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JerryCotton ...
BKD-Headquarters
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...   Erstellt am 26.04.2006 - 22:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hat jemand von Euch den Film gesehen? Wolfgang und ich waren drin. Fand ihn packend, authentisch und top besetzt. Das Trio Ulrich Tukur, Ulrich Mühe und Sebastian Koch stand nicht zum ersten mal gemeinsam vor der Kamera, sie taten das auch in "Der Stellvertreter".

Möchte an dieser Stelle informieren, dass der Streifen am 15.05. um 20 Uhr im Kino des Frankfurter Filmmuseums in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt wird. Im Anschluss an den Film gibt es eine Talkrunde mit ihm.

Oliver




Doppelnull ...
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...   Erstellt am 27.04.2006 - 21:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ist zwar schon ein paar Wochen her, aber "Das Leben der anderen" habe ich auch gesehen und war sehr beeindruckt. Spannend und trotz des ernsten Themas doch teilweise humorvoll. Insbesondere die Leistung der Herren Mühe und Tukur war überragend.
Hattet ihr eigentlich bei Thomas Thieme (als Minister Hempf) auch den Eindruck, dass er sowohl vom Äußeren als auch von der Stimme und Dialekt sehr an Gert Fröbe erinnert? Wäre vielleicht ein potentieller Bond-Bösewicht, wenn's mal wieder ein Deutscher sein soll ...

Aber nochmal zum Film: Hier wird abseits der Ostalgie auch wieder die andere Seite der DDR gezeigt; Einschüchterung, Demütigung und Überwachung durch das System, bis ins Detail geplant und akribisch ausgeführt. Besonders die Verhör-Szenen im Gefängnis fand ich sehr beklemmend.
Mein Tipp: Besucht mal in Berlin das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und macht mal eine Führung mit einem der ehemaligen Inhaftierten mit. Wirklich erschreckend ... Und einige Filmszenen entsprachen auch ganz genau den geschilderten Umständen (Einlieferung mit einem als Lebensmitteltransporter getarnten Fahrzeug, diverse Verhörmethoden und die sog. "weiße Folter" durch Isolation, Schlafentzug etc.)





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Why so serious?

nullnullsieben
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...   Erstellt am 28.04.2006 - 03:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


War vorhin drin, und bin auch sehr angetan. Vor allem Story und Regie sind sehr gut, gleichzeitig realistisch, dramatisch, ungezwungen, spannend und mit guten humorvollen Szenen versehen, die der Ernsthaftigeit des Themas jedoch nicht schaden. Insgesamt erstaunlich souverän für ein Regie- und Drehbuchdebüt. Auch Koch, Mühe, Tukur, Gedeck, etc. kann man nur loben. Sehr sehenswert, und wenn kein Wunder geschieht der beste deutsche Film des Jahres...




Whiteout ...
Status: 00-Agent
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...   Erstellt am 28.04.2006 - 09:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Doppelnull

Ich war vor ein paar Monaten im Stasi-Gefängnis.
Durch Zufall haben wir einen ehemaligen Häftling dort angetroffen, der mit uns eine kostenlose Führung gemacht hat.
Erschreckend ist, dass noch so viele ehemalige Wärter rund um das Gefängnis wohnen und das nicht schlecht (fast wie ein Villenviertel).
Interessant fand ich das "U-Boot", die Freigangszone und das Gelände hinter dem Gefängnis.
Es hat sich dort einiges getan, aber dennoch kamen wir in einige Gebäude hinein und das Fundament des Schwimmbads kann man auch noch erkennen.
Leider findet momentan eine Verharmlosung der DDR-Geschichte statt (siehe die Podiumsdiskussion, die von Stasi-Mitarbeitern gesprengt wurde).

Der Film steht auf meiner Liste, warte aber auf die DVD.

Whiteout




Doppelnull ...
Status: MI6 Staff
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...   Erstellt am 29.04.2006 - 23:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@ Whiteout
Ja, es ist echt entsetzlich, dass die Häftlinge ihren damaligen Peinigern auf der Straße begegnen und sich von ihnen auch noch verhöhnen lassen müssen. Dass Menschen - um nicht selbst zu Opfern zu werden - sich zu Schergen eines solchen Systems machen lassen, ist ja nichts außergewöhnliches, aber dass nichtmal im Nachhinein ein Mindestmaß an Unrechtsbewusstsein, Reue oder zumindest Schamgefühl besteht, ist doch echt erschreckend.

Aber nochmal zum Film: Natürlich war in der DDR nicht alles so furchtbar trist und schlecht für den Normalbürger, wie viele glauben. Aber es wurde nach den ganzen Ostalgie-Filmen auch mal Zeit für einen Film, der sich mit den Schattenseiten auseinandersetzt. Und indem er u.a. auch den Berufsalltag der Staatssicherheit und die inneren und äußeren Konflikte einiger "Mitarbeiter" zeigt, ist das hervorragend gelungen.





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Why so serious?

Moonraker79 ...
Admin a.D.
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...   Erstellt am 16.12.2006 - 14:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hab mir dieser Tage den Film auf DVD angeschaut und war positiv angetan.

Auch wenn die erste halbe Stunde in meinen Augen etwas langamtig ist, wartet "Das Leben der anderen" mit einer spannenden und geistreichen Story auf. Dabei wird das menschenverachtende System der Stasi offengelegt, aber gleichzeitig auf die Darstellung eindimensionaler Charaktere verzichtet.
Das Ende ist - ohne zu viel zu verraten - großartig! Genau angemessen, keine billige Effekthascherei.

Schauspielerisch ist das Trio Mühe, Tukur & Koch einfach hervorragend. Ich glaube, besser hätte man den Film kaum besetzen können. Jeder verkörpert seine Figur eins-zu-eins!





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