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DieKate 



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Registriert seit: 18.05.2016
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...   Erstellt am 17.09.2019 - 01:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wiesel - geboren in der Unterstadt

Jeder wusste, ihr kann man nicht trauen. Sogar sie selber war sich oft unsicher ob sie sich selber trauen konnte. Bis zum letzten zweifelte sie ob ihre Gefährten Stinker und Chezer mit ihr vor ihre Mutter treten würden, der Blutleere. Als sie ihr Lachen vernahm war ihr das alles egal, das einzige was sie wollte: eine Mutter!
Zugegeben, Lillicors auftreten - verführerisch! Aller Warnungen, sich doch noch für die „richtige“ Seite zu entscheiden, waren vergessen! Alle Mordversuche im Vorfeld zum Trotz...Als die Blutleere das Dorf betrat und nach ihren Kindern rief, löschte sie entschlossen Ihre Laterne und fiel in die Arme der einzig wahren um endlich Ihren Kuss zu empfangen! Sie vernahm noch die schockierten Schreie der anderen doch nichts dürstete sie nun mehr als das Blut der letzten Vhinbrosianer! Ab jetzt und für ewig wandelt sie als Schatten im Wald.




Tara ...



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Registriert seit: 27.02.2013
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...   Erstellt am 17.09.2019 - 17:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tara die Tänzerin
Überleben… In den letzten Jahren war es nur darum gegangen zu überleben, um ihrem Bruder die letzten Units zukommen zu lassen. Sie hatte nie verstanden was es sollte einem Gott gegenüber, ewige Treue zu schwören, hatte sie doch jeder Gott in Dreck und Schmerz hängen lassen weshalb sie schon lange resigniert hatte.
Morgad war tot, und Tara wusste damit war auch die Möglichkeit gestorben etwas über ihren Bruder zu erfahren, aber hatte sie etwas dagegen getan? Wie immer stand sie nur dabei – denn dafür konnte niemand sie anklagen: Daneben stehen. Doch nun stand der Tod so vieler bevor, sollte sie fliehen? Sie hatte Drisden all die Jahre um wenige Units bei dem Boten betrogen, hatte sie gesammelt und geheim gehalten um irgendwann dieses Dorf zu verlassen, doch nun: was würde sie dort draußen erwarten? … also verschenkte sie ihr Kupfer an jene die es gebrauchen könnten, Menschen die an etwas glaubten, an sich glaubten… auch wenn diese sie mit Füßen getreten hatten – ein letzter Triumph: sollte sie das schlechte Gewissen auf ewig heimsuchen.
Während der roten Welle hockte sie in der Unterstadt, hatte darauf geachtet, dass alle das Dorf verlassen konnten, hatte Jonaz seinem Schicksal entgegen treten sehen, hatte ihn für seine Entscheidung bewundert, sie hatte Gustus Güldringer mit Lumpi in seinen Stuhl gesetzt, ihm sein Schwert gegeben, die anderen Toten zur Seite getragen damit ihre Angehörigen um sie trauern konnten. Leid und Schmerz ward um sie herum …
Nun stand die grüne Welle bevor und einer sollte den Stab Lellicors führen… ein Stab voller Schmerzen und Elend. Sie stand dabei wie wieder alle gemeinsam planten… resigniert, emotionslos… und doch waren diese Unterstädter das einzige was sie noch hatte, zum ersten Mal erklang das Lied der Unterstadt in der Oberstadt. Und dann: noch bevor sie realisierte was sie tat sagte sie „Ich mache es, ich habe bisher nicht geglaubt, aber Schmerzen kenne ich. Ich bin der Lockvogel für den Jäger…“ In Gedanken hatte sich plötzlich eine Idee formiert: Sie würde IHN mitnehmen, ihn würde sie Lellicor opfern, dann konnte er niemanden mehr verraten. Von fast jedem Haus holte sie sich den Segen: Grimwolds und Unterstadt bejahten den Tod von ihm, Herk und Festtünder grinsten, selbst die Nangisten gaben ihr Einverständnis. Als sie zu ihm wollte, sein Blut Lellicor opfern erklang das Lied der Blutleere, sie wandte den Blick ab – und es war zu spät. Zu spät hatte sie endlich eine Entscheidung getroffen, denn schon hörte sie Corbinians Stimme, der seine Treue schwor – sie hatte es gewusst, all die Jahre und nichts getan... wie so oft
Neben ihr stand Antima – schon wieder einer der glaubte. Tara blickte auf den Stab. Antima sagte „Auf drei, dann werden wir zusammen unsere Götter anrufen, du gibst das Zeichen… und dann Rücken an Rücken“ Tara grinste plötzlich… Schmerz kannte sie… Leid kannte sie… niemals würde der Falschtod sie bekommen, Lellicor würde sie bestimmt noch mit offenen Armen empfangen, denn Leiden konnte sie auch im Tod, und so öffnete Tara sich die Pulsadern und trennte sich Finger ab: Für Lellicor, für den Schmerz und das Leid. Der Stab leuchtete rot auf. Rücken an Rücken mit einer Nangistin und ihren Rufen für Hoedal… sie versuchten eine Möglichkeit zu geben für die anderen um zu fliehen… dann kam der Schatten, Tara hatte schon so viel Blut verloren, war schon zusammengesackt, ein einziger Windhauch des Schattens reichte… Überleben? Nein Leid und Schmerz damit die anderen überleben könnten… eine Chance hatten… nicht resignierten…. Es wurde dunkel um Tara, sie hatte sich entschieden und das Leiden begann….





