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...   Erstellt am 11.06.2005 - 18:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Was ist ein Degu?

Degus sind, wie man auf dem Bild oben erkennen kann, kleine putzige Nagetiere. Mit Schwanz sind sie ca. 20cm groß und haben ein bräunliches Fell. Artverwandt sind sie mit den Chinchillas. Degus sind aber, im Vergleich zu ihren größeren Artgenossen, tagaktiv und nicht so scheu. Es kommt aber trotzdem vor, daß auch nachts gearbeitet wird.

Soziales Verhalten!

Ihr Verhalten ist ähnlich den Präriehunden. In freier Wildbahn gibt es große Familien mit über 20 Tieren. Sie lieben die Nähe von Artgenossen und sollten deshalb auf keinen Fall einzeln gehalten werden. Die gegenseitige Fellpflege gilt als Freundschaftsbeweis. Gerne wird mit anderen gespielt und rumgetollt. Aber es ist immer ein wachsames Auge und Ohr auf die Umgebung gerichtet. Sollte Gefahr drohen, so wird ein kurzer Warnruf hörbar und alle flüchten in den nächsten Unterschlupf. Man muß also auf dieses Fluchtverhalten gefaßt sein, wenn man einen Degu in der Hand hält. Ihm ist es dann egal wo er sich befindet, er springt ohne zu zögern. Und dann geht es gleich unter das Sofa, hinter die Möbel oder dergleichen.
Degus schlafen auch auf der Seite oder dem Rücken; gegebenenfalls werden auch "Schlafpyramiden" gebaut. Man sollte also keine Angst bekommen, wenn einmal einer auf dem Rücken liegt und ein zweiter quer auf ihm; sie lieben die unmöglichsten Schlafpositionen.
Sozialer Streß, wie der ständige Kampf zwischen zwei Artgenossen, kann für alle tödlich sein. Selbst nichtbeteiligte Degus sterben ohne Krankheitssymptome wegen dem psychischem Streß. Es kommt ebenfalls häufig vor, daß sich gleichgeschlechtliche Geschwister nicht mehr vertragen und deswegen getrennt gehalten werden müssen. Möchte man Degus wieder in einem Käfig zusammen halten, wenn sie längere Zeit getrennt waren, so ist dies in 99% aller Fälle nie mehr möglich! Sie würden sich bis zum Tode bekämpfen!

Was ist zu beachten?

Degus sind Nagetiere. Zur Pflege der schnell wachsenden Zähne werden Äste oder hartes Brot benötigt, damit diese nicht zu lang werden. Man muß sonst zum Tierarzt fahren um diese kürzen zu lassen. Auch lieben sie Kunststoffe jeglicher Art. Wasserflaschen, Bodenwannen von Käfigen, Futterschalen und andere Dinge aus Plastik fallen den Zähnen zum Opfer. Selbst das Silikon in den Ecken der Aquarien wird nicht verschmäht!
Desweiteren sind sie Zug empfindlich. Besonders in der kalten Jahreszeit ist darauf zu achten, daß diese kleinen Kerle nicht krank werden.
Sie lieben es in der Sonne zu liegen und deren Strahlen zu geniesen. Diese Möglichkeit sollte man Ihnen ebenfalls bieten.
Das weiche Fell wird gerne mit einem ausgedehnten Bad im feinen Sand gepflegt. Dieses Bad sollte man den Degus mehrmals in der Woche bieten!

Das Futter

Obwohl es Nagetiere sind, kann man sie in Hinsicht ihrer Ernährung nicht mit einem Kaninchen oder Hamster vergleichen! Degus sind empfindlich gegenüber der Zuckerkrankheit. Füttert man sie oft mit Obst oder Süßigkeiten, so erkranken sie sehr leicht an Diabetes. Dadurch können sie am "Grauen Star" erblinden! In freier Wildbahn müssen sie sich mit sehr kargem Futter, wie Rinde und trockenem Heu, zufrieden geben. Ansonsten gibt es noch Körnerfutter und selten mal `ne Nuß. Auch brauchen sie immer frisches Wasser um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Ein wichtiger Ausgleich ist Gemüse aller Art.
Sie lieben abgöttisch Jogurtdrops, welche im Handel als Kaninchen- oder Hamsterfutter angeboten werden.
Frische Gras wird sehr gerne als schmackhaftes Nistmaterial verbaut; einkuscheln und es sich dabei schmecken lassen ist die Devise.

Der Käfig!

Er sollte ausreichend Platz für die Tiere bieten. Auch ist zu beachten, daß Degus gerne erhöht sitzen, um die Umgebung im Auge zu haben. Deswegen auf keinen Fall den Käfig zu flach bauen. Wie schon erwähnt werden Bodenwannen aus Kunststoff, wie sie bei vielen Vogelkäfigen vorkommen, gerne mit den Zähnen in Angriff genommen. Eine Holzhütte zum Knabbern und verstecken sollte auf jedem Fall nicht fehlen und auch öfters ersetzt werden. Für Futter und Wasser gibt es in Zoofachgeschäften die passenden Behältnisse. Auch sind Steine zum Abnutzen der Krallen von Nöten. Sie lieben den kalten harten Untergrund. Äste und andere Klettermöglichkeiten werden gerne angenommen. Möchte man ein Laufrad in den Käfig einbauen, so ist dabei zu beachten, daß Degus sehr schnell darin werden können. Hierbei besteht die Gefahr, daß Artgenossen sich sehr schwer verletzen können, z.B. durch einklemmen von Gliedmaßen.
Der Käfig unserer kleinen Artgenossen besteht aus einer Marmorplatte (Breite 60cm, Länge 90cm). Alle vier Seiten sind aus 60cm hohen Glasscheiben. Das Ganze wird mit Aluminiumleisten zusammengehalten. Selbst der Deckel ist ein Aluminiumrahmen mit Metallgitter, denn Degus können auch hoch springen und sich durch den Käfig hangeln. Alle Teile, bis auf das Glas und die Marmorplatte, sind aus einem ge- wöhnlichen Baumarkt.

Noch ein paar Tips!

Natürlich sollte man es sich vorher überlegen, ob man sich ein Tier anschafft, denn jedes benötigt die Zuneigung seines Halters, kostet Zeit und Geld.
Auch muß man mit eventuell anfallenden Tierarztkosten rechnen. Diese können durchaus etwas hoch sein!
Mittlerweile kann man diese niedlichen Nager auch im Tiergarten der Stadt Nürnberg bewundern. Das Gehege befindet sich in der Nähe des Spielplatzes und ist sehr liebevoll angelegt!
Sollte man sich doch für die Haltung von Degus entschieden haben, so raten wir allen sich erst einmal ein Buch über Degus zu kaufen und dort nachlesen, ob man mit den Dingen, welche zu beachten sind, einverstanden ist und diese auch einhält. Ein sehr gutes Buch ist "Alles über Chinchillas und Degus" von Michael Mettler. Es ist im Falken Verlag erschienen und hat die ISBN Nummer: ISBN 3-8068-1130-X. Natürlich sind auch noch andere Bücher erhältlich. Jede Zoohandlung, welche Degus verkauft, hat wahrscheinlich ein Buch über diese Tiere im Sortiment.





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