Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 24.02.2007 - 22:52 |  |
Hier kommt der Auftakt zu meiner neuen Kurzgeschichte:
Das Geheimnis von Elenvina
Kapitel 1
Ein wahrhaft Praiosgefälliger Tag. Gaius Eslam von Riedenburg stand an den Stufen des Praios-Tempels zu Kyndoch. Er war recht groß, die scharzen Haare fielen trug er offen und reichten ihm bis zu den Schultern. Er war eine eindrucksvolle Gestalt. Die Praiosscheibe ging gerade auf und es war ein wahrhaft göttlicher Anblick, wie Gaius fand. Der Platz vor dem Tempel war leer, kein Mensch war zu sehen. Gaius reckte sich, richtete dann sein langes Kettenhemd und die Tunika. Dann mal los... Die Zeit eilt! Gaius ging schnellen Schrittes zu seinem Pferd, welches in einem Stall am Stadttor befand. Er sattelte es und preschte durch das Tor nach Elenvina. Die Wachen hielten ihn nicht auf, sondern machten eilig platz.
Gaius ritt den ganzen Tag, als am Abend ein kleines Dorf in Sicht kam. Hier kann ich rasten. Nachts ist es zu gefährlich, um zu reisen, selbst für einen Diener Praios'. Er sah eine Taverne. Im Stall stellte er sein Pferd ab und ging in die Taverne. Über der Tür hing ein Schild mit dem Namen Zum lustigen Reisenden. Die Butzenscheiben waren verdreckt und Gaius hörte das Gegröhle der Fuhrleute, die einen über den Durst getrunken hatten. Praios erleuchte mich und hilf mir, diese Prüfung zu bestehen! Betete Gaius stumm und trat in die Taverne. Ihm schlug der Dunst der Taverne entgegen, als er die Tür öffnete. Die Schenke war gut besucht, die Stimmung war heiter. Gaius blickte sich um. Es saßen an einer langen Tafel etliche Fuhrleute, die lauthals scherzten, lachten und derbe Späße mit der Schankmagd trieben. Es waren noch zwei Gaukler anwesend, die auf ihren Instrumenten fröhliche Lieder spielten und sogar ein Tulamide saß an einem Tisch. Der Wirt war sehr beschäftigt, Nachschub an Gerstensaft für die Fuhrleute zu bringen. Die Schankmagd, die alle Gäste bediente, hatte sehr viel zu tun. Als Gaius an die Theke trat, verstummten alle in ihren Gesprächen und der Wirt kam direkt auf Gaius zu, kniete nieder und küsste Gaius' Ring. „Willkommen, euer Gnaden. Was führt einen Geweihten Priester vom Orden des Bannstrahl Praios' hier in diese Gegend?“ „Nun, ich bin auf dem Weg nach Elenvina und suche ein Quartier für die Nacht.“, antwortete Gaius kühl. „Natürlich bekommt ihr ein Einzelzimmer und den besten Braten des Hauses. Kostenfei, euer Gnaden. Es ist mir eine Ehre, euch als Gast bewirten zu dürfen.“ Der Wirt verbäugt sich abermals. „So sei es! Und Praios wird es dir nicht vergelten, mein Sohn, denn Praios sieht alles!“, sprach Gaius laut und blickte anklagend in die Runde. Dann setzte er sich an einen Tisch. Der Wirt verschwand in der Küche und es setzte wieder allgemeines Gemurmel ein, die derben Späße der Fuhrleute aber setzten nicht wieder ein. Nach kurzer Zeit kam der Wirt mit einem Bier und einem großen Bratenstück, was herrlich duftete. Er verbeugte sich abermals und widmete sich dann den anderen Gästen. Der Wirt hat nicht gelogen. Der Braten war ausgezeichnet. Dachte Gaius nach seinem Mahl und ging auf sein Zimmer.
