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karlina ...



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Registriert seit: 21.09.2014
Beiträge: 86
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...   Erstellt am 17.09.2019 - 09:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Orga, liebe Vhinbrosier,

ich fühle mich, als hätte ich ein gutes Buch zu Ende gelesen, nur ist das Gefühl viel stärker, als nach einem Buch.

Das Ende des Buches Vhinbrosir war episch: Morgad Schattenhand und die Blutleere als wichtigste Bösewichte konnten vernichtet werden, aber auch eine Lichtgestalt, Marbod, verließ die Welt der Lebenden. Einige Helden haben ihr Leben gegeben, damit ein paar der geliebten Charaktere überleben können. Es bleibt ein süßer Schmerz, da nicht alle denen man es gewünscht hätte geschafft haben. Aber es ist gut so, sonst wäre es kitschig.

Danke, dass ich das miterleben durfte. Von meinen persönlichen Erlebnissen berichte ich an anderer Stelle.

Ellen





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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jacques Rousseau, 1712 - 1778)

Benita ...



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Status: Offline
Registriert seit: 14.06.2012
Beiträge: 122
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...   Erstellt am 17.09.2019 - 19:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es war ein ganz wundervolles Wochenende!
Schon als ich um die Ecke bog und beim Forsthaus Halt ankam, hatte ich richtig das Gefühl, nach Hause zu kommen. Vhinbrosir mit all seinen Beziehungen, Emotionen, Abneigungen, Zuneigungen ist inzwischen ein Teil von mir geworden.
In den acht Jahren bin ich als Rollenspielerin unheimlich gewachsen, das vor allem wegen des phantastischen Spiels mit meinen Güldis, aber auch durch das tolle Vorbild und das Zusammenspiel mit den restlichen Bewohner*innen.
Vielen Dank, dass ich so vieles von euch mitnehmen konnte und so viele prägende Momente verdanke ich meinem Haus, dem Haus Nangist und allen anderen, die Vhinbrosir zu dem gemacht haben, was es ist: eine echte Heimat!!





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Doch niemand heilt durch Jammern seinen Schaden.

Ria ...



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Status: Offline
Registriert seit: 11.03.2015
Beiträge: 43
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...   Erstellt am 18.09.2019 - 23:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier die Geschichte vom letzten Ma(h)l, aus sicht von Ria (WARNUNG: viel zu viel zu lesen, aber ich musste es einfach aufschreiben und mit denen Teilen, die Zeit und Lust finden, das alles zu lesen)

Es war ein würdiges Ende, danke an alle, die Vhinbrosir so unvergesslich gemacht haben.

Ria Contessa Galizia - Festünderin

Ria hatte eine lange, beschwerliche Reise hinter sich, als sie endlich Vhinbrosir, ihre Heimat, erreichte.
Ihre Begrüßung im Dorf war so herzlich und doch merkte sie direkt, dass etwas nicht stimmte.
Die Gesichter verrieten ihre Angst und Anspannung. Sie sagten Ria, dass sie wünschten, sie sei nicht zurückgekehrt, da schreckliches bevorstehen würde.
Sie sprachen von schlimmen Träumen und Prophezeiungen über den Untergang von Vhinbrosir und da erinnerte sich Ria wieder an die dunklen Träume vor der letzten Wylden Nacht, die ein brennendes Vhinbrosir zeigten.
Ria hatte gar nicht viel Zeit, mehr zu erfahren oder richtig anzukommen, da wenige Augenblicke später bereits die Opferung der Elderfrau stattfand.
Der Arme Lenz hatte die Bürde auf sich genommen.
Sie hatte sich nicht von Karlina verabschieden können, konnte sich nur am Totenbett ein letztes Mal bedanken und verabschieden.
Danach versammelten sich die Festünder.
So viel Gerede, von Falschtod Anhängern und einer roten und einer grünen Welle. Einem Buch, in dass die passierenden einen Namen schreiben mussten, den eigenen oder den eines anderen. Niemand wusste so recht, was die Konsequenzen sein würden und wie man die Namen wieder aus dem Buch löschen könnte.
Dann noch ein Buch, in das man eine Frage schreiben konnte und die Fragen auf unbekannte Weise beantwortet wurden.
Auch wurde eine Weiße Fee erwähnt und ein weißes Feld, doch Ria wusste nicht genau, was es damit auf sich hatte.
Und es wurde noch ein dubioser Spiegelraum erwähnt, welcher nicht unweit vom Dorf Tor aufgetaucht war und in dem zersprungenen Spiegel hingen.
Auch hieß es, dass in diesen Spiegeln Wesen gefangen sind, die der Blutleere zum Opfer gefallen waren und zu den Besuchern sprachen.
Die Festünder baten Ria, mit dem Spiegel ihrer Familie in diesen Raum zu gehen, um mit den Wesen durch den Handspiegel zu reden und heraus zu finden, wie man die Blutleere besiegen könnte.
Die Elderfrau Verbrennung vereinte das Dorf ein weiteres Mal und es wurde zusammen geweint und gesungen.
Als sie sich wieder gefasst hatten, ging Ria zusammen mit Pilz und Jetzam, die den Spiegelraum scheinbar schon wie ihre Westentasche kannten, in den Wald, um die Wesen in den Spiegelsplittern zu sprechen.
Davor hatte sie noch beobachtet, wie Jonazs zu Baas eilte und ihn anraunte, dass es jetzt Zeit sei, seinen Glauben zu beweisen…
Er ging mit einigen Unterstädtern in den Wald und kam nie wieder. Man fand später nur seinen Hut
Ria erinnerte sich noch, wie sie ihm zu rief, er solle nichts Dummes tun und Morgad sich einmischte.
„Was glaubst du denn würde er tun“ Ria antwortete nicht. „Wo ist eigentlich deine Schwester?“ „Nicht hier“ Antwortete sie knapp. „Ist sie am Leben?“ „Natürlich ist sie das!“ „Bist du dir da sicher?“
Ria beendete das „Gespräch“ mit einem hasserfüllten Blick und suchte das Weite.

