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...   Erstellt am 10.07.2010 - 12:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


I. Geschlechtstrieb
In der Zeit der Reife erwacht in jedem gesunden und normalen Menschen, an Grad und Dringlichkeit verschieden, der Geschlechtstrieb. Die Geschlechtskräfte sind ein wesentlicher Teil der menschlichen Wesensanlage und sind mitbestimmend für die gesamte Persönlichkeit und Lebensleistung. Um nicht aus der Ordnung zu brechen, bedürfen sie der straffen Zucht, die sie an das sittliche Gesetz bindet.

Der Mensch erhebt sich in Geistigkeit und Freiheit über die übrige Schöpfung, so muss auch die Betätigung des Geschlechtstriebes diese Merkmale höheren Lebens an sich tragen. Natürlicher Sinn und Zweck aller geschlechtlicher Betätigung ist letztlich, wenn auch nicht einzig, die Nachkommenschaft. Zwar gibt es zunächst keinen Fortpflanzungs-, sondern nur einen Geschlechttrieb, aber der erste sachliche Zweck und ihrer Betätigung ist die Zeugung, die von der Natur durch den starken, lustbetonten Trieb erstrebt wird.

Durch natürliche Regungen oder durch Verführung von außen verfallen junge Menschen, insbesondere Männer, häufig der Selbstbefriedigung, die den Willen schwächt, die charakterliche Entwicklung, insbesondere die Einordnung ins gesellschaftliche Leben wie die Reifung des sittlichen Gewissens nicht unbeträchtlich hemmt. Verfestigt sich die Bindung geschlechtlicher Begierde an die eigene Person, so kann es zu Neurosen oder ausgesprochenen Verkehrungen des Geschlechtriebes kommen. Dass geschlechtliche Enthaltsamkeit in den Jahren der Reife möglich ist und keinerlei gesundheitliche Schädigungen bedingt, dass dagegen ein hemmungs- und ordnungsloses Streben nach Lust die sittliche Persönlichkeit zerstört, gibt auch die Medizin heute allgemein zu.

Geschlechtliche „Abnormalität“, namentlich soweit sie erblich bedingt ist, kann hartes Schicksal sein, darf aber nicht zum Freibrief für Unordnung werden. Der strafrechtliche Schutz der Jugendlichen gegenüber jeder Verführung und aller weiblicher Personen vor Nötigung zu geschlechtlichen Handlungen sind unentbehrlich.

II. Die geschlechtliche Beziehung
Der Geschlechtstrieb unterscheidet sich von dem der Selbsterhaltung dadurch, dass er zu seiner Befriedigung nicht bloßer Sachgüter, sondern eines anderen Menschen bedarf und dass seine naturgemäße Befriedigung im normalen Falle die mögliche Zeugung neuen Lebens in sich schließt. So verlangt die Ordnung der Natur, dass der andere Mensch nicht als benützte Sache verlassen, dass vielmehr das möglicherweise geweckte Leben durch die gemeinsame Sorge seiner Erzeuger zur Vollendung geführt wird. Der Geschlechtspartner muss somit um der Gerechtigkeit willen als Persönlichkeit und also als Du und in Liebe gehalten werden. Ein Besitz des Leibes ohne die sittliche Vereinigung der Seelen, deren letzten Ausdruck die leibliche Gemeinschaft bildet, würde die Schändung des anderen Menschen und die Entweihung des eigenen Leibes bedeuten. Deshalb verlangt die Menschenwürde für die geschlechtliche Beziehung eine völlige Bindung an den Partner, zumal die Geschlechtspsychologie erweist, dass Mann und Frau auf eine Ergänzung und Einheit weit über den Geschlechtsakt hinaus angelegt sind. So bedingt schon die natürliche Sinnerfüllung der geschlechtlichen Gemeinschaft die ausschließliche Bindung des einen Mannes an die eine Frau für die Gesamtheit des Lebens, also die Ehe, die sittlich-rechtliche Prägung der Geschlechtsliebe. Ohne diese Form gewinnen in dem von Natur blinden Triebe Gier und Leidenschaft die Oberhand. Wahre Liebe und Verantwortung gegenüber das kommende Geschlecht verbieten also die „zügellose" Liebe, die geschlechtliche Hingabe ohne Verantwortung nur um der Lust willen.

Moderne Neuerer möchten am liebsten jede kirchliche und staatliche Regelung des Geschlechtslebens, insbesondere die Ehe überhaupt, beseitigen. Gegen diese Bestrebungen sträubt sich schon das gesunde Gefühl der Liebenden, noch entschiedener der Lebenswille der Völker und das sittliche Bewusstsein der Menschheit. Geschlechtliche Ordnung im Sinne der Ehe ist nicht zufällige oder gar zwangsmäßige äußere Satzung, sondern ein Naturgesetz geistig-freien Lebens, sittlicher Verpflichtung, Ausdruck des besten Strebens im Menschen.

III. Keuschheit nennen wir den festen Willen und die erworbene Fähigkeit, sich dieser Gottesordnung im Bereiche des Geschlechtstriebes zu unterwerfen. Die eheliche Keuschheit verbietet den Ehebruch auch schon in Begierde und Wort. Außerhalb der unlöslichen Einehe gibt es keine natur- und gottgewollte und darum erlaubte Befriedigung der Geschlechtskraft, weder der Tat noch der Begierde nach; darum fordert das Sittengesetz außerhalb der Ehe, vor wie nach ihr, völlige geschlechtliche Enthaltung. Gottgeweihte Ehelosigkeit, der feste Wille, um des Gottesreiches willen zeitlebens auf jede Betätigung der Geschlechtskraft zu verzichten, hat auch für die den Ehestand wählenden Menschen Bedeutung. Sie zeigt, dass es möglich ist, diese starken Kräfte zu beherrschen.

Solche Ordnung, Zucht und Maß auch des Geschlechtstriebes gehört wesentlich zum abendländisch-christlichen Menschenbild; die moderne Verzweiflung am Menschen allerdings leugnet deren Möglichkeit. Hätte sie recht, so wäre alle geschlechtliche Erziehung eitel und der Zügellose behielte das letzte Wort. In Wirklichkeit fordert die Natur selbst die jugendliche Enthaltsamkeit. Nur Zucht und Ordnung überwinden die Gewalt und zerstörende Kraft männlicher Sinnlichkeit und lenken das oft leicht entflammbare weibliche Empfinden auf die rechten Ziele. Ohne Veredelung und Vergeistigung des Trieblebens ist Menschenwürde nicht zu retten und wertvoller Nachwuchs nicht zu sichern. Mit aller Entschiedenheit muss Front gemacht werden gegen eine sich ausbreitende überstarke Betonung der Macht des Geschlechtstriebes, die das Erotische zum beherrschenden Lebensinhalt macht. Sie arbeitet nur Geschäftemachern in die Hände, die ihren Schund und Schmutz an den Mann bringen wollen.

IV. Geschlechtliche Erziehung
Eltern u. Erzieher sollen rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass die Jugendlichen das Geheimnis des Lebens in seinem heiligen Ernst kennen lernen und ihm mit Ehrfurcht und Zucht begegnen. Das ist auch darum notwendig, um der rohen „Aufklärung" durch die Gasse zuvorzukommen, die vielfach mit früher Verführung verbunden ist. Der notwendigen geschlechtlichen Entfaltung entgegengesetzt ist vor allem frühe Genusssucht; zumal Alkohol und Nikotin sind wegen ihrer anregenden Wirkung schädlich. Arbeitsfreude, frische und frohe Bewegung in der Natur, Sinn für sportliche Tüchtigkeit, Liebe zum einfachen Leben stärken die Kraft zum Widerstand gegen die Reize des Leibes und zur Ablehnung des bloßen Genusses. Einen starken Halt bietet der Gedanke an die spätere Ehe, das eigene Lebensglück und die Aufgabe, gesunde und starke Kinder zu haben. Diese an den Aufgaben der Familie ausgerichtete Gesinnung formt sich dann zur verantwortungsbewussten Gattenwahl und zum reinen Brautstand. „Die Grundlegung einer glücklichen und der Anfang einer unglücklichen Ehe geschehen bereits in den Jahren der Kindheit und Jugend" (Pius XI.).





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...   Erstellt am 19.08.2010 - 00:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Kult und Erniedrigung des Geschlechts

Nur zu einem Teil ist der moderne Sexualismus eine Art von Droge zur Überflutung der Rationalität durch permanente Rauschzustände, also eine Form der Abwendung vom Geist und der falschen »Rückkehr zu den Müttern«, die in Wahrheit nur maskierte Dämonen sind. Er ist ein sehr vielschichtiges Gebilde.

