ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

Widanje
unregistriert

...   Erstellt am 13.01.2009 - 17:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Derrick hatte erst nach 25 Minuten seinen Auftritt. Die Story zog sich realtiv zäh dahin, kein wirklich gelungener Fall! Alles irgendwie ziemlich öde gefilmt!




ross 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 28.07.2009
Beiträge: 2133
Nachricht senden
...   Erstellt am 03.03.2012 - 13:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Die Seele eines Spielers ist wie eine Wurst, niemand weiß, was drin ist". Dieser, von der Fleischerfach-Innung nicht autorisierte Satz steht über der Folge, die einen hoffnungslosen Spiel-Junkie im Endstadium, ähnlich hoffnunglos wie ein Drogensüchtiger, beleuchtet.

Aufgrund des untypischen Fallaufbaus, in welchem die "Zocker-Mafia" zur Sicherung weiterer Einnahmequellen ein leichtes Mädchen auf den Spieler ansetzt, um ihm klarzumachen, wo es sich "lohnt", zu spielen, haben Derrick und Harry in der Folge quasi einen Halbtags-Job, da die erste Hälfte des Falles nahezu ohne sie abläuft. Stattdessen nimmt sich das leichte Mädchen in einer Mischung aus Florence Nightingale, Feldmarschall Blücher und Detektiv Matula, gewürzt mit ein wenig "Super-Nanny", des lebensuntüchtigen Spielers an und versucht, ihn wieder in die Spur zu bringen.

Zwar werden in der Folge die Abgründe des Spielers etwas beleuchtet, dennoch kann die Folge nicht restlos überzeugen, was, neben dem bereits erwähnten wenigen Derrick in der Folge, vor allem daran liegt, dass die Figur des Spielers in seiner Widersprüchlichkeit nicht aufgelöst werden kann: Hat er nun seine Frau umgebracht, um wieder spielen zu können? Oder spielt er wieder verstärkt, weil seine Frau gestorben ist? Ist er ein verzweifelter Mörder oder verzweifelt er an seiner Sucht? Traut man diesem Mann eine derartige Kaltblütigkeit wirklich zu oder ist sie Teil seiner Suchtkrankheit? Fragen über Fragen, die aus meiner Sicht beim etwas aprupten Ende nicht überzeugend geklärt werden.

Die Gastrollen sind gut besetzt: Gerd Anthoff gibt dem Spieler ein überzeugend-hoffnungsloses Gesicht. Auch Cornelia Froboess weiß, trotz mancher Empathie, ebenfalls zu gefallen. Dazu gibts dann noch mit Günther Ungeheuer und Hanno Pöschl zwei schöne Schurken zu bestaunen.

Insgesamt wäre in der Folge, gerade auch im Hinblick auf Inszenierung, Ausstattung mit Musik etc. mehr Potential drin gewesen, sodass sie in meiner Bewertung im Mittelfeld landet.

[Dieser Beitrag wurde am 03.03.2012 - 13:54 von ross aktualisiert]





Signatur
"Ironisch bin ich selber" (Derrick zu Berger in "Tod des Trompeters")

Carsten ...
Assistent
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 12.07.2008
Beiträge: 430
Nachricht senden
...   Erstellt am 03.03.2012 - 20:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich weiss nicht woran es liegt, aber es gibt Derrick-Folgen, egal ob gut oder schlecht, die bleiben mir im Gedächnis. - Inhaltlich, Schauspielerisch, Soundtrack, etc.

"Das Ende einer Illusion" ist eine davon....

Mir fallen spontan noch ein:

"Waldweg"
"Madeira"
"Pecko"
"Attentat auf Derrick"
"Lange Nacht für Derrick"
"Kein schöner Sonntag"
"Nachts in einem fremden Haus"
etc. etc.

Ganz im Gegenteil:"Tödliche Sekunde"
"Tod eines Fans"
"Geheimnisse einer Nacht"
"Die kleine Ahrens"
"Der Mann aus Kiel"
"Ende einer Sehnsucht"

Hierzu müsste ich die jeweiligen ersten paar Minuten der Folge anschauen, um wieder mit dem Folgentitel etwas anfangen zukönnen.




Kabeck ...
Ehreninspektor
...............

...

Status: Offline
Registriert seit: 28.06.2008
Beiträge: 577
Nachricht senden
...   Erstellt am 04.11.2012 - 10:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hier die überarbeitete Fassung meiner Kritik vom 25.6.2004:

Mit dieser simpel gestrickten Geschichte führt Herbert Reinecker die Zuschauer ordentlich an der Nase herum, denn der Schluss stellt die gesamte Dramaturgie dieser Folge auf den Kopf. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn das überraschende Ende angesichts des vorigen Geschehens plausibel erschiene. Stattdessen wirkt die Auflösung in jeder Hinsicht unausgegoren und unglaubwürdig. Ebenso unstimmig erscheint die Struktur dieser Folge: Während der erste Akt zu viel Zeit in Anspruch nimmt, kommt das Finale etwas plötzlich daher. Der dadurch entstandene zeitliche Druck lässt wenig Raum für die kriminalistische Ermittlungsarbeit und manövriert Derrick und Harry ins Abseits, was sich insbesondere in der Szene offenbart, in der der Oberinspektor merkwürdig unmotiviert die Identität des Täters bekannt gibt.