Im Spiegelraum hatte Ria leider keinen Erfolg und sie machten sich schnell wieder auf den Weg ins Dorf.
Natürlich lauerten in der Dunkelheit die Schatten und erschwerten die Rückkehr.
Gerade, als sie das Tor passieren wollten, konnten Sie beobachten, wie eine große Gruppe Schwarzverhüllter mit goldenen Masken die Nangisten angriffen und niedermetzelten. Ria wollte instinktiv rückwärts zurück in den Wald, doch im dunklen Wald fauchten und zischten die Schatten und drängten sie ins Dorf.
Sie war nicht sicher, wem sie lieber gegenübertreten wollte.
Die Goldmasken ließen von den Nangisten ab und ihre beiden Grimwold Begleiter stürzten sich in den Kampf.
Ria eilte zu den verletzten Nangisten um zu helfen und folgte den Anweisungen der am Boden liegenden Heiler.
Da bat sich Ihr ein makabres Bild: Auf der einen Seite erblickte sie die Taverne, in der ihre Familie und Freunde ausgiebig feierten und tranken, von der anderen Seite näherte sich die Schar Goldmasken.
Ria hatte keine Chance, sie zu warnen und konnte nicht bei Ihnen sein!
Da kamen plötzlich einige Goldmasken zurück Richtung Nangisten Lager und Rias Fluchtversuch war vergeblich.
Sie wurde von einer Goldmaske überwältigt und zu Boden geworfen. Sie lag auf dem Rücken und blickte in das goldene Maskengesicht, der Dolch mit Beiden Händen bedrohlich über Ihr platziert. Eine dumpfe Stimme wiederholte ständig „Sag, dass Lelicor dein Herr ist“. „Ich kann es nicht!“ antwortete sie immer wieder und schloss die Augen mit der Erwartung, gleich von der Goldmaske ermordet zu werden. Ein stechender Schmerz ließ sie ihre Augen aufreißen und wieder in das Gesicht der Goldmaske zu blicken. Die Goldmaske hatte ihren Dolch in Rias rechte Hand gebohrt und sagte wieder eindringlich „Sag, dass Lelicor dein Herr ist“ Und Ria blieb bei ihrer Antwort: „Ich kann es nicht“.
Ein Dumpfer Schlag auf den Kopf schaltete Ria das Licht aus.
Sie erwachte wieder, als eine Nangistin sie entdeckt hatte und an ihr rüttelte. Ria war noch am Leben! Doch was war mit Ihrer Familie?
Die Nangistin gab Ria einen heilenden Trank und kümmerte sich dann um die anderen Verletzten.
Ria blickte sich ängstlich um, doch die Goldmasken schienen so schnell wie sie gekommen waren wieder verschwunden zu sein.
Sie rannte zur Taverne und fand auch dort ein schreckliches Blutbad vor.
Im Teehaus lag Hanna, leblos und kalt. Ria ließ sich weinend neben ihr zu Boden fallen und wollte nicht glauben, als jemand sagte, sie hätte keinen Puls mehr.
Sie griff Hannas eisige Hand und weinte bitterlich.
Der Goldmasken Angriff forderte insgesamt 4 Tote und viele Schwerverletzte.
Die Heiler konnten nur provisorisch helfen und ungelernte gaben sich Mühe zu helfen und die Verletzten so gut es geht zu versorgen.
Dieses Attentat hatte das ganze Dorf in Unruhe versetzt und der Schock saß sehr tief.
Und alle fragten sich, wer diese Goldmasken waren. Lange vermutete man die Lelicor Anhänger aus der Unterstadt hinter den Masken, doch diese Goldmasken waren übermenschlich, da man sie nicht verletzen konnte.