Die Verwendung der Sexualsphäre und erotischer Situationen als literarisches Nervenreizmittel rechnet nicht zu den Erscheinungen, die wir hier meinen. Dieser unethische Kunstgriff hat immer zum Handwerkszeug der Hersteller einer bestimmten Gattung des Unterhaltungsromans gehört; unsere Zeit macht keine Ausnahme, ja sie ist im Gebrauch dieser Methode, das Publikum zu interessieren, im Ganzen eher zurückhaltender und vor allem phantasieloser als andere Jahrhunderte - was indes im Gesamtzusammenhang unserer Situation durchaus kein gutes Symptom ist.

Hingegen kennzeichnet es unsere Epoche, dass die Schilderung sexueller Vorgänge oder Impulse zur Beschimpfung des Menschen benutzt wird. Die Sexualität an sich soll die Niedrigkeit des Menschen erweisen; dass er Geschlechtswesen ist, wird zu Vorwurf und Verdikt. Immer wieder konfrontieren Romanschreiber beider abendländischer Kontinente ihr fasziniertes Publikum mit der Gemeinheit und Roheit, der untertierischen Triebhaftigkeit und dem schamlosen Egoismus des Geschlechtslebens, wie sie es sehen.

Aber sie tun es nicht, wie die Moralisten des ausgehenden Mittelalters und der frühen Aufklärung, um durch solche Drastik vor den entwürdigenden Folgen der Verfallenheit an die Geschlechtsgier zu warnen; sie tun es nicht, um durch Schocktherapie ethische Wirkungen zu erzielen; sie tun es auch nicht, um an die Grenzen des Humanen zu führen und gerade dadurch zu zeigen, was der Mensch wirklich sein soll, wo seine bergende Mitte liegt. Ihre Absicht ist im Gegenteil, uns zu entmutigen. Sie wollen uns alle Hoffnung nehmen; sie geben uns keine Chance des Entrinnens: wir sind in dem Kloaken-Labyrinth unserer Sexualität eingemauert; es gibt keine Befreiung. Das eben ist der Mensch, sagen sie, ein Dreckbewohner und selbst ein Stück Dreck. Darüber kann sich keiner erheben. Die einen sehen wenigstens noch den Kampf des Menschen gegen solche unentrinnbare Verhaftung ans Gemeine; sie leugnen nicht, dass er ernst und aufrichtig ist - aber sie behaupten, dass es vergeblich und daher sinnlos sei: es bleibe uns nur die Verzweiflung. Die anderen aber finden, dass der Mensch sich mit seiner Niedrigkeit abfinden sollte; ethische Anstrengungen würden bloß das relative Behagen, das doch immerhin mit der Kotwärme der Sexualität verbunden sei, zerstören: Geschlechtliche Sittlichkeit sei Selbsttäuschung und zumeist nicht einmal das, sondern ganz einfach Heuchelei.

In jedem Fall handelt es sich um eine besondere Spielart des Versuchs - und eine besonders gefährliche -, im Menschen das Bewusstsein seiner Gottebenbildlichkeit zu entwurzeln. Der Angriff geht hier bis in das Innerste des Humanen: Indem die geschlechtliche Dualität, die Grundverfassung des Menschlichen, als unauslöschliche Schmach und Niedrigkeit dargestellt wird, aus der nichts entstehen kann als Bestialität und Verworfenheit, wird der Mensch von den Tiefenschichten seiner Existenz her abgewertet. Die Korruption ist in Wahrheit das Wesen; die Negativität des Humanen sitzt im Kern. Es versteht sich, dass da eine geradezu kriminelle Vergewaltigung der Wirklichkeit verübt wird; der Eros wird geleugnet, alles Glückhafte und Edle, das aus der ethischen Bewältigung der Sexualität entsteht, auf dem Bild des Lebens ausgelöscht. Die erbärmliche Armut an wirklicher »Erotik«: die kulturfeindliche Primitivierung der Geschlechtsbeziehungen, ist nicht die geringste Folge davon. So veröden weite Gebiete des Lebens; die Langeweile, als Vorzustand der Verzweiflung, nimmt zu. Wichtige Quellen der Regenerationskraft des Daseins versickern. Seelische Sterilität verbreitet sich, der willentlich die biologische folgt. Die entwürdigte, entstellte und zugleich hypertrophisch wuchernde Sexualität, die den Inhalt bewußtseinsbestimmender Zeitromane ausmacht, ist so lebensfeindlich wie sie menschenfeindlich ist; sie zerstört den Willen zur Weitergabe des Lebens ebenso wie die Erkenntnis der Gottebenbildlichkeit. Denn sie erscheint entweder von vornherein als Inbegriff des Ekelhaften oder sie erzeugt Abscheu durch Übersättigung.

Das alles liegt im Sinn Satans, des Menschenmörders von Anbeginn. Aber noch mehr. Wenn der Eros von der Sexualität aufgefressen und die Liebe, die Liebe im Geist, die dem Eros nicht feindlich ist, ja ihn voraussetzt, als menschliche Möglichkeit geleugnet wird, dann können die Geschlechtsbeziehungen nichts mehr sein als »Egoismus zu zweien« (Madame Staël). Sie verlieren ihre synthetische Kraft und werden in paradoxem Umschlag zu einem auflösenden Faktor. Ihrer Wesensbestimmung entgegen, also aufs äußerste entartet, bilden sie nicht mehr Gemeinschaft, sondern lösen sie auf. Gerade in der Begegnung mit dem anderen Geschlecht vollendet sich dann die Einsamkeit. Aus dem körperlichen Kontakt wird keine seelische Berührung, keine menschliche Einheit mehr; im Gegenteil, gerade hier erreicht die Entfremdung ihre größte Tiefe und wird zu einer trostlosen Bitternis. Unsere Literatur kennt jene einander völlig fernen »Liebespaare«, wo es keine humane Partnerschaft mehr gibt, keiner zum andern hinfindet und jeder grausam auf sein Ich zurückgeworfen ist, ohne Chance, aus sich selbst herauszutreten und die Kraft zur wirklichen Hingabe aufzubringen, durch welche Tat der Freiheit und Selbstbefreiung allein das Verhältnis der auswechselbaren Instrumentalität - jeder des andern Werkzeug zur eignen »Befriedigung« - überwunden werden könnte. Würde dieser Zustand der Ich-Verfallenheit in den Geschlechtsbeziehungen zum Normalfall, dann wäre das Ende der Hebe gekommen, die menschliche Gemeinschaft in dem, was sie von innen her bildet, tödlich getroffen, und ihre Ordnungen müssten sich von der Zerstörung der Sexualethik her auflösen. Es bliebe nur die Zuflucht zum totalen Reglement des äußeren Verhaltens nach dem Muster der Verkehrsregelung. Das Humane würde aus dem Kern, und zugleich von außen, durch die schrankenlose Gewalt als Ersatz des gesellschaftlichen Eros und des sozialen Ethos, bedroht. Der Hass, der von selbst wuchert, wo die Liebe aufhört, und das (als »Ordnung« kaschierte) Chaos würden die Herrschaft antreten. Eben das sind Ziele Satans.

Es gibt aber einen Sexualismus, der die Geschlechtlichkeit überwertet. Wir meinen damit nicht die Versuche, die Sexualität symbolisch zu deuten und zu spiritualisieren, obgleich auch dieses Verfahren nahe an die Entmenschlichung heranführen kann, dadurch nämlich, dass es von der biologischen Wirklichkeit gleichsam absieht und eine Entwesung der Geschlechtsbeziehungen betreibt, indem es ihren immanenten, an den realen Vollzug gebundenen Sinn unbeachtet lässt, und daher mit ihrer konkreten Körperlichkeit nichts mehr anzufangen weiß. Derlei wohlgemeinte Verstiegenheiten werden aber kaum je Einfluss auf das praktische Verhalten haben; sie entfernen sich zu weit von der handgreiflichen Erfahrung und sie verkennen im besonderen die Macht der Triebhaftigkeit.

