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Republicain ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 10:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nanny hat sich mit dem Thema ja schon beschäftigt, dass Amerikanerinnen (wohl wie heute die Japaner) das alte Europa besuchten, um es zu bestaunen. Leider weiß ich darüber nicht soviel.
Mich interessiert auch vielmehr im Moment, deswegen habe ich den Titel auch so konkret wie möglich gemacht, wie wurde nicht das Reisen durch die Außenpolitik der Staaten, sprich den Krieg beeinflusst?
1. Die britische Blockade
machte ein Auslaufen französischer Schiffe zu einem großen Wagniss, bis auf die Boote eines Robert Surcouf vielleicht.
Das heißt wohl Reisen von Frkr. aus über Meer fallen zwischen 1793 und 1814 für die Normalperson bis auf die Zeit von 1802-03 so ziemlich "ins Wasser".
2. Der Seekrieg
Selbst wenn es gelang von einem nichtfranzösischen Hafen auszulaufen, ging man doch Gefahr in den Konflikt hineingezogen zu werden.
Insbesondere 1798, als der Krieg zwischen den Staaten und der Frz. Republik ausbrach, weil auch Schiffe der Staaten von den Franzosen wiederholt gekapert wurden, wenn sich darauf (wie wollte man es wissen, was sich für Ware auf den Schiffen befand, wenn man das nicht "untersuchte" ?) britische Waren befanden, muss der Verkehr gerade zwischen Amerika und Frankreich extrem schwierig gewesen sein.
Das muss ersteinmal als Anregungen genügen. Vielleicht kann auch unser teurer Captain der RN, wenn auch einer der Täter , etwas zur Diskussion beitragen.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Nanny ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 10:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das würde mich sehr interessieren, da ich mir ja sowenig Faux pas wie möglich in meinen Briefen leisten möchte und ich leider an meine Lieblingsbücher zu dem Thema nicht heran komme . Die bisher von mir gefunden Artikel im Internet geben nur die allgemeine politische Situation wieder oder listen sogar nur auf, welches Schiff von wem und wann besiegt wurde.




Republicain ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 10:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nehmen wir die Reise nach Ägypten:
Hindernisse
1. Kontinentalsperre, du wirst oft genug gefilzt, die Sperre wurde 1806 eingeführt.
2. Blockade
Korsika war schon einmal während des 1.Koalitionskrieges und mit Hilfe Paolis in die Hände der Engländer geraten.
3. Staatsbürgerschaft
Als Amerikanerin ist man 1. Staatsbürgerin eines Staates, das vor ein par Jahren noch mit Frankreich im Krieg sich befand.
Amerikanische Schiffe wurden auch von den Briten während des Krieges angehalten und nach derlei wie Sklaven untersucht, sowie Konterbande.
4.
Die Barbareskenpiraten stellten nach wie vor eine große Gefahr für den Handel im Mittelmeer dar. Die Staaten hatten ja eine Expedition mit Fregatten nach Tunis geschickt, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Algier wurde aber erst 1830 von Frankreich erfolgreich angegriffen. Auch hierzu kann James Edward gewiss besser Auskunft geben als ich.





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MadameKaya ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 10:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was mich schon immer interessiert hat, ob denn auch Einzelpersonen (auch Damen?) aus England oder den Staaten als potentielle Schmuggler (bzw. Kontinental sperre -Sabotuere) betrachtet wurden und sich einer aufwendigen Kontrolle unterziehen mußten . Siehe Nannys Seide aus Spitalfields....





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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Adolphe ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 11:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Einen guten Einblick in die damalige Seefahrerei gibt z.B. die Biographie des Joachim Nettelbeck.
(Richtig, der Held von Kolberg 1807)
Er war ja ein alter Seefahrer auf Kauffahrtschiffen.
Ich war sehr überrascht, das selbst in solchen "primitiven" Zeiten das Versicherungswesen und Sachen wie Geldanweisungen z.B. von Danzig nach Rotterdam usw. prima funktionierten.Auch die Fahrten verliefen (meistens) erstaunlich gut.
Im Moment habe ich das Buch verliehen, kann im speziellen nicht auf die Fragen eingehen.
Aber ich denke mal, dass es zu dem Thema Literatur gibt.





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Der Schein trügt..........

