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Torn ![]() Literaturkenner Status: Offline Registriert seit: 21.07.2007 Beiträge: 352 Nachricht senden |
'besser' gesagt
'einander gegenüber'
Das möcht ich mal auch können! ![]()
'aufeinander'
kein Komma vor dem 'und'
'zugegebenermassen'
Nach 'Tiergeist' noch ein Komma
'Empathin'
'beigebracht'
'geheime'
'eine' Pause kein Komma vor dem 'und'
Katreijka wusste 'noch' mehr, weil sie ja vorher schon so viel 'weiss' 'etwas gesehen, das'
'Brot, das'
'zermarterte'
'nichts Anderes' Beim zweiten Satz musst du irgendwo einen der Namen nehmen, weil es sonst zu Verwirrungen kommt.
'kratzte'
Komma nach 'erhoffte'
'zu' vor 'anzunehmen' ist zuviel
Ich würde sagen 'euer'... ![]()
'beiseite'
'gefangen worden wären'
Nach den drei Punkten gross weiter
'beiden' 'sich vermuten liess' ist etwas merkwürdig... 'als man vermutete'?
'verzog'
'anderen' Ich habe mich kurz gefasst, weil ich nicht so viel Zeit habe ![]() Signatur Ich dachte immer, das ist doch kein Problem Jetzt sitz ich hier, wie ein Kaninchen vor der Schlange Und ich fühl mich wie gelähmt Ich muss es sagen, Ich weiss nur noch nicht wie Ich muss es dir sagen, Jetzt oder nie Bitte geh noch nicht Am besten gehst du nie Ich hab's dir schon so oft gesagt In meiner Phantasie Bleib noch ein bisschen hier Bitte geh noch nicht Was ich versuche, dir zu sagen, ist Ich liebe dich! | ||||||||||||||||||||||||||||
Aerowen ![]() Schreib-Ass Status: Offline Registriert seit: 07.04.2007 Beiträge: 798 Nachricht senden |
An die drei besten Betaleserinnen der Welt, 9. Kapitel - Wiedersehen Die Mädchen und Gajantos verbrachten die nächsten Tage wieder mit Arbeit in der Klamm. Am ersten gemeinsamen Morgen waren sie über die Lichtung gestreift und hatten Ausschau gehalten nach einem geeigneten Baum für die letzte Hütte. Schovani war es schließlich gewesen, die einen geeigneten Platz gefunden hatte, nicht weit entfernt von der anderen Jungenhütte. "Drei Leute müssen hier rein passen", sagte Koraja zu Schovani. "Das wird kuschelig", war deren Kommentar. Gajan, der es gehört hatte, maulte: "Ich möchte mal wissen, warum wir dafür, dass wir das Land retten, in Bretterverschlägen hausen und Beeren im Wald pflücken müssen." Koraja seufzte. "Nicht alles ist gerecht im Leben, Gajantos Geisterherr. Und manches zahlt sich erst im Nachhinein aus. Trotzdem muss man es tun." Gajan ließ sich resigniert auf einem moosbewachsenem Findling nieder. Er wusste nicht, was ihm mehr auf die Nerven ging - Schovanis fröhliche, leichtfertige Art oder die weisen Sprüche von Koraja. In seinen Augen hatte keine der beiden eine Ahnung wovon sie redeten. Langsam hasste er es, unter vier Mädchen leben zu müssen. Und Falmara gab ihm wie immer das Gefühl, Gajan haushoch überlegen zu sein. Am meisten sympathisierte er noch mit Katreijka, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmerte und ihn nicht ständig belehrte. Dafür war sie es gewesen, die diesen Schmiedejungen angeschleppt hatte. Ich frage mich wirklich, warum ich nicht einfach ihren Ruf ignoriert habe. Wenn ich geahnt hätte, wie das hier wird, hätte ich das sicher getan. Gajan wusste, dass sein Tirmo Felan ihm darin Recht geben würde. Aber der befand sich irgendwo auf einer längeren Jagdtour, und Gajantos wünschte sich nichts mehr, als mit ihm gegangen zu sein. Anstelle dessen musste er hier in der Klamm ausharren und die Diskussionen der Mädchen ertragen. Das Schlimmste war, dass er auch die Rückkehr der anderen Hexenkinder keine Aussicht auf Besserung der Lage versprach. Gajan war mit niemandem richtig befreundet. Der einzige, auf