Suicidy 

Status: Offline Registriert seit: 02.05.2005 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 28.05.2005 - 22:57 |  |
Das stecht in Setos Stecki... bei Animexx... naja, habs ma reinkopiert, wenn sie das net will, lösch ichs wieder xD""" --------
...das Borderlinesyndrom...
~für Angehörige~
Praktische Ratschläge für Angehörige: SVVler ( SVV = Selbst-verletzenden-verhalten) sind in der Regel besonders sensible und nachdenkliche Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Sie haben ein geringes Selbstwertgefühl und sind dadurch leicht zu verletzten. Häufig fühlen sie sich einsam. Eine typische Verhaltensweise ist es, negative Erlebnisse auf sich zu beziehen und sich dadurch immer mehr in der eigenen Negativeinschätzung bestätigt zu fühlen, Lob aber nicht akzeptieren zu können. Hinzu kommt oftmals die Schwierigkeit, nicht offen mit anderen reden zu können. Durch den fehlenden Meinungsaustausch wird auf beiden Seiten, also bei Angehörigen und Betroffenen gleichermaßen, viel spekuliert, es werden falsche Rückschlüsse gezogen, und Missverständnisse sind vorprogrammiert. Im Gegensatz zu den gerade beschriebenen inneren Eigenschaften falle SVVler durch ihr Verhalten in der Gesellschaft jedoch nicht auf. Sie sind weder auffallend scheu noch unsicher. Sie geben sich fröhlich, können aus sich herausgehen und ausgelassen sein wie andere auch. Wichtig im Umgang mit Betroffenen ist vor allem, sich klar zu machen, dass das Kind, der/die Freund/in, der/die Partner/in trotz SVV derselbe Mensch geblieben ist. Er ist nicht deshalb anders geworden, weil wir von den Selbstverletzungen erfahren haben. Entsprechend sollten wir ihn auch behandeln. Wir helfen ihm weder dadurch, dass wir ihn schonen und alle Probleme für ihn aus dem Weg räumen, noch durch besondere Strenge und Disziplinierungsversuche. Das Leben muss ganz normal weitergehen. Trotz seiner Wichtigkeit dürfen die Angehörigen SVV nicht ins Zentrum ihres Lebens rücken, weil es eine starke emotionale Macht besitzt und in den eigenen Aktivitäten lähmen kann. Die depressive Stimmung, die SVV eigen ist, kann sich schnell auf das unmittelbare Umfeld übertragen.
Es ist wichtig: 1)... den Betroffenen Rückhalt zu geben, egal was kommt. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass wir immer zu ihnen halten.
2)... für sie da zu sein, wenn sie reden wollen, und Abstand zu halten, wenn sie ihre Ruhe haben wollen!
3)... die Betroffenen fühlen zu lassen, dass wir uns wirklich für sie interessieren. Das können Fragen sein wie "Was ist denn passiert?" oder "In welchen Situationen machst du das?", aber auch "Wollen wir was zusammen unternehmen?" Sie wollen aber nicht danach gefragt werden, warum oder wie sie sich selbstverletzten
4)... keine dummen Bemerkungen zu machen oder Witze darüber zu reißen, wenn Betroffene etwas sagen, auch wenn es nicht böse gemeint ist, SVVler sind leicht verletzlich.
5)...nicht herumschreien, auch wenn wir sehr erregt sind. SVVler fühlen sich schon alleine durch die Lautstärke angegriffen und verunsichert. Wenn wir doch mal zu laut geworden sind, sollten wir später darüber reden und die Situation nicht ungeklärt lassen.
6)...unsere Lieben manchmal einfach nur in den Arm zu nehmen und sie zu streicheln. Körperliche Nähe kann viel mehr ausdrücken als Worte. Es ist auch gleichzeitig ein Zeichen, dass wir mit ihrem Körper kein Problem haben.
7)...SVV keinesfalls zu ignorieren. Wenn Betroffene mit uns nicht über SVV sprechen, heißt das nicht, dass sie grundsätzlich nicht darüber sprechen wollen, vielleicht können sie es nur gerade nicht und brauchen noch Zeit. Wir sollten immer mal wieder nachfragen und nicht gleichgültig werden.
8)...SVV nicht unter Druck setzen "Wenn du nicht aufhörst, dann..." und bei ihnen keine Schuldgefühle zu erzeugen. "Wie konntest du mir/uns das nur antun?" Wir dürfen ihnen wegen SVV nie ein schlechtes Gewissen einreden oder ihnen Vorwürfe machen.
9)... keine Standartsprüche zu verteilen "Das geht wieder vorbei", "Kopf hoch, es geht jedem mal schlecht". Diese Verharmlosungen verletzen die Betroffenen, und sie fühlen sich nicht ernstgenommen. SVV ist mehr als nur ein vorübergehendes Stimmungstief.
10)... weder ein großes Drama mit Mitleidsbekundungen aus SVV zu machen, noch es als Kleinigkeit abtun.
11)... eigene Fehler zuzugeben und sich zu entschuldigen, wenn man etwas falsch gemacht hat. Wir sollten versuchen offen und ehrlich miteinander umzugehen.
12) ... auch von unseren eigenen Problemen und Ängsten im Zusammenhang mit SVV zu sprechen. Wir müssen bereit sein dasselbe zu tun, was wir von den Betroffenen erwarten.
13)... Stimmungsschwankungen von Betroffenen zu akzeptieren. Auch sie können einen schlechten Tag haben. Und es ist günstiger, mit den wahren Gefühlen konfrontiert zu werden, als immer das Gefühl "Mir geht es super" vermittelt zu bekommen, obwohl wir wissen, dass es nicht so ist.
14) ...uns gemeinsam über Schule, Ausbildung oder Arbeit hinaus Gedanken zum Tagesablauf machen. Leerlauf und ungenutzte Freizeit lässt die Gedanken immer wieder um SVV kreisen. Konkrete Alternativen wie Sport treiben, malen, mit einem Freund telefonieren etc. helfen im Bedarfsfall, SVV entgegenzuwirken.
15) ... keinen Druck auszuüben um Wunden oder Narben gezeigt zu bekommen. Diese Art der Kontrolle ist wenig hilfreich.
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