Ganz anders wirken Übersteigerungen, die, indem sie das Humane ganz ebenso auf die Sexualität reduzieren wie deren Abwerter, zugleich die Geschlechtlichkeit zum Weltprinzip erheben, zum Inbegriff der Existenz, zur Grundkraft allen Seins, so wie es bei David H. Lawrence und manchen »theosophischen« Schwärmern geschieht. Im Vollzug des Geschlechtsaktes allein gewinne der Mensch nicht nur Kontakt mit der schöpferischen Dynamik des Alls, nein, er verschmelze mit dem Kosmos, der selbst Leben, ja bei manchen ein Lebe-Wesen ist; so überschreite das Individuum seine Grenzen, es transzendiere sich selbst und werde zur Einheit mit dem All-Leben befreit. Nur auf diese Weise könne es sich über die Beschränkungen seines Daseins erheben und Anteil an dem Kreislauf des Seins erlangen, der die einzige Ewigkeit sei. Im Geschlechtlichen erfülle und erschöpfe sich die Bestimmung des Menschen; sie sei sein einziger Zugang zur Substanz der Welt, und damit zu ihrem Sinnzentrum.

Solche falsche Geschlechtsmystik, so geistig sie sich gebärden mag, läuft in der Lebenswirklichkeit auf den Kult des Fleisches hinaus. Der ist pure Abgötterei; wenn der Sexus zum Fetisch wird, haben nicht einmal andere Götzen noch Platz neben ihm, und der personale Gott, der Richter und Retter, ist vollends entthront. All-Leben und »Gott«, der dann eine amorphe und blinde Übergewalt ist, sind identisch, und das All-Leben verwirklicht sich in einer kosmischen Sexualität, welche die menschliche einschließt; alles vermischt sich ununterscheidbar, der Intellekt dankt ab und wird von Eingebungen, die sich aus sexuellen Rauschzuständen herleiten, abgelöst; am Ende sind »Gott« und Geschlecht dasselbe - denn was könnte Gott heißen, wenn nicht der höchste Wert, den wir anerkennen, und die vollste Wirklichkeit, die wir zu ahnen glauben? Die Anbetung eines falschen Gottes aber ist ein Ziel der Strategie Satans, denn er selbst will in diese Götzenmaske gleiten, und die Adorierung der Verführten genießen. So meint er über Gott zu triumphieren.

Der götzendienerische Pansexualismus sieht nur aus wie eine Vergötterung, also eine Erhebung des Menschlichen. Gewiss hat er auch mit der Hybris des autonomen Menschen zu tun - aber er gehört schon zur »anderen Seite«: er ist bereits eine Erscheinung des paradoxen Umschlags von der Idolisierung zur Verneinung der Person. Denn genau so wie die Entwürdigung führt auch die Mystifizierung der Sexualität zur Verdrängung des Personalen aus den Geschlechtsbeziehungen. Durch die Überhebung ins Kosmische werden sie »allgemein«; sie verlieren die Fixierung auf ein bestimmtes Du und somit den Charakter der personalen Partnerschaft. Es sind dann Beziehungen zwischen dem Mann schlechthin und dem Weib schlechthin; beide erscheinen in der Sexualmystik nur als Typus; kein Weg führt von da zur einmaligen Persönlichkeit, die unverwechselbar ist. Die Individuen sind vielmehr ersetzlich, sie können ausgetauscht werden, denn es hängt für die Bedeutung des Akts nichts davon ab, welche Individuen ihn jeweils miteinander vollziehen. »Das Geschlecht« wird zum polaren Kollektivwesen, die Menschheit zu einem kollektiven Zwitter. Gerade die (falsche) Idealität des Geschlechtlichen also bringt die Promiskuität hervor.

So sind die realen Wirkungen des mystizistischen Pansexualismus am Ende die gleichen wie die der Abwertung des Geschlechtlichen: Auflösung des Sittengesetzes und von da her der menschlichen Gemeinschaft; und was dort der direkte Angriff auf die Würde des Menschen wollte: die Zerstörung der Gottebenbildlichkeit, kann hier durch den Abbau der Personalität im Gefolge einer pseudomystischen Entpersönlichung der Geschlechtsbeziehungen ebenfalls erreicht werden. Der Eros aber wird hier wie dort getötet und mit ihm die hohe Liebe, die niemals zwischen Typenwesen, nie zwischen »den Geschlechtern« in abstracto, sondern nur zwischen Personen sich entfalten kann. So wird dem Menschen eine Erlösung zur kosmischen Freiheit durch den Kult des Fleisches vorgespiegelt - während ihm in Wirklichkeit eine reale Möglichkeit seiner Erfüllung genommen wird. Denn Satan will uns gerade dessen berauben, was unsere Würde und unsere Größe ausmacht. Er will, dass wir im Grauen der Enttäuschung an uns selbst und an unserem Heil verzweifeln.





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...   Erstellt am 13.06.2011 - 23:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Das geschlechtliche Schamgefühl


I. Schamgefühl ist eine physiologisch-psychologische Reaktion, die triebhemmend wirkt.
II. Man unterscheidet 1. anatomisches oder topographisches und 2. funktionelles Schamgefühl.
III. Das geschlechtliche Schamgefühl ist ein starker Schutz der Keuschheit.

zu I. Begriff

1. Allgemein knüpft sich das Schamgefühl an das Bewusstsein einer physischen oder seelischen Blöße, die Gegenstand der Aufmerksamkeit wird. Man schämt sich über schlechte Beurteilung, körperliche Entstellung, Lüge, Verstoß usw.

2. Das Schamgefühl liegt physiologisch zwischen Zorn- und Furchtaffekt.
Zorn wirkt reizend, gefäßerweiternd, durchblutend, Furcht dagegen lähmend, verengend. Das Schamgefühl nimmt eine eigenartige Mittelstellung ein (peinliches Unlustgefühl, zornige Schamröte, starkes Empfinden der Beeinträchtigung.).

3.
Es ist zu unterscheiden zwischen sozialem und geschlechtlichem Schamgefühl. Soziale Scham oder Geltungsscham ist eine Hemmung des Selbstwertgefühles beim Offenbarwerden von Mängeln. Dabei kann die „Blöße" als Gegenstand des sozialen Schamgefühls sittlich neutral sein (Mängel in Kleidung, Benehmen usw.).

4. Geschlechtliches Schamgefühl regt sich speziell gegenüber der geschlechtlichen Ausstattung durch den Schöpfer und gegenüber dem Geschlechtstrieb, dessen Regungen und Betätigung. Deshalb erwacht das eigentliche Schamgefühl mit der Geschlechtsreife.

5. Geschlechtliche Schamhaftigkeit ist nicht identisch mit Prüderie!
Prüderie ist geheuchelte Tugendhaftigkeit, unaufrichtige und verlogene Scheinhaltung und Verbildung der Schamhaftigkeit. Sie meidet ängstlich jede geschlechtliche Sphäre. Echte Schamhaftigkeit dagegen scheut sich nicht, ernst und offen über Dinge und Erscheinungen des Geschlechtslebens als göttliche Einrichtungen zu sprechen.


zu II. Man unterscheidet anatomisches oder topographisches und funktionelles Schamgefühl.

1. Das anatomische oder topographische Schamgefühl betrifft das Blöße-Empfinden der Körperteile oder -gegend (topos) der Sexualorgane. Die enge Verbindung der Ausscheidungswege des menschlichen Körpers mit den Geschlechtsorganen hat zur Einbeziehung der ersteren unter das Schamgefühl geführt.

a) Die Nacktheit war paradiesisch. Im Zustande der ,,unversehrten Natur" (in statu naturae integrae) gilt sie in keiner Weise als anstößig. Unbekleidetsein ist nach der biblischen Darstellung nur vor dem Sündenfall ohne Anstoß (Gn 3, 7), sonst gilt es im Allgemeinen als Schande.

b) Das anatomische oder topographische Schamgefühl ist relativ, d. h. kulturbedingt. Viele Stämme (bes. in den Tropen) gehen ohne Bekleidung. In Europa und dem größten Teil der bewohnten Erde haben schon Bedingtheiten von Wetter und Klima zur Bekleidung und damit auch zum Verhüllen der Geschlechtsteile geführt. Die einmal zur Gewohnheit gewordene Kleidung bestimmt naturgemäß weitgehend die Ausdrucksformen der Scham. Aber die Gewöhnung knüpft an eine natürliche biologische Anlage an.

c) Falsch wäre bei uns die Nacktkultur, d. h. die künstliche Einführung des Unbekleidetgehens. Bei uns ist Körperschutz schon wegen des Klimas geboten. Im Norden ging man immer bekleidet. Unsere Kultur ist seit Jahrhunderten an Kleidung gewöhnt und das Schamempfinden danach ausgerichtet. Die künstlichen Bestrebungen der sog. Nacktkultur richten sich gegen die menschliche Kultur ebenso wie gegen das Reich Gottes. Oft hat sie eine rein naturalistische, materialistische oder monistische Grundlage.

