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Benjamin ...
Lórinan-Bewohner
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...   Erstellt am 14.10.2007 - 23:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gebunden und zerschlagen wirst du durchs das Tor gebracht. Ein seltsames Gefühl breitet sich in deinem Körper aus, alles wird plötzlich leicht und verschwimmt. Ein seltsames Farbenspiel das an deinen Sinnen herüberrast. Du stürzt durch das Tor in die andere Welt…
Dort angekommen breitet sich das seltsam diesige bläuliche Licht der Feenwelt aus. Dem Ort nach ist es derselbe, doch in der Ferne erblickst du andere Orte und begreifst dass dieser Ort nicht von Bestand ist. Ein Ort des Wechselns und des Suchens. Einige treiben dich vor sich her. Mindere Feen Plagegeister, du versuchst schon ihrem Willen zu widerfahren, aber dann wird dir auf einmal klamm ums Gemüt, jemand ist hinter dir… etwas. Und flüstert leise in dein Ohr: „Wehre dich nicht gegen den Willen des Meisters, es ist zwecklos, du musst nicht mehr leiden als dir bestimmt ist.“ Diese Worte ruhig und beinahe zart zu dir gesprochen wühlen dein Innerstes auf. Legen eine eisige Kette um dein Herz, das sich furchtsam zusammenkrümmt. Einen kleinen Winkel nur drehst du den Kopf um den Sprecher auszumachen. In seiner ehernen Brünne steht er vor dir. Eine Fee so schön und schrecklich wie sie nur einem Traum entspringen kann… einem Alptraum. An seiner Seite hat er ein Schwert gegürtet. „Ich bin Famael, Ritter des schwarzen Windes. Schild und Schwert seines Hofes. Ich werde dich zu ihm bringen wie es sein Wille ist, widersetze dich nicht. Bald schon kommt die Zeit in der du genug leiden wirst.“ Und der Blick in seine leeren Augen sagt dir das er die Wahrheit spricht und jeder Widerstand bricht in dir zusammen. Alle Hoffnung stirbt in dir, es ist das Ende…
Gebunden wirst du durch einen Dämmerwald gebracht, in dem sich mancher Schatten tummelt, aber wenn dann und wann ein Schatten eine groteske Gestalt annimmt, scheint er dir vom Rand des Weges nichts Übles zu wollen sondern allein ein beinahe mitleidiger Blick streift dich. Der Pfad führt weiter über eine tote verdorrte Ebene und nimmt Richtung auf ein Bergmassiv. Schon steigt der Weg unaufhörlich an, wie im Traume rinnen die Zeit und die Geschehnisse an dir vor rüber. Durch manch dunkles Tal wirst du getragen als endlich der Weg sich in einer riesigen Wendel um die Brust des höchsten Berges schlingt. Eine verwitterte Stiege die unaufhörlich nach oben führt. Leise wirre Stimmen beginnst du zu hören als du Meter um Meter fortgebracht wirst. Doch du kannst nicht ausmachen ob sie aus deinem furchtsamen Herz einen Weg an die Oberfläche suchen oder ob du tatsächlich Stimmen hörst. Oder schon vom Wahnsinn um nachtet bist. Je weiter sie dich bringen desto schwerer wird es dir sich zu widersetzen. Wie ein schleichendes Gift ist etwas in deine Brust gedrungen und nährt sich an deinem Verstand und deinem Fühlen. Schlussendlich erblickst du das schwarze Schloss dessen der dich erwartet. Einsam ragt es in den Himmel, nachtschwarz und verwittert. Ein Ort infamer Trostlosigkeit. Schwarze Vögel ziehen durch den Himmel und umrunden Türme und Erker des Schlosses um dann niederzugehen und dich aus wissenden Augen zu beobachten. Da ist schon das schwere Eingangsportal mit dem viel zackigen Stern als Wappen. Mit einem leisen Knarzen öffnet es sich wie von Geisterhand. Wieder… Stimmen… überall Stimmen. Ein Flüstern, ein Mahnen ein Rufen. Bist du denn schon vom Wahn um nachtet? Von diesem bizarren Chorus begleitet wirst du durch die Eingangshalle geschoben. Es ist als ob die schwere des ganzen Gemäuers auf dir ruhen würde. Kaum vermagst du zu atmen. Es ist doch nur ein Traum… nur ein Traum… ein Alptraum der wahr geworden ist. Dort stehst du vor den Zwillingstüren die in die große Halle führen, die Halle der Spiegel… Die minderen Feen zittern und beben als sie vor der Pforte stehen und mit einer achtlosen Geste entlässt der schwarze Ritter seine Diener. Nimmt dich hart an der Schulter und schreitet mit dir auf die Tür zu. Auch diese öffnet sich, aber langsam, erwartungsvoll… lauernd und gibt den Blick auf die Halle frei. Alle Macht deines Geistes nimmst du zusammen um nicht zur Stund den Geist zu verlieren. Schatten tanzen in der Halle, schweben hier und dorthin treiben ihr elegantes Spiel. Äonenalter Staub bedeckt den Staub der Halle, durch den du jetzt wie aus eigenem Willen deine Schritte lenkst. Auf die Gestalt zu die auf dem Thron sitzt. Kaum getraust du dich links und rechts zu schauen, willst nicht in die Augen sehen die dir aus den Spiegeln entgegenblicken. Das Flüstern ist jetzt ein Raunen, atemlos gehst du wie eine Marionette auf die Gestalt zu, die noch in tiefem Schattenspiel verborgen bist. Fliehen und fort aus diesem Haus des Irrsinns ruft es in dir, zurück zum Licht und der Freiheit. Das leise Schließen von Scharnieren eröffnet dir das die Zwillingstür geschlossen wurde. Ein furchtsamer Blick zeigt dir das Famael die Tür geschlossen hat und dich nun anblickt. So seltsam und so fern jeglicher Menschlichkeit ist sein Ausdruck das du wegsehen musst. Halt sucht dein Blick, huscht über den staubigen Boden, verfängt sich an einem Rahmen eines Spiegels. Langsam hebst du den Blick, siehst in den Spiegel… und erbleichst. Auch wenn der Spiegel mehrere Schritt von dir weg steht, kannst du doch das Gesicht eines jungen Mädchens erkennen und das so als ob sie vor dir stehen würde. Mitleid strömt in dein Herz… dieses arme Wesen. Was muss ihr angetan worden sein damit sie das wurde das sie nunmehr ist? Wer kann solche Greuel vergeben? In einem kurzen Moment als Schmerz und Wahnsinn das arme Mädchen nicht schütteln, wirft sie dir einen tiefen Blick der Trauer zu. Kurz schließ du die Augen und blickst wieder hin, willst gar die Hand ausstrecken um sie zu retten. Doch nur diesen Lidschlag hat es gebraucht und sie ist fort. Dich selbst erblickst du nun im Spiegel, doch das ist kein Spiegelbild…das ist… nein es darf nicht sein. Es soll nicht sein. Dann wird deine Apathie durch ein Geräusch gestört. Ein Geräusch wie das sachte Schleifen einer Kette, über den Boden. Alle Haare an deinem Leib stellen sich auf, die Knie werden dir weich und dein Herz schlägt zum Halse. Du willst es nicht, aber irgendetwas zwingt dich, reißt an deinen Nerven und du blickst ihn an. Malfeas hat sich aufgerichtet und blickt in deine Richtung, seine Augen die du nur durch den Schatten der Gestalt ahnen kannst bannen dich, wie der Blick einer Schlange die ihr Opfer reißen will. Mit einer grotesk gütigen Geste winkt er dich zu sich heran und deine Füße gehorchen ihm. Schritt um Schritt schreitest du mit geweiteten Augen auf den Herrn des schwarzen Windes zu. Unerbittlich zerrinnt der Abstand zwischen dir und dem… Wesen. Ein vielstimmiges Stöhnen geht durch die Halle, schleicht sich von Ohr zu Ohr. Immer näher… immer näher heran an die mit Schatten umwehte Gestalt, die hoch aufgerichtet deiner harrt. So nah bist du schon heran, dass du selbst die von der Zeit gezeichneten Ketten in aller Klarheit erblickst. Seine Nähe lässt dein ganzes Wesen beben, deine Seele gefrieren. Mit knapper Not widerstehst du dem Drang dich vor ihm niederzuwerfen und um Gnade zu flehen. Ein letzter kläglicher Rest deiner Selbst versucht ihm zu trotzen. Doch wie lange noch? In seinem fledderigen einstigen Herrschermantel steht er nun vor dir, der Herr der Spiegel. Der dessen Stimme Wahnsinn gebietet.

