BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 28.03.2006 - 17:27 |  |
hallo,
hier möchte ich mal als Urlaubs- und Ausflugsziel meine Heimat vorstellen:
Landschaftsräume
Kontrastreiche Vielfalt im Emsland: Ausgedehnte Naturreservate und uralte Kulturlandschaft, historische Schätze und zukunftsorientierte Technik. Entlang der grüngesäumten Lebensader Ems lassen sich fünf Landschaftsträume ausmachen, die eigene, unverwechselbare Charakterzüge zeigen:

Nördliches Emstal
Natur und Technik geben sich im nördlichen Emstal die Hand. Über seinen Wasserstraßen wölbt sich maritime Atmosphäre. Auch wenn die Nordsee noch etwas entfernt ist, scheint sie doch auf den von Kanälen, Schleusen, Klapp- und Zugbrücken geprägten Landschaftsraum zwischen Haren und Papenburg auszustrahlen.
Die Schifffahrt, die hier buchstäblich alles verbindet, ist – seit vielen Generationen – das zentrale Thema überhaupt. Der Schiffsbau hat entsprechend lange Tradition; die alten Pünten im Harener Schifffahrtsmuseum und die in den Papenburger Kanälen verankerten Segler geben davon ein pittoreskes Zeugnis.
Mit der Meyer Werft in Papenburg, die zu den bedeutendsten Schiffsbaustätten der Welt zählt, lebt diese Tradition fort. Wenn sie ihre atemberaubenden Luxusliner ausdockt, wird die schmale, idyllische Ems jedes Mal zu einem Nadelöhr, das sich zum Erstaunen des Publikums auf dem – sonst nur von Schafen bevölkerten – Deich doch immer wieder knapp, aber sicher bewältigen lässt.
Futter suchende Wasservögel tummeln sich in großer Zahl in den Emsauen bei Rhede , und mitten im friedlichen Weideland bei Lathen und Dörpen liegt die Transrapid-Versuchsstrecke. Auf der Magnet-schwebebahn, die mit atemberaubendem Tempo und nahezu geräuschlos ihre Kreise zieht, lässt sich die Zukunft schon heute erleben.
Hümmling
Buchenwald und Birkenhaine, Erika und Glockenheide – dazwischen leuchtende Rapsfelder und Alleen, soweit das Auge reicht. Die Grüne Weite ist das Merkmal des Hümmling, einer Hügellandschaft, die sich aus den sonst nur sanft gewellten Niederungen des übrigen Emslandes erhebt. Mythisch anmutende Großsteingräber, zwischen knorrigen Bäumen versteckt, wecken Phantasiebilder von urgeschichtlichen Kulturen. Die Nachfahren jener ersten Siedler haben Mühlen gebaut, die seit Jahrhunderten den Elementen trotzen, die sie antreiben: Wind und Wasser. Hier ist auch Europas einzige Mühle zu finden, die beides gleichzeitig nutzt – die „Hüvener Mühle“.
Als fabelhaftes Jagdrevier seit langer Zeit geschätzt, hat der grüne Hümmling einst den Kölner Kurfürsten Clemens August angezogen. Er bescherte der Region ein architektonisches Juwel: Schloss Clemenswerth in Sögel .
Darüber hinaus locken Nordhümmling und Werlte , die ebenfalls in diesem Landschaftsraum liegen, mit einem wahren Wanderparadies, idyllischen Dorfteichen und dem Naturschutzgebiet „Theikenmeer“.
Hasetal
Wer Romantik sucht, findet sie an den Mäandern der Hase. Ihr sauberes Wasser hat die Lachse wieder angelockt, und in den ausgebuchteten Ufern tummeln sich die Biber. Zwischen Obstbäumen und Rosensträuchern hindurch der Blick auf begeisterte Kanuwanderer.