2. Das funktionelle Schamgefühl ist allgemein-menschlich. Die Betätigung des Triebes wird überall den Augen anderer entzogen. Auch Stämme, die sonst nackt gehen, verbergen sich bei Vollzug des Geschlechtsaktes. Der normale Mensch hat eine natürliche Scheu, die intimsten sexuellen Erlebnisse vor andern (Zuschauern oder Zeugen) zu vollziehen. Nach Augustinus (De civ. Dei 14, 17 s CSEL 40, 2 p. 39, 14 SS) besteht das funktionelle Schamgefühl seit dem Sündenfall.


zu III. Das Schamgefühl als Schutz der Keuschheit.

1. Das Schamgefühl oder Schamstreben ist ein wertvoller und wirksamer Abwehrinstinkt. Es ist mit der Natur des Menschen biologisch gegeben. Es beruht nicht bloß auf Gesellschaftskonvention, kann aber geformt werden.

Das Schamgefühl zeigt die Unantastbarkeit von Körper und Seele auf. Das Streben, sich zu bewahren, erstarkt. Das Ahnen einer künftigen Aufgabe erwacht. Biologisch ist das Schamgefühl ein geschlechtlicher Abwehrtrieb, eine Bremse, die besonders in der Pubertät schützt: Furcht, sich im Verhalten zum Geschlechtstrieb eine sittliche Blöße zu geben. Die geistige Würde soll gewahrt werden. Niemand soll Zeuge der intimsten Persönlichkeitssphäre sein.

Schamgefühl unterstützt die Tätigkeit des Gewissens und ist in vielen Fällen die triebhafte Voraussetzung für die Gewissensäußerung.

2. Das geschlechtliche Schamgefühl ist zu schonen und zu pflegen.
Es muss besonders in der Öffentlichkeit alles vermieden werden, was das zarte Empfinden der heranwachsenden Jugend stört, verletzt oder vernichtet. In der Schamhaftigkeit liegen die gesunden Abwehrinstinkte der Natur; sie dienen den Zwecken der Schöpfung besonders auch durch Stauung der Geschlechtspotenz besser als schamlose Sexualität und zu frühe Überreizung des geschlechtlichen Empfindens.

3. Als natürlicher Schutz des jugendlichen Menschen ist hier zu nennen die in der Reifezeit einsetzende Gabelung (Trennung) von Eros und Sexualtrieb.
Eros ist das vorherrschend seelisch bestimmte Verhältnis zum anderen Geschlecht. Eros ist eine ästhetische Liebe. Die geistige Schönheit eines anderen Menschen wird erlebt (Schwärmen). Eros ist eine gefühlsmäßige Empfänglichkeit für den Wert einer anderen Person.

Eros ist nicht Erotik, deshalb auch nicht sündhaft. Eros ist die natürliche Geschlechterliebe, die vom Schöpfer gewollte ideale Hinneigung, zarte Verehrung des polaren anderen Geschlechts. Eros muss nur vom Religiös-Sittlichen her gelenkt werden.

Sexus ist das eigentlich körperlich-geschlechtliche Spannungsverhältnis der beiden Geschlechter. Es wird vom Geschlechtstrieb ausgelöst. Bei reinem Eros wird der sexuelle Trieb gehemmt. Die Sinnlichkeit wird geläutert. Das kommt auch in der natürlichen Scheu vor Zärtlichkeit zum Ausdruck. Natürlich liegen darin latent auch Gefahren (Sinnlichkeit).

[Dieser Beitrag wurde am 13.06.2011 - 23:24 von VIAVERITAS aktualisiert]





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...   Erstellt am 14.06.2011 - 22:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die Keuschheit in der Königsherrschaft Gottes


I. Keuschheit ist nach dem Neuen Testament jene positive sittliche Haltung, die den Geschlechtstrieb aus Liebe ordnet (Mt 19, 10—12).
II. Man unterscheidet 1. castitas virginalis, 2. castitas coniugalis, 3. castitas vidualis.
Augustinus, De continentia; De bono coniugali; De sancta virginitate; De bono viduitatis (CSEL 41, 139—343).

zu I. Begriff der Keuschheit.

1. Ausgangspunkt und biblische Grundlage für eine ntl Schau der Keuschheit sind vorzüglich folgende Offenbarungstexte:

a) Ex 20, 14 und 17: „Du sollst nicht ehebrechen... du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib."

b) Die Aussage Jesu (Mt 5, 27—28), wonach in der neuen Ordnung der Basileia (=Gottesreich) ein geschlechtliches Begehren nach der Frau eines anderen dem vollendeten Ehebruch gleich ist. ,,Ich aber sage euch, jeder, der eine Frau (nur) begehrlich ansieht, hat schon in seinem Herzen mit ihr die Ehe gebrochen" (Mt 5, 28).

c) Jesu Verbot der Ehescheidung außer nach Ehebruch (Mt 5, 31 f 19, 3—9).

d) Jesu Empfehlung der Basileia-Ehelosigkeit mit der Unterscheidung in Natur-, Menschen- und Basileia-Enthaltsame (Mt 19, 10—12).
Mt 19, 10—12: „Da sagen die Jünger zu ihm: wenn es so steht um das Verhältnis des Mannes zur Frau, dann ist es nicht gut zu heiraten. Er aber sprach zu ihnen: nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene, die aus dem Mutterleibe schon so geboren wurden und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten wurden und es gibt Verschnittene, die sich selbst um der Königsherrschaft der Himmel willen verschnitten haben. Wer es fassen kann, der fasse es!"

e) Verschiedene Aussagen des Paulus über Ehe und Ehelosigkeit (z. B. 1 Kor 7, 1—10; 7, 25—40).
1 Kor 7, 25—40: ,,Über die Jungfrauen besitze ich keinen Befehl des Herrn, ich gebe aber meine Meinung als ein Mann, der vom Herrn begnadet wurde, treu zu sein. Meine Meinung also ist, es sei wegen der gegenwärtigen Not gut, es sei für den Menschen gut, so zu sein. Auch wenn du heiratest, sündigst du nicht. . . Die Zeit ist kurz . . . Das unverheiratete Weib und die Jungfrau sorgt, was des Herrn ist, damit sie an Leib und Geist heilig sei; die Verheiratete sorgt, was der Welt ist, wie sie dem Manne gefalle."

Dazu ist zu bemerken: Die ganze Stelle ist aus der Stimmung heraus geschrieben, dass die Wiederkunft des Herrn und das Weltende bald hereinbrechen können. Darüber hinaus wird Jungfräulichkeit in der ungeteilten Hingabe an Gott gesehen, in Liebes-Freiheit für Gott. Das Motiv ist entscheidend.

An diese Stelle anknüpfend legt das Tridentinum (s. 24 c. 10D 980) fest: „So einer sagt, der eheliche Stand verdiene den Vorzug vor dem jungfräulichen, oder es sei nicht besser und seliger in der Jungfräulichkeit oder im Zölibat zu verbleiben als in der Ehe verbunden zu werden, der sei ausgeschlossen." Entscheidend ist das Motiv: die größere Gottesliebe (Agape), die Virginitas voraussetzt.

Mit Berufung auf die Christus-Zugehörigkeit mahnt Paulus auch sonst oft zur Keuschheit. Gal 5, 24: „Die Christus zugehören, haben ihr Fleisch mit seinen Lüsten und Begierden gekreuzigt." Kol 3, 5: „Ertötet die Glieder, die irdischen, Hurerei, Wollust, Geilheit, böse Begierde."

Falsch ist die Deutung von Mt 5, 8 („selig die reinen Herzens . . .") auf die Keuschheit. Katharos duldet hier exegetisch keine spezifische Deutung auf geschlechtliche Reinheit. Es bedeutet vielmehr „lautere Gesinnung", „Geradheit und Aufrichtigkeit".

2. Aus den biblischen Grundlagen ergibt sich für die Basileia-Keuschheit:

Keuschheit ist nicht bloß negatives Meiden der Geschlechtssphäre, sondern eine positive Haltung des Reinen. Keuschheit ist nicht identisch mit Prüderie, d. h. ängstliches Meiden und Nichtwahrhabenwollen der geschlechtlichen Sphäre oder der geschlechtlichen Ausstattung durch den Schöpfer und des von Gott mitgegebenen Geschlechtstriebes, bloßes Verneinen und Verdrängen. Keuschheit hat ein ganz klares und positives Verhältnis zum Sexus: er ist von Gott grundgelegt und wird deshalb bejaht. Die Bedeutung, Wichtigkeit und Schönheit des Geschlechtlichen wird gesehen und anerkannt.

