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Pumpi ...

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...   Erstellt am 14.04.2006 - 15:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Manche meinen, Diabetes sei eine Alterserkrankung.
Das stimmt so nicht:
Kinder können nicht nur an Typ-1 erkranken, mittlerweile gibt es auch immer mehr Fälle von Typ-2.
Dieses vielfältige Spezial beschreibt die Behandlung, berichtet über Forschungserkenntnisse, nennt Stiftungen etc.


Steckbrief Typ-1-Diabetes
Etwa fünf Prozent aller zuckerkranken Menschen leiden am Typ-1-Diabetes. Weil diese Erkrankung in der Regel im Kindes- oder Jugendalter beginnt, hieß sie früher auch »jugendlicher Diabetes«.


Für Kinder gehört der Diabetes oft ganz selbstverständlich zu ihrem Leben

Bei dieser Form der Zuckerkrankheit wird das lebensnotwendige Hormon Insulin, das für einen normalen Zuckerstoffwechsel sorgt, vom Körper nicht mehr hergestellt. Es muss ein Leben lang von außen zugeführt werden – in der Regel mit Hilfe von Spritzen.

Erste Symptome
Der Typ-1-Diabetes führt zu Beginn meist zu einer rasch schlimmer werdenden Stoffwechselentgleisung, die unbehandelt in einem lebensbedrohlichen Zustand endet, dem diabetischen Koma. Schwäche, starker Durst, häufiges Wasserlassen, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust sind typische Zeichen der starken Überzuckerung. Der Betroffene wird zunehmend apathisch und gleichgültig, schlimmstenfalls sogar bewusstlos. Er muss sofort in der Klinik behandelt werden.

Verlauf der Erkrankung hängt von Blutzuckereinstellung ab
Zu Beginn der Therapie lernen die betroffenen Kinder, wie sie sich die nötigen Insulingaben selbst spritzen können und was sie im Alltag, insbesondere beim Essen beachten sollten. Wie gut die Therapie die natürlichen Stoffwechselabläufe nachahmt, hat einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung. Je besser die so genannte „Stoffwechseleinstellung“, desto geringer ist das Risiko, dass Folgeschäden auftreten. Auch mit einem Typ-1-Diabetes ist ein weitgehend normales Leben möglich.

Transplantation von Inselzellen
Eine Heilung ist bisher nur durch eine Transplantation, also eine Übertragung von Insulin produzierendem Gewebe möglich. Während die Verpflanzung einer kompletten Bauchspeicheldrüse inzwischen ein etabliertes und erfolgreiches Verfahren ist, steckt die Transplantation von Inselzellen noch in den Kinderschuhen. Sie wird derzeit erprobt und weiterentwickelt.

Entstehung
Beim Typ-1-Diabetes bildet der Organismus „irrtümlich“ Antikörper gegen die so genannten Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin herstellen. Die körpereigene Abwehrreaktion schädigt diese Zellen, sodass die Insulinproduktion zum Erliegen kommt.

Insulin sorgt für Energienachschub

Insulin ist nötig, damit Körperzellen Zucker aus dem Blut aufnehmen und verarbeiten können. Fehlt Insulin, geht den Körperzellen der Energienachschub aus. Gleichzeitig wird das Blut mit Zucker überladen – ein lebensbedrohlicher Zustand, den der Körper allein nicht mehr beheben kann.

Vererbung gering: Fünf Prozent
Virusinfekte wie Mumps, Masern oder Grippe können vermutlich zum Auslöser einer Immunreaktion gegen die Bauchspeicheldrüse werden. Der Krankheit zugrunde liegt jedoch eine genetische Veranlagung. Das Risiko, sie auf die Kinder weiter zu vererben, ist relativ gering: bei einem Elternteil mit Typ-1-Diabetes beträgt es etwa fünf Prozent.

Steckbrief Typ-2-Diabetes
Über 90 Prozent aller zuckerkranken Menschen leiden am Typ-2-Diabetes.
Weil diese Erkrankung meist nach dem 40. Lebensjahr auftritt, hieß sie früher auch "Alterszucker".


Für den Typ-2-Diabetes gibt es eine familiäre Veranlagung.
Allerdings tragen vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel wesentlich zu seiner Entstehung bei.
Nicht umsonst gehört er zum so genannten "Wohlstands-Syndrom", auch "metabolisches Syndrom" genannt:
So bezeichnen Ärzte die häufige Kombination von Übergewicht, zu hohen Blutfettwerten, erhöhten Harnsäurewerten, hohem Blutdruck und Störungen im Zuckerstoffwechsel.
In Notzeiten ist der Typ-2-Diabetes wesentlich seltener.

Entstehung
Die häufigste Ursache:
Das körpereigene Hormon Insulin, das den Zuckerstoffwechsel reguliert, verliert an Wirkung.
Die Körperzellen reagieren nicht mehr richtig auf den Botenstoff, es besteht eine Art Insulin-Verwertungsstörung, von Ärzten auch als "Insulin-Resistenz" bezeichnet.
Störungen des Zuckerhaushaltes sind die Folge:
Die Körperzellen können den Blutzucker nur noch unzureichend zur Energiegewinnung verwerten, der Zuckergehalt des Blutes steigt an.

Um diesem Zustand entgegen zu steuern, produzieren die Zellen der Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin, um schließlich doch noch den gewünschten Effekt herbeizuführen.
Der Krankheitsverlauf kann zu diesem Zeitpunkt meist durch Gewichtsabnahme, die richtige Ernährung, Bewegung und Tabletten gestoppt oder verzögert werden.
Oft wird die Bauchspeicheldrüse jedoch auf lange Sicht "überfordert":
Die Insulinproduktion sinkt und wird allmählich ganz eingestellt.
Ab diesem Zeitpunkt herrscht auch beim Typ-2-Diabetes ein Insulinmangel.
Das Hormon muss dann von außen zugeführt werden - meist in Form von Spritzen.

Anzeichen
Der Typ-2-Diabetes wird nicht selten rein zufällig im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung entdeckt.
Er macht oft über viele Jahre keine Beschwerden.
Das bedeutet leider nicht, dass er nicht schadet - im Gegenteil.
Je länger die Zuckerkrankheit unentdeckt bleibt, desto größer ist die Gefahr von Folgeerkrankungen.
Sie verursachen meist erst Symptome, wenn die Schäden bereits sehr ausgeprägt sind.

Beschwerden wie Schwäche, vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen können Hinweise auf eine Zuckerkrankheit sein.
Auch als Gesunder sollten Sie Ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren lassen - vor allem wenn Diabetes in Ihrer Verwandtschaft vorkommt.
Der Nüchternblutzucker, also der Zuckerwert nach 8 Stunden ohne Nahrungsaufnahme, sollte dann unter 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut) bzw. 5,6 mmol/l (Millimol pro Liter Blut) liegen.
Den Blutzucker können Sie beim Arzt, aber auch in vielen Apotheken messen lassen.

[Dieser Beitrag wurde am 14.04.2006 - 15:43 von Pumpi aktualisiert]





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