Kapitel 2
Am nächsten Morgen bedankte sich Gaius beim Wirt für das Mahl und die Unterkunft und verließ die Taverne. Kurz darauf preschte er weiter in Richtung Elenvina. Am Abend des selben Tages kam Gaius in Elenvina an. Er stieg am Kyndocher Tor vom Pferd ab und wartete, dass die Wachen den Wagen vor ihm kontrollierten. Er sah auch einen Magier bei ihnen, der den Wachen half, Magiekundige zu identifizieren. Es dauerte 10 lange Minuten, bis sie den Wagen fertig kontrolliert hatten. Eine Wache kam zu dem Bannstrahler, musterte ihn und meinte mit einem Kopfnicken: „Ihr könnt passieren, Euer Gnaden.“ Gaius neigte seinen Kopf leicht und schritt durch das Tor. In einem nahegelegenem Stall stellte er sein Pferd unter und ging zu Fuß weiter. Am Tempel des Praios angekommen, kam ihm der Tempelvorsteher entgegen. Gaius kniete vor ihm nieder und küsste dessen Siegelring. „Ah, willkommen, Gaius Eslam von Riedenburg. Ich habe euch schon erwartet. Kommt herein, es gibt viel zu besprechen.“ „Natürlich, Luminiferi. Wie ihr wümscht.“ Gaius stand auf und folgte ihm. Im Arbeitszimmer des Tempelvorstehers, setzten sich beide. Der Tempelvorsteher begann: „Nun, Gaius, ihr wisst hoffentlich, warum ihr herbeordert worden seid, oder?“ „Natürlich. Ihr habt mich rufen lassen, da es einige komische Zwischenfälle in Elenvina gab.“ „Richtig. Das Ganze ist uns sehr suspekt, daher haben wir euch hierher beordert, da ihr eine Chorifehe auf dem Gebiet der Hexen-, Schwarzmagier und Dämonenjagd seid. Und unter uns gesagt, traue ich den Akoluthen und Priestern hier in Elenvina nicht zu, dass sie die Sache auflösen werden. Ihr bekommt von mir alle Freiheiten, die ihr braucht. Ihr seid in euren Möglichkeiten nicht eingeschränkt. Möge Praios euch helfen, das Mysterium der getöteten Praois-Priester aufzulösen und den Schuldigen zu bestrafen.“ „Danke, Luminiferi.“ „Nun geht. Ein Novize wird euch eure Kammer zeigen.“ „Natürlich.“ Gaius verbeugte sich und ging aus dem Arbeitszimmer, wo bereits ein Novize wartete und ihn zu seiner Kammer brachte.
Am nächsten Morgen wurde Gaius von den Strahlen der Praiosscheibe geweckt. Ein gutes Zeichen. Praios ist mit mir! dachte sich Gaius und stand auf. Er zog sich an und ging auf den Platz vor dem Tempel. Zuerst muss ich die Leichname sehen, um sagen zu können, ob Magie am Werk war oder ob profane Mittel eingesetzt wurden. Gaius schritt zur Wachgarnison, um dort den Kommandanten zu sprechen. „HALT, BÜRGER! Ihr könnt hier nicht so einfach hereinspazieren!“, rief ein Wachposten in der Garnison, als Gaius das Gebäude betreten wollte. „Was ist euer...“ der Wachposten kam auf Gaius zu, um ihn näher zu betrachten „...oh... Verzeiht mir, Euer Gnaden, ich wusste nicht, dass ihr ein Mitglied des Bannstrahl-Ordens seid. Natürlich könnt ihr eintreten.“ „Gut, deine Vorsicht sei dir verziehen. Nun geh wieder auf deinen Posten, Wache!“, sagte Gaius ruhig, aber bestimmt. Der Wachposten ging eilig wieder auf seinen Posten. Gaius betrat das Büro des Kommandanten. „Ah, ihr müsst der Inquisitor sein, der die Leichen sehen will, oder?