Carpenoctem 

Status: Offline Registriert seit: 19.02.2007 Beiträge: 470 Nachricht senden | Erstellt am 06.06.2009 - 11:11 |  |
In letzter Zeit beunruhigt es mich immer öfter, dass ich mich plötzlich auf irgend etwas nicht besinnen kann.
Da will man jemandem einen Bekannten vorstellen und kommt nicht auf den Namen; oder man erzählt von einem Buch und weiß Titel und Autor nicht mehr.
Ist denn das Gedächtnis etwas, über das man keine Macht hat? Kann man es nicht stärken? Oder ist dieses Archiv unseres Geistes eben nur von beschränkter Fassungskraft?
Hören wir, was die Psychologen neuerdings darüber herausgefunden haben: Vielleicht räumt es mit mancher irrigen Vorstellung auf.
Ist unserem Erinnerungsvermögen eine Grenze gezogen? Nein, die Fähigkeit unseres Geistes, Aufgenommenes zu behalten, ist elastisch.
Man erinnert sich durch Gedankenverbindung.
Je mehr Gedankliches man aufnimmt, desto mehr Gedankenverbindungen helfen einem, bestimmte Erinnerungen aus dem Gedächtnis zu ziehen.
Was prägt sich einem besonders schwer ein? Telefonnummern, Daten und Statistisches behält man weniger gut als etwa Namen oder Gesichter; denn Zahlen findet man gewöhnlich uninteressant und verbindet sie daher nicht so leicht mit Vorstellungen, die einen stärker angehen.
Fällt einem etwas leichter ein, wenn man sich darauf konzentriert? Was man neu aufnimmt, kann man sich durch Konzentration besser einprägen. Will man sich's aber später zurückrufen, so ist Konzentration dabei eher hinderlich; sie kann eine „Wellenüberlagerung" verursachen und einem dadurch etwas aufdrängen, was lediglich ,so ähnlich" ist, oder sie lenkt einen auf eine ganz falsche Spur und blockiert damit den richtigen Gedankenweg.
Ich habe für mich festgestellt, dass es besser ist, sich zu entspannen und seine Gedanken mit verwandten Vorstellungen und Assoziationen spielen zu lassen, dabei besteht mehr Aussicht, dass man urplötzlich auf das Richtige kommt.
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Romi 

Status: Offline Registriert seit: 31.07.2007 Beiträge: 2154 Nachricht senden | Erstellt am 07.06.2009 - 21:21 |  |
Carpenoctem schrieb
Ich habe für mich festgestellt, dass es besser ist, sich zu entspannen und seine
Gedanken mit verwandten Vorstellungen und Assoziationen spielen zu lassen,
dabei besteht mehr Aussicht, dass man urplötzlich auf das Richtige kommt.
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Ähnliche Erfahrungen mache ich auch. Ich glaube, dass wir zu selten "Verschüttetes"
trainieren. Wir konzentrieren uns in Lebensabschnitten auf jeweilige Themen.
Mir hilft, wenn ich mir Bilder ins Gedächtnis rufe. Ich suche nicht (mehr) nach
verschütteten Gedanken mit aller Vehemenz. Eines habe ich gelernt: Will ich nicht
noch mehr Gedanken vergraben, muss ich mich wieder mit ihnen beschäftigen, immer wieder.
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