3. Keuschheit als positive Haltung bedeutet innere Gesinnung und den Willen, den Geschlechtstrieb zu beherrschen (Mt 5, 27—30). Sie ist die Entschlossenheit zur Lenkung und Unterordnung des Geschlechtstriebes unter die Liebe. Augustinus, De sancta virginitate 11 CSEL 41 p. 243, 23: ,,Nicht dies loben wir an den Jungfrauen, dass sie Jungfrauen sind, sondern dass sie Gott geweiht in heiliger Enthaltsamkeit Jungfrauen sind."

Christliche Keuschheit ist nicht ohne weiteres die sexuelle Enthaltung aus hygienischen oder menschlichen Rücksichten. Aus christlicher Schau verstandene Keuschheit muss innerlich aus Liebeshaltung zu Gott hervorgehen, aus der Dynamik und Energie der Liebe, Gott in höchster Gegenleistung zu antworten.

Ausdruck der Liebe und Liebeshaltung kann identisch sein mit Gehorsam gegen Gott (6. u. 9. Gebot) oder Christus weihe in freier Jungfräulichkeit oder Gelübde (Gott aus Liebe geloben).

4. Das NT beseitigt jede Form von geschlechtlicher Doppelmoral.

a) Im AT gab es verschiedene Sexualsittlichkeit für Mann und Frau.
Der Mann konnte sich weitere Frauen nehmen (Dt 21, 10 ff.) und sich scheiden lassen. Der Frau war das verwehrt. Der Mann machte sich nur durch Einbruch in eine fremde Ehe (nicht durch Verkehr mit Ledigen) strafbar. Bei der Frau wurde jeder Fehltritt streng geahndet.

b) In der Basileia besteht völlige sittliche und religiöse Ebenbürtigkeit der Frau mit dem Manne. Christus stellt beide gleich. Den Unterschied zwischen männlich und weiblich gibt es in der Königsherrschaft so wenig mehr wie den zwischen Juden und Hellenen, Sklaven und Freien (Gal 3, 28). Für beide Geschlechter gilt die gleiche sittliche Ordnung (1 Kor 7, 3 f.). Dem Manne ist nichts erlaubt, was der Frau verboten wäre. Die Androzentik des Mittelalters und Volksanschauungen widersprechen dem NT.

zu II. Einteilungen.

Die Keuschheit verpflichtet (mit verschiedenem Inhalte) alle Lebensstände: Jugendliche, Gatten, Väter, Mütter, Söhne, Greise, Witwen. Mit Rücksicht auf diese unterscheidet man 3 Formen:

1. Virginitas vel castitas virginalis Jungfräulichkeit oder ehelose Keuschheit oder volle geschlechtliche Enthaltsamkeit. Sie ist virginitas temporalis zeitweise Totalabstinenz von Sexualbetätigung, z. B. bis zum Sakrament der Ehe (Stauungsprinzip) oder virginitas sempiterna d. h. völlige Enthaltsamkeit für das ganze Leben.

a) Begriff der Basileia-Virginitas. Die Eigenart einer ntl Schau der Jungfräulichkeit ist das „Verschnittensein um der Basileia willen" (Mt 19, 12). Jesus stellt ein Ideal auf, das nicht für alle und nicht für viele bestimmt ist. Die meisten Menschen drängen zur Ehe. Nur wer sich dazu berufen glaubt und die sittliche Kraft aufbringen will, diese ideale überdurchschnittliche Leistung auf Heilsantrieb zu vollbringen, der soll die Ehelosigkeit ergreifen. Dazu gehört besondere Berufung! Mt 19, 11: „Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist." Mt 19, 12: „Wer es fassen kann, der fasse es." „Die Jungfräulichkeit stellt einen Eigenwert dar, der nur für wenige zum Lebensweg und Lebensziel werden kann".

Motiv dieser Haltung kann nur die Liebe sein. Jungfräulichkeit ist völliger Verzicht auf jede Befriedigung des Geschlechtstriebes aus Liebe gegen Gott. Das Erfülltsein von den Basileia-Gütern stimmt zu dieser überdurchschnittlichen Hingabe an den Herrn.

b) Eine spezifische Form der ewigen Jungfräulichkeit ist das gottgeweihte Braut-Christi-Sein

Seit der Urkirche bringen hochgemute Erlöste den Verzicht auf die Ehe „um der Königsherrschaft der Himmel willen" (Mt 19, 12). Liturgisch bildete sich die Jungfrauenweihe, die der Bischof vornahm. Augustinus, De sancta virginitate.

c) Eine weitere spezifische Form der virginitas sempiterna ist der Zölibat.
Das Wort ist abgeleitet von caelebs, caelum unvermählt, himmlisch oder überirdisch lebend; caelibatus der ehelose Stand, die Ehelosigkeit. Zölibat ist die pflichtgemäße Ehelosigkeit der Kleriker höherer Weihen (ab Subdiakonat CIC can. 132). Er beruht nicht auf Gelübde. Zölibat ist nicht apostolische Einrichtung (Petrus war nach Mk 1, 30 verheiratet). Die Synode von Elvira (306) fordert erstmals Enthaltsamkeit in der Ehe von den Bischöfen, Priestern und Diakonen sowie den Klerikern im Dienste (D 52c). In Auswirkung der Kluniazensischen Reform bestimmt dann das Lateranense I (1123) D360: presbyteris, diaconibus vel subdiaconibus concubinarum et uxorum contubernia penitus interdicimus.

Die Ehelosigkeit als Lebensform des Klerus wird begründet:

1. im Beispiel Jesu und des Apostels Paulus („Ich wollte, alle Menschen wären wie ich" 1 Kor 7, 6).
2. In der Lehre vom Basileia-Geschlechtsverzicht (Mt 19, 10—12).
3. Psychologisch-seelsorgerlich in dem völligen Freisein für Gott und seine Königsherrschaft.

d) Sublimierung des Geschlechtstriebes. Der Geschlechtstrieb kann sublimiert werden, d. h. die Energien können für Leistungen kultureller, ethischer oder religiöser Art verwendet werden.

2. Castitas coniugalis. Keuschheit in der Ehe, eheliche Treue (Mt 5, 28. 31 f.). Eheliche Keuschheit ist nicht eigentlich geschlechtliche Enthaltsamkeit, vielmehr die positive sittliche Haltung der Geschlechtspflicht und Treue in der Ehe. Sie besteht im Willensentschluss, das debitum coniugale (1 Kor 7, 3) jederzeit, aber einzig dem angetrauten Gatten zu leisten. Inhalt der ehelichen Keuschheit ist die Ausführung der ehelichen Willenserklärung, umgrenzt durch absolute Gattentreue.

Diese Verpflichtung zur ehelichen Gattentreue galt schon in der Vorbereitungszeit der Basileia. „Du sollst nicht ehebrechen" (Ex 20, 14). ,,Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten". Mt 5, 27 f.: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: jeder, der eine Frau (nur) begehrlich ansieht, hat schon in seinem Herzen mit ihr die Ehe gebrochen." Die Verweigerung des Verkehrs ohne schweren Grund (z. B. Trunkenheit, Geschlechtskrankheit, Schwangerschaft, Menses usw.) ist unsittlich und sündhaft.

3. Castitas vidualis ist die geschlechtliche Totalabstinenz einer Witwe oder eines Witwers. Ihre Eigenart liegt darin, dass ihr eheliches Geschlechtsleben bis zum Tode des Gatten vorausging. Jetzt wird wieder ganz auf Geschlechtsverkehr verzichtet.

Die Prophetin Anna (Lk 2, 36—38) heiratete nach dem Tode ihres Mannes nicht wieder. Sie ging täglich in den Tempel und lebte sehr fromm. Die Witwen waren in frühchristlicher Zeit ein kirchlicher Stand (neben Bischof, Diakon, Jungfrauen usw.). Paulus erwähnt sie häufig z. B. 1 Tim 5, 3—16.





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...   Erstellt am 15.06.2011 - 23:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Der Schutz des keimenden Lebens


I. Mit dem Entstehen neuen Lebens im Mutterschoße ist auch die Seele des Kindes gegeben.
II. Jeder direkte Angriff auf keimendes Leben widerspricht dem 5. Gebot (Ex 20, 13).
III. Geburtshilflich sind alle Methoden erlaubt, die grundsätzlich das Leben schonen.

zu I. Beseelung der Leibesfrucht (animatio foetus).

