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Una ...
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...   Erstellt am 18.03.2006 - 08:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wurden nicht auch seit 1806 frz. Schiffe (egal ob Handels oder Kriegsmarine) von den Engländern aufgebracht? In der Navy List habe ich einige Namen von Schiffen gefunden, die eigentlich frz. waren und dann von den Engländer *genutzt* wurden.
z.B. BLANCHE,28. (Frz. Handelmarineschiff mit Namen BELLONE, von Capt. Plampin auf der HMS Powerful zusammen mit der HMS Rattlesnake in der Nähe von Ceylon am 9. Juli 1806 aufgebracht. Zerstört 1814)





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Nanny ...
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...   Erstellt am 18.03.2006 - 11:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wurden Sie...




Edward ...
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...   Erstellt am 19.03.2006 - 01:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Una schrieb

    Wurden nicht auch seit 1806 frz. Schiffe (egal ob Handels oder Kriegsmarine) von den Engländern aufgebracht?

Nun, im Seekrieg ist dies eine durchaus übliche Praxis.

Una schrieb
    In der Navy List habe ich einige Namen von Schiffen gefunden, die eigentlich frz. waren und dann von den Engländer *genutzt* wurden.

Auch dies war "Usus". Hatte ein Kriegsschiff der Royal Navy ein Handels- oder Kriegsschiff einer feindlichen Nation aufgebracht, so wurde die Rechtmäßigkeit der Prise durch ein Prisengericht bestätigt und das Schiff durch einen Prisenagenten verkauft. Der Gewinn wurde dann nach einem bestimmten Schlüssel unter der Mannschaft verteilt.
Kriegsschiffe konnten dann durchaus auch von der Admiralität gekauft werden und wurden in den Dienst der RN gestellt. Dies geschah übrigens recht häufig und oftmals behielten die Schiffe sogar ihren französischen Namen. So z.B. die berühmte "Belle Poule".





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Das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd, schien des Rebellen Hure, doch Held MacBeth
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...   Erstellt am 20.03.2006 - 07:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also folgende Häfen unterlagen meines Wissens 1793-94 einer Blockade: Dünkirchen, Le Havre, Cherbourg, Brest, La Rochelle, Toulon und Marseille.
Scheinbar konnte oder wollte die RN noch nicht die gesammte frz. Küste sperren, die wichtigsten Häfen genügten auch, dass die frz. Flotte nicht auslaufen konnte.
Warum sollen erst ab 1806 frz. Schiffe aufgebracht worden sein? Sollten die Briten nicht reagiert haben als Robert Surcouf mit seiner kleinen "Confiance" die große Fregatte "Kent" nahm? (wenigstens ein Beispiel für erfolgreiche Franzosen zur See)
Was der Austausch gezeigt hat, ist doch, dass in einem frz. Hafen anzukommen zw. 1793 und 1814 ein größeres Wagnis darstellte. Na ja und amerikanische Schiffe werden wohl ab 1812 auch nicht mehr so unbehelligt nach Frkr. gesegelt sein, gute Nanny.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Edward ...
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...   Erstellt am 20.03.2006 - 09:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Republicain schrieb
    Na ja und amerikanische Schiffe werden wohl ab 1812 auch nicht mehr so unbehelligt nach Frkr. gesegelt sein, gute Nanny.
Ab 1812 auf jeden Fall, auch schon etwas früher. Allerdings wird die Royal Navy mit Frauen doch sehr höflich umgegangen sein, wird sie nicht?

Entscheidend für das Anhalten und Durchsuchen amerikanischer Schiffe, sowie das Pressen amerikanischer Seeleute war eine grundlegend verschiedene juristische Auffassung von Staatsangehörigkeit. Nach amerikanischer Auffassung war ein Mensch frei, seine Staatsbürgerschaft zu wählen. Nach britischer Auffassung gab es diese Wahlfreiheit nicht. Jedermann, der auf britischem Boden geboren wurde war und blieb Zeit seines Lebens britischer Staatsbürger.

Diese Auffassung wirkt übrigens bis heute nach: Wird ein Kind auf einem britischen Schiff oder in einem britischen Flugzeug geboren, hat es automatisch die britische Staatsbürgerschaft - egal welche Staatsbürgerschaft die Eltern haben!

Aber zurück zum Thema: Die Royal Navy nahm sich also die Freiheit heraus, amerikanische Schiffe zu stoppen und zu durchsuchen und ggf. amerikanische Seeleute in britische Dienste zu pressen. Nach britischer Rechtsauffassung handelte es sich ja um Untertanen der Krone.

Allerdings: Es ist mir kein Fall vor dem Krieg von 1812 bekannt, in dem ein britisches Schiff ein amerikanisches regelrecht aufgebracht hätte! Mir sind lediglich Fälle bekannt, in denen amerikanische Schiffe gestoppt, durchsucht und die Seeleute gepresst wurden.