“, begrüßte ihn der Kommandant freundlich. „Ja, der bin ich. Ich bin zwar kein Inquisitor in dem Sinne, aber sowas in der Art. Ich bin Mitglied des Bannstrahl-Ordens und Spezialist für Untersuchungen besonderer Vorkommnisse.“ „Natürlich, Euer Gnaden. Folgt mir. Die Leichen befinden sich hier in der Garnison. Es ist alles vorbereitet.“ Der Kommandant ging vorraus, Gaius folgte ihm. Sie gingen durch enge, karge Korridore und erreichten schließlich den Raum, wo die Leichen aufgebahrt worden waren. „Da wären wir, Euer Gnaden. Ich lasse euch jetzt allein. Ich hab mich noch um andere Sachen zu kümmern.“ „Tut dies. Vielen Dank.“ „Ich habe zu danken.“ Der Kommandant verbeugte sich und verließ den Raum. Der Raum selber war karg. Es standen nur drei Tische in der Mitte des Raumes, wo die 3 Leichen aufgebahrt waren. Ansonsten war der Raum leer. Gaius ging zu den Leichen und untersuchte die Erste. Es war ein älterer Geweihter, der eine große Platzwunde am Kopf aufwies. Er wies auch zahlreiche blaue Flecken und Schrammen auf. Der hier ist nicht an Magie gestorben, zumindest nicht direkt. Die zweite Leiche war ein junger Novize, dessen Augen vor Schreck weit aufgerissen waren. Er hatte keine Verletzungen am Leib. Seltsam... Die Todesursache kann nur Magie gewesen sein. Es gibt sonst keine Anhaltspunkte. Er untersuchte den Leib genauer. Möglicherweise ein Fulminictus... Armer Junge... Wut stieg in ihn auf. Einen Knaben zu töten ist feige! Derjenige, der das getan hat, wird dafür bezahlen müssen! Die dritte Leiche war eine geschändete Frau. An ihr fand Gaius Kratzspuren, Blutergüsse und Knochenbrüche. Arme Frau. Sie war noch ein halbes Kind... Welch' Dämon ist hier am Werke? Er verließ das Zimmer und ging wieder zum Kommandanten. „Nun, Kommandant, ich hätte einige Fragen.“ „Natürlich, Euer Gnaden, setzt euch.“ Der Kommandant bot Gaius einen Stuhl an. Gaius setzte sich und fing an: „Nun gut. 1. Wo wurden die 3 Leichen gefunden?“ „Der Novize wurde tot in einer kleinen Gasse, die vom Markt zum Praios-Tempel führte. Es gab keine Kampfesspuren.“ „Das ist mir auch aufgefallen. Ich bin mir sehr sicher, dass Magie den Novizen tötete.“ „Der ältere Priester wurde wenig später in seiner Kammer im Tempel selber ermordet. Wir fanden einen großen Krug, mit dem der Täter den Priester niederschlug. Er erlag an den schweren Verletzungen am Kopf.“ „Hm... Das würde die Platzwunde am Kopf erklären.“ Gaius erschauderte. Ein Mord in unseren Heiligen Hallen. Praios hilf mir! Was geht hier vor?? „Die Frau fanden wir am Hafen. Sie trieb im Wasser. Allzulange war sie aber noch nicht im Hafenbecken.“ „Gut, das reicht erstmal.“ Gaius stand auf. „Ich muss mit euerer Unterstützung rechnen, Herr...“ „Geron, Euer Gnaden. Für euch Geron.“ „Nun gut, Geron, ich rechne mit eurer Unterstützung. Unb bewahrt Stillschweigen über die ganze Sache. Sagt keinem ein Wort! Nicht einmal einem anderen Diener Praios'. Dies ist allein meine Angelegenheit!“ „Selbstverständlich, Euer Gnaden. Ich schweige wie ein Grab.“ Gaius verneigte sich leicht und ging hinaus.