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Bote Ausgabe 9
Bote Ausgabe 10
Bote Ausgabe 11

Benita ...



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...   Erstellt am 17.09.2019 - 18:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Benita Güldringer:
Die Blutleere und ihre Schatten kehrten ins Dorf zurück und Benita hatte bereits nach wenigen Sekunden ihre Gruppe, bestehend aus Xaver Nangist und der Sedai, verloren. Verzweifelt versuchte sie, eine neue Gruppe zu finden, denn sie kannte sich im Wald nicht aus und traute sich nicht zu, allein in die Nacht hinaus zu fliehen. Schließlich traf sie auf Alma Herk und gemeinsam machten die beiden einen Ausfall durch das Tor - doch der Schatten griff nach ihnen und erwischte Benita, sodass sie zu Fall kam. Die schrecklichen Klauen des Schattens erfassten Benitas gesamten Körper und sie konnte nur noch stumm daliegen und sich nicht rühren - so groß waren Entsetzen und Schmerz. Sie hörte, dass Alma weiterlief und war froh darüber.
In ihren letzen Minuten wurde ihr kälter und kälter und ihre Gedanken wanderten zu dem Beutel, den sie trug: Darin waren die Chronik, Briefe der Güldringer an ihre Lieben und weitere Kostbarkeiten, die sie, Benita, hätte aus dem Wald schaffen sollen. Eine tiefe Trauer und ein Gefühl des Versagens ergriffen sie. Auch konnte sie nun nicht mehr die Geschichte von Marbod Nangist weitererzählen oder von Gustus dem Mutigen.
Da hörte sie hastende Schritte aus dem Tor und ihr eigener Patron Valrun Güldringer stolperte hinaus. Der grüne Jäger erwischte ihn und er kam direkt neben Benita zu Fall! Dies war die Gelegenheit! Schwach rief sie nach ihm "Valrun, die Chronik!". Er griff nach dem Beutel und verschwand im Dunkeln. Benitas Herz war nun leichter und die Kälte griff nach ihr. Das letzte, was sie jedoch sah, waren die drei Heldinnen, die von der Blutleere gefangen abgeführt wurden. Der Plan war gescheitert und das Licht erlosch.

Gerne dürft ihr das auch bei FB posten, wenn ihr wollt.

[Dieser Beitrag wurde am 17.09.2019 - 19:02 von Benita aktualisiert]





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Doch niemand heilt durch Jammern seinen Schaden.

Apotheker 



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...   Erstellt am 17.09.2019 - 23:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Benita schrieb

    Gerne dürft ihr das auch bei FB posten, wenn ihr wollt.

Ich war dann mal so frei.




Lex ...