1. Mit der Verschmelzung des männlichen Zellkernes mit dem weiblichen Eikern (fecundatio) liegt Beseelung der Leibesfrucht vor.
Beim Befruchtungsvorgang unterscheidet man: a) impraegnatio Eindringen des Spermiums in die Eizelle und b) fecundatio Verschmelzung des männlichen Zellkernes mit dem weiblichen Eikern. Erst durch die fecundatio entsteht neues Leben, und zwar in der Spezies Mensch. Damit ist eine Seele gegeben!
Aristoteles lehrte: Knaben werden nach 40 Tagen der Empfängnis beseelt, Mädchen nach 80 Tagen. Diese Theorie spielte in der Scholastik eine führende Rolle. Entsprechend unterschied man (zu Unrecht) einen foetus animatus und inanimatus.

2. Drei Theorien über die Beseelung:

a) der Kreatianismus. Danach gibt Gott direkt und unmittelbar und jedes Mal einzeln zum körperlichen Substrat die Seele dazu. Er schafft sie aus dem Nichts (sententia theologice certa, Klemens von Alexandreia, Lactantius, Arnobius u. a.)

b) der Generatianismus. Die Seele des Kindes wird von den Eltern mitgezeugt. Der grobe Generatianismus oder Traduzianismus lässt die Kindesseele unmittelbar aus dem Elternsperma (semen corporale) gezeugt werden. Sie ist damit ein Ableger oder Setzling (tradux) der Elternseelen (Tertullian, Apollinaris). Nach dem feineren oder gemilderten Generatianismus entsteht die Seele des Kindes aus dem semen spirituale der Eltern.

c) der Präexistenzianismus (Vordasein, vorzeitliches oder vorweltliches Sein). Die Seelen aller Menschen sind im voraus von Gott geschaffen. Sie werden bei der Befruchtung zum Körper dazugegeben (Platon, Neuplatonismus). Gegen Priszillian und Origenes wird der Präexistenzianismus verworfen (D 236).

zu II. Jeder Angriff auf keimendes Leben widerspricht dem 5. Gebot (Ex 20, 13).

1. Begriff.
Abtreibung (abortus) ist Vernichtung keimenden Lebens im Mutterschoße oder künstliche Herbeiführung des Abganges einer unreifen Leibesfrucht.

a) Abortus artificialis (procuratio abortus) wird zu therapeutischen oder kriminellen Zwecken vorgenommen. Er ist schon den Assyrern, Babyloniern, Ägyptern usw. bekannt.

b) Abortus artificialis directus liegt vor, wenn Mittel angewendet werden zum unmittelbaren Zweck, die Leibesfrucht abzutreiben; indirectus ist gegeben, wenn sich die Mittel auf einen anderen Zweck (z.B. Heilung der Mutter) richten, ein Abortus aber als vorauszusehende Begleitfolge sich ergibt.

c) Gegensatz von Abtreibung oder abortus artificialis ist der abortus naturalis, d. h. der spontan erfolgende natürliche Abgang einer unreifen Leibesfrucht (besonders bei Schwangerschaft außerhalb des Uterus in den Eileitern, Eierstöcken oder Bauchhöhle).

d) Man spricht von Fehlgeburt, wenn der natürliche Abgang vor der 28. Woche (vor 7. Monat) erfolgt. Sie ist dem Tode verfallen, weil die Leibesfrucht in diesem Stadium außerhalb des Mutterleibes nicht lebensfähig ist.

e) Frühgeburt liegt vor, wenn die Geburt zwischen der 28. und 36. Woche erfolgt. Die Leibesfrucht ist jetzt außerhalb des Uterus lebensfähig (7-Monats-Kind).

3. Indikationen für Fruchttötung.
Als Rechtfertigung eines Eingriffes in keimendes Leben versucht man sog. Indikationen anzuführen.

Man unterscheidet drei Arten:

a) medizinische: absolute oder relative Gefahr für Leben oder Gesundheit der Mutter.

b) eugenische zur Verhütung „erbkranken Nachwuchses“. Maßgebend ist die Erbprognose.

c) soziale Indikation zur Beseitigung sozialer Notstände (Armut, Nahrungsspielraum, Kinderreichtum bei Arbeitern usw.).

Diese Indikationen sind in D 2242—2244 (Casti connubii) verworfen. Mit vorbeugender Schwangerschaftsfürsorge lassen sich fast alle Schwierigkeiten beseitigen. Ein Rest bleibt für Forschung und Fortschritt.

4. Drei juristische Rechtfertigungsversuche für Straffreiheit der Abtreibung oder Fruchttötung:

a) Notwehr (die Leibesfrucht als „ungerechter Angreifer").

b) Notstandstheorie (zwei Lebensrechte geraten in unverschuldete Kollision).

c) Heilzwecktheorie, Berufsrecht des Arztes, Gewohnheitstheorie, Theorie vom indirekten Vorsatz (der Arzt will nicht töten, sondern bloß der Mutter helfen u.a.). Unsittliches kann niemals Recht sein.

5. Sittliche Beurteilung.
Maßgebend ist das 5. Gebot (Ex 20,13): „Du sollst nicht töten!" Abtreibung einer Leibesfrucht ist Tötung eines Menschen (homicidium).

zu III. Alle geburtshilflichen Methoden müssen grundsätzlich das Leben schonen.

1. Grundsatz: Das Leben des Kindes wie der Mutter ist gottgeschenkt. Bei ihm liegen alle Rechte. Der Mensch hat keine Verfügungsgewalt. Norm ist das 5. Gebot (Ex 20, 13. Dt 5,17). Dieses Verbot des Dekalogs wird von Jesus als auch für das Gottesreich verbindlich erklärt (Lk 18, 20). Alle Geburtshilfe muss dem Leben dienen.

2. Deshalb sind klar verboten alle Operations- und geburtshilflichen Methoden, die das Kind vor oder während der Geburt direkt angreifen.

3. Erlaubt sind Kaiserschnitt, künstliche Herbeiführung der Frühgeburt und alle geburtshilflichen Methoden, die grundsätzlich Leben retten ohne zu töten.




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...   Erstellt am 16.06.2011 - 21:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die Unsittlichkeit im Geschlechtsleben


I. Die Sünde der Unkeuschheit besteht im freigewollten und bewussten Verstoß gegen die göttliche Geschlechtsordnung.
II. Man unterscheidet: 1. fornicatio einfache Unzucht, 2. adulterium Ehebruch, 3. stuprum Notzucht, 4. incestum Blutschande, 5. sacrilegium Sakrileg, 6. ipsatio, masturbatio Selbstbefleckung und 7. onanismus coniugalis Ehemissbrauch (Gn 38, 9).
III. Widernatürliche Triebneigungen sind: Homosexualität, Pädophilie, Bestialität, Sodomie, Sadismus, Masochismus und Exhibitionismus.

Vorbemerkung (ntl Terminologie). Im NT erscheinen als Bezeichnungen für geschlechtliche Sünden: hedone, epithytnia, porneia, aselgeia, akatharsii, koilia u. a.

zu I. Begriff.

1. Definition.
Die Sünde der Unkeuschheit besteht im Verstoß gegen die göttliche Geschlechtsordnung. Nur in der sakramentalen Ehe ist die Aktualisierung der Geschlechtlichkeit sittlich erlaubt. Unkeusch ist jede Art und Form einer außer- oder widerehelichen Lustbefriedigung. Die Eigenart der unkeuschen Sünde liegt in der Trennung von Lust und Pflicht (delectatio venerea illicita).

2. Das Wesen der Sünde liegt nach dem NT (Mk 7, 21 f.) nicht in körperlichen Regungen und Vorgängen, sondern in der inneren Gesinnung und im bösen Willen der Person.

3. Nicht unsittlich oder nicht sündhaft ist deshalb:

a) das sachliche Denken an Geschlechtliches und die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fragen des Sexuallebens,

b) die hygienische Pflege und Reinhaltung der Geschlechtsorgane

c) die natürliche Regung des Geschlechtstriebes und die mit Hormonfülle gegebene libidinöse Stimmung,

d) die vital-geistigen Vorgänge des Eros, der sinnlich-geistigen Zuneigung geschlechtsverschiedener Menschen mit Gefühlsausstrahlung und edler Anziehung der Geschlechter,

e) die Triebauswirkung in der sakramentalen Ehe.