Ria war noch lange wach, sie konnte nicht schlafen und hatte Angst, dass die Goldmasken zurückkommen würden.
Sie saß noch lange mit einigen der Festünder in der Taverne, als sie beschloss, einen weiteren Versuch im Spiegelraum vorzunehmen und die Wesen zu sprechen, wollte sie doch unbedingt wissen, wie man die Blutleere ein für alle Mal besiegen könnte. Begleitet wurde sie von dem Grimwold mit dem gelben Kopftuch, dessen name sie sich nie merken konnte und Benlin, einem neuen Festünder. Ria sammelte ihren Mut und gab Torfa ihr Schellenband.
Das war inzwischen eine Tradition geworden, immer, wenn Ria des Nachts in den Wald ging und nicht wusste, ob sie wiederkommen würde.
Zu dritt schlichen sie durch den Wald zu dem besagten Spiegelraum und kaum hatten Benlin und Ria den Raum betreten, schien sich etwas zu nähern.
Es raschelte und knackte von allen Seiten im Unterholz.
Der Grimwold warnte sie noch und machte sich aus dem Staub.
Rias Herz schlug bis zum Hals und sie versuchte sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Es gab jetzt kein Zurück mehr.
Mit dem Blick durch den eigenen Spiegel ging sie Rückwärts den rechten Gang entlang und fragte mit zittriger Stimme nach den Wesen.
Plötzlich vernahm sie eine Stimme, die sie zu sich lockte.
Langsam näherte sie sich und erblickte in dem kleinen Handspiegel der Galizias eine schreckliche Fratze.
Sie fragte, ob es eines der Wesen aus den Spiegeln sei und es antwortete, dass es der Zerfallende sei.
Er zwang Benlin auf die Knie und befahl Ria in den großen, rechteckigen, aus Splittern zusammengesetzten Spiegel zu blicken.
Der Zerfallende kam ganz dicht an sie heran, sein schreckliches Gesicht war direkt neben dem Ihren...
Dann erlaubte er Ihr eine Frage zu stellen.
Ria schluckte und fragte: „Wie können wir die Blutleere besiegen?“
Der Zerfallende sagte: „Wird sie erstarren, wenn sie ihr Spiegelbild sieht?“ Er lachte irre, dann sprach er zu seiner Herrin, entschuldigte sich und versicherte, dass er nur ihr diente.
Er erlaubte Ria eine zweite Frage. „Wie können wir die Blutleere in diesen Raum locken?“
„Die Herrin ist sehr Eitel. Ihr müsst ihr Vertrauen erlangen und sie glauben lassen, dass ihr dem Falschtod folgt.“
Dann durfte sie noch fragen, was es für ein Fläschchen war, das Pilz in diesem Raum gefunden hatte.
Er antwortete, dass es ein sehr starkes Gift sei, den Namen konnte sich Ria nicht merken.
Sie wollte noch etwas fragen, doch der Zerfallende unterbrach sie und riss sie fort vom Spiegel und befahl ihr die schreckliche leblose Gestalt mit einem Spiegelsplitter als Auge anzusehen.
Nun bekam Benlin eine Chance, Fragen zu stellen.
Dann scheuchte der Zerfallende die Beiden auf und doch hielt er sie im selben Moment auf. „Ihr seid schöne Menschen, ich könnte viel von euch gebrauchen“ sagte er und hielt Ria fest.
Irgendwie schafften die Beiden es aber wieder zurück ins Dorf, an den Schatten vorbei, wo Marlene sie bereits erwartete.
Der Grimwold hatte die Festünder nach seiner Flucht aufgesucht und gestanden, Ria und Benlin aus Angst zurückgelassen zu haben.
Da schien Marlene auf eigene Faust in den Wald gehen zu wollen, um nach ihnen zu suchen. Glücklicherweise war dies nicht mehr nötig.
Ria und Benlin berichteten von dem Erlebten. Gemeinsam besprachen die Festünder, wie sie sich der Blutleere stellen wollen und dass sie am nächsten Tag noch mehr herausfinden mussten.
Erschöpft und voller Sorgen fiel Ria ins Bett und in einen unruhigen Traum.

Am nächsten Tag erwachte Ria mit diesen Sorgen, die jedoch von dem Festünderfrühstück kurzzeitig verdrängt wurden- Zusammen genossen sie ihr letztes gemeinsames Mahl und suchten nach Mut und Kraft für den bevorstehenden Untergang Vhinbrosirs.
Ria berichtete denen, die die Nacht davor bereits geschlafen hatten, von dem Zerfallenden und seinen Antworten und gemeinsam berieten sie sich.
Im Laufe des Vormittags beobachtete Ria, wie Perriere und Kristof eine Decke und ein Seil in die Taverne legten. Auf ihre Nachfrage bekam sie keine gescheite Antwort und vergaß es auch direkt wieder.
Wenig später dann sahen Maya und Ria, wie die Beiden mit der zusammengeschnürten Decke und noch unbekanntem Inhalt aus dem Dorf spazieren wollten, als das Bündel laut klappernd zu Boden fiel.
Maya stellte Perriere zur Rede, doch er beschwichtigte sie, dass er es später erzählen würde und dass er das Paket zu Triuns Heiligtum bringen wollte.
Die Frauen konnten sich keinen Reim daraus bilden.
Erst später, als sie in der Taverne saßen und plötzlich bemerkten, dass der Kunstschatz fehlte, begriffen sie, was passiert war.
Perriere hatte die Festünder verraten, hatte sich den Kunstschatz unter den Nagel gerissen und hat sich aus wortlos aus dem Staub gemacht, bevor es zum Untergang Vhinbrosirs kommen würde.
Die Festünder waren schockiert und enttäuscht.
Wie konnte der Kunstschatz am helligten Tage unbemerkt aus der Taverne gestohlen werden?
Wie konnte Perriere die Festünder so hintergehen, wo sie doch an ihn geglaubt und ihm vertraut hatten?
Wie konnten sie sich so irren…?

