kurt admin
    

Status: Offline Registriert seit: 03.03.2005 Beiträge: 66 Nachricht senden | Erstellt am 01.04.2005 - 19:17 |  |
Ein erster Griff in die virtuelle Schublade brachte folgendes zu Tage:
Das eingeschlossene Dritte
Eins ist nicht ohne Weiteres gegeben.
Dem Einen ein Anderes beizulegen bleibt aber einerlei, solange zwischen "Beiden" nicht unterschieden werden kann.
D.h. Die Differenz ist allem Unterscheidbaren (als A und B, oder A& A, oder A & X, kurz: jedem "Dual" ) als das eingeschlossene Dritte beigelegt.
Oder anders: Zwei zu sein ist noch keine Unterscheidung und damit keine "Zweisamkeit". Wo wir so schön beim Spiel mit Worten sind: Gedoppelte "Einsamkeit" bleibt begreiflicherweise einfach (nur) einsam - ist SO nicht steigerungsfähig, bloß: gleich-gültig.
Selbst wenn man nur versuchte, zwischen "Das-was-Eins-ist" und "Das-was-das-Gegenteil-von-Eins-ist" zu unterscheiden, käme man nicht ohne das eingeschlossene Dritte, die Negation, aus. Denn die Negation ist nicht "Das-was-das-Gegenteil-von-Eins-ist" oder, sondern die Operation der Bestimmung, das Vermittelnde zwischen (So-)Sein und Nicht(So-)sein"
Da die Bestimmung zwei Möglichkeiten hat (haben muss), denn Eins lässt sich nicht ohne ein Anderes Bestimmen, kann man, wo immer eine Unterscheidung möglich ist, auch eine Entscheidung treffen. Ist das dann bereits ein System?
So gesehen, wäre in der Tat der UNTERSCHIED das System ...
Die Unterscheidung ist aber das Trennende und das Verbindende zugleich. Denn wenn das Getrennte nicht in in Verbindung gebracht werden kann, dann ist es einerlei, weil die Trennung nicht feststellbar, bzw. nicht unterscheidbar wäre ...
Das heißt: wo immer es einen Unterschied gibt, gibt es ein Medium, ein den Unterschied Vermittelndes.
Ein Medium kann einfach (solitär) beschaffen sein oder auch synthetisch, es kann ein "Ding" sein oder ein System ("Dinge" ), Ein Ding wiederum kann aus Systemen bestehen, ohne selbst System zu sein.
Ein Beobachter beobachtet (unterscheidet) immer nur dadurch, dass er selbst bereits (als) unterschieden (gesetzt) ist. Er beobachtet vermittelt durch den Unterschied (das Medium), das sich selbst der Beobachtung entzieht:
Wenn wir sehen, sehen wir nicht "Dinge", wir sehen: Licht.
Licht ist ein Medium, das uns informiert, indem es auf seine "Störquellen" verweist. Wir sehen also immer nur den Unterschied: das Medium, nicht aber: das Unterschiedene.
Am Beispiel Licht wird deutlich, dass ein (einziger) Unterschied, sehr viele Unterschiede(ne "Dinge" ) "vermitteln" kann.
[Dieser Beitrag wurde am 01.04.2005 - 23:17 von kurt aktualisiert]
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