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Wolf ...
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...   Erstellt am 11.12.2006 - 18:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Studio Ghibli (jap. スタジオジブリ sutajio jiburi) ist ein weltberühmtes japanisches Zeichentrickfilmstudio. Bekannte Anime-Produktionen des Studios sind zum Beispiel Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland und Das wandelnde Schloss.
Während heutzutage nahezu alle Anime-Produktionen ausschließlich am Computer entstehen, verwendet Studio Ghibli weiterhin „klassische“ Animationstechniken wie z. B. das Abfotografieren handgezeichneter Folien und setzt Computeranimationen nur in sehr begrenztem Umfang ein.
Geschichte
Der Film Nausicaä aus dem Tal der Winde von Hayao Miyazaki war 1984 an den japanischen Kinokassen sehr erfolgreich und führte dazu, dass die Produktionsfirma Tokuma Shoten 1985 das Studio Ghibli gründete. Mit Sitz in Kichijoji wird es seitdem von Miyazaki und Isao Takahata geleitet.
Der Name Ghibli geht auf eine italienische Bezeichnung, die wiederum arabischen Ursprungs ist, zurück. Sie steht für einen heißen Sahara-Wüstenwind (Gibli) und wurde ab dem Zweiten Weltkrieg auch für italienische Kampfbomber verwendet. Als Luftfahrt-Interessierter wählte Miyazaki diesen Namen, um anzuzeigen, dass er im wahrsten Sinne des Wortes „frischen Wind“ in die japanische Anime-Industrie bringen wollte.
Der erste Zeichentrickfilm in Spielfilmlänge aus dem Hause Ghibli entstand 1986 mit Das Schloss im Himmel. Er handelt von der Abenteuergeschichte zweier Kinder, die sich auf die Suche nach einem legendären, fliegenden Schloss machen. Der Film konnte zwar Nausicaäs Popularität nicht überragen, war für einen Anime-Film aber ebenfalls außergewöhnlich erfolgreich und ermöglichte dem Studio weitere Produktionen. So setzten Miyazaki und Takahata 1988 gleich zwei Filme um: Mein Nachbar Totoro und Die letzten Glühwürmchen konnten die hohen Erfolgserwartungen zwar nicht erfüllen, wurden jedoch mehrfach ausgezeichnet, von Kritikern gelobt und machten das Studio bekannt. Während Die letzten Glühwürmchen ein trauriges Antikriegsdrama um zwei Geschwister ist, zeichnen den Kinderfilm Mein Nachbar Totoro vor allem die darin vorkommenden Fantasiewesen aus. Merchandise-Artikel zu Totoro verkaufen sich nach wie vor gut, und das Totoro-Titellied dürfte eines der bekanntesten Lieder in Japan überhaupt sein.
Der erste große finanzielle Erfolg kam 1989 mit Kikis kleiner Lieferservice. Der auf einem Kinderbuch von Eiko Kadono basierende Film über eine junge Hexe wurde zum erfolgreichsten japanischen Film aus dem Jahr 1989. Isao Takahatas Tränen der Erinnerung konnte 1990 einen ähnlichen Erfolg aufweisen.
Weil für die rund 90 Mitarbeiter nun nicht mehr ausreichend Platz im Studio war, baute man 1992 in Koganei ein neues Gebäude. Fast zur selben Zeit erschien Miyazakis melancholische Liebesgeschichte Porco Rosso, das abermals zum erfolgreichsten japanischen Film des Jahres wurde. Während Pom Poko 1994 erneut ein Erfolg im Kino war, wurde 1993 mit The Ocean Waves ein Fernsehfilm aus dem Studio Ghibli veröffentlicht, der erstmals ohne Beteiligung von Isao Takahata und Hayao Miyazaki entstand.
Nach Whisper of the Heart begann das Studio Ghibli 1995 mit der Arbeit an Prinzessin Mononoke. Dieses dramatische Märchen erschien 1997 und war zu der Zeit der in Japan erfolgreichste Film aller Zeiten. Der Film erregte auch außerhalb Japans erstmals Aufmerksamkeit. Der wirkliche internationale Durchbruch für Ghibli kam erst 2001 mit Chihiros Reise ins Zauberland, einem komplexen Märchen um ein zehnjähriges Mädchen, das in eine Fantasiewelt gelangt. Chihiro war in Japan sogar erfolgreicher als Prinzessin Mononoke, erhielt 2003 den Oscar in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ und den Goldenen Bären auf der Berlinale 2002 und ist der bislang am meisten ausgezeichnete Zeichentrickfilm aller Zeiten.
Nach Das Königreich der Katzen, einer Fortsetzung von Whisper of the Heart, folgte mit Das wandelnde Schloss der nächste Erfolg. Die Fantasy-Geschichte nach einem Roman der englischen Schriftstellerin Diana Wynne Jones hatte in Japan den erfolgreichsten Filmstart aller Zeiten und wurde 2006 für einen Oscar nominiert.
Das zuletzt erschienene Projekt des Animationsstudios ist Gedo Senki, eine Fantasy-Geschichte nach dem Buch Das ferne Ufer der US-amerikanischen Schriftstellerin Ursula K. Le Guin. Der Film ist das Regiedebüt von Hayao Miyazakis Sohn Goro Miyazaki und kam im Juli 2006 in die japanischen Kinos.





Signatur
"Das Leben ist nur ein Moment, wer den Anfang und das Ende kennt, der weiß es geht nur darum, sind wir glücklich..."


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