Anne 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 550 Nachricht senden | Erstellt am 27.04.2009 - 07:53 |  |
Das Sterben der Kaufhäuser
Nur noch die Kopie von Malls
Einst machten sie den Kunden vom Bittsteller zum Konsumenten. Die Nazis wetterten gegen den "jüdisch-orientalischen" Basar. Die Postmoderne schaufelte ihnen das Grab. VON RALPH BOLLMANN
Es gab Zeiten, da war das Warenhaus eine Verheißung. Als Kaufleute wie Abraham Wertheim, Rudolph Karstadt oder Hermann Tietz Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Läden dieses neuen Typs eröffneten, machten sie den Kunden vom Bittsteller zum Konsumenten. Zuvor war der Erwerb von Waren nur in Spezialgeschäften möglich, wo streng dreinblickende Verkäufer sich und ihre Waren hinter einer unüberwindlichen Theke verschanzten. Wer das Geschäft betrat, war zum Kauf oft schon verpflichtet.
Im Warenhaus dagegen konnte jeder kommen und gehen, die Produkte vergleichen und sogar anfassen, es gab festgelegte Preise und kein Feilschen. Folglich expandierte die neue Vertriebsform rasch - so rasch, dass ihre Ausbreitung alsbald so kritisch beäugt wurde wie heute die Expansion der Shopping-Malls.
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike … von-malls/
Ich finde Kaufhäuser super. Da bummel ich auch mal nur so durch, aber ich kaufe auch gern bei Karstadt oder im Kaufhof.
Leider wird das Leipziger Karstadt-Kaufhaus ausgegliedert, stand in der letzten Woche in der Zeitung. Es wurde erst vor 2006 nach langem Umbau und Modernisierung wieder eröffnet. Riesenvergrößerung der Verkaufsfläche von 13 auf 35.000 qm.
Karstadt ist gehört zu den größten Arbeitgebern von Leipzig. Und nun die Ausgliederung, die hoffentlich nicht auch die Schließung und Kündigung bedeutet.
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