Die Fluktuation der Festünder Patrone war wirklich bemerkenswert…
Dies sollte sich mit einer Neuwahl ändern.
En schlug Torfa, Maya, Sintha und Ria zur Wahl vor.
Die Wahl fiel einstimmig auf Torfa! Sie war das, was die Festünder jetzt brauchen. Eine gute Seele, die sie alle zusammenhielt, eine Mutter für die Familie der Festünder.

An diesem Tag passierte noch so viel mehr.
Es kamen zu solch schlechter Stunde tatsächlich noch Besucher nach Vhinbrosir.
Unteranderem Kemp, ein Cousin von Valentina und Ria.
Und an diesem Tage sollten sich neue Kandidaten zur Eldermann/-frau Wahl stellen.
Zu Rias Bedauern hatte sich En aufstellen lassen.
Außerdem musste sich aus jedem Haus ein Freiwilliger melden, der kämpfen konnte und Lelicor in der roten Welle so lange wie möglich Stand halten sollte… Im Wissen, dass sie damit den sicheren Tod wählten.
Navid, ein neues Festündermitglied, meldete sich freiwillig und die Festünder fühlten sich schuldig und dankbar zugleich, konnte doch keiner von ihnen wirklich ein Schwert führen.
Im Laufe des Tages waren die Festünder auffällig oft im Wald, um mehr heraus zu finden und sich auf die hervorgesehenen Wellen und dem Gegenüberstehen der Blutleere vorzubereiten.
Sie schrieben Fragen in das Buch, begegneten feindseeligen Tehaniern, beobachteten Unterstädter, die den Wald unsicher machten und Leute überfielen, einen Phalwarg, der seltsame Steintürme baute und mit Blut beträufelte und einen besessenen Krog, der in Trance alleine den Wald durchschritt.
Sie folgten Krog mit Abstand und beobachteten sein merkwürdiges verhalten.
Auf einmal blieb er stehen, drehte sich langsam um in ihre Richtung, wandte sich dann wieder ab und rannte plötzlich gegen einen Baum.
Ohnmächtig blieb er liegen und sie rannten zu ihm.
Ria nahm vorsichtshalber das Messer aus seiner Hand, als er langsam wieder bei Bewusstsein war.
Er wusste nicht wo er war und warum er dort war. Er zitterte, da ihn die Kälte des Falschtodes erfüllte und Maya brachte ihn zu Triuns Heiligtum.

Im Dorf waren Inzwischen Schergen von Perriere angereist, die sein Lager abbauen sollten und zu ihm nach Kumbersmerze bringen sollten.
Als sie sich auf freche Weise verabschiedeten, jagten die Festünder sie mit Fäusten und Tritten aus dem Dorf.

Später erfuhr Ria, dass Sintha Milian heiraten wollte, um ihn zu retten, da es die einzige Möglichkeit sein sollte, ihn zu retten. Ria traute Milian seit der letzten Wylden Nacht gar nicht mehr, doch konnte sie nichts gegen die Entscheidung ihrer Freundin machen.
Die Hochzeit sollte am Baum Hoedals stattfinden.
So teilten sie sich in Grüppchen auf und Marlene, Milian und Ria machten den Anfang, da sie noch beim Unheiligtum nach einem Handspiegel gucken wollten, den mehrere dort gesehen hatten.
Ria wollte nachsehen, ob es der Spiegel ihrer Familie war, der mit dem Rest des Kunstschatzes verschollen war.
Doch das war er nicht.
Also machten sie sich weiter auf dem Weg zu Hoedal, wo sie vergeblich auf den Rest warteten,
Währenddessen verhörte Ria Milian ein wenig und ließ ihn auch ihr Misstrauen spüren.
Doch im Angesicht der aktuellen Lage war Milian eines der kleineren Probleme und wie es schien war er zumindest nicht am Angriff der Goldmasken beteiligt.
So machten Sie sich auf dem Weg zurück ins Dorf um nach der Braut und der restlichen Hochzeitsgesellschaft zu suchen.
Im Dorf angekommen wurden sie sehr überrascht.
Sintha konnte nicht kommen, weil die Sedei anderweitig gebraucht wurde…
Nillis hatte sein Leben gelassen.
Die Neuigkeit schockierte Ria und stimmte sie traurig, enttäuscht und wütend zu gleich.
Sie wünschte sie hätte ihm diesen Irrsinn austreiben können und fühlte sich schlecht, hatte sie doch schon zuvor von seinem Todeswunsch gehört.
Erst bei der letzten Wylden Nacht hatte sie erfahren, wie es in ihm aussah und dass er wohl niemals mehr er selbst sein würde.
Sie hoffte, dass er seinen Frieden gefunden hatte, doch wünschte sie sich, sich wenigstens von ihm verabschiedet haben zu können. Dies war ihr ja bereits bei Karlina vergönnt geblieben…
Dann geschah es so schnell, dass doch noch die Hochzeit von Sintha und Milian in kleiner Runde stattfand.
Wieder ein Unterstädter, der es in die Oberstadt zu den Festündern geschafft hatte.
Hoffentlich würde es das Dunkle in Milian vertreiben und er gut für Sintha sorgen.

