Solitude  Vorsicht - Freigeist :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 884 Nachricht senden | Erstellt am 13.05.2006 - 15:51 |  |
Ein in den internen Foren aufgebrachtes Thema bringt mich zu der Idee für folgende Übung:
Wie geht ihr damit um, wenn Euch jemand nervt, wenn ihr Euch nicht beachtet fühlt, wenn Euch jemand nicht zuhört?
Der Knackpunkt liegt oft darin, den Fehler bei sich selbst suchen, den Frust reinfressen und eben nicht an den Verursacher zurückgeben.
Und wenn man es denn dann mal tut und der andere gekränkt oder mit Tränen reagiert folgt oft die klassische Reaktion: Man fragt sich, ob man richtig gehandelt hat.
Es ist in jedem Fall richtig, den Verursacher direkt anzusprechen.
Der Abwehrreaktion (die wieder Schuldgefühle auslösen soll) begegnet man z.B. damit, dass man sagt:
"Es tut mir leid, dass Dich meine berechtigte Kritik frustriert, ich kann das auch verstehen - es war nicht persönlich gemeint in dem Sinne, das ich DICH nicht leiden kann, es war so gemeint, dass ich DEINE VERHALTENSWEISE nicht leiden kann."
Wie bringt ihr Eure Kritik an?
Signatur Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich ) |
Holly  die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
   

Status: Offline Registriert seit: 07.12.2005 Beiträge: 887 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2006 - 10:00 |  |
Das ist eine ausserordentlich schwierige Sache, aber ich denke, man muss das wirklich üben.
Neigt man doch oft dazu, erstmal den Fehler bei sich zu suchen, wie in dem Beispiel mit dem Nicht-Zuhören, oder im Fall meines stinkenden Kollegen, zu denken: ist das nicht interessant genug, was ich erzähle, bzw. bin ich zu überempfindlich in der Hinsicht?
Ich habe früher dann auch oft den Fehler gemacht, wenn ich endlich mal meine Kritik angebracht habe und der andere verständlicherweise verschnupft reagiert hat, meine Aussage gleich wieder zu relativieren, zu sagen, naja, ich stelle mich aber auch an, eigentlich ist das ja doch nicht so schlimm, also quasi die Schuld wieder auf sich zu nehmen.
Man (ich) muss einfach lernen, daß man (ich) auch Rechte habe und nicht immer allen anderen das Recht auf ihre Freiräume zugestehe und selber dafür zurückstehe, weil ich es ja nicht wert bin. Ein Frauenproblem ohnehin. Ein anderes Beispiel: warum habe ich immer ein Schuldgefühl und entschuldige mich freundlich lächelnd bei zB bei Verkäufern im Laden, wenn ich eine Frage habe, das ist deren Job, mir weiterzuhelfen, und daß derjenige jetzt vielleicht genervt ist, weil er gerade so schön geplaudert hat, ist eigentlich nicht mein Problem.
Signatur Freier Willen!
Hunde denken sie wären Menschen
Katzen denken sie wären Gott |
Nora  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 23.02.2006 Beiträge: 414 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2006 - 17:46 |  |
Oh ja, dass kenne ich auch - das sich entschuldigen, wenn man was möchte oder jemand was Berechtigtes gesagt hat.
Bei mir ist das z.B. schon in Fleisch und Blut übergegangen, eine Freundin hat mir das neulich gesagt wieso ich mich entschuldige, wenn mich jemand anders anrempelt 
Signatur Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)
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Ulli Glühwürmchen vom Dienst :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 711 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2006 - 18:25 |  |
Holly schrieb
Ich habe früher dann auch oft den Fehler gemacht, wenn ich endlich mal meine Kritik angebracht habe und der andere verständlicherweise verschnupft reagiert hat, meine Aussage gleich wieder zu relativieren, zu sagen, naja, ich stelle mich aber auch an, eigentlich ist das ja doch nicht so schlimm, also quasi die Schuld wieder auf sich zu nehmen.
Man (ich) muss einfach lernen, daß man (ich) auch Rechte habe und nicht immer allen anderen das Recht auf ihre Freiräume zugestehe und selber dafür zurückstehe, weil ich es ja nicht wert bin.
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Genau das lerne ich zur Zeit, weswegen sich das ohnehin bescheidene Verhältnis zu meiner Schwiegermutter ständig verschlechtert.
Bei Fremden klappt das aber schon bestens 
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