dessen Beistand er noch hoffen konnte, war sein großer Bruder Galahan. Aber dessen Ankunft wollte sich nicht einstellen. Wahrscheinlich hat er Besseres zu tun, als hierher zu kommen, sobald jemand ruft, dachte Gajan. In zwei Tagen waren die fünf schon weit gekommen mit der Schlafstelle. Sie hatten im Wald nördlich der Klamm, wo sie schon vorher nach Naturmaterialien gesucht hatten, einige tote Bäume gefunden, deren Holz noch nicht morsch war. Diese hatten sie mit einem Beil gefällt und Falmara hatte Epona dazu überreden können, die Stämme in die Klamm zu ziehen, wenn die Tirma es auch nur widerwillig tat. Sie war genauso stolz wie Falmara. Aber als Schovani bemerkt hatte, dass Junn all diese Arbeiten fiel besser machen würde als Epona, konnte sie gar nicht schnell genug mit der Arbeit beginnen. Schovani und Falmara gab das Anlass zu lautem Gelächter. In der Siedlung versuchten sie, die Stämme für die Hütte zurecht zu machen. "Wie haben keine Säge, wir haben keine Säge", sang Koraja vergnügt, als wäre das nichts als ein Witz. Sie wollte es ihnen nicht noch schwerer machen, als es ohnehin schon war. "Aber wir hatten doch mal eine?", fragte Schovani. "Ja, bevor sie durchgerostet ist", war die vergnügte Antwort. Gajantos schüttelte den Kopf und versuchte weiterhin, mit bloßen Händen Äste abzubrechen. Er konnte immer noch nicht fassen, was sie hier eigentlich taten. "Sag mal", begann Falmara, nachdem sie eine Weile seine mürrische Miene ertragen hatte. "Was glaubst du, wie sich anderswo Häuser bauen? Von selbst? Oder ob es irgendjemanden schert, wer wir sind? Du kannst ja von mir aus weiterhin von Ruhm und Ehre träumen, während wir uns unser Überleben sichern. Erwarte dann aber keine Hilfe von uns." Sie fand es einfach unverschämt von Gajan. Falmara selbst machte die ganze Sache nicht mehr Spaß als ihm, aber sie verhielt sich wenigstens nicht wie ein Kind. "Ist ja schon gut", fauchte Gajan. "Ich hab doch gar nichts gesagt. Außerdem bekommen wir gerade Besuch, also hör besser auf, hier herum zu schreien", sagte er und nickte Richtung Klammeingang. Er hatte tatsächlich Recht; auf der Lichtung näherte sich ihnen ein junger Mann auf einem Fuchs. Er hatte braune, lang gewellte Haare und trug bequeme Reisekleidung. Hinter sich hatte er mehrere Bündel mit Gepäck auf den Rücken des Pferdes geschnürt. "Glamróan! Du bist auch gekommen!" Schovani schnellte auf den jungen Mann zu, der gerade von seinem Fuchs abstieg. Vor dem Pferd blieb sie stehen und strahlte ihn an. Der Mann lachte, und an seinen Lachfalten um die Augen herum konnte man sehen, dass er das öfter tat. "Kleine Tänzerin", sagte er. "Immer noch nicht klüger geworden aus der Macht der alten Sprache." Schovani blickte verschämt zu Boden, bis sie sah, dass er es nicht ernst gemeint hatte. "Und dieses Mal bin ich nicht nur zu Besuch", fuhr er fort. "Ich bleibe." "Koraja wird sich freuen", flüsterte das Mädchen verschwörerisch. Glamróans Brauen zogen sich zusammen. "Das werden wir sehen", murmelte er. Für gewöhnlich wusste das Koraja nicht, ob sie lachen oder weinen sollte, wenn sie ihn sah. Schovani nahm kurz entschlossen seine Hand und zog ihn hinter sich her zur Siedlung. Sie ignorierte die anderen, die bei der halbfertigen Hütte standen, und ging um die Ecke auf das Haupthaus zu. Der Fuchs trottete hinterdrein. Koraja, die eine Pause gemacht hatte, kam soeben mit einem Leintuch über dem Arm aus dem Haus. Als sie Glamróan erblickte, blieb sie überrascht stehen. Er ließ die Zügel seines Hengstes und Schovanis Hand los und ging selbstbewusst auf die junge Frau zu. "Kora", sagte er