4. Der Grad der Unsittlichkeit.

a) Die Unkeuschheit kann eine schwere Form der Unsittlichkeit sein.
Nach Eph 5, 5 schließt sie als Lebensstil (nicht als vorübergehende Verfehlung) vom Gottesreich aus. Sie setzt in ihrer Dauergesinnung einen Götzen als Höchstwert.

b) Unkeuschheit ist aber nicht in jedem Falle die schwerste Form der Unsittlichkeit. Nach dem NT sind Geistessünden schwerer als Fleischessünden. Jene gehen aus Bosheit hervor, diese aus Schwachheit. Vgl. Jo 4, 7—30 (Samariterin am Jakobsbrunnen), Mk 14, 3—9 (Salbung in Bethanien), Mt 21, 31 f. S. th. I II q. 73 a. 6.

c) Parvitas materiae ist nach der Lehre der Tradition möglich. Nur die Manichäer und die Montanisten urteilen rigoros. Alle neuzeitlichen Moraltheologen vertreten klar, dass es lässliche Sünden bei geschlechtlichen Verfehlungen gibt. Oft liegt Trübung der Erkenntnis und Hemmung des Willens vor. Entscheidend ist die Grundhaltung der Gottesliebe. Wo die ehrliche Einstellung der Gottesliebe vorhanden ist, wird nicht leicht ein peccatum grave oder eine Bosheitssünde begangen.

zu II. Unterscheidungen von Geschlechtssünden.

1. fornicado ist außerehelicher Geschlechtsverkehr lediger Personen unter gegenseitiger Zustimmung. Sie schließt vom Gottesreich aus (1 Kor 6, 9. Eph 5, 5). Eine Sonderform ist das Konkubinat oder der häufige Geschlechtsverkehr zwischen denselben Personen. Prostitution ist gewerbsmäßige Unzucht von Frauen, die sich für Entgelt zum außerehelichen Geschlechtsverkehr anbieten. Verkehr mit Prostituierten ist wider Christus (1 Kor 6, 15 f.). Augustinus (De ord. II 4, 12 ML 32, 1000) und Thomas von Aquin (S. th. II II q. 10 a. II) gestehen der Staatsgewalt die Duldung der Prostitution zu, um größere Übel (Unnatürlichkeiten, Notzucht usw.) zu verhüten. — Kuppelei ist gewohnheitsmäßige Vermittlung und bewusste Gewährung von Gelegenheit zur Unzucht. Zuhälterei ist „Schutz“ eines Mannes für eine Frau in der Ausübung des unzüchtigen Gewerbes.

2. adulterium Ehebruch ist Geschlechtsverkehr eines verheirateten Mannes mit einer ledigen (einfacher Ehebruch simplex adulterium) oder verheirateten Frau (doppelter Ehebruch duplex adulterium) oder einer verheirateten Frau mit einem ledigen oder verheirateten Manne. Ehebruch liegt auch vor, wenn zwei Eheleute sich gegenseitig erlauben, außerehelichen Verkehr zu haben. Der Ehebruch wird im NT als schwere sittliche Verfehlung gebrandmarkt (Mt 5, 27—32; Röm 7, 3). Er verletzt in schwerster Weise das Seinsgesetz Gottes in der Ehe, die Liebe und Treue unter Gatten.

3. stuprum (Notzucht, Schändung, Vergewaltigung, Nötigung) ist gewaltsames Erzwingen des Geschlechtsverkehrs gegen den Willen der Frau. In speziellem Sinne wird stuprum für Überwältigung oder gewaltsame Defloration einer Jungfrau gebraucht (S. th. II II q. 154a. 6).

4. incestus (Blutschande, Inzest) ist Geschlechtsverkehr zwischen Blutsverwandten und Verschwägerten innerhalb der kanonischen Verwandtschaftsgrade. Gn 19, 30—38 (Töchter Lots) und 1 Kor 5, 1 ist Blutschande erwähnt. Inzest ist eine schwere Verletzung geheiligter natürlicher Pietätsbindungen.

5. sacrilegium carnale (luxuria sacrilega) ist Verletzung einer gottgeweihten Person, eines Ortes oder einer Sache durch eine Geschlechtssünde. Jede Form des Sakrilegs widerspricht der Ehrfurcht und religiösen Achtung, der natürlichen Rücksicht auf Heiliges und Gottgeweihtes.

6. ipsatio, masturbatio (manustupratio, manus Hand, stuprare schänden, entehren), pollutio voluntaria, mollities ist die freigewollte Selbstbefleckung oder künstliche Herbeiführung der vollen Geschlechtslust an sich selbst. Sie wird beim Manne ipsatio genannt, bei der Frau speziell masturbatio.
Eine psychologische Begleiterscheinung ist zuweilen der Fetischismus, d. h. ersatzmäßige Benutzung von toten Gegenständen, Kleidungsstücken, Haaren, Wäsche, Schuhen zur Erzielung sexueller Erregung.

Ganz natürlich und deshalb ohne jede Sünde ist die sog. Schlafpollution (pollutio nocturna), d. h. der nächtliche Samenfluss beim enthaltsamen Manne. Der angestaute Same tritt spontan (meist von sexuellen Träumen und Vorstellungen begleitet) nachts aus.

7. onanismus coniugalis (abusus matrimonii Mißbrauch der Ehe) ist ehelicher Geschlechtsverkehr, bei dem die Befruchtung verhindert wird. Die Bezeichnung stammt von der Sünde Onans, der den Verkehr natürlich begann, dann aber den Samen auf die Erde entleerte (Gn 38, 9). Die Unsittlichkeit besteht in der Trennung von Orgasmus und Pflicht, Geschlechtslust und Last, in der bewussten Durchkreuzung gottgewollten Naturgeschehens. „Da der eheliche Akt seiner Natur nach zur Weckung neuen Lebens bestimmt ist, so handeln jene, die ihn bei seiner Tätigkeit absichtlich seiner natürlichen Kraft berauben, naturwidrig und tun etwas innerlich Unsittliches"

zu III. Abwegige Triebneigungen, widernatürliche oder naturwidrige Richtungen der Gefühle und Triebe, besonders des Geschlechtstriebes, abnorme Arten seiner Befriedigung.
Vielfach handelt es sich um pathologische Erscheinungen.

1. Homosexualität ist gleichgeschlechtliche Triebrichtung.
Bezeichnungen sind auch Homo-Erotismus, Uranismus (nach dem Gott Uranos); bei Männern speziell: Urninge; bei Frauen: Tribadismus, lesbische Liebe, Sapphismus (Sappho), Cunnilingus (cunnus= äußere Scham, lingus von lingo, lingere= lecken).
Nach Röm 1, 26 f. ist der tiefe sittliche Fall in abwegige Triebneigungen eine Folge des Verlassens der natürlichen Gotteserkenntnis. In Hochkulturen ist die Homosexualität eine häufige Erscheinung. Bei 3—4% der Männer scheint sie angeboren zu sein.

2. Pädophilie ist jede Form des sexuellen Kontaktes mit Kindern und Minderjährigen.

3. Bestialität ist Geschlechtsverkehr mit Tieren. Auf sie richtet sich der Trieb und das Verlangen, beischlafähnliche
Handlungen auszuführen.

4. Sodomie ist unnatürlicher Geschlechtsverkehr von Mann und Frau. In Gn 19, 4—25 ist das Laster nur vage angedeutet
Vielfach wird Sodomie (S. th. II II q. 154 a. 11) als Bestialität (sodomia ratione generis) und Homosexualität (sodomia ratione sexus) gedeutet. Weiter wird sodomia perfecta für Homosexualität und sodomia imperfecta als concubitus geschlechtsverschiedener Personen in vase indebito gebraucht. Um eindeutige Begriffe zu wahren, sollte man die Bezeichnung Sodomie nur in eingangs genanntem Sinne gebrauchen.

5. Sadismus (nach dem Romanschriftsteller D. A. Frangois de Sade, + 1814) ist Grausamkeitswollust (crudelitas activa).
Das Schmerzzufügen und Sichweiden an der Qual des Geschlechtspartners löst sexuelle Lust aus. Tiefpunkt der Entartung ist der Lustmord und die geschlechtliche Leichenschändung (Nekrophilie).

6. Masochismus (nach dem Schriftsteller L. v. Sacher-Masoch, + 1895) ist Grausamkeitswollust gegen sich selbst (crudelitas passiva). Das Lustempfinden wird durch erlittene oder selbstzugefügte Pein ausgelöst.