Kapitel 3
Farwil fühlte sich unwohl. Diese Steinwüsten behagten ihm nicht. Eingeschüchtert ging er durch die Gassen und erschauderte jedesmal, wenn er einen armen Bettler sah. Grässlig ist es hier... Menschen sind komisch. Warum leben sie nicht in der Natur, so wie wir...? Egal, ich bin eh schon recht spät dran... Farwil beeilte sich. Am Marktplatz trat er an den Brunnen und schaute sich um. Plötzlich sagte jemand hinter ihm: „Farwil, endlich! Du hast aber lange gebraucht.“ Farwil drehte sich um und sah in die Augen einer jungen Frau. „Ah, hallo, Allessia. Schön dich zu sehen.“ „Jaja... komm, wir haben was zu besprechen.“ Allessia nahm Farwil am Arm und führte ihn in eine Taverne. Dort setzten sie sich in eine stille Ecke und Allessia begann: „Also, Farwil. Hast du das gemacht, was ich dir aufgetragen hatte?“ „Ja, hab ich. Aber musste das denn wirklich sein?“ „Ja, natürlich. Schau mal. Diese Leute hatten mir böses angetan und findest du es richtig, dass sie ungestraft davonkommen?“ „Nein, natürlich nicht...“, antwortete Farwil kleinlaut. Er fühlte sich aber trotzdem unwohl. Plötzlich nahm Allessia seine Hand, streichelte sie zart und meinte: „Nun gräme dich nicht. Jetzt ist alles in bester Ordnung, mein Großer.“ Sie zwinkerte ihm schelmisch zu. Er sah ihr in die Augen und schon schwanden seine Schuldgefühle und sein Trübsal. Sie hat ja recht. Ohne sie wäre ich in dieser Steinwüste verloren... Außerdem stehe ich in ihrer Schuld... „Lass uns bitte wieder rausgehen, denn die Luft hier drinnen ist sehr schlecht...“ Farwil fing an zu husten. „Natürlich, Farwil. Ganz wie du möchtest.“ Allessia stand auf, fuhr mit den Händen durch ihr langes kastanienbraunes Haar und ging voran. Kurz vor der Tür drehte sie sich um und zwinkerte Farwil verführerisch und schelmisch zu und verschwand durch die Tür. Farwil stand noch für ein, zwei Sekunden dar, dann folgte er ihr eilig. Er folgte ihr auf den Marktplatz, wo sie sich am Brunnen trafen. Dort umarmte Allessia ihn innig und gerade wollte Farwil sie küssen, da hörte er ein Räuspern. Er drehte sich um und sah einen großen, muskulösen Mann, der auf ihn zukam. „Was fällt dir eigentlich ein,Spitzohr?? Du hast kein Recht dazu, diese Maid anzurühren!“ Der Mann kam auf ihn zu und baute sich in seiner vollen Größe vor ihm auf. „Wieso denn nicht? Erklär es mir bitte.“ „ W-... WAS???? Du...du willst von mir wissen, warum du das nicht darfst? Haha...HAHAHAHA!!!“ Der Mann fing lauthals an zu lachen. Farwil blickte ihn verständnislos an. „DAS kann ich dir sagen, Spitzohr! Weil du dazu kein Recht hast. Sie ist zu gut für dich!“ „Das versteh ich nicht. Ich mag sie und das ist alles was zählt. Nun lass mich in ruhe!“ „Du willst es wohl einfach nicht begreifen, hab ich recht? Dann muss ich dir wohl eine verpassen...“ Der Mann erhob die Fäuste zum Schlag. Farwil blieb ruhig stehen und machte keine Anstalten, sich zu verteidigen. Der Mann grinste, dann schlug er zu. Die Faust sauste auf Farwil zu. Dann geschah es Blitzschnell. Farwil wich dem Schlag aus und versetzte dem Mann einen Schlag in den Bauch. Der Mann verkrampfte sich und ging zu Boden. „MACHT PLATZ!!!! AUSEINANDER!!!“ Schon kam die Stadtgarde und trieb die Menschenmenge, die sich mitlerweile um den Brunnen versammeltem, auseinander.
