gordo 

Status: Offline Registriert seit: 05.10.2007 Beiträge: 213 Nachricht senden | Erstellt am 22.10.2007 - 15:16 | |
Treinta y Tres (Stadt)
Treinta y Tres ist eine Stadt im Osten von Uruguay und Hauptstadt des gleichnamigen Departamento Treinta y Tres.
Sie hat 25.711 Einwohner (Stand 2004).
Die Stadt liegt am Zusammenfluss des Flusses Olimar und des kleinen Flusses Yerbal.
Es ist eine typische Stadt des Inlandes mit flachen Gebäuden und engen Bürgersteigen, die mit dicht belaubten Bäumen geschmückt sind.
Herkunft des Namens:
Der Schwur der Dreiunddreißig Orientalen von Juan Manuel Blanes.
Der Name der Stadt bezieht sich auf die 33 Uruguayer, die nach Argentinien ins Exil geschickt wurden.
Am Morgen des 19. April 1825 kehrten sie heimlich zurück um den Kampf um die Unabhängigkeit fortzuführen.
Sie fanden das Gebiet, das damals auch Banda Oriental hieß, da es sich östlich des Río Uruguay befindet, von portugiesisch-brasilianischen Streitkräften belagert.
Im Zentrum der Stadt findet man den großen Platz mit dem Namen Plaza 19 de Abril, der das Monument der 33 Orientales beherbergt.
Es besteht aus schwarzem, weißem und rötlichem Marmor.
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gordo 

Status: Offline Registriert seit: 05.10.2007 Beiträge: 213 Nachricht senden | Erstellt am 22.10.2007 - 15:21 | |
Ein bisschen Geschichte über die Treinta y Tres Orientales:
Im frühen 18. Jahrhundert verstärkten die Spanier ihre Präsenz im heutigen Uruguay, um die Portugiesen, die ihren Einflussbereich längs der Atlantikküste von Brasilien nach Süden auszudehnen trachteten, zu begrenzen.
Montevideo wurde 1726 als militärische Befestigung und Stützpunkt für die Kolonisierung der Banda oriental östlich des Flusses Uruguay gegründet. Die neue Ansiedlung mit ihrem natürlichen Hafen machte bald Buenos Aires Konkurrenz um die Handelsströme in der Region La Plata.
Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts war durch Kämpfe zwischen den Briten, Portugiesen und Spaniern gekennzeichnet, die sich die Kontrolle über die Zone zwischen Brasilien und Argentinien sichern wollten.
Nach der Errichtung des spanischen Vizekönigreiches des Río de la Plata im Jahre 1776, dessen Machtzentrum Buenos Aires am Südufer des Río de la Plata Uruguay gegenüber lag, wurde seine Zugehörigkeit zum spanischen Herrschaftbereich im Jahre 1777 endgültig besiegelt.
Von 1810 bis 1811 gab es unter José Gervasio Artigas die erste Revolte gegen die spanische Herrschaft.
Dieser Aufstand erlaubte es, die Spanier im Jahre 1814 zu vertreiben, 1815 gab es eine erste nationale Regierung.
Artigas ist bis heute urugayischer Nationalheld. Im Jahr 1821 gelang es Portugal jedoch, das heutige Uruguay zu annektieren und als Provincía císplatina in Brasilien einzugliedern.
Zwischen 1821 und 1823 gab es unter dem Kommando von Juan Antonio Lavelleja und seiner Gruppe der Dreiunddreißig Orientalen mehrere Revolten, die jedoch alle niedergeschlagen wurden.
Am 25. August 1825 erklärte die Provinz die Unabhängigkeit von Brasilien und trat einer regionalen Föderation mit Argentinien bei.
Damit waren drei Jahre Krieg mit Brasilien zu Ende.
Am 27. August 1828 wurde der Vertrag von Montevideo unterzeichnet und von Großbritannien genehmigt.
Dieser Vertrag sah die Gründung eines unabhängigen und souveränen Uruguay vor. Am 18. Juli 1830 gab sich der neue Staat die erste Verfassung.
Die kommenden 70 Jahre waren jedoch von kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Nachbarländern gekennzeichnet.
Im Jahr 1839 brach sogar ein Bürgerkrieg zwischen den Konservativen (Blancos) unter Manuel Oribe und den Liberalen (Colorados) unter José Fructuoso Rivera aus.
Hierbei ging es im Wesentlichen um Differenzen zwischen an weltoffenem Handel interessierten städtischen Oberschichten und ländlichen Großagrariern.
Der Krieg dauerte bis ins Jahr 1851, als der argentinische Diktator Juan Manuel de Rosas eingriff.
Nach Beilegung dieses internen Konfliktes zog Uruguay 1865 als Alliierter von Brasilien und Argentinien in den Tripel-Allianz-Krieg gegen Paraguay, der bis 1870 dauerte.
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