Fuchsweibchen 


Status: Offline Registriert seit: 23.03.2006 Beiträge: 43 Nachricht senden | Erstellt am 12.07.2006 - 13:25 |  |
Die am längsten und noch heute lebende Art von Lebewesen ist Neopilina galatheae, eine im tiefen Meer lebende Schnecke, von der man geglaubt hatte sie sei schon seit 320 Millionen Jahren (!!!) ausgestorben. Sie wurde aber 1952 in einer Tiefe von 3475 m bei Costa Rica vom dänischen Schiff Galathea lebend gefunden. Diese Schnecke ist somit ein lebendes Fossil.
Meeres-Schnecken sind überlebende der Urzeit, lange vor den Dinosauriern. Fossile beweisen, dass erste Schnecken schon vor 500 Millionen Jahren gelebt haben - Dinosaurier lebten etwa vor 150 Millionen Jahren. Die grösste bekannte Schnecke ist die Afrikanische Riesenlandschnecke welche mit gestrecktem Körper 27 cm lang und 225 Gramm schwer werden kann. Deren Eier, die eine Kalkschale besitzen, sind 2 cm gross und können leicht mit Vogeleiern verwechselt werden. Die lungenatmenden Landschnecken stellen den Höhepunkt der Entwicklung der Mollusken dar und sind deshalb keine lebenden Fossilien - also relativ jung.
Bei wasserlebenden Gehäuseschnecken dient das Schneckenhaus vornehmlich als Schutz vor gewissen Verfolgern, bei landlebenden Schnecken ist aber wichtiger, dass sie sich in Trockenzeiten ins Gehäuse zurückziehen können und so auch an trockenen Standorten überleben. Das Gehäuse hat somit verschiedene Aufgaben.
Die auch im Schneckenrennen verwendete Art ist Helix pomatia - die Weinbergschnecke. Ihr Gehäuse ist relativ gross, kugelförmig, mit 5-6 Umgängen und einem winizigen Nabelspalt, der teilweise vom umgeschlagenen Mundsaum bedeckt ist. Die Mündung des Gehäuses ist gross, mit einer kräftigen Lippe, die häufig schwach gefärbt ist. Das Gehäuse ist relativ dickwandig, oft cremig-weiss, grob gestreift und mit feinen Spirallinien, manchmal mit braunen Bändern. Es ist die grösste mitteleuropäische Art. Die Art bevorzugt kalkhaltige Böden, in Wäldern, Hecken und Krautbeständen. Im Gebirge steigt sie bis auf 2000 m auf. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mittel- bis Südosteuropa. In Skandinavien wurde sie eingeschleppt. (courtesy of Daniel Hofer)
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