Die Dämmerung stand schon bald bevor und die Angst verstärkte sich in den Herzen der Bewohner.
Der Plan Stand.
Sobald die Rote Welle über Vhinbrosir kommt, würden sich die Kämpfer und die Sieben dem Bösen Widerstand leisten und den Anderen die Flucht durch die Unterstadt ermöglichen.
Es gab außerdem die sieben Ringträger, von denen Ria leider nur am Rande erfahren hatte.
Sie waren bemächtigt, einen magischen Ring zu tragen, welche für Jeden von ihnen jeweils einen starken magischen Schlag abwehren würde. Der Ring musste dann weitergegeben und aufgeladen werden.
Wenn die Grüne Welle kommt, würden sich die Vhinbrosier mit Triuns Licht im Herzen und starkem Glauben der Blutleere stellen und die Unterstädter opferten sich für den Rest des Dorfes, um den Überlebenden den Weg für die endgültige Flucht frei zu halten.
Ein edles Vorhaben von den Unterstädtern, wurden Sie doch all die Jahre so schlecht behandelt von dem Großteil der Oberstädter und nahezu zu ihren dunklen Wegen getrieben…
Maya, Jule und Ria waren beauftrag, der Blutleere mit List das Leben zu nehmen.
Dafür hatten Sie die Spiegelkrone aus dem Spiegelraum, Blut der Elderfrau und Blutperlen, erhalten von den Nangisten und einer Unterstädterin, sowie einen Handspiegel, den Sie von Torfa bekommen hatten.
Doch um der Blutleere entgegen zu treten mussten sie bis zum Schluss im Dorf bleiben, bis die letzten Schreie verstummen und die Bewohner geflohen oder gefallen waren…

Das Warten auf die rote Welle kam Ria wie eine Ewigkeit vor. Sie war nahezu geistesabwesend und verloren und dachte gar nicht mehr daran, sich von allen zu verabschieden.
Sie hatte Angst ihre Aufgabe nicht erfüllen zu können, sind die Festünderpläne doch oftmals in die Hose gegangen.
Sie hatte Angst, die erste Welle gar nicht erst zu überleben beziehungsweise die Flucht durch den Wald zum weißen Feld.
Sie hatte Angst, Ihre Familie, Freunde und Nachbarn fallen zu sehen…

Und dann war es so weit. Nebel stieg auf und ein rotes Licht erhellte das Dorf Tor. Angsteinflößende Geräusche drangen aus allen Richtungen.
Der dunkle Wächter betrat das Dorf und forderte seine Anhänger auf, sich auf seine Seite zu stellen.
Er gab 110 Herzschläge Zeit, sich zu entscheiden.
Einzig und allein Jonaz folgte ihm.

Dann kam der der Wächter in seiner dunklen Rüstung wieder, gefolgt von Phalwargs und Tehaniern.

Der Kampf begann und damit auch die Flucht durch die Unterstadt in den Wald zum weißen Feld.
Ria war eine der Ersten und ausgerechnet Milian war es, der sie durch das Unterholz führte und stütze und sicher zum weißen Feld brachte. Als sie feststellten, dass Sintha nicht hinter ihnen war und einfach nicht kam, machte Milian sich auf den Weg, sie zu suchen.

Vielleicht war da doch noch Gutes in Milian, schließlich hatte er sich für Sintha von Lelicor abgewendet und würde nun nach Sintha suchen.
Ria betete, dass er ihre Freundin heil zum weißen Feld bringen würde.
Und tatsächlich kam sie als eine der Letzten endlich an.
Milian hatte sie gefunden!

Es dauerte schmerzlich lange, bis das Kampfgeschrei endete und sie sich zurück nach Vhinbrosir begeben konnten.

Trotz aller Zweifel, hatte Ria tatsächlich die erste Welle überlebt.
Vielleicht würde sie ihre Aufgabe wirklich erfüllen können.

Sie kehrten zurück ins Dorf um sich auf die grüne Welle vorzubereiten und sich der Blutleere entgegen zu stellen.
Ria hatte große Angst, zu versagen und war nahezu geistesabwesend.
Viele waren der roten Welle und damit Lelicor zum Opfer gefallen. Sie durften nicht umsonst gestorben sein.
Gemeinsam verbrachten die Festünder ihre letzten Augenblicke in der sonst so einladenden Taverne.
Doch jetzt herrschte eine erdrückende und angespannte Stimmung. Sogar misstrauen hatte sich innerhalb der Festünder eingeschlichen. Als En etwas berichten wollte, spang Jule auf und hielt ihn davon ab, es allen Anwesenden zu erzählen. Ria glaubte, dass Jules Misstrauen besonders Marlene galt, die dem Falschtod einst schon verfallen war und eine Gefahr für alle darstellen könnte, sobald die grüne Welle über Vhinbrosir kommen würde. Leider fühlte sich Sintha eher angesprochen und man sah ihr an, wie sehr es sie verletzte.
Ria versuchte es Sintha zu erklären und konnte nicht fassen, wie all das passieren konnte.
Sie wollte es einfach nicht wahrhaben, dass unter den Festündern das Vertrauen schwand.

Ria erfuhr dann, dass es um den Malfang ging, den man den drei Festünderinnen für die Flucht mitgeben wollte, doch Jule wollte nicht, dass zu viele davon erfahren.

Plötzlich tauchten Geister der Verstorbenen auf und streiften mit leeren Blicken und bleichen Gesichtern durchs Dorf.

Die Überlebenden versammelten sich vor dem Dorf Tor.