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...   Erstellt am 18.09.2019 - 14:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Jakuban ibn Sanshid al Fasir – fand 462nTG in der Unterstadt eine neue Heimat und 466nTG den Tod

„al Fasir“, der Listige. Nachdem sich Jakuban jahrelang Lellicor verschrieben und keine Gedanken über die Konsequenzen seines Handelns gemacht hatte, begann er in den letzten Tagen an sich und seinen Entscheidungen zu zweifeln. Die ganzen Intrigen, die er sponn. All das Leid, dass er mit seinen Drogen verursacht hat. Familien zerstört, Freunde verraten. Nur für ein paar Units und eine warme Mahlzeit? Selbst vor Menschenhandel schreckte er nicht zurück und ließ sich Ell, die Tochter zweier armer Drogenabhängiger als Bezahlung geben. Nach außen und zu den Oberstädern freundlich, würde er die Maskerade im Angesicht des Todes gewiss nicht aufrecht halten können. Muss er sich nun doch, da das Ende naht, seinen Taten stellen und dafür Rechenschaft ablegen?

Geplagt von der Angst, was auf ihn zukommt, suchte er verzweifelt eine Möglichkeit, dem Tod und seinem Schicksal zu entgehen. Denn wer für immer auf Erden wandelt, braucht sich keine Sorgen über das Jenseits machen…

Nachdem er sich für den Falschtod entschied, setzte er alles daran, sein Ziel zu erreichen und in die gütigen Arme der Mutter sinken zu dürfen und überschritt sogar die letzte Grenze, die er hatte: Mord!

Als die Blutleere vor den Toren stand, dachte er nicht einen Moment daran, wegzusehen und war sich seiner Sache mehr als gewiss. Dankbar fiel er vor ihr auf die Knie, ohne Furcht und bereit, auf ewig neben ihr zu wandeln. Wie eine warme Umarmung fühlte er ihre Präsenz und die der Schatten um sie herum. Doch mit einem Mal wurde aus der warmen Umarmung ein eiskalter Griff, der ihm die Kehle zuschnürte und die Luft wegnahm. Ein stechender Schmerz durchfuhr seinen gesamten Körper, vor seinem inneren Auge sah er all das Leid das er verursachte und spürte wie es sich anfühlt verraten, verkauft und hinterrücks erstochen zu werden. Immer und immer wieder. Panisch krallte er seine Finger in den Boden und versuchte, davon zu kriechen. Doch es war zu spät. Auf Ewig würde er nun als Schatten durch die Wälder treiben und diesen eisigen, inneren Schmerz an seine Opfer weitergeben.

„Was habe ich nur getan?“ war sein letzter Gedanke, ehe ihn die Dunkelheit einholte…





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"Nietsche ist tot!"
-Gott-

Nillis 



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...   Erstellt am 19.09.2019 - 21:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nillis Flötenbauer
Einige hatten es mitbekommen, dass Nillis nicht ganz er selbst war. Denn gleich zwei Wesen waren vor Jahren in ihn gefahren: die weiße Fee und der dunkle Wächter. Über die Jahre wurde Nillis‘ Selbst immer schwächer, nur in den Träumen fand er für kurze Momente Frieden. Als der Tumult in Nillis ihn zu zerreissen drohte und er nur noch Schmerzen litt, erbarmten sich eine seiner Schakalschwestern und schnitt ihm die Kehle durch. Seine letzten Worte in dieser Welt sprach er zu seinen Schwestern: „Wir sehen uns auf der anderen Seite.“
Und kurz nachdem die Schakalschwestern gestorben waren und der Todesschrei der Blutleere verstummt war, konnte man in der Zwischenwelt ein vertrautes Flötenspiel hören, als Nillis aus einem blauen Licht trat und seine vier Schwestern wiedertraf.
Man munkelt, dass seitdem so mancher Träumer die Flötenklänge gehört hat und manch anderer von fünf Schakalschwestern im Traum heimgesucht wurde.





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Nillis Flötenbauer
"Du willst mit mir in den Träumen wandeln? Dann solltest Du wissen, dass das gefährlich werden kann. Sehr gefährlich."

Pelle 



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...   Erstellt am 20.09.2019 - 14:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Pelle Berg, einer von vielen die im Augenwinkel lebten

In den letzten Tage waren die Regeln die Pelles Welt leiteten zerbrochen. Freunde hatten sich von ihm abgewandt und bei anderen hatte er ploetzlich gemerkt, dass sie ihm nichts Gutes wollten.
Misstrauen schlich sich in sein Leben. Ein Gefuehl, was er nie gekannt hatte. Am letzten Tag fand er sich wieder mit einer knappen Hand von Freunden denen er vertraute. Darunter eine Oberstaedterin und eine die weit draussen hauste und auf ganz fernen Wegen wanderte. Doch selbst bei den Unterstaedtern wusste er, dass sie andere Ziele hatten - anderes um das sich ihr Leben drehte.