4.Kapitel
Gaius drängte sich durch die Menge am Marktplatz. Am Brunnen sah er, wie die Stadtgarde gerade einen Elfen, eine junge Frau und einen großen muskulösen Mann festnahm. Gaius ging zu dem Hauptmann. „Was ist hier los?!“, fragte er etwas ungehalten. „Wir haben gerade ein paar Randalierer festgenommen, euer Gnaden. Sie kommen in die Garnison und werden verhört werden.“, antwortete der Hauptmann pflichtbewusst. „Gut, dann möchte ich die Personen selbst mal dazu fragen.“, entgegnete Gaius gelassen, aber bestimmt. „Natürlich, euer Gnaden, wie ihr wünscht.“ Der Hauptmann salutierte knapp und befahl den anderen Gardisten: „ALSO LOS! NEHMT DIE PENNER MIT! ABER EIN BISSCHEN PLÖTZLICH!“ Gaius ging gemächlich hinter dem Konvoi her und ging direkt in den Verhörraum. Der Raum war nicht besonders groß, dafür lagen zahlreiche Utensilien auf einem Tisch. Gaius ging an den Tisch und besah sich das Ganze mal. Nicht schlecht... Diese Werkzeuge könnten genausogut von der Inquisition sein. Dachte Gaius, während er sich die Werkzeuge besah. Zangen, Daumenschrauben, Sägen, Skalpelle, Reißer und ähnliche Sachen lagen auf dem Tisch. Gaius ging zur Streckbank. Naja, diese Sachen werden wir wohl jetzt nicht benötigen. Es klopfte und herein trat ein Gardist mit dem Elfen. Der Elf wirkte nervös. Gaius sprach: „ Setzt euch doch.“ Er zeigte auf einen Stuhl. Der Elf setzte sich schweigend. „Nun,“ begann Gaius, „ Wie geht es euch?“ Schweigen. „ Wie ist eigentlich euer Name? Es wäre doch unhöflich von mir, euch nicht nach eurem Namen zu fragen. Mein Name ist Gaius Eslam von Riedenburg. Für euch aber nur Gaius, das reicht völlig.“ Gaius musterte den Elfen. Er zögerte anscheinend. „Ich versichere euch, dass euch nichts geschehen wird.“ Der Elf zuckte kaum merklich. Aha, jetzt ist das Eis gebrochen. Dachte Gaius zufrieden. „ Mein Name ist Farwil.“, sagte der Elf kurz angebunden. „Schön, Farwil. Also: Es ist ganz einfach. Ich werde dir jetzt ein paar normale Fragen stellen und du wirst mir wahrheitsgemäß antworten.“ „Hmh.“ , der Elf nickte. „Also gut: Was ist auf dem Marktplatz passiert?" (Teil 2 vom 4. Kapitel ist in Arbeit)
Fortsetzung folgt...
Signatur Ich bin Kobold-Elf-Chimäre im 7.Kreis der Verdammnis des dunklen Herrschers Belharhar, nur damit wir uns verstehen...
"Aller guten Pakte sind sieben." |
Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 26.02.2007 - 15:54 |  |
5.Kapitel
Gaius setzte sich auf sein Bett und dachte nach. Die Verhöre hatten nicht viel ergeben. Es war nur eine kleine Streitigkeit gewesen. Aber irgendetwas störte ihn dabei. Er konnte es nicht sagen, aber seine Nase juckte seitdem, und dies war immer ein absolut sicheres Zeichen, dass irgendwas merkwürdiges vor sich ging. Er grübelte nach. Dann durchfuhr ihn ein wichtiger Gedanke. Mindestens eines der 3 Opfer wurde mit Magie getötet. Ich müsste die Leichen mal nach Zaubermerkmalen untersuchen. Vielleicht kann ich dann feststellen, welche Art von Zauber es war. Heureka!, dachte Gaius hocherfreut und begab sich zu Bett.
NEIN! T...TUT MIR NICHTS!!! BI...BITTE NICHT!!!!! NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIN!!!! oh nein... ich hab ihn umgebracht. Dabei war er noch so jung und unschuldig.Ich höre immer noch seine letzten Worte... W... Was ist das in der Ecke da? Ah... Nein... es kommt auf mich zu... was ist es? Was w...will es von mir? D...Du bist der Geist des Jungen? Ich... He, moment... Ich wollte dich nicht umbringen... Bitte... glaub mir! Ich wollte es nicht, ich musste es aber tun. Ich musste eine Schuld einlösen, glaub mir! Nein, bitte, du musst mir glauben...
Farwil erwachte schweißgebadet. Er atmete schnell und der Schweiß lief ihm von der Stirn den Hals hinunter. Er blickte angsterfüllt in die Ecke, wo er forhin noch den Geist kommen sah, sah aber nichts. Erleichtert stand Farwil auf, wusch sich und dachte nach. Oh, mann... Was war das denn grade? Er zuckte mit den Schultern. hm. Wahrscheinlich nur ein Albtraum, aber komisch wars trotzdem. Er guckte aus dem Fenster. Die Sonne ging auf. Er öffnete das Fenster und zog sich an. Er reckte sich und verließ das Zimmer.