Antima gab ihnen noch eine goldene Nuss von Hoedal, welche sie vor Verletzungen verursacht durch den grünen Jäger schützen sollte.

Jule, Maya und Ria verabschiedeten sich noch von ihrer Festünder Familie, bis sie sich zurückzogen um die grüne Welle zu überleben.
Denn sie konnten der Blutleere erst begegnen, wenn das gesamte Dorf geflohen oder gefallen war…
Jede von Ihnen war ausgestattet mit Gaben, die sie der Blutleere darbieten wollten.

Ria hielt den kleinen Handspiegel von Torfa fest in der Hand, um sicher zu gehen, dass sie ihn nicht verlieren würde.
Bei dem Gedanken an Torfa, fiel ihr auf, dass sie vergessen hatte, Torfa ihr Schellenband zu geben, sowie sie es immer tat, wenn sie fürchte es nicht mehr lebend zurück zu schaffen…
Es war inzwischen eine Tradition geworden.

Ria fragte sich, ob sie denen, die überleben würden, überhaupt in Erinnerung bleiben würde und wenn ja, woran man sich erinnern würde.
Was hatte sie schon geleistet und erreicht?
Hatte sie nicht eher dabei geholfen, Vhinbrosir weitere Probleme zu bescheren?

Sie fragte sich, ob sie ihre Freunde und Nachbarn nach dieser Nacht jemals wieder sehen würde

Jetzt war es an der Zeit, einmal etwas richtig zu machen und die Blutleere zu töten. Für die Gefallenen und die, die es schaffen zu fliehen und ein neues Leben ohne Leid und Angst zu beginnen.

Ria griff in ihre Tasche und versicherte sich, dass dort noch das kleine Fläschchen mit dem Blut der Elderfrau war.
Maya verwahrte die Blutperlen und die goldene Nuss.
Jule bewahrte die Krone, eingewickelt in einem Tuch, in ihrem Arm.
Sie waren bereit.

Die drei versteckten sich hinter einem Haus der Güldringer und verdeckten ihre Laternen, damit die Schatten sie nicht finden und den Plan vereiteln würden.

Als ein grünes Licht erleuchtete und erneut dichter Nebel durch das Tor im Dorf aufstieg, wandten sie den Blick ab. Die Blutleere war zusammen mit eine Horde Schatten gekommen und die zweite und letzte Welle begann.
Die Unterstädter stellten sich der grünen Welle und opferten Ihre Leben für die Flüchtigen…
Es stimmte sie traurig, waren die Unterstädter doch vom Großteil der Oberstadt all die Jahre so verachtet und verstoße und trotzdem kämpften sie nun gegen den gemeinsamen Feind und ermöglichten vielen die Flucht.

Jule, Maya und Ria standen eng bei einander und lauschten ängstlich dem Getümmel…
Bis der letzte Schrei verstummte…

Sie hörten, wie die Blutleere zu ihren Schatten sprach und traten aus ihrem Versteck hervor.
Die Festünderinnen näherten sich mit gesenktem Blick und warfen sich ihr zu Füßen.
Oh Herrin, bitte verschont uns. Wir möchten euch Dienen. Ihr seid die wahre Königin.“
„Wir möchten euch Dienen und bringen euch Geschenke.“ Die Stimmen der drei Festünderinnen waren bebend vor Angst, der Blick fest am Boden verankert.

Unzählige Schatten
versammelten sich um sie, zischten und fauchten, rissen an ihnen und versuchten ihre Gesichter auf die Blutleere zu richten. Ria presste die Augenlider aufeinander und zitterte am ganzen Körper.
„Was für Geschenke bringt ihr mir?“ Wollte die Blutleere wissen. „Gebt sie mir!“

Die Festünderinnen stammelten, dass dies nicht der richtige Ort wäre und sie die Geschenke nur an einem würdigen Ort überreichen können, dem Spiegelraum.
Es war nicht leicht, sie zu überzeugen, aber nachdem Jule ihr als erstes Geschenk die Krone gab, willigte sie ein, die anderen Geschenke im Spiegelraum entgegen zu nehmen.

Unterwürfig folgten sie der Blutleere aus dem Dorf. Die Schatten wichen nicht von Ihren Seiten.
Das einzige, was Ria sah, waren der Boden und der Saum des Gewandes der Blutleere. Links und rechts von Ihr waren Maya und Jule.

Vor dem Tor erblickte sie schließlich die vielen Gefallenen zu allen Seiten.
Darunter war auch Brin
Ein Stich fuhr in Rias Herz. Hatte Maya ihren Mann bemerkt?

Plötzlich röchelte Brin Mayas Namen und die Blutleere hielt inne.
„Wer von euch ist Maya“ ertönte ihre Stimme, als die Schatten Brin herbeizogen.
Ria bekam gar nicht mit, was dann passierte, aber sie wusste, dass es das letzte Mal war, dass Brin ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte…

Bevor sie den Wald betraten, löschten die Schatten die Lichter ihrer Laternen.
Als Ria nach ihrer Laterne greifen wollte, weil sie sie für die spätere Flucht brauchen würde, riss sie ihr einer der Schatten aus der Hand.
Ria schluckte. Auch Maya wurde die Laterne entnommen.
Nur Jule schaffte es, ihre Laterne zu verstecken und mitzunehmen.