Als sich am Abend die Gelegenheit bot sich noch einmal fuer seine Freunde einzusetzen und seinen Wert zu beweisen, stand er selbstverstaendlich neben ihnen. Denn schon einmal war er geflohen wo ihn niemand wollte. Wer sollte ihn und seine Freunde schon aufnehmen. So wuerde er jetzt bleiben, wo wenigstens eine kleine Hand voll willig mit ihm im gleichen Boot sass.

Die rote Welle glitt auf einem Mantel aus Angst vor dem Entdecktwerden ueber ihn hinweg. Die die dort starben waren nicht seine Freunde. Gar hatten die die dort mordeten ihm nie etwas angetan.

Als die gruene Welle auf Vhinbrosir zubrandete, waren die Minuten nahe in denen er ein letztes mal dieser Gemeinschaft seinen Wert zu beweisen sollte.
Ein paar wenige letzte Worte des Abschieds. In einigen Blicken stand echtes Mitleid und Pelle verstand nicht was passieren wuerde als Stinker ihm seinen Malkiristein gab.

Dann brach das Chaos los und mit der Kapuze tief ins Gesicht gezogen, fast blind, taumelte er durch Vhinbrosir. Abwechselnd schreiend und mit seinem Licht winkend um die Schatten auf sich aufmerksam zu machen, dann wieder sich hinter seinem Messer versteckend um sich seine frueheren Freunde und Nachbarn vom Hals zu halten. Wieder und wieder wurde er von Oberstaedtern verscheucht auf die er in der Panik stiess. Er wollte ihnen doch nur die Momente geben, die sie zur Flucht nutzen mussten. Sein Licht verlosch und um ihn war es nahezu finster. Nur der gruenliche Schein der aus der Richtung der Blutleere um seinen Kapuzenrand herumleuchtete und das zischen der Schatten fuellten seine Welt.

Pelle wusste, dass er einer der Vorletzten war. Sie hatten ihm gesagt, dass er fort sein muesse - das er aufhoeren muesse Pelle zu sein, wenn alle geflohen waren. Das war dieser Moment. Er musste gehen. Deshalb rannte er dorthin wo alle hingingen und zu trueben Erinnerungen wurden - Richtung Dorftor - Richtung Wald.

Den Spurt durch das Tor des Dorfes ermoeglichte ihm Stinkers Malkiristein, den er dem Schatten im Weg als Pfand fuer seine Seele zuwarf. Einen Schritt weiter fiel sein Blick auf all die Leichen die dort auf dem Boden lagen und ihn traf die Erkenntnis: Er hatte kein Licht dabei!
In vollem Lauf griffen schon nach einem weiteren Schritt die schattenhaften Wurzeln nach ihm, liessen ihn straucheln und Pelle fiel zu Boden. Er spuerte den Blick des gruenen Jaegers auf sich und der gellende Schrei ertoente. Er waehnte sein Ende gekommen, als er einen Gueldringer sah, der schwer vom Jaeger getroffen zwischen ihnen zu Boden ging.

Eine Hand voll rasender Herzschlaege harrte er wie starr mit geschlossenen Augen auf dem Boden aus. Als er die Augen oeffnete blickte er in das Gesicht seiner Freundin Mesha, die sich neben ihm zwischen den Toten verborgen hatte. Sie raunte ihm zu "Wir muessen rennen!". Noch bevor er wusste wie ihm geschah, hatte sie seine Hand und ihre Laterne ergriffen und sprintete mit ihm in den Wald.
Auf allen Seiten sahen sie um sich die Schatten huschen. Sie schlugen Haken und sahen die falschtoten Vhinbrosir vor sich. Ueber Stock und Stein stuermten sie hierhin und dorthin. Pelle betete nur nicht zu stolpern und seine Retterin bei der Flucht zu bremsen. Daran wollte er nicht Schuld sein.
Endlich sahen sie andere Laternen vor sich im Wald und flohen voller Hoffnung auf sie zu. Man hoerte die Erleichterung in Dianas und Hennas Stimmen, als sie Mesha durch den Wald rennen sahen. Doch als die 3 zusammentrafen und Pelle an Meshas Hand erblickten breitete sich mit der Geschwindigkeit eines Gedankens Panik aus in den Koepfen und der Chronosid entrang Pelles Kehle Schreie und die Gewalt des Wahnsinns begann ihn zu schuetteln. Die Schatten und der falschtote Grimwold waren ihnen dicht auf den Fersen.
Mit einem letzten Blick zu seiner Freundin rief er "Lauf!" und ihre Haende trennten sich. Als er sich dem Grimwold in den Weg warf griff der Boden schon nach ihm und hatte ihn eingesponnen noch bevor er toedlich verwundet gegen einen Baumstumpf sank.