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...   Erstellt am 20.03.2006 - 10:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Republicain schrieb

    Warum sollen erst ab 1806 frz. Schiffe aufgebracht worden sein? Sollten die Briten nicht reagiert haben als Robert Surcouf mit seiner kleinen "Confiance" die große Fregatte "Kent" nahm? (wenigstens ein Beispiel für erfolgreiche Franzosen zur See)

Oh seit den 1760er wurden immer wieder frz. Schiffe gekapert und umgekehrt, aber ich bezog mich nur auf das Jahr in dem Nanny's Reisetagebuch spielt und ab 1806 ging es wieder richtig los, denn es gab nach Trafalgar eine kleine zeitliche Reprise.

[Dieser Beitrag wurde am 20.03.2006 - 10:04 von Una aktualisiert]





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...   Erstellt am 20.03.2006 - 10:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, jetzt habe ich alles eingebaut, was niet und nagelfest ist und dürfte damit wohl alle zufriedengestellt haben.
Und ja 1812 gab es ja wieder diese "kleinen Unruhen" Briten vor New Orleans und solche Scherzchen...

[Dieser Beitrag wurde am 20.03.2006 - 10:19 von Nanny aktualisiert]




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...   Erstellt am 28.03.2006 - 16:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nach viel Wühlerei in meinen Büchern habe ich jetzt die (für mich) wichtigsten reisenden Frauen für die Zeit 1794-1815 zusammengestellt.
Kriege, Krankheiten, Politik hat keine dieser Damen (wobei beileibe nicht alle adelig waren) daran gehindert, irgendwohin zu fahren.

Mary Ann Parker
unternahm bis 1795 eine Weltreise und war höchstwahrscheinlich der 1. Tourist Australiens 1791

Eliza Fay
fand man 1779 in Ägypten. Von 1779-1815 lebte sie in Indien und bereiste es auch

Lady Elizabeth Graven
wg. Ehebruchs von ihrem Mann aus England auf den Kontinent verbannt, bereiste 1789-90 Italien, 1791 Spanien und Frankreich, 1801/02 Paris und Wien (ihr Geliebter und späterer 2. Ehemann begleitete sie)
1806 bereiste sie wieder Italien (Rom, Neapel und Venedig)

Isabel Gunn
verkleidete sich als Mann und reiste 1806 durch Kanada. Nach Geburt eines Kindes kehrte sie 1809 widerstrebend nach Schottland zurück

Maria Graham
lebte und bereiste 1809 bis 1811 Indien

Germaine de Stael
bereiste Italien 1807

Lady Montague
fand man 1809 im Orient wieder

Lady Hester Stanhope
Reise 1819 mit einer Fregatte nach gibraltar, von dort nach Konstantinopel, wo sie Lord Byron traff. 1811 sank ihr Schiff, sie wollte nach Ägypten, vor Rhodos. 1812-13 besuchte sie Palästina

Es gibt noch viel mehr. Auch im 17. und 18. Jahrhundert gab es viele reiselustige Frauen und das 19. Jahrhundert lockte sie mit vielen neuentdeckten Gebieten sogar ins innere Afrikas, nach Südamerika, der Südsee... Manchmal mit Ehemann und manchmal ohne!

[Dieser Beitrag wurde am 28.03.2006 - 16:34 von Nanny aktualisiert]




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...   Erstellt am 29.03.2006 - 16:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nanny schrieb


    Lady Elizabeth Graven
    wg. Ehebruchs von ihrem Mann aus England auf den Kontinent verbannt, bereiste 1789-90 Italien, 1791 Spanien und Frankreich, 1801/02 Paris und Wien (ihr Geliebter und späterer 2. Ehemann begleitete sie)
    1806 bereiste sie wieder Italien (Rom, Neapel und Venedig)


Die Verbannung lasse ich mir gefallen.
Vor allem zwischen 1794 und 1806 war das Bereisen nach Europa bestimmt nicht so schwierig und wenn auch Frkr. Häfen blockiert wurden, konnte man, wenn man an die Pässe kam, ja wenigstens nach Frkr. einreisen über den Landweg.

Schön, dass du dich so umgetan hast. Natürlich sieht man auch hier wieder wie bei den Indienreisen den Faktor Kolonien, die ja so schwer nicht zu besuchen waren. Dennoch wird das Reisen für eine Frau alleine nicht einfach gewesen sein.
Ah ja und Angelika Kaufmann und viele andere Künstlerinnen bereisten auch Itailen.





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...   Erstellt am 29.03.2006 - 19:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es gab noch viel mehr, die herumgereist sind, aber dann wäre diese eine Antwort ziemlich lang geworden. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, das die Damen nicht nur schiffbruch erlitten haben, sondern auch das Gepäck von Zollkuttern sortiert bekamen, von Beduinen oder anderen Räubern überfallen wurden und sich auch eine ganze Reihe Krankheiten, wie die Malaria zulegten.




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