„Deine Reise endet hier.“ Spricht er mit tiefer klangvoller Stimme. Es hallt es durch die Halle, tausendfach zurückgeworfen. Und ein unfasslicher Chorus von Stimmen setzt ein im Wahnsinn zu singen. Die Kakophonie der Misstöne ist beinahe schlimmer, als die so glatte Stimme ihres Herrn… fast. Etwas das in dir wach geworden ist hebt langsam die Augen, um in die seinen zu blicken. Doch du darfst es nicht tun, all deinen verbliebenen Willen nimmst du zusammen um nicht zu brechen. Zu Staub zu werden vor seinem Angesicht. Doch der Nachhall seiner Stimme im Raum und das Tausendfache Leid und Entsetzen das aus den Spiegeln zu dir dringt, zerschneidet langsam, wie mit Genuss deinen Widerstand. Du versuchst alles aufzubringen um nicht zu fallen, doch immer mehr entgleitet dir der Grund dazu. Wer bist du? Was machst du hier? Warum sich gegen etwas wehren das man nicht versteht…

„Blick mich an.“ Gebietet er und du vermagst ihm nicht länger zu missfallen und schaust im in die Augen.

Was für Augen… diese Augen sind so voll von Dingen und Wünschen, Leid und Verzweifelung das du dich darin verlierst. Für einen Moment begreifst du warum er der Herr des schwarzen Windes ist. Alle Seelen die er gestohlen hat und die nun im Sturm singen eint er in sich. In einer Person, einem Wesen… doch zu groß ist der Gedanke und er entgleitet dir. Was bleibt sind Augen deren Tunnel in die Tiefe führen, herab zu Wahnsinn und Vergessen. Als er dich nimmt und dich außer dir stellt, als er dich verschlingt, mit dir eins wird. Du eins wirst mit dem Wahnsinn. Hast du dich verloren. Es gibt kein Entkommen. Kein Zurück. Es gibt…





Signatur
Lang vergangen, ferner Glanz. Der Schleier senkt sich , Ende naht. Kein zurück und kein Erbarmen. Licht erstirbt in Finsternis.

Einst´ger Glanz nun lang vergangen. Hand in Hand die Unschuld webt. Tief gefroren für Äonen der Same ruht in Dunkelheit.

So fern und nah zu allen Zeiten, Licht und Glanz sich neu belebt. Wandelt hierhin, wandelt dorten. Nährt den Samen, nährt das Leben.

In tiefster Erde neu erblüht, das Blatt nun auf zum Baume fällt. Senkt sich Sonne, senkt sich Nacht. Alter Glanz wird neu entfacht.


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