Pelle Berg starb im Dunkeln, mit den Rufen der fliehenden Schakalschwestern im einen und dem hysterischen Gackern der Blutleere im anderen Ohr, kaum 50 Schritte vor dem Eingang von Vhinbrosir.




Ria ...



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...   Erstellt am 20.09.2019 - 14:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ria Contessa Galizia - Festünderin

Trotz aller Zweifel, hatte Ria tatsächlich die erste Welle überlebt.
Vielleicht würde sie ihre Aufgabe wirklich erfüllen können.

Sie kehrten zurück ins Dorf um sich auf die grüne Welle vorzubereiten und sich der Blutleere entgegen zu stellen.
Ria hatte große Angst, zu versagen und war nahezu geistesabwesend.
Viele waren der roten Welle und damit Lelicor zum Opfer gefallen. Sie durften nicht umsonst gestorben sein.
Gemeinsam verbrachten die Festünder ihre letzten Augenblicke in der sonst so einladenden Taverne.
Doch jetzt herrschte eine erdrückende und angespannte Stimmung. Sogar misstrauen hatte sich innerhalb der Festünder eingeschlichen. Als En etwas berichten wollte, spang Jule auf und hielt ihn davon ab, es allen Anwesenden zu erzählen. Ria glaubte, dass Jules Misstrauen besonders Marlene galt, die dem Falschtod einst schon verfallen war und eine Gefahr für alle darstellen könnte, sobald die grüne Welle über Vhinbrosir kommen würde. Leider fühlte sich Sintha eher angesprochen und man sah ihr an, wie sehr es sie verletzte.
Ria versuchte es Sintha zu erklären und konnte nicht fassen, wie all das passieren konnte.
Sie wollte es einfach nicht wahrhaben, dass unter den Festündern das Vertrauen schwand.

Ria erfuhr dann, dass es um den Malfang ging, den man den drei Festünderinnen für die Flucht mitgeben wollte, doch Jule wollte nicht, dass zu viele davon erfahren.

Plötzlich tauchten Geister der Verstorbenen auf und streiften mit leeren Blicken und bleichen Gesichtern durchs Dorf.

Die Überlebenden versammelten sich vor dem Dorf Tor.

Antima gab ihnen noch eine goldene Nuss von Hoedal, welche sie vor Verletzungen verursacht durch den grünen Jäger schützen sollte.

Jule, Maya und Ria verabschiedeten sich noch von ihrer Festünder Familie, bis sie sich zurückzogen um die grüne Welle zu überleben.
Denn sie konnten der Blutleere erst begegnen, wenn das gesamte Dorf geflohen oder gefallen war…
Jede von Ihnen war ausgestattet mit Gaben, die sie der Blutleere darbieten wollten.

Ria hielt den kleinen Handspiegel von Torfa fest in der Hand, um sicher zu gehen, dass sie ihn nicht verlieren würde.
Bei dem Gedanken an Torfa, fiel ihr auf, dass sie vergessen hatte, Torfa ihr Schellenband zu geben, sowie sie es immer tat, wenn sie fürchte es nicht mehr lebend zurück zu schaffen…
Es war inzwischen eine Tradition geworden.

Ria fragte sich, ob sie denen, die überleben würden, überhaupt in Erinnerung bleiben würde und wenn ja, woran man sich erinnern würde.
Was hatte sie schon geleistet und erreicht?
Hatte sie nicht eher dabei geholfen, Vhinbrosir weitere Probleme zu bescheren?

