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Republicain ...
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...   Erstellt am 05.09.2006 - 11:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Adolphe schrieb


    Da ward ihr bislang auf den falschen Veranstaltungen


    Ich bin auf der letzten Kommernveranstaltung mehrmals von Darstellern sowie auch von Zuschauern gefragt worden, wer ich sei und was ich hier mache. Es macht Spaß den Leuten Hintergründe zu erzählen. Wobei ich es als einfacher Tagelöhner und Herumlungerer natürlich einfacher habe als jemand, der Graf Koks von der Gasanstalt darstellt.


Da muss ich Adolphe Recht geben. In Kommern wird man immer wieder nach der Rolle gefragt. So in der Art: "Ach und Sie sind jetzt der Herr -?"
"Nein, entschuldigen Sie ich bin garkein Herr sondern Diener, Madame." ist dann meine Antwort. Ich kläre dann kurz auf, warum meine Kleidung und Ausrüstung für einen Diener ganz stimmig ist und dann ziehen die Fragenden nach einem kurzen Smalltalk vergnügt des Weges.
Diese Zuschauer sind mir dann am Liebsten, diejenigen, die zuhören können und auch unsere Erklärungen richtig aufnehmen.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Una ...
Ast
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...   Erstellt am 05.09.2006 - 13:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Adolphe hat etwas sehr Interessantes aufgebracht: Re-Enactment (Living History) oder geselliges Beisammensein in historischer Kleidung (obwohl es bei den Salonabenden eigentlich beides ist, wenn auch nicht zu sehr von verreguliertem living history a la 'das muss so sein', 'das darfst du nicht'). Bei einem geselligen Beisammensein in historischer Kleidung einer bestimmten Era kann man sich immer noch behelfen, man kann etwas schummeln und allmählich seine Kleidung und Accessoires aufbauen. Bei Living History ist das je nach Art der Darstellung Zeit- und Geldaufwendiger.

Ich werde ab nächstes Jahr WW2 Re-enactment machen und ich werde eine noch lebende Person darstellen, da ich von ihr aus erster Hand nachleben kann, was sie im Krieg gemacht hat. Hier muss ich so authentisch wie möglich sein, weil ich eine Frau in Uniform sein werde, die nicht nur wegen ihres Standes, ihrer Bildung, sondern auch wegen ihrer Tätigkeit für die RAF von Zuschauern und Darstellern gleichermassen bewertet werden wird. Und obwohl ich villeicht neben meiner Uniform ein oder zwei zivile Kleidchen brauche, wird diese Darstellung weitaus mehr kosten, als meine Darstellung im Regency. Einfach, weil diese Era viel näher an meiner Wirklicheit ist, und man genau bemerkt, wenn etwas nicht kosher ist.

Deswegen ist es ja auch immer so frustrierend, wenn man auf einer Veranstaltung ist, wo Karnevalsrokoko oder Empire besser bei den Besuchern ankommt, als die authentisch nachgeschneiderten Kostüme. Weil sie einfach nur den Schein und nicht die Authenzität sehen.





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We are not human beings on a spiritual journey. We are spiritual beings on a human journey.
- Stephen Covey

Nanny ...
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...   Erstellt am 05.09.2006 - 13:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Adolphe:
lag wohl eher daran, das ich als "Frau in Uniform" immer so gut wie Möglich im Hintergrund geblieben bin. In dem Fall: immer am Geschütz. Fragen beantworten konnten dann die Männer, während ich mein Schätzchen auf Hochglanz geputzt habe, das Pulver verwaltet und die Kartuschen gedreht habe, das Essen gekocht habe, die Dispute mit den Offizieren der anderen Einheiten geklärt habe, ....
Bei den Amerikanistik/Western-LH-Veranstalltungen läuft das gleiche dann im Rock ab (Campleben, Darstellungen ausarbeiten und organisieren...)
eine Vita habe ich - nur irgendwie wollen die Leute andere Sachen von mir wissen.




Justine_de_Farinot ...
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...   Erstellt am 05.09.2006 - 14:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Leute, wir waren doch ebenfalls schon in Kommern, zwar nur als Tagesbesucher, aber wir haben gepicknickt und ein paar lustige Spiele wie Crocket und Blinde Kuh gemacht.
Ich weiß nicht, ob jemand anders von unseren Leutchen gefragt wurde, aber ich persönlich wurde nicht gefragt, wer ich bin, was ich mache...übrigens auch nicht in Plancenoit/Waterloo!

