersten Link. Mir fiel auf der zweiten Seite auf, das ich ihn doch kenne. Das mit dem Mate verstehe ich nicht. Hier ein Zitat:
Auch in ihren Konsumgewohnheiten verhalten sich die drei Millionen Uruguayos bemerkenswert konservativ. Seit Jahren ist der Verbrauch des Nationalgetränks, des Mate-Tees, unverändert. Mate-Trinken ist ein Ritual, für das wohlhabende Familien früher sogar einen eigenen Diener abstellten, der nur für Aufbrühen und Servieren zuständig war. Heute sitzt man in Hauseingängen, auf Parkbänken und am Strand, allein oder in Gruppen, in denen der Mate-Becher kreist und beständig neu aufgegossen wird, und das heiße Wasser kommt aus der Thermosflasche. Die matetrinkenden Menschen sind eine Selbstverständlichkeit im Straßenbild von Montevideo, ein weiteres Phänomen, das die Stadt von allen anderen südamerikanischen Metropolen unterscheidet.
Die Leidenschaft für den Mate ist wahrscheinlich das einzige, was die heutigen Montevideanos von ihren Vorfahren, den Gauchos, übernommen haben.
Also ich suche immer noch und finde nichts von dem was du geschrieben hast. Diese Beschreibung IST Uruguay. So und nicht anders habe ich es erlebt.
Schaue mir nun den Zweiten an.
Erst mit zunehmendem Heimischwerden in der uruguayischen Hauptstadt beginnt man zu begreifen, diese Stadt ist Tango.
Ja da braucht es etwas Zeit. Es hat vielleicht was mit Romantik zu tun ist aber real. Da Biber und ich überall herumstöbern, bemerkten wir sehr schnell, das der Tango einen hohen Stellenwert hat. Wo wir auch hingingen klangen die Töne und wurde getanzt. Uruguay ist für mich der Klang des Tangos. Die Musik drück mehr aus, als wir es mit Worten können.
Gerade diese Märkthallen, wo sich alles um einen Ofen bei Kälte scharrt, preiswertes Essen gibt und die Menschen Tango tanzen, war für uns ein Grund, dieses Land zu wählen.
Du nennst es Kisch....dann liebe ich Kitsch.
LG, Difi
[Dieser Beitrag wurde am 26.06.2008 - 05:37 von difilous aktualisiert]
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