und nahm ihre Hände, ohne auf ihre Reaktion zu achten. "Es tut mir leid, dass ich jetzt erst gekommen bin. Ich konnte mich kaum von meiner Tante verabschieden." "Du bist nicht der Letzte, Heilhand", antwortete Koraja und versuchte, selbstsicher zu klingen. "Wie du sicher weißt." Glamróan lächelte. "Ich weiß aber nicht, wo alle anderen sind", sagte er sogleich. "Mit Maënas' Route muss ich mich getäuscht haben, sie ist nicht mehr ersichtlich. Éalin befindet sich noch viele Meilen westlich von hier. Mehr kann ich dir nicht sagen." Er sah sie forschend an, suchte nach einer Regung in ihren Gesichtszügen. Doch Korajas Miene war so verschlossen wie sonst nur Falmaras. "Freust du dich trotzdem, dass ich da bin?", fragte er leise. Da schlang Koraja plötzlich ihre Arme um ihn und vergrub ihr Gesicht an seiner breiten Schulter. "Ja", flüsterte sie. "Aber lass uns vorsichtig sein." Schovani war mit dem Hengst verschwunden, und auch sonst war niemand zu sehen, worüber Koraja froh war. Sie hatte einem plötzlichen Impuls nachgegeben, aber für gewöhnlich hielt sie sich fern von Glamróan. Es war nicht gut, sich selbst seinen Gefühlen auszuliefern - nicht, solange sie anderes zu tun hatten. Als sich die beiden schon wieder von einander gelöst hatten, kam das Mädchen zurück um die Hausecke und sagte aufgeregt: "Deine Schlange ist ja auf dem Pferd geritten!" "Nun ja, bis hierher kriechen konnte Thaeri ja schlecht, oder was meinst du?" Schovani nickte stumm. "Du weißt, dass du keine Angst vor ihr haben brauchst, Schovani. Die Schlange ist das Zeichen der Heilkunst, weil ihr Gift den Menschen gesund machen kann." "Hab ich auch nicht", antwortete Schovani verwundert. Ständig unterschätzten die Leute sie, selbst Glamróan. "Aber du solltest Miri nicht einfach so hier herum laufen lassen, sonst läuft er sicher weg", sagte der junge Mann besorgt. "Es war nicht einfach, ihn dazu zu überreden, durch den Hrâd zu gehen. Er gruselt sich vor dem Dschungel." "Er ist schon im Stall", antwortete Schovani zufrieden. "Aber Thaeri bleibt doch nicht dort, oder? Junn wird Angst vor ihr haben, wenn er wieder da ist." Glamróan nickte verständnisvoll und ging, um nach seiner Tirma zu sehen. Nachdem er auch Gajantos, Falmara und Katreijka begrüßt hatte, ließ Glamróan sich von der aktuellen Lage in Meija berichten. Er erfuhr, dass Calett und Maënas in einem Dorf außerhalb des Hrâds arbeiteten, um Lebensmittel zu besorgen. "Ach, darum verwirrte mich ihr Aufenthaltsort. Es schien zunächst, als würde Maënas hier herkommen, so wie ich, nur dass er ungleich schneller vorankam. Dann, vor ein paar Tagen, änderte er seine Richtung wieder, und ich konnte nicht mehr ausmachen, wohin er sich gewendet hat. Meine Fähigkeit, die anderen Hexenkinder zu orten, ist nicht sehr zuverlässig", seufzte er. Zudem war sie nur wirksam bei Hexenkindern, denen er selbst schon begegnet war, und das waren leider nicht alle von ihnen. "Bei Calett und Maënas ist noch ein Dritter", begann Katreijka. "Ich traf ihn auf dem Weg hierher, und -" Sie verstummte, denn es erschien ihr falsch, jetzt schon von dem Grund für ihre Zusammenkunft reden zu müssen. "Ein Blick in seinen Geist überzeugte mich davon, dass ich den Jungen nicht zufällig getroffen habe." "Sie meint, er könnte ein dreizehntes Hexenkind sein", erklärte Falmara für sie. Es war nicht zu überhören, dass es skeptisch klang. "Und ich unterstütze sie in dieser Meinung", sagte Koraja ruhig. "Das ist ja eine erstaunliche Neuigkeit", stellte Glamróan fest. Gajantos, der die ganze Zeit den Wolf zu seinen Füßen gestreichelt hatte, meldete sich nun zu Wort: "Es ist völliger Schwachsinn", sagte er unfreundlich. "Es kann kein dreizehntes Hexenkind geben, weil das bedeuten würde, dass die Götter meinen Bruder in seinen Visionen angelogen haben. Wie sind hier, weil da draußen Gefährliches vor sich geht, und sie hier" - er deutete auf die Mädchen neben sich - "nehmen einfach einen Jungen bei sich auf, der irgendwelchen magischen Schwindel betreibt." "Danke, dass du uns deine Meinung kund getan hast, Gajantos", sagte Koraja bissig. Wieder war diese Reaktion ganz und gar nicht ihre Art, wie auch Glamróan feststellen musste, doch der junge Gajantos trieb sie mit seinem Bemerkungen in den Wahnsinn. Glamróan schüttelte den Kopf. Offenbar würde das Zusammenleben nicht eben einfach werden. Doch er wandte sich Dingen zu, die im Moment wichtiger waren als diese Meinungsverschiedenheit. "Also sehe ich das richtig?", hakte er nach. "Lebenspuls, du warst es, die uns zusammen rief, weil du... seltsame Vorkommnisse bemerkt hast?" Katreijka nickte. "Ich habe sie genauso bemerkt", sagte Koraja düster. "Es kommen oft Vögel von weit her, die davon erzählen, dass im Norden merkwürdige Dinge vorgehen. Viele Tiere fliehen in Richtung Süden." "Der Junge, den ich traf - Gawenn ist sein Name - kommt aus einem Dorf, das Opfer bei einem der Überfälle geworden ist.", sagte Katreijka. Glamróan nickte: "Ich habe davon gehört, und das war der Hauptgrund für mein Zögern, was den Aufbruch anging. Wenn in unserem Ort so etwas geschehen würde, würde ich dort gebraucht werden." "Hier wirst du auch gebraucht", entgegnete Koraja leise. Glamróan sah ihr lange in die Augen. Katreijka stand auf und sagte: "Nun, ich hoffe, es werden bald endlich alle hier eintreffen, und mein Bemühen war nicht umsonst." Sie hatte nicht die geringste Lust, die ganze Geschichte noch mehr als einmal zu erzählen, vor allem nicht, was Gawenn anging. An den Jungen zu denken reichte ihr schon vollkommen. Nachdenklich hielt sie inne. "Ich bin es müde, ständig die selbe Geschichte noch einmal erzählen zu müssen." Und damit ging sie, und löste die Versammlung auf. Glamróan zögerte nicht lange damit, sich nützlich zu machen. Er verstaute sein Gepäck in der Hütte, in der schon Gawenn übernachtete. Er hatte einige Sachen mehr mitgebracht als der Junge, wie Glamróan sah. Offenbar war es ein überstürzter Aufbruch gewesen. Doch neben einigen persönlichen Dingen sowie Proviant bestand Glamróans Gepäck aus allerhand Arzneimitteln, getrockneten Kräutern in Dosen und Verbandszeug. Er hatte nicht seine gesamten Vorräte mitbringen können, und sich so auf das Nötigste beschränkt. Aber ohne seine Heilmittel hatte er nirgendwo hingehen wollen. Danach gesellte er sich zu den anderen Hexenkindern, um ihnen zu helfen. Thaeri ließ er zurück bei seinen Habseligkeiten. Ende der Woche stand die Hütte, sie war fertig und sah einigermaßen stabil aus. Ein jeder hatte mit angepackt, und Falmara und Koraja waren sehr zufrieden, als Gajantos seine Sachen aus dem Lager im Wald holte und in die neue Hütte schleppte. Felan machte es sich zur Gewohnheit, vor dem Eingang zu dösen, wenn er nicht auf der Jagd war. "Was tust du, wenn Gawenn wieder da ist?", fragte Schovani ihn interessiert. Gajan brummte. Er würde sich nur zu gern darüber beschweren, wie dreist sich die Kleine ihm gegenüber verhielt. Aber sie wusste es ohnehin und es hinderte sie kein bisschen daran, ihn weiter zu triezen wann immer ihr es passte. "Ich glaube nicht, dass er überhaupt wieder kommt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er gleich im Dorf bleibt, Feigling, der er ist." Doch Gawenn kehrte zurück, ein