Es kitzelte an seiner Nase. Gaius wurde von dem Kitzeln wach. Was... bei Praios??? dachte er verärgert und sah dann aber, dass es die Praiosscheibe war, die ihn mit seinen Strahlen wachgekitzelt hatte. Er fiel auf die Knie und dachte: Vergib mir, Herr. Ich erkannte euch nicht, da ich in Borons Armen lag und euch nicht wahrnahm. Vergib meine Sünde, Herr. Gaius stand auf, wusch sich, zog sich an und ging frühstücken. Nach einem kargen Mahl, das aus Wasser und Brot bestand, machte sich Gaius auf zur Garnison, um die Leichen zu untersuchen. Er fand diese im Keller aufgebahrt. Er schritt zum Jungen. Gaius' Geist war aufs äußerste gespannt. Er musste sich nun voll und ganz konzentrieren. Nun begann er mit der Untersuchung. Er untersuchte Augen und Brustkorb. Nach 5 Stunden kam er zu dem Ergebnis. Es war sehr schwer geworden und eindeutig war es nicht, aber Gaius war sich ziemlich sicher, da seine Nase juckte. Es musste ein Elf oder eine Elfe gewesen sein. Plötzlich klopfte es an die Tür. „Herein!“, rief Gaius. Herein kam der Kommandant Geron. „Eine gute Nachricht für euch! Wir haben einen Geständigen. Ihr kennt den Mann. Es war der große Mann von gestern. Er hat die Schändung und den Mord an der Frau gestanden.“ Er grinste zufrieden. „Allerdings hat er die anderen Morde nicht gestanden, zumindet noch nicht. Ich denke, dass ihr ihn sehen wollt.“ „Natürlich! Bringt ihn in die Folterkammer!“, antwortete Gaius aufgeregt. Das wirft jetzt zwar meine Elfen-Theorie über den Haufen, aber das wird sich ja jetzt zeigen. dachte Gaius durchaus froh. Er ging in die Folterkammer. Dort war auch schon der Mann. „Also gut.“, sagte Gaius ruhig. „Ihr Name bitte!“ „Mein Name ist Hieronymus Weißenborn.“ „Gut, gut. Also, Hieronymus. Ihr habt also die Schändung und den Mord an der Frau gestanden. Und was ist mit dem Knaben und dem alten Praios-Priester?? Die habt ihr doch auch umgebracht!“ „W-... WAS? NEIN!! Nein, ich habe sie nicht umgebracht!“ „ Aha... Ihr weigert euch also, zugeben zu müssen, dass ihr noch zwei weitere Leben auf dem Gewissen habt?!“ Nun gut! Wie ihr wollt. Dann stelle ich euch mal ein paar Werkzeuge vor.“ Gaius schritt zum Tisch. „Dies ist eine Daumenschraube. Das ist eine schwere Zange. Dies ist ein Brecheisen. Hier befindet sich die Säge und hier...“ er ging zur Bank „...ist die Streckbank. Ihr habt die Wahl! Entweder ihr redet und bleibt verschont. Oder ich werde von diesen Werkzeugen hier Gebrauch machen.“ Gaius musterte Hieronymus. Jetzt fangen die meisten an zu reden, wie alte Waschweiber. Ich denke, dass er auch reden wird. Hieronymus schaute nochmal auf die Instrumente und fing dann an: „ Ich schwöre bei Praios und allem, was mir heilig ist! Ich war es nicht! Aber ich weiß, wer es war! Zumindest beim Knaben.“ Er schluckte heftig. „ Es war der Elf! Der Elf wars, ich habs genau gesehen!“ Gaius musterte ihn. Er konnte keine Lügen in seinen Augen erkennen. „Nun gut, Hieronymus. Ich glaube euch. Ihr werdet aber für eure tat trotzdem hängen! Kraft des von Praios verliehenen Amtes verurteile ich dich zu Tode durch den STRANG! WACHE! Führt ihn ab! Morgen früh soll er hängen!“ Die Wache nahm den am Boden zerstörten Hieronymus mit. Gaius setzte sich und grübelte nach, wie er nun weiter vorgehen sollte.
Signatur Ich bin Kobold-Elf-Chimäre im 7.Kreis der Verdammnis des dunklen Herrschers Belharhar, nur damit wir uns verstehen...
"Aller guten Pakte sind sieben." |