Sie fragte sich, ob sie ihre Freunde und Nachbarn nach dieser Nacht jemals wieder sehen würde…

Jetzt war es an der Zeit, einmal etwas richtig zu machen und die Blutleere zu töten. Für die Gefallenen und die, die es schaffen zu fliehen und ein neues Leben ohne Leid und Angst zu beginnen.

Ria griff in ihre Tasche und versicherte sich, dass dort noch das kleine Fläschchen mit dem Blut der Elderfrau war.
Maya verwahrte die Blutperlen und die goldene Nuss.
Jule bewahrte die Krone, eingewickelt in einem Tuch, in ihrem Arm.
Sie waren bereit.

Die drei versteckten sich hinter einem Haus der Güldringer und verdeckten ihre Laternen, damit die Schatten sie nicht finden und den Plan vereiteln würden.

Als ein grünes Licht erleuchtete und erneut dichter Nebel durch das Tor im Dorf aufstieg, wandten sie den Blick ab. Die Blutleere war zusammen mit eine Horde Schatten gekommen und die zweite und letzte Welle begann.
Die Unterstädter stellten sich der grünen Welle und opferten Ihre Leben für die Flüchtigen…
Es stimmte sie traurig, waren die Unterstädter doch vom Großteil der Oberstadt all die Jahre so verachtet und verstoße und trotzdem kämpften sie nun gegen den gemeinsamen Feind und ermöglichten vielen die Flucht.

Jule, Maya und Ria standen eng bei einander und lauschten ängstlich dem Getümmel…
Bis der letzte Schrei verstummte…

Sie hörten, wie die Blutleere zu ihren Schatten sprach und traten aus ihrem Versteck hervor.
Die Festünderinnen näherten sich mit gesenktem Blick und warfen sich ihr zu Füßen.
„Oh Herrin, bitte verschont uns. Wir möchten euch Dienen. Ihr seid die wahre Königin.“
„Wir möchten euch Dienen und bringen euch Geschenke.“ Die Stimmen der drei Festünderinnen waren bebend vor Angst, der Blick fest am Boden verankert.

Unzählige Schatten versammelten sich um sie, zischten und fauchten, rissen an ihnen und versuchten ihre Gesichter auf die Blutleere zu richten. Ria presste die Augenlider aufeinander und zitterte am ganzen Körper.
„Was für Geschenke bringt ihr mir?“ Wollte die Blutleere wissen. „Gebt sie mir!“

Die Festünderinnen stammelten, dass dies nicht der richtige Ort wäre und sie die Geschenke nur an einem würdigen Ort überreichen können, dem Spiegelraum.
Es war nicht leicht, sie zu überzeugen, aber nachdem Jule ihr als erstes Geschenk die Krone gab, willigte sie ein, die anderen Geschenke im Spiegelraum entgegen zu nehmen.

Unterwürfig folgten sie der Blutleere aus dem Dorf. Die Schatten wichen nicht von Ihren Seiten.
Das einzige, was Ria sah, waren der Boden und der Saum des Gewandes der Blutleere. Links und rechts von Ihr waren Maya und Jule.

Vor dem Tor erblickte sie schließlich die vielen Gefallenen zu allen Seiten.
Darunter war auch Brin…
Ein Stich fuhr in Rias Herz. Hatte Maya ihren Mann bemerkt?

Plötzlich röchelte Brin Mayas Namen und die Blutleere hielt inne.
„Wer von euch ist Maya“ ertönte ihre Stimme, als die Schatten Brin herbeizogen.
Ria bekam gar nicht mit, was dann passierte, aber sie wusste, dass es das letzte Mal war, dass Brin ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte…

Bevor sie den Wald betraten, löschten die Schatten die Lichter ihrer Laternen.
Als Ria nach ihrer Laterne greifen wollte, weil sie sie für die spätere Flucht brauchen würde, riss sie ihr einer der Schatten aus der Hand.
Ria schluckte. Auch Maya wurde die Laterne entnommen.
Nur Jule schaffte es, ihre Laterne zu verstecken und mitzunehmen.

Sie wollten die Blutleere überzeugen, dass sie die Laternen brauchten sonst könnten Sie nicht den Wald durchschreiten, doch die Blutleere versicherte, dass ihr Licht reichen würde.
Die Blutleere gab den Schatten die Freigabe, die Gefallenen zu fressen und führte die Festünderinnen, gefolgt von den Schatten, durch den Wald.