Jetzt kommen wir hier wieder auf das alte Thema, höchst authentisch oder Karneval...ihr könnt euch auf den Kopf stellen, es ist schön, wenn es so aussieht wie, aber wir alle werden immer Kinder des 21. Jahrhunderts sein. Wir sind Schauspieler oder auch nur Statisten, kommt drauf an, wie man sich präsentiert
Hab ich das nicht schon mal an anderer Stelle geschrieben?
Es ermüdet mich ein wenig, daß jede Frage zur Darstellung immer in die gleiche Richtung gedrängt wird

[Dieser Beitrag wurde am 05.09.2006 - 14:26 von Justine_de_Farinot aktualisiert]





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Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau)

MadameKaya ...
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...   Erstellt am 05.09.2006 - 14:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber André , ich hoffe der Büttel war euch nicht böse gesinnt?

Klar, mein Posting war überspitzt formuliert.. Ich möchte bitte weiterhin nicht nach meinem Alter gefragt werden

Hmmm, leider kann ich zum Kommern- Feeling wenig sagen, da ich nur einmal das Glück hatte dort sein zu dürfen.
Eine ältere Frau schien sich wirklich mit der Zeit beschäftigt zu haben und stellte mal nicht die üblichen Fragen a là:

"Wo gibt es denn solche Kleider?" Sondern meinte, das der teure Mousselin, doch viel zu schade für ein Landpartie wäre...

Das perfekte historische Feeling gibt es tatsächlich selten- gerne erinnere ich mich an Nannys und meinen empfindsamen Frühlingsspaziergang in Z. zurück. Sie war tatsächlich die Amerikanerin und ich die staunende westfälische Provinz Gans

[Dieser Beitrag wurde am 05.09.2006 - 14:28 von MadameKaya aktualisiert]





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Es gibt kein echtes Leben im Falschen...

Republicain ...
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...   Erstellt am 06.09.2006 - 10:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich und Adolphe auch haben nur aus unseren Erfahrungen erzählt, werte Madame de Farinot, ich glaube wir zwei sind Leute, die nach dem Sinne des Königs handeln, jeden nach seiner Facon handeln zu lassen. Ich denke und hoffe an solchen Erinnerungen werden Sie keinen Tadel finden können.

Nein, nein, der Büttel war der bravste Mitarbeiter meines Herren, des Herrn von Bolt. Dieser Büttel ist eine absolut integre Person, die bloß ihre Pflicht tat, die der Herr Büttel löblicherweise recht ernst nimmt. Er stellte mir und meinem Herren die Papiere aus und tat dies auch für andere Reisende, die dieser Papiere bedurften. Manches Mal wäre ich froh er wäre anwesend gewesen und mir wäre mancher Händel mit den örtlichen Wachhunden erspart geblieben, aber das ist eine andere Geschichte.

Die Fragen kommen dann auch nur so über die Tage verteilt und auch am ehesten dann wenn man einfach ganz einladend in der Küche steht oder allein vor dem Haus sitzt. Wenn man in der Stube hockt, etwas Distanz zum Besucher hat, dann sind die Fragen meistens nicht so da, habe ich den Eindruck.

Vielleicht würde es Stefan ja nützen, wenn er, sei es erstmal nur als Zuschauer, sich Kommern anschaut. Da sieht man dann ja verschiedene Leute in ihren Rollen. Manchmal verdeutlicht das auch besser als trockene Bücher, wie groß die Bandbreite an Rollen ist. Die Veranstaltungen finden im Mai und August statt, die Termine stehen in der Regel rechtzeitig auf der FLG-Homepage. Es wäre zweckdienlich sich den ganzen Tag dort aufzuhalten, da zwischendurch die Zeiten der Mahlzeit und manchmal selbst Zeiten der Lethargie ausbrechen (kurz vor dem Abendessen). Wenn Interesse besteht kann ich mal kurz alle Tätigkeiten ansprechen, die dort so gemacht wurden, bzw. die ich dort wahrnahm bis jetzt.

Zum Thema Erfahrungen:
Manchmal ist es ganz lustig zu beobachten mit welcher Befremdung man, nach vier Tagen Rolle als Diener manchmal das "Landvolk" in Kommern anschaut. Mein Herr fragte mich einmal, wer die denn seien und ich konnte nur die Antwort geben, es sei eben das hiesige Landvolk, mit dem er aber nichts zu tun haben müsse und daher über sie keine Kenntnis erlangen, wenn es ihm nicht beliebe. In diesen Tagen war einmal tatsächlich die Oberschicht so ziemlich unter sich und ich war der einzige Verbindungspunkt neben dem Verwalter des Hauses, in dem der Salon sich befand, zu der Küche vor dem Salon, sprich dem übrigen Personal.