Das bei Herzlake besonders ruhig dahin gleitende Flüsschen lässt jede Alltagshektik vergessen. Selbst in der munteren Kreisstadt Meppen , wo sich Hase und Ems mit dem Dortmund-Ems-Kanal vereinigen, herrscht wohltuend gemächliche Betriebsamkeit. Zeit genug für die Bewunderung der architektonischen Schmuckstücke – oder Muße für einen Spaziergang unter dem grünen Baldachin des Festungswalls.
In Meppen startet der dampfende Hasetal-Express zur gemütlichen Fahrt in die idyllische Umgebung, geprägt vom Silberglanz der Wasserflächen, von duftenden Wiesen und Wäldern voller Vogelstimmen. Er führt unter anderem zu den romantischen Winkeln von Haselünne , der ebenso gastfreundlichen wie traditionsreichen alten Hansestadt. Ihre Kornbrennertradition und die mittelalterlichen Burgmannshöfe sind nur zwei von vielen reizvollen Facetten.
Südliches Bourtanger Moor
Unter der Torfdecke des einst größten Hochmoorkomplexes in Westeuropa schlummern wertvolle Bodenschätze: Erdgas und Öl. Dass sich hier so etwas wie ein „Texas des Nordens“ befindet, ist vor allem an den so genannten „Ölnickern“ zu erkennen. Doch trotz Torfabbau, Öl- und Gasförderung, die dem einst armen Landstrich zu sichtbarem Wohlstand verholfen haben, hat das Südliche Bourtanger Moor eine Vielzahl natürlicher Attraktionen bewahrt: Feuchtbiotope für immer seltener werdende Flora und Fauna, ausgedehnte Rastplätze für Zugvögel und weite Wollgrasflächen, deren Fruchtphase im Juni jedes Jahres zu einer einzigartigen Attraktion wird.
Die Erschließung dieses Landschaftsraumes wird deshalb mit besonders großer Sorgfalt betrieben. Im Heseper Moor bei Geeste lädt das Emsland-Moormuseum zum Rundgang durch Geschichte und Alltag des Torfabbaus ein. Mit rund 20 Hektar Hochmoorfläche ist es das größte Museum dieser Art in Deutschland.
Bei Twist hütet unter anderem das Naturschutzgebiet Bargerveen, das sich tief in die benachbarten Niederlande hinein erstreckt, den einzigartigen Schatz an lebendiger Hochmoorvegetation – ein Lebensraum für rund 220 Vogelarten.
Südliches Emsland
Die Ems windet sich hier durch saftiges Weideland. Ihre dicht-grüne Ufervegetation ist von selten gewordenen Vogelarten bevölkert. Über goldglänzendem Korn winken die Kirchtürme lauschiger Ortschaften am Horizont. Vom Wegrand grüßen Kornblumen, Klatschmohn und Margeriten. Malerische Fachwerkgehöfte, liebevoll restauriert und von bunten Bauerngärten umgeben, laden zum Verweilen ein – manche sogar zum Kaffeetrinken.
Das Südliche Emsland ist seit Menschengedenken Bauernland. Die dunklen Farben der Felder signalisieren Fruchtbarkeit. Auch Viehzucht und alte Handwerkskunst sind hier zu Hause. Und die erfolgreiche Tätigkeit der einstigen Kaufleute und Grenzgänger, „Tödden“ genannt, spiegelt sich in schmuckvollen Herrschaftshäusern wider.
Von Wohlstand und blühender Wirtschaft künden auch die von historischen Schätzen geprägte Stadt Lingen und die zu diesem Landschaftsraum zählenden Orte Emsbüren , Freren , Lengerich , Spelle und Salzbergen mit ihren Mitgliedsgemeinden.
Lingen, die größte Stadt des Emslandes, ist auch als „Stadt der Kivelinge“ bekannt – bezeichnet nach jenen wehrhaften Jünglingen, die ihre Stadt schon im Mittelalter erfolgreich gegen Feinde verteidigt haben.
quelle: www.emsland-touristik.de
Bilder von emsland-touristik.de ©
[Dieser Beitrag wurde am 28.03.2006 - 22:12 von BDBruemmer1 aktualisiert]
Signatur Die Natur kann ohne uns locker leben.
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