Immer wieder blieb die Blutleere stehen und legte ihnen wahrlich Steine in den Weg.
Jedes mal fielen die Frauen unterwürfig auf die Knie und versicherten, ihr dienen zu wollen.
Die Blutleere forderte jetzt sofort die Geschenke und fragte, warum sie alle drei von ihnen brauchen sollte.
Die drei überzeugten die Blutleere irgendwie, bis sie endlich an ihrem Ziel ankamen.

Die Blutleere befahl fast allen Schatten draußen zu warten und wenn Ria richtig gehört hatte, durfte nur einer in den Raum folgen. Sicher war sie nicht, denn sie sah nach wie vor gar nichts.
Und sie wusste nicht, ob das für ihren Plan hilfreich war oder ob es besser gewesen wäre, wenn alle Schatten in diesen Raum versammelt sein würden.

Beklemmt knieten die drei Festünderinnen vor der Blutleere, die Angst schnürte ihnen die Luft ab.
Schließlich erhielt die Blutleere ein Geschenk von Ria, über welches sie sich besonders freute:
Das Blut der Elderfrau.
Sie schien es genüsslich zu trinken.
„Herrin, nun wo ihr dank der Krone und der Geschenke vollkommen seid, wollt ihr doch sicher euer schönes Antlitz sehen?“
Langsam erhob sich Ria, die Augen fest verschlossen und hob Ihre Hand, die die ganze Zeit den kleinen Spiegel gehalten hatte.

Plötzlich stieß die Blutleere einen markerschütternden Schrei aus und der Spiegel zerprang in Rias Hand. Blut tropfte auf den Boden, als Maya plötzlich der Malfang aus der Tasche fiel.
Alle Schatten stürzten sich auf den Malfang und die Festünderinnen eilten Panisch heraus.
Sie nutzen die kurze Ablenkung um die einzige Laterne, die sie noch besaßen zu entzünden.
Dann hielten sie sich fest an den Händen und liefen los.

Es dauerte nicht lange, bis die Schatten ihnen dicht auf den Fersen waren, als plötzlich ein grüner Strahl aufleuchtete und sie anvisierte.
Ria schrie Maya an, die Nuss von Antima herauszuholen, damit sie sie schnell teilen und einnehmen konnten.
Doch Maya fand sie nicht.
Dann ertönte ein Schrei und Maya ging zu Boden. Die Schatten stürzten sich auf sie und so waren es nur noch Jule und Ria.

Ria rannte so schnell sie konnte und zog Jule hinter sich. Der Grüne Jäger war verschwunden, doch sie hörten noch immer die Schatten, die ihnen foglten.
Plötzlich wurde Jule immer langsamer. Sie hatte die Orientierung verloren und konnte auf dem unebenen Boden nicht mehr laufen.
Ria versuchte Jule zu beruhigen, dass sie auf dem richtigen Weg waren und weiterlaufen mussten!
Dass sie nicht anhalten durften.

Da geschah es. Ein Schatten riss Ria zu Boden und verbiss sich in sie, bis er wieder von ihr abließ um Jule zu verfolgen.

Die Schmerzen durchzogen ihren ganzen Körper, Tränen liefen ihr Gesicht hinab auf den laubbedeckten Boden.
Sie war wie gelähmt, die Kälte breitete sich aus. Sie schaffte es nicht, nach dem Heiltrank in ihrer Tasche zu greifen, der ihr vielleicht noch hätte helfen können.
Ihre Gedanken wanderten zu Jule und sie wünschte sich nichts mehr, als dass Jule es schaffen würde und von ihrem Sieg über die Blutleere berichten konnte.
Doch sie würde es nie erfahren und auch nicht, wer überhaupt überlebt hatte und es nach Kumbersmerze geschafft hatte.

Langsam wich das Leben aus Ria als schließlich eine Schar Schatten über sie herfiel und damit begann, sie aufzufressen und ihre Seele zu nehmen…

Sie hatten es geschafft… die Blutleere war besiegt.


Doch überlebte keine der drei Festünderinnen um über ihren Sieg über

[Dieser Beitrag wurde am 20.09.2019 - 14:56 von Ria aktualisiert]





Signatur
"Ich glaub mein Schwein pfeift."
- Zitat von Vero, Patron der Festünder

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