Republicain ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 11:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Richtig.
Nettelbeck war an einer Gesellschaft beteiligt, die mit Sklaven handelte und hat auch Reiseberichte hinterlassen, wie das Schiff an der Afrikanischen Küste auf Jagd nach den künftigen Sklaven ging, ein etwas trauriges Kapitel in seiner Biographie - meine Meinung.
Ich kann ein par Auszüge auch nächste Woche hineinstellen, dann aber eher unter einem anderen Thema.





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Edward ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 12:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also: Reisen in Europa war vor der Kontinental-Sperre wahrscheinlich garnicht soooo schwierig. Man musste sich wahrscheinlich nur der gerade vorherrschenden Koalitionen versichern.
Lord Nelson trat zum Beispiel seine Rückreise von Neapel nach England 1800 auf dem Landweg an. Die Reiseroute war folgende: Livorno, Wien, Prag, Dresden und Hamburg. In Hamburg nahm er gemeinsam mit den Hamiltons ein Postschiff nach England.
Nach derm Verhängen der Kontinentalsperre 1806 wird die Sache bzgl. Ein- Ausreise nach/aus Europa etwas schwieriger, da Bonaparte die Kontinentalsperre verhängt. Allerdings hätte es hier noch für ein Jahr die Chance der Ein- Ausreise
auf einem Schiff neutraler Nation gegeben.
Erst 1807 erweiterte Boney le Frog die Kontinentalsperre auf Schiffe die unter neutraler Flagge fuhren. 1809 reagieren dann die Briten mit ihrer Blockade französischer Häfen. 1810 wird dann wohl das letzte Einreisetor zu Europa, Norddeutschland, geschlossen. Der Korsenzwerg annektiert es einfach, um die letzte Tür für englische Konterbande zu schließen. (Die übliche Schmuggelroute zwischen England und Norddeutschland verlief übrigens über Helgoland.)

So, hoffemal, daß mir bei dem kleinen Abriss keine Fehler unterlaufen sind...





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Das Glück, dem scheußlichen Gemetzel lächelnd, schien des Rebellen Hure, doch Held MacBeth
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 13:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Exelent.
Aber bestand nicht schon in der Revolutionszeit eine englische Blockade?
Ja DIE Strecke erscheint mir die einzig mögliche, die Nelson hatte wählen können, im "Westen" herrschte ja Krieg, dabei war selbst die Reise durch Österreich (1800 Schlacht bei Salzburg) schon gewiss nicht ohne Gefahren.
Durch Frankreich zu reisen war zum Beispiel in der Revolution, besonders zur Zeit des Wohlfahrtsausschusses ein Ding der Unmöglichkeit. Für alles brauchte man Pässe, ohne die kam man leichterdings ins Gefängnis kam. Ich glaube schon von vielen Schleichwegen gelesen zu haben. Auch unter Boney war Frankreich (wieder) ein Polizeistaat und von einem ungehinderten Reisen kann wohl keine Rede sein.





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Edward ...
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...   Erstellt am 17.03.2006 - 16:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Republicain schrieb
    Aber bestand nicht schon in der Revolutionszeit eine englische Blockade?


Habe gerade danach gesucht, aber nichts gefunden. Ich meine aber im Zusammenhang mit der Schlacht vom glorreichen 1. Juni etwas davon gelesen zu haben. Auf der anderen Hand: Wenn eine Blockade bestand, wird sie nur für Frankreich gegolten haben. Unter Boney galt sie für ganz Europa.
Mir fiel gerade noch der Seeweg über das Mittelmeer ein. Allerdings verwarf ich diesen Reiseweg ganz schnell wieder, da äusserst gefährlich. Denn er führt an der Barbareskenküste vorbei. Und die Deis und Sultane Nordafrikas nahmen damals all zu gerne Ausländer gefangen um Lösegeld zu erpressen Das Thema ist ja nach wie vor aktuell. Entführung hat im Orient eine lange, lange Tradition!
Weiterhin müsste man, wenn man nicht in Italien an Land geht, in Griechenland landen. Der Landweg über Griechenland/den Balkan würde dann aber zum beschwerlichsten und gefährlichsten gehören, wwas es damals gab! Griechenland gehörte noch zum osmanischen Reich, es herrschte dort und auf dem Balkan eine Quasi-Anarchie, der sich wohl kaum ein Reisender freiwillig aussetzte, egal, ob Mann oder Frau!





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...   Erstellt am 17.03.2006 - 20:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ohje! Hab gerade meine Reiseroute umgeplant! (Diemal mit dem Vorteil, das ich an den Orten schon gewesen bin und sie darum auch besser beschreiben kann)




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