paar Tage später zusammen mit Calett und Maënas - sie hatten ihr Versprechen, eine Woche zu bleiben, eingehalten. Man konnte Falmara ansehen, wie froh sie war als die drei mit dem Pony in der Klamm auftauchten. Sogleich nahm sie Calett in Beschlag, während Glamróan sich Gawenn vorstellte und ihn in ein Gespräch verwickelte. Er war sehr neugierig auf den Jungen, von dem alle sprachen, und Koraja hatte ihm gesagt, dass es das Beste wäre, wenn er Gawenn sofort seine friedlichen Absichten bewies. Keiner hatte die Szene vergessen, als Gajantos und Gawenn das erste Mal aufeinander getroffen waren. Koraja war entzückt, als sie sah, was die drei alles mitbrachten: "Diese gute Frau hat uns ihren halben Hausstand mitgegeben", sagte Maënas. "Sie sagte, sie und ihre Tochter würden zu ihrer Schwester ziehen, und bräuchten das Meiste nicht mehr. Sie wird ihren Hof inzwischen verkaufen." In dem Wagen, den Schovanis Pony gezogen hatte, lagen, gut gepolstert durch Stroh und Heu, wertvolle Haushaltsgegenstände: Töpfe, Kellen, Teller, Becher und so einiges mehr, was sie gut würden gebrauchen können. Auf Junns Rücken waren Bündel mit Decken und Stroh sowie Säcke mit Mehl und ein paar kleinere mit Gewürzen geschnürt, und in den Weidenkörben und Rucksäcken befanden sich Obst, Gemüse, Käse und sogar Fett und Honig. Die Mädchen standen da und staunten - nie hätten sie damit gerechnet, dass die Witwe so großzügig sein würde. "Ich sage nicht, dass wir damit über den Winter kommen werden", sagte Koraja fassungslos. "Aber trotzdem.." "Wie viel müsst ihr gearbeitet haben", sagte Falmara zu Calett und küsste ihn abermals. Er grinste. "Wie wär's", sagte Maënas, "wenn ihr euch jetzt mal um den ganzen Kram kümmern würdet, damit wir uns gemütlich mit Glamróan unterhalten können?" Koraja warf ihm den giftigsten Blick zu, zu dem sie im Stande war, Schovani nahm Junn am Zügel und stapfte mit ihm davon, und Falmara warf mit einem Apfel nach ihm. Glamróan lachte herzlich, Calett verkniff sich das Grinsen. "Wo ist Katreijka?", fragte Gawenn. Maënas verdrehte die Augen. "Warum lässt du die kleine Katze nicht in Ruhe, die hat sowieso ihren eigenen Willen. Wo wir gerade dabei sind - habt ihr Fintan gesehen?" Maënas hatte seinen Bärentirmo nun eine ganze Zeit lang nicht gesehen und vermisste ihn allmählich. Fintan hielt sich meistens im Wald auf; Bären waren nun mal Einzelgänger und er wollte niemanden erschrecken. Die Hexenkinder sagten ihm, dass der Bär nicht aufgetaucht war und Maënas beschloss, ihn bald suchen zu gehen. Doch zunächst machten sich die Acht daran, die Vorräte auszuladen und zu verstauen. Koraja war glücklich, als sie sah wie sich ihre Vorratskammer neben dem Haupthaus zu füllen begann. Auch die Mädchen und Gajantos waren nicht untätig gewesen und hatten die wirtliche Jahreszeit genutzt, um Früchte zu sammeln. Nach diesen würden auch bald die Pilze wachsen, denn es ging langsam auf den Oktober zu. Sie war ebenso froh darüber, dass sie schließlich alle Hütten für den Winter vorbereitet hatten. Die Löcher in dem Holzgeflecht waren weitgehend geflickt und nun konnte auch noch etwas Stroh und einige Decken auf die Wohnstätten verteilt werden. Die Kuhlen in der Erde warteten bereits darauf, in den kühleren Nächten mit Caletts speziellem Feuer gefüllt zu werden. Jetzt kann sich nicht mal mehr Gajan beschweren, dachte sie. Wir haben eine Unterkunft, zu Essen und zu guter Letzt unsere Tiergeister und uns selbst. Koraja dachte an die Zeit, in der sie hier allein gewohnt hatte, nachdem ihre Mutter sie verlassen und bevor sie Schovani gefunden hatte. So schlecht