Sie wollten die Blutleere überzeugen, dass sie die Laternen brauchten sonst könnten Sie nicht den Wald durchschreiten, doch die Blutleere versicherte, dass ihr Licht reichen würde.
Die Blutleere gab den Schatten die Freigabe, die Gefallenen zu fressen und führte die Festünderinnen, gefolgt von den Schatten, durch den Wald.

Immer wieder blieb die Blutleere stehen und legte ihnen wahrlich Steine in den Weg.
Jedes mal fielen die Frauen unterwürfig auf die Knie und versicherten, ihr dienen zu wollen.
Die Blutleere forderte jetzt sofort die Geschenke und fragte, warum sie alle drei von ihnen brauchen sollte.
Die drei überzeugten die Blutleere irgendwie, bis sie endlich an ihrem Ziel ankamen.

Die Blutleere befahl fast allen Schatten draußen zu warten und wenn Ria richtig gehört hatte, durfte nur einer in den Raum folgen. Sicher war sie nicht, denn sie sah nach wie vor gar nichts.
Und sie wusste nicht, ob das für ihren Plan hilfreich war oder ob es besser gewesen wäre, wenn alle Schatten in diesen Raum versammelt sein würden.

Beklemmt knieten die drei Festünderinnen vor der Blutleere, die Angst schnürte ihnen die Luft ab.
Schließlich erhielt die Blutleere ein Geschenk von Ria, über welches sie sich besonders freute:
Das Blut der Elderfrau.
Sie schien es genüsslich zu trinken.
„Herrin, nun wo ihr dank der Krone und der Geschenke vollkommen seid, wollt ihr doch sicher euer schönes Antlitz sehen?“
Langsam erhob sich Ria, die Augen fest verschlossen und hob Ihre Hand, die die ganze Zeit den kleinen Spiegel gehalten hatte.

Plötzlich stieß die Blutleere einen markerschütternden Schrei aus und der Spiegel zerprang in Rias Hand. Blut tropfte auf den Boden, als Maya plötzlich der Malfang aus der Tasche fiel.
Alle Schatten stürzten sich auf den Malfang und die Festünderinnen eilten Panisch heraus.
Sie nutzen die kurze Ablenkung um die einzige Laterne, die sie noch besaßen zu entzünden.
Dann hielten sie sich fest an den Händen und liefen los.

Es dauerte nicht lange, bis die Schatten ihnen dicht auf den Fersen waren, als plötzlich ein grüner Strahl aufleuchtete und sie anvisierte.
Ria schrie Maya an, die Nuss von Antima herauszuholen, damit sie sie schnell teilen und einnehmen konnten.
Doch Maya fand sie nicht.
Dann ertönte ein Schrei und Maya ging zu Boden. Die Schatten stürzten sich auf sie und so waren es nur noch Jule und Ria.

Ria rannte so schnell sie konnte und zog Jule hinter sich. Der Grüne Jäger war verschwunden, doch sie hörten noch immer die Schatten, die ihnen foglten.
Plötzlich wurde Jule immer langsamer. Sie hatte die Orientierung verloren und konnte auf dem unebenen Boden nicht mehr laufen.
Ria versuchte Jule zu beruhigen, dass sie auf dem richtigen Weg waren und weiterlaufen mussten!
Dass sie nicht anhalten durften.

Da geschah es. Ein Schatten riss Ria zu Boden und verbiss sich in sie, bis er wieder von ihr abließ um Jule zu verfolgen.

Die Schmerzen durchzogen ihren ganzen Körper, Tränen liefen ihr Gesicht hinab auf den laubbedeckten Boden.
Sie war wie gelähmt, die Kälte breitete sich aus. Sie schaffte es nicht, nach dem Heiltrank in ihrer Tasche zu greifen, der ihr vielleicht noch hätte helfen können.
Ihre Gedanken wanderten zu Jule und sie wünschte sich nichts mehr, als dass Jule es schaffen würde und von ihrem Sieg über die Blutleere berichten konnte.
Doch sie würde es nie erfahren und auch nicht, wer alles überlebt hatte und es nach Kumbersmerze geschafft hatte.

Langsam wich das Leben aus Ria als schließlich eine Schar Schatten über sie herfiel und damit begann, sie aufzufressen und ihre Seele zu nehmen…

Sie hatten es geschafft… die Blutleere war besiegt.


Doch überlebte keine der drei Festünderinnen um über ihren Sieg über die Blutleere zu erzählen...


[Dieser Beitrag wurde am 18.09.2019 - 23:52 von Ria aktualisiert]





Signatur
"Ich glaub mein Schwein pfeift."
- Zitat von Vero, Patron der Festünder

karlina ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 21.09.2014
Beiträge: 86
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...   Erstellt am 20.09.2019 - 08:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe schon von vielem erzählt, aber es ist noch viel übrig. Es gab die eine oder andere Situation aus der ich gerne mehr gemacht hätte, um anderen mehr interessantes Spiel zu bieten. Manchmal ist mein inneres Erleben so intensiv, dass mir die Worte/Handlungen fehlen, ich hoffe da entwickle ich mich noch weiter. Es gab viele großartige Momente, es würde ein Buch füllen, das alles zu erzählen, das geht euch ja auch nicht anders. Hier noch ein bisschen was:

