Marianisch Eucharistisch Papstreu
    "Ich sage dir, dass niemand von euch die Göttliche Hoheit stehend empfangen darf; zumindest sollt ihr als Zeichen dafür, dass ihr mich als König und Retter anbetet, die Knie beugen." (28.11.1995) "Ich sage dir, dass niemand von euch die Göttliche Hoheit stehend empfangen darf; zumindest sollt ihr als Zeichen dafür, dass ihr mich als König und Retter anbetet, die Knie beugen." (28.11.1995)

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    ...   Erstellt am 10.07.2012 - 21:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


    Das Sakrament der Krankensalbung

    Die hl. Krankensalbung hat eine besondere göttliche Kraft für Leib und Seele. Gleichwie das Öl geschmeidig macht, so bewirkt die hl. Krankensalbung, dass wir leichter in den Himmel eingehen. Wie sich ein Nagel, der eingeölt ist. Leichter ins Brett einschlagen lässt, so rutscht der Schwerkranke infolge der heiligen Salbung leichter in den Himmel.

    Die hl. Ölung entfernt die Hindernisse, welche die Seele vom Eingang in den Himmel zurückhalten. Solche Hindernisse sind vor allem die Sündenstrafen, die infolge der hl. Krankenölung nachgelassen werden und zwar mehr oder weniger, je nach der Größe der Reue und Andacht beim Empfang dieses hl. Sakramentes.

    Die Heiligen behaupten, dass die hl. Krankenölung der Seele des Kranken dieselbe Reinheit wie die Taufe verleihe. Der hl. Egbert, Erzbischof von York, der im achten Jahrhundert gelebt hat, sagt: „Die Seele desjenigen, der die hl. Salbung empfangen hat, wird nach dem Tod ebenso rein sein wie die eines Kindes, das nach der Taufe stirbt.“

    Das Konzil von Trient erklärt (in der 14. Sitzung, Kap.2), dass durch die Krankenölung „die Überreste der Sünden ausgetilgt werden“, dass also die zeitlichen Sündenstrafen nachgelassen werden. Deswegen werden dadurch auch die lässlichen Sünden verziehen, wie der Tridentinische Katechismus (11,14) ausdrücklich erwähnt. Auch jenen Sünden werden verziehen, an die sich der Kranke nicht mehr erinnern konnte oder die der Kranke infolge geistiger oder leiblicher Schwäche bei der Beichte nicht mehr anzugeben imstande war.

    Dass durch die hl. Ölung tatsächlich Sünden vergeben werden, folgt aus den Worten der Gebete, die der Priester spricht, wenn er die fünf Sinne salbt, er spricht nämlich: „Durch diese heilige Salbung und seine mildreichste Barmherzigkeit verzeihe dir der Herr, was du gesündigt hast durch das Sehen, bzw. Gehör, Geruch, Geschmack, Berührung.“

    Heute lauten die Gebete bei der Salbung der Stirn: „Durch diese hl. Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Hl. Geistes.“

    Und bei der Salbung der Hände: „Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“

    Der hl. Thomas von Aquin sagt: „Infolge der Krankensalbung bleibt im Menschen nichts zurück, was die Seele beim Scheiden aus dem Leib an der Erlangung der Seligkeit hindern konnte.“ (C. gent. 4,73)

    Die hl. Krankensalbung hat aber noch eine andere segensreiche Wirkung. Sie hat eine ganz besondere Kraft zur Wiederherstellung der Gesundheit. Daher sagt der hl. Apostel Jakobus (5,14): „Der Herr wird ihn wieder aufrichten“, nämlich den Kranken, der die hl. Ölung empfängt. Die hl. Krankenölung ist also ein göttliches Heilmittel für Leib und Seele.

    Sehr wichtig ist hierbei aber folgendes: Der Schwerkranke muss dieses heilige Sakrament möglichst bald empfangen und darf nicht, wie es leider sehr oft aus Unverstand geschieht, den Empfang leichtsinnigerweise hinausschieben, bis ihn vielleicht schon die Kräfte ganz verlassen. Denn es kommt viel darauf an, dass man die hl. Krankensalbung recht gottergeben empfängt. Der Tridentinische Katechismus sagt: „Die Gnade dieses heiligen Sakramentes wird reichlich gespendet, wenn der Kranke die hl. Ölung empfängt, solange er noch bei vollem Bewusstsein ist und daher Glaube, Ehrfurcht und Frömmigkeit äußern kann.“

    Traurig ist jedoch, wenn der Priester erst zum Kranken gerufen wird, wenn dieser schon bewusstlos ist. Wer die Feuerwehr erst dann ruft, wenn das haus schon fast niedergebrannt ist, der ist ein Tor. Ein ebensolcher Tor ist derjenige, der den Empfang der hl. Krankensalbung verschiebt, bis er schon fast bewusstlos ist, und Gott auch ein Wunder wirken müsste, um ihm die Gesundheit wieder zu geben. Den Leichtsinn belohnt Gott durch kein Wunder.

    Eine große Verantwortung laden die Angehörigen des Kranken auf sich, die schuld daran sind, wenn der Kranke ohne die hl. Ölung stirbt oder dass er sie erst im Zustand der Bewusstlosigkeit empfängt. Töricht ist jener Kranke, der meint, dass die hl. Krankensalbung seinen Tod beschleunige und dass er dann bald sterben werde. Dieses hl. Sakrament ist doch von Christus deswegen eingesetzt worden, um dem Kranken geistig und leiblich zu helfen.

    Die stigmatisierte Jungfrau Barbara Pfister, die 1909 zu Speyer gestorben ist, sagt, dass uns durch die hl. Ölung jene Früchte mitgeteilt werden, die uns Christus durch seine unbeschreibliche Verlassenheit am Kreuz erworben hat. In seiner Verlassenheit rief damals der Heiland aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“ Diese Verlassenheit hat Christus für uns Sünder aufgeopfert, damit wir im Falle einer schweren Krankheit eines besonderen Trostes und einer besonderen Hilfe teilhaftig würden. In der Regel empfindet auch jeder Schwerkranke nach der hl. Krankenölung eine große Erleichterung, und oft tritt eine auffallende körperliche Besserung ein.

    Wahrscheinlich trägt der Ausdruck „Letzte Ölung“ viel dazu bei, dass die Schwerkranken abgeschreckt werden, dieses hl. Sakrament zu empfangen. Der Kranke, der das Wort „Letzte Ölung“ hört, wird ängstlich und meint, sein letztes Stündlein sei gekommen. Das Wort „Letzte Ölung“ ist erst im 12. Jahrhundert aufgekommen, zuvor war nur das Wort „die hl. Krankenölung“ (unctio infirmorum) im Gebrauch. Diese Angst kommt auch daher, weil ich Volk eine große Unkenntnis über die vortrefflichen Wirkungen der hl. Ölung besteht. Würden die Gläubigen die göttliche Kraft der hl. Krankenölung für Leib und Seele kennen, würden sie im Fall einer schweren Krankheit nach nichts sehnlicher verlangen als nach diesem hl. Sakrament.





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