Hier ist der Büttel in Aktion Anno 1766:
http://www.ingenieurgeograph.de/Unterri … 766_0.html

[Dieser Beitrag wurde am 06.09.2006 - 10:07 von Republicain aktualisiert]





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Stefan ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 08.09.2006 - 12:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,

hiermit möchte ich mich für Eure lieben und helfenden Ratschläge bedanken. Das finden seines
2 Ichs ist nicht einfach. Hinzu kommt auch der Einsatz den jeder für sich selbst einschätzen muß.

Aufgrund der genannten Quellen bisn ich wesentlich weiter gekommen, als ich es bei der Verfassung des
Threads gedacht hätte.

Danke und Gruß,

Stefan





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Nomen est omen. Rechtschreibfehler sind gewollt und unterstreichen die persönliche Note.

stefan ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 25.09.2007 - 18:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo zusammen,

nach langer Abwesenheit hier ein Lebenszeichen von uns.
Auf der Suche nach einer passenden Rolle/Identität sind wir wieder zu unseren Wurzeln gelangt und haben uns einer Hochmittelaltergruppe angeschlossen.
Auch wenn der Ausflug in die Zeit des Empire sehr schön gewesen war, haben wir feststellen müssen,
dass leider nicht jeder Schuh passt und man nicht auf allen Hochtzeiten tanzen kann. Irgendwie hat uns immer etwas gefehlt. Vielleicht ist so zu erklären, dass wir eigentlich immer etwas außen vor standen.
Jetzt da wir unsere Rolle und unseren Platz endlich gefunden haben, können wir sehr gut verstehen, wie schön und ausfüllend das Nachleben der Geschichte sein kann. Sei es wie jetzt als Ordensritter oder andere als Gentleman, Soldat.
Wir bedanken uns bei Euch allen für die freundliche Aufnahme in Euren Kreis, für die nette Zeit und vor allem für die Unterstüzung und Hilfe, die Ihr uns entgegen gebracht habt.

Liebe Grüße,
Sylvia, Katharina und Stefan

[Dieser Beitrag wurde am 25.09.2007 - 19:05 von stefan aktualisiert]





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Elke 
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...   Erstellt am 03.10.2007 - 16:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


die Frage des : was will ich darstellen ergab sich bei mir so eigentlich nicht... irgendwie bin ich von der Indianistikszene mal in die napoleonische Zeit gerutscht und war da auf einem Event, was ich ganz interessant fand. Da die Handelswaren in manchen Bereichen recht ähnlich sind, fand ichs sehr interessant und abwechslungsreich, nicht immer nur Ami-Geschichte zu spielen und mal eher vor der eigenen Haustüre zu bleiben.

Wenn ich jetzt umgezogen bin, hab ich auch mehr Platz, meinen Handwagen umzubauen und mit ner Plane zu versehen... darauf freue ich mich schon! und ihn dann mit Ware zu bestücken..

Gruß von Elke




GrafvonMansfeld ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 22.04.2009 - 18:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Ich muß sagen ich weiß auch noch nicht richtig was ich darstellen will!
Will auch erstmal klein anfangen !
Und zur info wie ich auf mein Namen komme es hat was mit dem stammbaum meiner Familie zu tuhen und zwar haben Freunde den Namen ausgesucht als sie das gelesen haben habe mal es aus dem Stammbaum kopiert:

Andreas Breyther geb. um 1480 in Mansfeld, gest. 1540 in Mansfeld, 1509 als Schultheiß in Mansfeld und war Hofschneider der Grafen von Mansfeld (Eislebener Heimatblätter berichten von Rechnungen

Und meine Familie hatte früher 4 Rittergüter :

Vollrad Breyther geb. 24.02.1607 in Eisleben, gest. 09.12.1661, verh. mit Anne Katharina Breyther geb. 15.02.1621 in Mansfeld, gest. 02.12.1670 in Eisleben. Deren Linie geht auch auf den Andreas Breyther (ganz unten) zurückt. Durch diese Heirat kamen vier Rittergüter zusammen: Volkstedt/Eisleben, Lüttchendorf, Vatterode/Mansfeld und Leimbach/Mansfeld, was zu Schwierigkeiten mit dem dort ansässigen Adel führte, die Eislebener Heimatblätter berichteten über einen Prozess.





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Ich intressiere mich für das 18Jh. Rokoko zeit!
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