Der Wald: ich war mehrfach im Wald.
Ich habe mich nachts jedes Mal so sehr gefürchtet, dass ich es kaum aushalten konnte, mir klopfte das Herz bis zu Hals. Lustig, dass das geht, obwohl ich mich als Ellen sicher gefühlt und nicht gefürchtet habe. Einen meiner größten Schreckmomente habe ich als Biene bekommen, als ich mit zwei anderen aus dem Dorf nachts in den Wald ging und ich recht unvermittelt einer nah stehenden, unbeweglich aufragenden schwarzen Gestalt gewahr wurde, – war das gruselig! Sonst lösen sich die Schatten eher aus dem Schatten eines Baumes, oder huschen mit etwas Geräuschen heran. Wir haben einen weiten Bogen darum gemacht, aber schon die Vorstellung, dass ich noch nähergekommen wäre, ohne den Schatten zu bemerken und dann hätte er mich gepackt oder sich auch nur bewegt, lässt mir das Herz in die Hose rutschen. Gratulation – Grusel gelungen!
Tags war ich natürlich auch vorsichtig im Wald, wenn auch nicht ganz so gegruselt. Aktive Phalwargs, die herumlaufen, kann man ja noch einigermaßen frühzeitig sehen. Aber ich bin zwei Mal auf Phalwargs gestoßen, die herum gelegen haben. Das war schon ein Schreck. Ich war zwar allein, aber ich hatte gutes Spiel damit, den Phalwarg zu beobachten und herumzuschleichen – vermutlich hat er es gar nicht bemerkt, weil ich so eine geschickte Späherin bin (*lach*). Danke! Das war toll.
Besonders schön wird mir auch die Hochzeit von Liliana und Melanis an Hoedall und der dramatische Höhepunkt am Ende in Erinnerung bleiben, du warst zum Fürchten, Ines.

Die Opferung der Elderfrau
Es war seltsam schon seit langem zu wissen, wann ich sterben werde. Es hatte den Vorteil mit allem abschließen zu können was wirklich wichtig ist. Ist mir nicht ganz gelungen: das eine oder andere Wichtige auf den letzten Drücker war mir vor lauter Aufregung entfallen, insbesondere nochmal ein paar Leuten aus dem Rat mitzuteilen, dass auch die Elderfrau der Meinung ist, dass Schattenhand beseitigt werden muss.
Schön war, dass sehr viele im Dorf mir durch ihren Rückhalt das Gefühl eines sinnvollen und ehrenwerten Todes verschafft haben. Es war ein gutes Gefühl in Frieden weggetragen zu werden und es war ein gutes Gefühl euch auf meinem Totenbett zuzuhören. Ich habe so viele freundliche Worte gehört, bekam noch eine tröstende Geschichte vorgelesen, mehrere Kinder sollen nach Karlina benannt werden, manche haben auch ganz leise gesprochen, ich habe es dann nicht verstanden. Interessant war übrigens, dass ich oft keine Ahnung hatte, wem ich grade zuhöre, ich konnte ja nicht gucken und eine ganz leise Stimme zu erkennen ist nicht so leicht. Irgendwer hat noch ein bisschen Blut aus der Bauchwunde gequetscht, sich dabei entschuldigt und mitgeteilt, es gehe um einen guten Zweck (*hihi* jetzt darf ich ja kichern!). Ihr wart alle so toll!

Die Ankunft in Cumbersmerze.
Ich habe es schon aus Sicht von Biene geschildert. Das war sehr intensiv, dank euch allen.
Auch für mich war es gut, dass das Spiel dort seinen Verlauf nehmen durfte, ich habe einige Zeit gebraucht, um ganz in Cumbersmerze anzukommen. Ich erinnere mich an den Feuertanz und wie ich (und alle die mit mir auf der Bank saßen) zurückgeschreckt sind, als Feuer und Fauchen plötzlich auf uns zu kamen. Da waren die Schrecken des Waldes und der letzten Stunden noch sehr präsent.
Danke an die Orga für das Feingefühl, nicht wie geplant nach einer halben Stunde abzubrechen!

Danke den Grimwolds, die Karlina und Biene viel Freude bereitet haben – nur jeweils auf ganz andere Weise.
Die Grimwolds haben Karlinas Weg mit ihrer Herzlichkeit erleichtert, es war sehr schön als ihr im Nangistenlager euer Lied gesungen und getrommelt hat, ihr habt sicher gesehen, wie sehr es mich berührt hat. Pilz hatte angekündigt immer wieder anzukommen und so war es, das war echt toll! Danke dass ihr mir so ein gutes Gefühl verschafft habt.
Die Grimwolds haben Bienes Dasein wesentlich bereichert, alle, aber insbesondere Jetsam. Dass ihr mich nach meinem Auftauchen direkt in euer Spiel eingeschlossen habt, hat mir sehr dabei geholfen, dass Biene sich ganz anders angefühlt hat und anders spielbar war, als Karlina. Ich bin euch dafür sehr dankbar. Danke fürs mitnehmen!

Nun denke ich etwas wehmütig aber vor allem glücklich auf die fantastische Zeit in Vhinbrosir zurück. Danke an alle!

Ellen/Karlina/Biene





Signatur
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jacques Rousseau, 1712 - 1778)


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