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Der Burgherr (Admin) freier Ritter
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...   Erstellt am 08.10.2006 - 07:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Den Spieß umdrehen
Eine Attacke gegen den Angreifer verwenden bzw. Erlittenes jemandem anderen zufügen.

Einem Angreifer wurde der Spieß (ein langer Speer) entwendet, dann umgedreht und gegen ihn verwendet.
Hächst vermutlich ist diese Redewendung erst zur Zeit der Landsknechte entstanden.





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SirToby 



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...   Erstellt am 29.12.2008 - 19:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Seid gegrüßt.

Ich gestehe, ich habe mich extra wegen des Bereiches der mittelalterlichen Redensarten hier angemeldet. Ich bin eher Schreiberling oder Herold als Knappe oder gar Recke. Als solcher haben es mir die Redensarten angetan. Und nicht wenige davon haben ihren Ursprung im Mittelalter oder gar im Ritterwesen.

Die Redewendung "Den Spieß umdrehen" erkläre ich auch auf meiner Seite (http://www.redensarten.net/Spiess.html). Meine bisherigen Recherchen (in diesem Fall hauptsächlich Fachliteratur) haben die hier auch genannte Herleitung ergeben.

Auf der praktischen Ebene habe ich allerdings ein Problem mit dieser Theorie... Ich meine, wie lang ist ein Spieß? Zwei Meter? Drei Meter? So eine lange, für den Nahkampf ungeeignete Waffe kann man sicherlich dem Gegner entwenden, wenn man sich an der gefährlichen Spitze "vorbeigeschmuggelt" hat. Aber wie soll man das Ding dann gegen seinen Feind richten? Der Spieß ist doch viel zu lang! Wenn es ein Messer oder ein Schwert wäre... Der Gegner wird einem sicher nicht den gefallen tun, zwei Meter zurückzutreten, damit man ihn in aller Seelenruhe mit dem Spieß abstechen kann.

Verfügt hier vielleicht jemand über praktisch Erfahrungen mit so einer Waffe? Oder über Kenntnisse, die meine Zweifel ausräumen können? Nur weil die allgemein genannte Erklärung der Redensart die Lehrmeinung darstellt, muß sie ja noch lange nicht richtig sein.

[Dieser Beitrag wurde am 29.12.2008 - 19:55 von SirToby aktualisiert]





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Luzifuge 
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...   Erstellt am 30.12.2008 - 15:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


nun recht einfach beschrieben...
man weicht der Spitze aus, greife den Schaft und mit einem Ruck nach hinten reißt man es dem Gegner aus der Hand, da also beide Seiten ziehen werden beide Seiten, sobald die Lanze an einer Seite frei ist einen oder mehrer Schritte nach hinten tun, so das sie sich von einander entfernen. Dadurch wäre genug Raum um von der Spitze aus den "Griff" nach oben zu schwenken und so eine 180 Grad Drehung durch zuführen, wobei die Lanzenspitze sich nun dem frühenen Lanzenbesitzer entgegen ragt...
dies mal die theoretische Fassung, ob es praktisch in einem Schlachtgetümmel möglich ist, wo die Gegner auf einander zustürmen und so auf beiden Seiten Kämpfer nachstürmen ist fraglich, ebenso ist es fraglich ob derjenige dem die Lanze entwendet wurde einfach still steht und wartet bis er selbst angegriffen wird, ich zumindest würde meinen Dolch ziehen und nach vorne stürmen wärend der andere mit beiden Händen versucht meine Lanze zu drehen...
Gruß
Luzifuge





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SirToby 



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...   Erstellt am 02.01.2009 - 13:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich weiß nicht, ob Du noch die alte Fassung meines Artikels gelesen hast oder schon die überarbeitete (falls überhaupt eine^^). Auf jeden Fall habe ich meine Zweifel nun viel deutlicher zum Ausdruck gebracht. Aufschlußreich dürfte die zeitgenössische Darstellung sein. Trotz aller künstlerischen Dramaturgie dürfte das Bild einen realitätsnahen Eindruck vermitteln. In so einem Gedränge wäre nicht im entferntesten daran zu denken gewesen, dem Gegner den Spieß zu entwenden und umzudrehen.

[Dieser Beitrag wurde am 02.01.2009 - 13:09 von SirToby aktualisiert]





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Luzifuge 
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...   Erstellt am 02.01.2009 - 14:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Richtig in dem Gedränge nicht, was ich ja auch schrieb (von wegen nachstürmen), aber wer sagt das der Spruch im "Gedränge" entstand und nicht vorher, denn bevor es zu einem Gedränge kommt müssen beide Seiten erstmal aufeinander zugehen, oder erscheinen die einfach auf dem Schlachtfeld?
Man kann also nicht nur von einem Bild aus gehen sondern sollte auch die Geschichte des Bildes (was muß passieren damit die Konstellation auf dem Bild entstehen kann)berücksitigen.
Natürlich kann es auch sein das das Sprichwort in der Heerlagern entstand wo die Recken mit ihren tollen Taten prahlten und jemanden den Spies umzudrehen war vielleicht eine der berühmtesten Geschichten, da sie in den Bereich des Möglichen fällt.

Im übrigen lese ich schon die Texte und sogar die Sachen in den Links die im Text verwendet werden

Gruß
Luzifuge

[Dieser Beitrag wurde am 02.01.2009 - 14:22 von Luzifuge aktualisiert]





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SirToby 



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...   Erstellt am 07.01.2009 - 22:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das war keine Kritik an Dir. Ich wußte nur nicht mehr, ob ich den Artikel noch vor oder erst nach Deinem Posting überarbeitet hatte. Die Möglichkeit in Klammern war eher ein Scherz - daher ja auch die "^^".

Auf jeden Fall fühle ich mich wohler, nachdem ich meinen Zweifeln an der üblichen Erklärung eingearbeitet habe.





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