ging es ihnen gar nicht, fand sie. Die Männer versammelten sich um das Feuer, das nun wieder Calett überwachte. Mit ruhigen Stimmen sprachen sie mit Glamróan, denn sie wussten um seine Gabe und hofften, Neues von ihm zu hören. "Ich denke, Éalin nähert sich mit jedem Tag der Klamm ein bisschen mehr. Sie kommt offenbar gut voran; sie ist bereits in das Dickicht des Hrâd-Hügellandes eingetaucht." "Was ist mit Mianell, der Junge, der mit den Wanderschauspielern reist?", fragte Maënas. Er war es gewesen, der den Jungen vor Jahren unter höchst seltsamen Umständen getroffen und erkannt hatte, was er war. Das Schicksal hatte die Hexenkinder auf seine eigene Weise zusammen geführt. "Ich habe ihn leider noch nie getroffen", bekannte Glamróan, "Aber ich kann mir vorstellen, dass er nicht einfach so gehen kann. Fahrendes Volk ist doch von einander abhängig, darum haben sie auch so starke Bande." "Da ist noch eine wichtige Sache", sagte Calett. "Wir wollten von dir wissen, ob auf deiner Reise irgendetwas vorgefallen ist, oder ob du etwas ungewöhnliches beobachtet hast." Maënas fuhr fort: "Die Sache ist die - wir sind in dem Dorf, in dem wir gearbeitet haben, auf einen Spion des gelben Ordens gestoßen. Und sind nur knapp seiner Aufmerksamkeit entkommen; Gawenn hätte beinah alles vermasselt." Diese Neuigkeit schockierte Glamróan, aber er blieb ruhig. "Wann war das?" "Vor einer Woche." "Dann seid ihr ein großes Risiko eingegangen, indem ihr dort geblieben seid." Calett nickte, und Maënas antwortete: "Wir sind in den darauf folgenden Tagen auf dem Hof geblieben, und haben nichts mehr von ihm gehört. Ich schätze, das war mehr Glück als Verstand, aber wir mussten es riskieren." "Wenn du dem Kerl nicht so beherzt gefolgt wärest des nachts hätten wir das nicht tun können", meinte Calett. Maënas entgegnete nichts darauf. Glamróan versicherte, dass er niemand Verdächtigem begegnet war auf seiner Reise - wenn, dann hätte er die Hexenkinder auch schon längst darüber unterrichtet. "Wie werden wir erfahren, was es nun mit Gawenn auf sich hat?", fragte er nach einer Weile. "Mir scheint, dass er weder richtig dazu gehört noch dass seine Anwesenheit bedeutungslos ist, auch wenn ich nichts Besonderes an ihm feststellen konnte." Glamróan sprach für gewöhnlich sehr sachlich, ohne seine Sicht von seinen Gefühlen beeinflussen zu lassen. "Galahan", sagten Calett und Maënas zugleich. "Er könnte in der Tat langsam mal auftauchen." [Dieser Beitrag wurde am 18.01.2008 - 15:35 von Aerowen aktualisiert] Signatur ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||
Torn ![]() Literaturkenner Status: Offline Registriert seit: 21.07.2007 Beiträge: 352 Nachricht senden |
Huhuu ^^
'keine der beiden eine Ahnung, wovon sie redete' oder 'sie beide keine Ahnung, wovon sie redeten'
Hm... 'Gajan' und 'ihm' tauschen oder zweimal das Pronomen verwenden... Weil er spricht ja von sich selbst
'Wir' ^^
Ohne das 'das' ?
das 'meiste'
'etwas Ungewöhnliches' Mehr habe ich nicht gefunden... Schön, dass wieder eine neue Person aufgetaucht ist... Bin gespannt, was als nächstes passiert ![]() Signatur Ich dachte immer, das ist doch kein Problem Jetzt sitz ich hier, wie ein Kaninchen vor der Schlange Und ich fühl mich wie gelähmt Ich muss es sagen, Ich weiss nur noch nicht wie Ich muss es dir sagen, Jetzt oder nie Bitte geh noch nicht Am besten gehst du nie Ich hab's dir schon so oft gesagt In meiner Phantasie Bleib noch ein bisschen hier Bitte geh noch nicht Was ich versuche, dir zu sagen, ist Ich liebe dich! | ||||||||||||||||||||||||||||
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