7. Exhibitionismus (exhibere= vorzeigen, entblößen, Zurschau stellen der Genitalien) ist Lustempfinden durch Zeigesucht oder Entblößen der Geschlechtsteile (besonders bei Männern durch Zeigen des erigierten männlichen Gliedes). Oft ist sie mit ipsatio verbunden.



siehe auch:
Was ist Sünde?
Das Problem der Masturbation







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...   Erstellt am 18.09.2011 - 14:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Was steht höher: Jungfräulichkeit oder Ehe?

Die Kirche stellt die freiwillige Jungfräulichkeit über das sakramentale Gut der Ehe. Sie stützt sich dabei auf den Rat des Herrn (Mt. 19,12) und die Lehre des hl. Paulus (1 Kor. 1,25 fr.), nach denen die jungfräuliche Keuschheit als das Bessere und für das übernatürliche Streben Ersprießlichere bezeichnet wird. Daher hat die Kirche auf dem Konzil von Trient die Lehre verworfen: „Der eheliche Stand sei dem Stand der Jungfräulichkeit vorzuziehen und es sei nicht besser und seliger in der Jungfräulichkeit zu bleiben als zu heiraten“. Nach der Lehre der Theologen kommt im Jenseits bei Gleichheit des Verdienstes der unversehrt bewahrten Jungfräulichkeit noch eine besondere Glorie zu, die sogenannte „aureola virginitatis" (Krone der Jungfräulichkeit).

Aber Jungfräulichkeit im religiösen Sinn ist etwas anderes als nur Ehelosigkeit und körperliche Unversehrtheit. Ehelosigkeit stellt an sich keinen Wert dar und kann nicht höher stehen als die Ehe. Die Jungfräulichkeit hat für Christus und die Kirche nur dann den Sinn eines Ideals, wenn sie mehr ist als ein biologischer Tatbestand, wenn sie wirklich eine größere und ausschließlichere Hingabe an Christus darstellt. Jungfräulichkeit muss der bewusste und freiwillige Verzicht auf die Ehe sein „um des Himmelreiches willen" - um Gottes willen. Entscheidend für die sittliche Wertung der Jungfräulichkeit ist das „vacare Deo", das Freisein, das gänzlich Sich-frei-machen für Gott und das völlige Verfügbarsein für das Reich Gottes.

Die Jungfräulichkeit darf nicht nur etwas Negatives sein, ein „Nicht-verheiratet-sein", sondern sie muss positiv verstanden sein als lebendiger Kraftstrom, als ein immer neu in Freuden hingegebenes Geschenk, das in Gottes- und Nächstenliebe fruchtbar wird. Bei der Frage: Was steht höher: Ehe oder Jungfräulichkeit? darf das Entscheidende nicht übersehen werden, und dies ist das Wort des Apostels: „Ein jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so" (I Kor. 7,7). Es kommt darauf an, dass ein jeder seiner Berufung gehorsam sei. Wollte der zur Ehe Berufene die Jungfräulichkeit wählen, so würde er nicht das Höhere ergreifen, sondern er würde abfallen von dem, was seinem Leben von Gott aufgegeben ist.

Liegt in der kirchlichen Hochschätzung der Jungfräulichkeit nicht eine Geringschätzung der Ehe?

Durch die christliche Höherbewertung der Jungfräulichkeit erfährt die Ehe keine Entwertung. Wurde doch zu gleicher Zeit aus der Ehe ein Sakrament, als die Jungfräulichkeit ihre Würde von Christus erhielt. Ehe und Jungfräulichkeit können überhaupt nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden. Wer wird eine Rose geringer schätzen, weil sie nicht Lilie ist? Die Ehe dient unmittelbar den Menschheitsabsichten Gottes, ist der regelmäßige Weg, auf dem die meisten Christen ihre Entfaltung und Vollendung finden sollen. Die Jungfräulichkeit stellt einen Eigenwert dar, der nur für wenige zu Ziel und Weg werden kann. Letzten Endes sind für den Wert des Menschen und seine Vollkommenheit weder die Ehe noch die Jungfräulichkeit entscheidend, sondern die Kraft, Tiefe und Innigkeit der Gottesliebe, die sich in dem einen oder anderen Stand auswirken kann und erst den einzelnen zum heiligen Gotteskind macht.

Wie ist die Jungfräulichkeit mit dem göttlichen Befehl vereinbar: „Wachset und mehret euch!" (Gen. 1, 28)?

Dieser den Stammeltern gegebene Gottesbefehl gilt dem Menschengeschlecht als „Gesamtorganismus“, aber nicht dem einzelnen Menschen. Er schließt nicht aus, dass einzelne dem „evangelischen Rat" folgen und unter Verzicht auf die eigene Familie sich Gott und der größeren Familie des Gottesvolkes schenken. Es gehört zur christlichen Freiheit und zu den Rechten des freien Menschen, um der Liebe Gottes willen auf etwas zu verzichten, worauf er ein natürliches Recht hat. Übrigens macht es schon die ungleiche Zahl der Männer und Frauen vielen unmöglich, zur Ehe zu gelangen.





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Unser christlich kath. Forum ist ein bewusst wertkonservatives römisch-katholisches Forum. Konservativ, aber nicht rückständig. Traditionell, jedoch nicht fundamentalistisch. Also ein Glaubensforum katholischer Tradition, Überlieferung und Bibeltreue. Wir thematisieren nicht bloß einfach Katholische Kirche, Gott, Jesus Christus, Maria die Muttergottes oder ähnliche Themen wie andere Foren, sondern leben dies auch in vollem Umfang in bewusst traditioneller katholischer Art nahe unserer Wurzeln unseres katholischen Glaubens und Religion. Dafür stehen die Betreiber und alle Mitglieder ein: Die Befolgung der Gebote der Bibel, katholischer Sitten und Gebräuche, der katholischen Sakramente wie beispielsweise aktiver Teilnahme an katholischen Gottesdiensten, der katholischen heiligen Messe oder der Beichte, über den heiligen Bund der Ehe von der Taufe bis zur letzten Ölung. Dogma ist Glaubenswahrheit. Somit sind die Dogmen für jeden Katholiken streng glaubensverbindlich. Für uns gilt auch das Verständnis, Bewusstheit und der Glaube an die Wahrheit der Existenz von Sünde, Himmel, Fegefeuer und Hölle, Engel, Dämonen und Satan, des Teufels, sowie das Leben der Heiligen zu unserem Vorbild, welches wir erstreben. Auch der Papst, katholische Priester und andere Geistliche sind in derartiger Vorbildfunktion. Getreu in der Nachfolge der Apostel führen wir unser katholisches Apostolat in Liebe und Wahrheit, bekennen unseren katholischen Glauben und offerieren vornehmlich dieses Forum Katholiken oder solchen, die es noch werden wollen: Treff für Katholiken - Das ist die katholische Community VIAVERITAS!

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Wir bitten außerdem alle Besucher um ein Ave Maria für unser Forum und unseren Heiligen Vater Papst Benedikt XVI.





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Laudetur Jesus Christus


Ave Maria

Heilige Gottesmutter, bitte für uns!


Gewichtige Themen in unserem katholischen Forum:

Übersicht unserer Grundsatztexte Übersicht unserer Gebetstexte Das Glaubensbekenntnis Die Seele Dogma und Dogmatik Jesus Christus Der Glauben Katholisch werden Die Katholiken Römisch-katholische Theologie Katholische Kirche - Einzig wahre Kirche - Einzig wahre Religion - Das Wesen des Katholizismus Das Papsttum. Petrus, der Fels - 1. Papst Was ist ein Konzil? Apostelkonzil bis II. Vatikanisches Konzil Die Bibel Die kirchliche Interpretation der Bibel Mundkommunion Tridentinische (alte) Messe Geschichte und Ablauf der Heiligen Messe SUMMORUM PONTIFICUM Die Tugenden Hauptsünden (Todsünden) und lässliche Sünden 10 Gebote Gottes Der Ablass Die Welt der Engel Gott Der Himmel Das Fegefeuer Vorhölle - Limbus Betet für die Armen Seelen Luzifer, der Teufel Die Hölle Der Tod Tod Jesu ist die Auferstehung Jesu Christi Leid, warum lässt Gott das zu? Der Heilige Geist Dreifaltigkeit Die Gaben des Heiligen Geistes Gottes Gnaden Die Nächstenliebe Der Wert der Familie Heilige Maria Privatoffenbarungen Gisela Maria Botschaften Seid nicht Zeugen der Lüge Wahrheit Liebe und Wahrheit im AT und NT (Exkurs: Fundamentalismus) Unterscheidung der Geister Modernismus Endzeit und Vollendung - Jesus kommt (bald) wieder Quotes of the Saints

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