Günter Gräwert inszeniert zwar recht flüssig, kann jedoch die Dialoge nicht von ihrer Geschwätzigkeit befreien. Das liegt auch an Hauptdarstellerin Cornelia Froboess, die ihren Text in stellenweise unerträglicher Monotonie vorträgt und mit ihrem Hang zur Theatralik in ihrer Rolle wenig überzeugend ist. Gerd Anthoff agiert als dem Glücksspiel verfallener Witwer zufriedenstellend, versprüht aber nichts von der Doppelbödigkeit seiner Figur. Die Besetzung des Clubchefs mit Günther Ungeheuer erfüllt dagegen bereits aus dramaturgischen Gründen ihren Zweck. Leider bleibt das gesamte Geschehen oberflächlich. So wird die persönliche Annäherung der Bardame an den Spieler mit ihrer wachsenden Intimität in Darstellung, Drehbuch und Inszenierung nicht deutlich genug, wodurch ein wesentlicher Reiz der Geschichte verloren geht. Umso stärker treten die Mängel der Handlung hervor.

Mein Urteil: * von *****. Zu viel Leerlauf in einer willkürlichen Dramaturgie.

Kabecks DERRICK-Rangliste: Platz 261





Signatur
"In diesem Haus hat Moses die Gesetzestafeln versteckt."
(aus DIE NACHT DES JAGUARS)

StephanDerrick 
Inspektor
.........

...

Status: Offline
Registriert seit: 03.08.2010
Beiträge: 1310
Nachricht senden
...   Erstellt am 29.03.2013 - 22:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bin da irgendwie auf halber Strecke zwischen ross und Kabeck mit ihren sehr fundierten Kritiken.
Zuerst eine lange und zähe Folge, und dann aus dem Nichts ein dramatischer und überstürzter Schluß, so als wollte man das nachholen, was davor versäumt worden ist. Derrick Geistesblitz, dass Rieger der Mörder ist, kommt doch spontan und plötzlich, und es bleibt unklar, ob Rieger nun seine Frau wirklich wegen der Lebensversicherung getötet hat, um wieder zocken zu können, oder ob er rückfällig wurde wegen des Todes seiner Frau. Komisch ist dann, dass er den Tod seiner Frau so schwer nimmt, oder er ist ein genialer Schauspieler, der seine Umwelt täuscht. Wie seine Frau ums Leben kam, wird auch nicht erklärt, wenn er sie erschossen haben sollte, wäre der Fall ja polizeilich gemeldet... Die Schauspieler geben sich Mühe, das langatmige Drehbuch und die bis dahin sehr langsame Inszenierung können sie aber nicht retten.

Und was nimmt der Zuschauer mit in die Nacht?

1. Das Mordopfer Rieger hatte den Kontakt zu seinem Bruder und Mörder abgebrochen, weil dieser laut Sekretärin "a-musisch" gewesen sei. Muss ich mir auch merken, falls ich mal gefragt werde, warum ich mit jemanden keine Kontakt mehr hätte. "A-Musisch". Das ist wenigstens lustig.

2. Das mit der Seele und der Wurst hat ross schon hinreichend gewürdigt. Forrest Gump würde ihm da widersprechen und was von Pralinenschachteln reden, bevor man ihn mit einem "Lauf Forrest, lauf" verjagen würde.

3. frei nach Busch: "Drei Tage war der Rieger krank, jetzt trinkt er wieder, Gott sei Dank!"

4. "Strangers in the Night" und "Je t'aime" (und was war die drite Melodie? "Love Story"?) auf der Nachtclub-Heimorgel gehen gar nicht...

5. Aufgrund der Orgel-Musik erst Trunz-Alarm, dann Entwarnung der Tausendsassa war diesmal "nur" als Kamermann aktiv... (weiß jemand, ob Trunz mal sowohl für die Kamera als auch für die Musik verantworlich war?)

**/*****

[Dieser Beitrag wurde am 07.07.2013 - 00:02 von StephanDerrick aktualisiert]




Oldtimer ...
Assistent
......

...

Status: Offline
Registriert seit: 04.05.2010
Beiträge: 738
Nachricht senden
...   Erstellt am 29.04.2016 - 18:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Für mich ist "Das Ende einer Illusion" insgesamt eine ansprechende und sehenswerte Folge. Sicherlich über weite Strecken nicht überaus spannungsgeladen, aber umso mehr durch eine interessante Charakterzeichnung , sowie einer ordentlichen Portion steigernder Dramaturgie bestechend. Beide Hauptprotagonisten werden hier intensiv begleitet, womit ich mich als Zuschauer im Laufe der Folge immer besser mit deren komplett unterschiedlichen Charakterzügen vertraut machen kann. Derrick und Harry sind hier weniger stark präsent, als in vielen anderen Fällen, was ich hier aber keinswegs negativ finde, da sonst die zwischenmenschliche Situation beider Hauptakteure nicht richtig zur Geltung gekommen wäre. Dieser aus meiner Sicht richtigen Dosis an Hauptaugenmerk bringt der Schlußphase die nötige Würze um die ganze Geschichte zu einem ergreifenden Ende abzurunden.

Auch zu loben sind die zur Situation gut passenden Handlungsorte, die Atmosphäre insgesamt, als auch die auf den Punkt gebrachten Dialoge ohne viel "Drumherumgerede".

Für mich ist "Das Ende einer Illusion" doch klar über dem Durchschnitt und somit mit einer ****-Wertung würdig





Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Das Ende einer Illusion, Folge 167 Squire1971 0 squire1971
Tossners Ende Widanje 9 squire1971
Ende einer Sehnsucht ross 8 squire1971
Unerwartetstes Ende einer Derrick-Folge Duval 3 squire1971
#118. Ende einer Sehnsucht Tian1806 0 squire1971
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute haben 2 User Geburtstag
Bodi (51), TatortMuenchen (52)




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



blank